KUNSTRAUM TESTORF
Unbekannte Flugobjekte schweben durch den Raum, federleicht, wie Engelsflügel.
Wer die Galerie und Papierwerkstatt in Testorf bei Zarrentin am Schaalsee besucht, mag kaum glauben, dass diese durchscheinenden Wesen ursprünglich aus Holz, Cellulose oder Flachs bestehen. „Für meine Papierobjekte und Collagen verwende ich manchmal auch asiatische Pflanzenfasern wie das japanische Kozo, das langfaseriger, weicher und transparenter ist“, erklärt die Papierkünstlerin Anke Meixner. In ihrem Design-Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle entdeckte sie die Vielseitigkeit des Werkstoffs Papier: „Ich studierte Spiel- und Lerndesign und beschäftigte mich intensiv mit Kinderspielzeug. Papier kann durch Falten, Formen, Beschreiben und Bemalen sehr einfach in jedem Alter kreativ gestaltet werden. Um besser mit unterschiedlichen Papiersorten experimentieren zu können, schaffte ich mir dann eine Papiermühle an, einen so genannten „Holländer‘, der schon seit Jahrhunderten für die Papierherstellung verwendet wird.“ Das Wissen um die traditionelle Papierherstellung gibt die Diplom-Designerin Anke Meixner auch in Kursen für Künstler und Nachwuchskräfte weiter. Der pflanzliche Faserstoff wird in der Papiermühle gemahlen und dann in einer Bütte in Wasser eingeweicht. Mit einem Schöpfsieb wird eine dünne Schicht abgeschöpft, auf einen Filz abgegautscht, dann gepresst und getrocknet. Handwerk und Kunst inspirieren sich gegenseitig: Das Herstellungsverfahren bringt neue Ideen für die Gestaltung hervor, und der künstlerische Gestaltungswille ist die Triebkraft für die Einbindung neuer Materialien: „Mich interessiert auch, dass Papier das Gedächtnis der Menschheit darstellt. So arbeite ich auch Landkarten oder andere Fundstücke in meine Collagen mit ein.“ Seit ihrer Kindheit lebt Anke Meixner – mit kleinen Unterbrechungen – in Mecklenburg: „Meine Eltern waren Landwirte, ich kann mir ein Leben ohne Garten und Natur gar nicht vorstellen. Hier in Testorf am Rande des UNESCO Biosphärenreservates Schaalsee fanden wir eine ehemalige Bauernstelle, die viel Platz hatte, um unseren Traum von einer Werkstatt und Galerie seit 2009 zu verwirklichen.“ Ihr Mann, der Kunsthistoriker und Fotograf Ulrich Rudolph, kuratiert die wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Künstler. Das umfangreich renovierte Wohn- und Stallgebäude des Gehöfts von 1903 ist von einem weiträumigen Garten umgeben. Gäste sind nach telefonischer Voranmeldung immer willkommen.
Kunstraum Testorf – Papierkunst zwischen Ostsee und Schaalsee
Der Kunstraum Testorf bei Zarrentin am Schaalsee ist ein außergewöhnlicher Ort für Papierkunst und zeitgenössische Ausstellungen im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Diplom-Designerin Anke Meixner schafft hier federleichte Objekte und Collagen aus Holz, Cellulose, Flachs oder asiatischen Pflanzenfasern wie dem japanischen Kozo – transparent, skulptural und von unverwechselbarer Ästhetik.
Traditionelle Papierherstellung mit einem historischen Holländer
Anke Meixner studierte Spiel- und Lerndesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle und entdeckte dort die gestalterische Vielseitigkeit des Werkstoffs Papier. Für ihre künstlerische Arbeit nutzt sie eine Papiermühle – einen sogenannten „Holländer", der seit Jahrhunderten in der Papierherstellung eingesetzt wird. Pflanzliche Fasern werden gemahlen, in Wasser eingeweicht, mit einem Schöpfsieb abgezogen, auf Filz abgegautscht, gepresst und getrocknet. Dieses traditionsreiche Handwerk gibt sie auch in Kursen für Künstler und Nachwuchskräfte weiter.
Galerie im renovierten Gehöft am UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee
Seit 2009 betreiben Anke Meixner und ihr Mann, der Kunsthistoriker und Fotograf Ulrich Rudolph, auf einer ehemaligen Bauernstelle von 1903 ihre Galerie und Papierwerkstatt. Das aufwendig renovierte Wohn- und Stallgebäude liegt inmitten eines weiträumigen Gartens am Rande des UNESCO-Biosphärenreservates Schaalsee. Ulrich Rudolph kuratiert wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler. Besuche sind nach telefonischer Voranmeldung jederzeit möglich. Anke Meixner arbeitet außerdem historische Landkarten und Fundstücke in ihre Collagen ein – Papier als Gedächtnis der Menschheit, wie sie selbst sagt.