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Gutshaus Groß Gievitz

Groß Gievitz · Mecklenburgische Seenplatte · 53.5783° N, 12.7821° E
Gutshaus Groß Gievitz

Das restaurierte Gutshaus (Haupthaus) in Groß Gievitz um 1730 im Barockstil errichtet.

Das Gutshaus der Grafen Voss hat eine interessante Vergangenheit. Hier lebte „die Voss“, die unbestechliche Oberhofmeisterin der Königin Luise. Das Haus mit schönem Gutspark stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jh. Der bereits im 17. Jh. errichtete Marstall ist ebenfalls erhalten. Besonders sehenswert ist auch die massive Gievitzer Kirche aus dem 13. Jh. mit ihren Wandmalereien aus der Erbauerzeit. Das Erbbegräbnis der Familie v. Voss wurde nach Plänen von Schinkel erbaut. Seit 1652 war das Gut Groß Gievitz im Besitz der Familie von Voß. Die spätere Königin Luise, eine Prinzessin des Hauses Mecklenburg-Strelitz war häufig Gast bei der Familie von Voß in Groß Gievitz. 1945 wurde die Familie von Voß enteignet. Das Gutshaus und das Nebenhaus wurden danach anfangs für Flüchtlingsfamilien genutzt. Danach war das Gutshaus Schule. Heute ist das Gutshaus wieder in privatem Besitz.

Gutshaus Groß Gievitz – Barock, Geschichte und Königin Luise

Das Gutshaus Groß Gievitz im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns zählt zu den bemerkenswerten Herrenhäusern der Region. Um 1730 im Barockstil errichtet, gehörte das Gut seit 1652 der Familie von Voß. Besondere Bekanntheit erlangte das Anwesen durch Sophie Marie von Voß, die als unbestechliche Oberhofmeisterin der Königin Luise von Preußen in die Geschichte einging. Die spätere Königin Luise, eine Prinzessin des Hauses Mecklenburg-Strelitz, war selbst häufig zu Gast in Groß Gievitz.

Gutspark, Marstall und Schinkel-Erbbegräbnis in Groß Gievitz

Zum Ensemble gehören neben dem restaurierten Haupthaus ein weitläufiger Gutspark sowie ein bereits im 17. Jahrhundert errichteter Marstall, der ebenfalls erhalten geblieben ist. Das Erbbegräbnis der Familie von Voß wurde nach Plänen des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel gestaltet. Nur wenige Schritte entfernt steht die massive Gievitzer Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert mit original erhaltenen Wandmalereien aus der Erbauerzeit – ein weiteres kulturelles Highlight im ländlichen Mecklenburg.

Wechselvolle Geschichte des Gutshauses

Nach der Enteignung der Familie von Voß im Jahr 1945 diente das Gutshaus zunächst als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien, später als Schule. Heute befindet sich das Anwesen wieder in Privatbesitz und präsentiert sich als restauriertes Baudenkmal. Wer die Gutshauslandschaft Mecklenburg-Vorpommerns erkundet – etwa auf dem Weg von Rostock oder Neubrandenburg ins mecklenburgische Binnenland – findet in Groß Gievitz ein authentisches Zeugnis adliger Gutskultur abseits der bekannten Ostseebäder wie Warnemünde oder Kühlungsborn.