Die "Alte Chirurgie" Bergen
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Die "Alte Chirurgie" Bergen

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Calandstrasse 7

18528 Bergen auf Rügen

Das Backsteingebäude der "Alten Chirurgie" befindet sich in Bergen auf Rügen. Gegenüber der „Bismarck-Eiche“ befindet sich in der Calandstraße das gut sichtbare Backsteingebäude der „Alten Chirurgie“. Die erste beachtenswerte medizinische Versorgung der Bevölkerung Bergens begann nicht an diesem Ort, sondern bereits Ende des 14. Jahrhunderts mit der Einrichtung des St.-Jürgens-Hospital und des Aussatzhauses für Leprakranke im Bereich der heutigen Ringstraße. 1780 wurde das erste Krankenhaus, ein Spital mit drei Zimmern und zehn Betten, eröffnet. Das Gebäude der „Alten Chirurgie“ wurde von 1860 bis 1862 im neogotischen Baustil als Bergener Krankenhaus mit einer Kapazität von 60 Betten erbaut. Der Bau erfolgte durch Vermittlung des Geheimen Regierungsrates Esse in Berlin und nach Plänen des Königlichen Baurates Waesemann mit einem Kostenaufwand von 34.000 Talern. Bei der Restaurierung des historischen Mauerwerkes im Juli 1999 fand ein Bauarbeiter in einem der Türm chen eine Flasche. In dieser befand sich ein Schreiben mit folgendem Inhalt: „…Das Krankenhaus zu Bergen auf Rügen ist erbaut unter der Leitung des Maurermeisters Herrn Deysing in Bergen im Jahre 1862…“. Die „Alte Chirurgie“ wird heute als Ärztehaus genutzt.

Die Alte Chirurgie Bergen auf Rügen – Neogotik mit Geschichte

In der Calandstraße in Bergen auf Rügen steht eines der markantesten historischen Gebäude der Inselhauptstadt: die „Alte Chirurgie". Das gut sichtbare Backsteingebäude im neogotischen Baustil wurde von 1860 bis 1862 als Krankenhaus errichtet – mit einer Kapazität von 60 Betten und einem damaligen Kostenaufwand von 34.000 Talern. Entworfen wurde es nach Plänen des Königlichen Baurates Waesemann, vermittelt durch den Geheimen Regierungsrat Esse aus Berlin.

Medizinische Versorgung in Bergen seit dem 14. Jahrhundert

Die Geschichte der medizinischen Versorgung in Bergen reicht weit zurück: Bereits Ende des 14. Jahrhunderts entstanden das St.-Jürgens-Hospital und ein Aussatzhaus für Leprakranke im Bereich der heutigen Ringstraße. 1780 folgte das erste eigentliche Krankenhaus der Stadt – ein Spital mit drei Zimmern und zehn Betten. Die „Alte Chirurgie" stellt damit einen bedeutenden Meilenstein in dieser langen Versorgungsgeschichte auf Rügen dar. Bei einer Restaurierung des historischen Mauerwerks im Jahr 1999 wurde in einem der Türmchen eine eingemauerte Flasche gefunden, die ein handschriftliches Schreiben aus dem Baujahr 1862 enthielt. Heute wird das Gebäude als Ärztehaus genutzt.

Anreise zur Alten Chirurgie in Bergen auf Rügen

Bergen auf Rügen ist bequem mit der Bahn erreichbar – der Bahnhof Bergen auf Rügen liegt nur etwa 0,8 km entfernt. Mit dem Auto bietet sich die Autobahnauffahrt Samtens an, rund 10 km vom Ziel entfernt. Wer mit der Fähre anreist, etwa über den Fährhafen Stralsund oder aus Richtung Binz, erreicht Bergen ebenfalls in kurzer Zeit.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Bergen auf Rügen

