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Mecklenburger Waldglasmuseum

Langen-Brütz · Schwerin & Umgebung · 53.6576° N, 11.5568° E
Mecklenburger Waldglasmuseum

Wer weiß schon, dass Glas aus Sand besteht.

Über 600 Exponate machen die alte Handwerkskunst im Waldglasmuseum wieder erlebbar. Dabei geht es in der Ausstellung insbesondere um das Mecklenburger Waldglas. Dessen Name rührt zum einen daher, dass der Inhaltsstoff - eisenhaltiger Sand - beim Schmelzen grün wird. Zum anderen daher, dass für die Glasherstellung viel Holz notwendig war, und die Glashütten deshalb direkt in den Wald gebaut wurden. Mecklenburg war vor einigen hundert Jahren einer der größten Glaszentren, da man hier den eisenhaltigen Sand fand, Pottasche als Zuschlagsstoff gewinnen konnte, und reichlich Holz und Wasser zur Verfügung hatte. Die Pottasche wurde aus Holzasche gewonnen, wobei durch Auslaugen und ausglühende Holzasche nur eine geringe Menge des ursprünglichen Volumens (etwa ein Tausendstel) gewonnen werden konnte. Die meiste Energie, die bei der Waldglasherstellung erforderlich war - 80 bis 85 Prozent - ging auf die Pottaschenherstellung zurück. Je nach Art und Zustand waren ein bis drei Festmeter Holz notwendig, um ein Kilogramm Glas zu erzeugen.

Mecklenburger Waldglasmuseum in Langen-Brütz – Glas aus dem Wald

Das Mecklenburger Waldglasmuseum in Langen-Brütz widmet sich einem überraschend facettenreichen Thema: der Herstellung von Glas aus Sand. Über 600 Exponate machen die alte Handwerkskunst anschaulich und zeigen, welch bedeutende Rolle Mecklenburg-Vorpommern einst als eines der größten Glaszentren seiner Zeit spielte.

Warum Mecklenburg ein Zentrum der historischen Glasherstellung war

Mecklenburger Waldglas trägt seinen Namen aus zwei Gründen: Der eisenhaltige Sand der Region färbt das Glas beim Schmelzen grün, und die Glashütten wurden direkt im Wald errichtet, weil die Produktion enorme Mengen Holz erforderte. Vor einigen hundert Jahren boten die Wälder Mecklenburgs ideale Voraussetzungen – eisenhaltiger Sand, Pottasche aus Holzasche sowie reichlich Holz und Wasser standen hier in ausreichender Menge zur Verfügung.

Pottasche und Holzverbrauch – die verborgene Seite der Glasproduktion

Besonders aufschlussreich ist die Geschichte der Pottaschegewinnung: Durch Auslaugen und Ausglühen von Holzasche blieb nur etwa ein Tausendstel des ursprünglichen Volumens übrig. 80 bis 85 Prozent des gesamten Energieaufwands bei der Waldglasherstellung entfiel allein auf diesen Prozess. Je nach Holzqualität wurden ein bis drei Festmeter Holz benötigt, um ein einziges Kilogramm Glas herzustellen – eine bemerkenswerte Relation, die das Museum eindrucksvoll vermittelt.

Ausflugsziel im Binnenland – gut kombinierbar mit der Ostseeküste

Langen-Brütz liegt im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns und lässt sich gut mit einem Aufenthalt an der Ostseeküste verbinden – etwa mit einem Besuch in Wismar oder Rostock, die jeweils in überschaubarer Entfernung liegen. Wer die Küstenregion rund um Fischland-Darß-Zingst oder die Hansestadt Stralsund bereist, kann das Waldglasmuseum als kulturellen Abstecher ins Landesinnere einplanen.