Das "Verräterhaus" bei Groß Stresow
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Das "Verräterhaus" bei Groß Stresow

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Dorfstraße

18581 Groß Stresow

Das „Verräterhaus“ erinnert an die Schlacht zwischen Preußen, Dänemark und Schweden (Nordischer Krieg) bei Groß Stresow. Bei der Seeanlandung der vereinigten Streitkräfte der Preußen und Dänen soll der Überlieferung nach Johan Meußling - ein Groß Stresower - mit einem Bettlaken auf seinem Hausdach der Flotte unter Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. den Weg durch den Rügischen Bodden und an Land gewiesen haben. Die Schweden wurden damals nur vorübergehend von Rügen vertrieben, das Haus des Stresowers aber bekam den Beinamen „Verräterhaus“. Das Original-Verräterhaus wurde vor ca. 30 Jahren abgerissen. In dem neuen, rügentypischen Gebäude, das nach dem Fachwerk, ein Rohrdach und ausgemauerte Wände mit alten, von Dorfbewohnern selbst geworbenen Ziegelsteinen bekommen hat, zeigen die Stresower ihre Geschichte in einer Ausstellung. Vor dem heutigen Museum steht die Statue des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I.. Zum Gedenken an den großen Sieg gegenüber den Schweden ließ Friedrich Wilhelm IV. im Jahre 1855 eine der "Preußensäulen" mit der überlebensgroßen Statue des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) auf einer Anhöhe in Stresow errichten. 1991 wurde die 15 Meter hohe "Stresower Preußensäule" wegen drohender Einsturzgefahr demontiert. Erst nach 23 Jahren wurde die letzte der beiden Preußensäulen 2014 aufgestellt.

Das Verräterhaus bei Groß Stresow – Geschichte des Nordischen Krieges auf Rügen

Das „Verräterhaus" in Groß Stresow auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern ist ein ungewöhnliches Stück Lokalgeschichte. Der Name geht auf eine Überlieferung aus dem frühen 18. Jahrhundert zurück: Bei der Seeanlandung der vereinigten preußisch-dänischen Streitkräfte soll der Dorfbewohner Johan Meußling vom Dach seines Hauses mit einem Bettlaken der Flotte König Friedrich Wilhelms I. den Weg durch den Rügischen Bodden gewiesen haben. Die Schweden wurden daraufhin – wenn auch nur vorübergehend – von Rügen vertrieben, und Meußlings Haus erhielt fortan den Beinamen „Verräterhaus".

Museum im rügentypischen Fachwerkhaus mit Rohrdach

Das originale Gebäude wurde vor rund 30 Jahren abgerissen. An seiner Stelle steht heute ein rügentypischer Neubau im Fachwerkstil mit Rohrdach und ausgemauerten Wänden aus Ziegelsteinen, die Dorfbewohner selbst geworben haben. In diesem authentischen Rahmen präsentieren die Stresower ihre Ortsgeschichte in einer eigenen Ausstellung. Vor dem Museum steht zudem die Statue Friedrich Wilhelms I., die ursprünglich 1855 auf einer 15 Meter hohen Preußensäule auf einer Anhöhe in Stresow errichtet wurde. Nach der Demontage 1991 wegen Einsturzgefahr wurde die Säule erst 2014 wieder aufgestellt.

Anreise nach Groß Stresow auf Rügen

Der nächste Bahnhof ist Seelvitz in rund 1,7 km Entfernung, gefolgt von Serams (ca. 2,7 km). Mit dem Auto erreicht man Groß Stresow über die Autobahnauffahrt Samtens (ca. 17 km). Wer mit der Fähre anreist, nutzt am besten den nahegelegenen Fährhafen in rund 4,9 km Entfernung.