Denkmäler und SehenswürdigkeitenDömitzEntwicklungszoneKultur und GenussMeckl. SchwerinMecklenburg-SchwerinMecklenburg-SchwerinMecklenburgisches ElbetalPOI-Basiseintrag: KategorienPOIsProduktlinienRegionenTMVWestmecklenburgauf-nach-mv.de

Hügelgrab Glaisin

Glaisin · 53.1615° N, 11.2108° E
Hügelgrab Glaisin

Unseren heutigen Friedhöfen vergleichbar wurden in der Bronze- und Eisenzeit Hügelgräber angelegt.

Dort fanden die Verstorbenen ihre letzte Ruhe. Hügelgräber wurden oft in der Nähe der Lebenden angelegt. Auch Glaisin kann auf ein solches Hügelgrab verweisen, das aus der Bronzezeit - etwa 2200 bis 800 v. Chr. - stammt. Da die bronzezeitlichen Siedlungen längst vergangen sind, zählen die Hügel für die Toten heute zu den wichtigsten Zeitzeugen der Vorgeschichte. Beinahe das gesamte Wissen über die Bronzezeit resultiert aus der Erforschung dieser Bestattungsorte. Das Hügelgrab liegt auf einem Acker etwas abseits des befestigten Weges zwischen Glaisin und Menkendorf. Schon von Weitem ist es gut zu sehen, im Sommer allerdings gelangt man nur schwer bis auf den Hügel, da Getreidefelder ihn umgeben.

In der Nähe

Weitere Sehenswürdigkeiten in Glaisin

Johannes-Gillhoff-Stuv

Johannes-Gillhoff-Stuv

Glaisin

Der niederdeutsche Schriftsteller, Lehrer und Volkskünstler Johannes Gillhoff wurde 1861 in Glaisin geboren. In der Johannes-Gillhoff-Stuv wird das Leben und Schaffen des Autors, der durch seinen Briefroman "Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer" bekannt wurde, in einer ständigen Ausstellung dokumentiert. In der ehemaligen Dorfschule von Glaisin befindet sich heute die Johannes-Gillhoff-Stuv. Diese gibt seit 1992 einen umfassenden Einblick in das Leben und Schaffen des niederdeutschen Schriftstellers und Dichters Johannes Gillhoff, der am 24. Mai 1861 in Glaisin geboren wurde und dort seine Kindheit und Jugend verbrachte. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dessen literarisches Werk, das heute fester Bestandteil des Kulturerbes im norddeutschen Raum ist. Sein 1917 erschienener Briefroman "Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer" wurde in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zum Bestseller und fand auch im fremdsprachigen Raum Verbreitung. In ihm erzählt Johannes Gillhoff die Geschichte des Jürnjakob Swehn, Sohn eines Tagelöhners aus Mecklenburg, der 1868 nach Amerika auswandert. Authentische Briefe an Gillhoffs Vater bilden die Grundlage für die Handlung. Und so ist es auch kein Zufall, dass ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung die Auswandererbewegung in der Griesen Gegend ist. Denn Mecklenburg war zwischen 1815 und 1914 das Land, das gemessen an seiner Einwohnzahl den höchsten Prozentsatz an Auswanderern stellte. Entsprechende Auswandererlisten dokumentieren dies und liegen in der Gillhoff-Stuv zum Nachlesen und Recherchieren aus. Ein Gedenkstein vor der ehemaligen Dorfschule erinnert an den Schriftsteller, der neben Fritz Reuter der zweite niederdeutsche Autor Mecklenburgs ist, dessen Werk über den deutschsprachigen Raum hinaus veröffentlicht wurde. Geöffnet ist die Johannes-Gillhoff-Stuv nach Vereinbarung.