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Festung Kirchdorf

Ostseebad Insel Poel · Wismar & Nordwestmecklenburg · 54.0080° N, 11.4581° E
Festung Kirchdorf

Südwestlich von Kirchdorf auf der Insel Poel befinden sich die Überreste einer Festung.

Es handelte sich dabei um eine von 1614 bis 1619 erbaute zweiteilige Anlage, bestehend aus einem Wall um eine Kirche herum und der unmittelbar benachbarten sternförmigen Festung. Die Erdwälle des Befestigungssystems sind von beeindruckender Größe. Die vorgelagerten Wassergräben sind als Schilfzonen erkennbar. Die Festung zählt zu den besterhaltenen frühneuzeitlichen Festungsanlagen an der deutschen Ostseeküste. Die Schanze wurde von Herzog Adolf Friedrich I. nach Plänen des Baumeisters Ghert Evert Piloot aus Emden errichtet. Sie war lange Zeit schwedisches Krongut und wurde schließlich im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt und verfiel in den weiteren Jahren. Die Gebäude wurden im 19. Jahrhundert stückweise abgetragen. Nur die Dorfkirche blieb als Backsteinbauwerk erhalten. Ein Modell der alten Festungsanlage ist im Inselmuseum Kirchdorf zu sehen.

Festung Kirchdorf auf der Insel Poel – frühneuzeitliche Geschichte an der Ostsee

Südwestlich von Kirchdorf auf der Insel Poel, im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern, befinden sich die beeindruckenden Überreste der Festung Kirchdorf. Die zweiteilige Anlage wurde zwischen 1614 und 1619 erbaut und bestand aus einem Wall rund um eine Kirche sowie einer unmittelbar benachbarten sternförmigen Festung. Damit zählt sie zu den besterhaltenen frühneuzeitlichen Festungsanlagen an der gesamten deutschen Ostseeküste – vergleichbar in ihrer historischen Bedeutung mit Bauwerken in der Region um Wismar, Stralsund oder Greifswald.

Erdwälle, Wassergräben und die Geschichte der Schanze

Die erhaltenen Erdwälle des Befestigungssystems beeindrucken noch heute durch ihre Größe. Wo einst Wassergräben angelegt waren, haben sich heute weitläufige Schilfzonen entwickelt. Errichtet wurde die Schanze von Herzog Adolf Friedrich I. nach Plänen des Baumeisters Ghert Evert Piloot aus Emden. Lange Zeit war die Anlage schwedisches Krongut, bevor sie im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt wurde und verfiel. Im 19. Jahrhundert wurden die Gebäude schrittweise abgetragen. Als einziges Bauwerk blieb die Dorfkirche als Backsteingebäude erhalten.

Festungsmodell im Inselmuseum Kirchdorf

Wer die Geschichte der Anlage noch tiefer erkunden möchte, findet im Inselmuseum Kirchdorf ein detailliertes Modell der alten Festungsanlage. Es gibt einen anschaulichen Eindruck davon, wie die Befestigung zu ihrer Blütezeit ausgesehen haben muss – eine ideale Ergänzung zum Besuch der erhaltenen Erdwälle vor Ort auf der Insel Poel.