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HTM Historisch-Technisches Museum Peenemünde

Peenemünde · Greifswald & Umgebung · 54.1383° N, 13.7654° E
HTM Historisch-Technisches Museum Peenemünde

In der Heeresversuchsanstalt Peenemünde gelang 1942 der weltweit erste Start einer Rakete ins All.

Das Historisch-Technische Museum dokumentiert heute einen der spektakulärsten, gleichzeitig aber auch einer der gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts. Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde war zwischen 1936 und 1945 eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Im Oktober 1942 gelang von hier aus der weltweit erste Start einer Rakete ins All. Die Forschung diente jedoch von Beginn an nur einem Ziel: Hochtechnologie sollte militärische Überlegenheit schaffen. Nur durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen war die Errichtung der Versuchsanstalten und die spätere Massenproduktion der Rakete, die Goebbels zynisch "Vergeltungswaffe 2" nannte, in so kurzer Zeit möglich. Bei der Produktion unter unmenschlichen Bedingungen und beim Beschuss belgischer, englischer und französischer Städte mit der "Wunderwaffe" verloren tausende Menschen ihr Leben. Die Ambivalenz der Nutzung modernster Technologie wird in Peenemünde deutlich wie an kaum einem anderen Ort. Zusammen mit der historischen Entwicklung bildet sie den Schwerpunkt der Ausstellung des Historisch-Technischen Museums Peenemünde, die im Kraftwerk der ehemaligen Heeresversuchsanstalt - dem größten technischen Denkmal Mecklenburg-Vorpommerns - zu besichtigen ist.

HTM Historisch-Technisches Museum Peenemünde – Technik und Geschichte im Widerspruch

Das Historisch-Technische Museum Peenemünde auf der Ostseeinsel Usedom zählt zu den bedeutendsten Technik- und Gedenkstätten Norddeutschlands. Im Oktober 1942 gelang von hier aus der weltweit erste Start einer Rakete ins All – ein Meilenstein der Wissenschaftsgeschichte, der gleichzeitig untrennbar mit einem der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts verbunden ist.

Heeresversuchsanstalt Peenemünde: Hochtechnologie im Dienst des Krieges

Zwischen 1936 und 1945 war die Heeresversuchsanstalt Peenemünde eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Der Bau der Anlage und die Massenproduktion der sogenannten „Vergeltungswaffe 2" waren nur durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen möglich. Tausende Menschen verloren ihr Leben – beim Bau unter unmenschlichen Bedingungen und beim Beschuss ziviler Ziele in Belgien, England und Frankreich.

Ausstellung im größten technischen Denkmal Mecklenburg-Vorpommerns

Die Dauerausstellung des HTM ist im historischen Kraftwerk der ehemaligen Heeresversuchsanstalt untergebracht – dem größten technischen Denkmal Mecklenburg-Vorpommerns. Sie beleuchtet die technische Entwicklung der Raketentechnik ebenso wie ihre militärische Nutzung und die Schicksale der Zwangsarbeiter. Nirgendwo sonst an der deutschen Ostseeküste wird die Ambivalenz technologischen Fortschritts so eindringlich sichtbar. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Aufenthalt auf Usedom oder einem Ausflug in die Region rund um Greifswald verbinden.

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