Nationales Naturmonument Ivenacker Eichen
Die tausendjährigen Eichen sind der kultur- und naturhistorische Höhepunkt des Hutewaldgebietes.
Inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte unweit der Reuterstadt Stavenhagen, liegt das erste Nationale Naturmonument Deutschlands - der Hutewald des Ivenacker Tiergartens. Dieser ist Lebensraum für viele, teilweise seltene Tier- und Pflanzenarten und eine einzigartige kultur- und naturhistorische Besonderheit. Eingebettet in die durch die Weichsel-Kaltzeit geformte und vom Menschen geprägte Landschaft stehen die zu den stärksten lebenden Eichen in Europa gehörenden Ivenacker Eichen. Die mächtigste von ihnen, eine etwa tausend Jahre alte Stieleiche, hat einen Stammumfang von über 11 Metern und ein Holzvolumen von 140 Kubikmetern. Seit jeher haben diese Bäume mit ihrer besonderen Ästhetik und Symbolkraft in Form von Gemälden, Lyrik, Geschichten und Sagen Eingang in die regionale, nationale und europäische Kultur gefunden. Die Ivenacker Eichen sind keine Reste ehemaliger Urwälder, sondern Zeugnisse einer historisch verbreiteten Landnutzungsform: der Waldweide. Schon vor über 1.000 Jahren trieben die Slawen ihr Vieh zum Weiden in den Wald bei Ivenack. Im Mittelalter durften sich die Tiere des einst in Ivenack bestehenden Zisterzienserinnenklosters, später auch das Damwild des Grafen im sogenannten Tiergarten unter den Ivenacker Eichen satt fressen. Der dadurch entstandene Hutewald mit seinen typischen Attributen - licht, parkartig und voller knorriger alter Bäume mit ausladenden Kronen - blieb so stets erhalten. Die Bezeichnung "Hutewald" bzw. die niederdeutsche Form "Hudewald" leitet sich übrigens von (Vieh)."hüten" ab. Heute bewahren wir, das Team des Forstamts Stavenhagen, mit der Unterstützung von Damwild, Turopolje-Schweinen und Konik-Pferden das seltene und historische Waldbild und machen die mittelalterliche Bewirtschaftungsform der Waldweide für Gäste erlebbar. Erlebniswald Das Nationale Naturmonument Ivenacker Eichen bietet Ihnen vom Kurzbesuch bis zum Tagesausflug ein umfangreiches Erlebnis. Die tierischen Landschaftspfleger lassen sich zu jeder Jahreszeit hautnah beobachten. Mit der Geburt der Damwild-Kälber und Turopolje-Ferkel erwacht im Frühling das Leben im Tiergarten Ivenack. Die Turopolje-Schweine zeigen eindrucksvoll, wie Waldweide praktiziert wurde, derweil die vier Konik-Hengste ihre Runden über die Lichtungen des Hutewaldes ziehen und gerne für Fotos posieren. Im Herbst ermöglicht die Brunft der Damhirsche Ihnen eine einmalige (Hör-)Erfahrung. Das waldpädagogische Angebot ist bei Kindergärten und Schulen der Region sehr beliebt. In Spielen oder bei Forschungsaufgaben wird Waldwissen anschaulich vermittelt und selbstständig erarbeitet. Auch Erwachsene können allerhand über den Wald und seine Tiere und Pflanzen, nachhaltige Forstwirtschaft, Naturschutz und über die Geschichte der Region erfahren. Gehen Sie gerne selbstständig auf Entdeckungsreise, sollten Sie auf keinen Fall die Streuobstwiese, den Baumkronenpfad, den Naturlehrpfad und die Ausstellung im Barock-Pavillon verpassen. Lernen Sie das Nationale Naturmonument Ivenacker Eichen lieber mit fachkundiger Begleitung kennen, können Sie eine Führung mit unserem Waldpädagogen vereinbaren. Vielfältige Veranstaltungen – vom Obstbaumschnittkurs und der Vogelstimmenwanderung über Lesungen und Fachexkursionen bis hin zum Waldmarkt und der Hubertusmesse – bieten im Laufe des Jahres für alle Geschmäcker etwas Passendes, auch für Ihren. Baumkronenpfad Ivenacker Eichen Einen anderen Blickwinkel einzunehmen hilft beim Lernen und Verstehen, nicht nur im Alltag. Seit August 2017 bietet der barrierefreie Baumkronenpfad einen