Markt Bergen auf Rügen

Markt Bergen auf Rügen

📍 Bergen auf Rügen

Der Markt in Bergen - historisch und heute Platz regen Stadtlebens. Der heutige Marktplatz wurde um 1540 als „Olde Richt-stede“ bezeichnet. Alte Zeichnungen bezeugen, dass auf diesem Platz ein Scharren stand. Dieses Gebäude, in dem unter anderem Feuerspritzen untergebracht waren, diente zeitweilig den Bäckern, Fleischern und Bauern zum Ausstellen ihrer Erzeugnisse an Markttagen. Der Scharren wurde 1850 abgerissen. Neben dem Scharren, an der Stelle, wo heute das Postamt steht, befand sich eine Wasserstelle, der so genannte „Pfuhl“. Er diente als Feuerlöschteich und Pferdetränke und wurde Ende des 19. Jahrhunderts trockengelegt. Aus allen Himmelsrichtungen kommend, münden die Straßen auf dem heutigen Markt. Die heutige Pflasterung des Marktes nimmt Bezug auf den historischen Handelsweg, der durch die Fischer und Händler aus Zittvitz und Buschvitz, wo sich um 1800 Büdnerstellen und Bootskaten befanden, genutzt wurde. Am Markt befinden sich historisch bedeutsame Bauwerke und Anlagen, wie die Kirche „St. Marien“ mit dem Klosterareal. Auch die anderen Gebäude aus verschiedenen Stilepochen, wurden in den letzten 15 Jahren liebevoll saniert. Der zentrale neue Brunnen erinnert an den ehemaligen Pfuhl und lädt zum Verweilen ein.

Billroth-Haus in Bergen auf Rügen

Billroth-Haus in Bergen auf Rügen

📍 Bergen auf Rügen

Im Billroth-Haus in Bergen wurde einst der bekannte Chirurg Theodor Billroth geboren. Das Haus wurde 1800 als Bürgerhaus erbaut. 1829 wurde hier Theodor Billroth geboren. Nachdem er die ersten 3 Jahre seiner Kindheit hier verbrachte, lebte er in Greifswald. Nach Stationen wie Göttingen und Berlin erhielt Billroth 1859 eine Berufung als Professor der Chirurgie in Zürich. Billroths Hauptverdienst war das Entwickeln neuer Operationsmethoden für Magenresektionen (erstmalig 1881 an der Universität Wien). Das Anlegen von Krankenblättern“ ist ebenfalls auf ihn zurückzuführen. Er war einer der hervorragendsten Chirurgen seiner Zeit. 1892, noch zu seinen Lebzeiten, wurde er durch die Gedenktafel aus Bronze geehrt. 1998 übernahm die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie das Haus, die damit die Leistungen Theodor Billroths für die Chirurgie würdigten. Billroth starb 1894 und wurde in Wien beigesetzt. Zur Veranstaltung „Hauskonzert bei Billroth“ sind die Räumlichkeiten öffentlich zugänglich.

St. Bonifatiuskirche Bergen

St. Bonifatiuskirche Bergen

📍 Bergen auf Rügen

Die St. Bonifaziuskirche Rügen ist Sitz der katholischen Kirchengemeinde auf Rügen. Die Kirche St. Bonifatius in Bergen auf Rügen ist Sitz der einzigen katholischen Gemeinde auf der Insel Rügen. Bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts unternahm der Stralsunder Pfarrer Wendelin Zink seelsorgliche Reisen auf die Insel Rügen und hielt in Privathäusern ansässiger Katholiken Gottesdienste. 1863 wurde am Rand der Stadt Bergen ein Missionshaus mit einer am 8. September geweihten Kapelle errichtet. Nach Genehmigung der Einrichtung einer Missionspfarrei durch den preußischen Staat 1864 wurde Gustav Machai der erste katholische Pfarrer auf Rügen, der bis 1869 wirkte. Neben einem Pfarrhaus bestand von 1867 bis 1878 auch eine katholische Schule. 1871 gab es auf Rügen etwa 700 Katholiken. Am 1. Juli 1910, als die Gemeinde bereits zu groß für die Kapelle geworden war, wurde sie zur selbständigen Pfarrei erhoben. Der damalige Pfarrer Maximilian Kaller - er wirkte von 1905 bis 1917 - sammelte Gelder für den Neoromanischen Neubau, der 1912 vollendet wurde. Später errichtete Kaller eine Tochterkirche in Garz. Nach seinem Scheiden ging er an die Berliner Sankt-Michaels-Kirche.