besonderen Einblick in das Leben in den luftigen Höhen des Ivenacker Hutewaldes. Von der Wurzelebene windet sich der über 600 Meter lange Pfad, sanft ansteigend, höher und höher bis in die Baumkronen. Erleben Sie die beeindruckenden Baumriesen von Fuß bis Kopf hautnah und genießen den Perspektivwechsel. An 14 Stationen können Sie allerhand Wissenswertes rund um den Wald, seine Funktionen und seinen Einfluss auf unsere Kultur erfahren. Besonders gut verinnerlichen können Sie dies beim Ausüben der vorgestellten Yogaübungen. Auf keinen Fall sollten Sie die „Kirsche auf der Sahne“ verpassen: Die rund 40 Meter hohe Aussichtsplattform ermöglicht einen spektakulären Rundum-Ausblick auf das Dorf Ivenack samt Gutshaus und See und in die umgebende Kulturlandschaft. Waldcafé, Wildimbiss & Waldladen Die Entdeckungsreise durch die Ivenacker Eichen samt frischer Waldluft macht richtig Appetit. Im Waldcafé und im Wildimbiss können Sie sich eine Auszeit gönnen und sich bei herrlicher Aussicht leckere, deftige und süße Speisen und Getränke aus ökologischer oder regionaler Herstellung schmecken lassen. Beim Schnökern im Waldladen des Cafés und im Kassenbereich am Haupteingang finden Sie zwischen Büchern und Keramik, Postkarten und Wildprodukten, eigenen Kreationen wie Waldblütenhonig, Gin oder Likör garantiert schöne Andenken für Zuhause. Fragen zu Waldcafé, Wildimbiss oder Waldladen beantwortet Ihnen Ariane Netzel gern unter 039929/76711 oder Ariane.Netzel@lfoa-mv.de Haben Sie weitere Fragen? Für Informationen zu Ansprechpartnern, häufig gestellten Fragen, aktuellen Preisen und Öffnungszeiten rufen Sie unsere Info-Hotline unter 039954 453019 an oder schauen Sie auf unserer Webseite www.ivenacker-eichen.de nach.
Nationales Naturmonument Ivenacker Eichen in Ivenack – tausendjährige Zeugen der Geschichte
Mitten in der Mecklenburgischen Seenplatte, unweit der Reuterstadt Stavenhagen, steht das erste Nationale Naturmonument Deutschlands: der Hutewald des Ivenacker Tiergartens. Die Ivenacker Eichen in Ivenack gehören zu den stärksten lebenden Eichen Europas. Die mächtigste von ihnen, eine rund tausend Jahre alte Stieleiche, weist einen Stammumfang von über elf Metern und ein Holzvolumen von 140 Kubikmetern auf. Sie sind damit ein einzigartiges kultur- und naturhistorisches Erbe – nicht nur für Mecklenburg-Vorpommern, sondern für ganz Europa.
Hutewald Ivenack – Waldweide mit langer Geschichte
Die Ivenacker Eichen sind keine Reste eines Urwaldes, sondern Zeugnisse einer historischen Landnutzungsform: der Waldweide. Bereits vor über 1.000 Jahren trieben slawische Siedler ihr Vieh in diesen Wald. Im Mittelalter weideten hier die Tiere des Zisterzienserklosters Ivenack, später das Damwild der Grafen im Tiergarten. Das Team des Forstamts Stavenhagen bewahrt dieses seltene Waldbild heute gemeinsam mit Damwild, Turopolje-Schweinen und Konik-Pferden und macht die mittelalterliche Bewirtschaftungsform für Besucherinnen und Besucher erlebbar.
Baumkronenpfad und Erlebnisangebote im Tiergarten Ivenack
Seit 2017 lädt der barrierefreie Baumkronenpfad dazu ein, den Hutewald aus einer neuen Perspektive zu erleben. Auf über 600 Metern windet sich der Pfad sanft ansteigend bis in die Baumkronen, mit 14 Infostationen und einer rund 40 Meter hohen Aussichtsplattform mit Rundumblick auf Dorf, Gutshaus und See. Ergänzt wird das Angebot durch einen Naturlehrpfad, eine Streuobstwiese, eine Ausstellung im Barock-Pavillon sowie waldpädagogische Programme für Schulen und Erwachsene. Im Waldcafé und Wildimbiss lässt sich der Ausflug mit regionalen und ökologischen Speisen abrunden – ein lohnender Tagesausflug auch für Urlauber an der Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund.