Saaler Tonkuhlen
Saaler Tonkuhlen in Saal – Angelrevier mit Geschichte
Die Saaler Tonkuhlen im Dorf Saal am Saaler Bodden sind heute ein ruhiges Süßwasser-Angelrevier, das seine Entstehung einer langen Industriegeschichte verdankt. Bereits um 1744 wird in alten Urkunden die „Saaler Krohn-Ziegelley" erwähnt – möglich durch ein bis zu vier Meter mächtiges Tonmassiv unter dem Dorf. Über Jahrhunderte wurde der Ton hier abgebaut, die Ziegelei wuchs, und mit ihr die Anzahl der Tonkuhlen. Anfang der 1990er Jahre wurde der Betrieb schließlich eingestellt.
Eiszeit, Bodden und Süßwasser – Naturgeschichte der Tonlagerstätten
Der Ton unter Saal ist ein Relikt der letzten Eiszeit, entstanden durch die Reibung des Inlandeises. Mit dem Abschmelzen der Gletscher traten die Lagerstätten zutage, der steigende Meeresspiegel formte die Boddengewässer der südlichen Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Heute verbinden Saaler Bach und Tonkuhlen Süß- und Salzwasserwelten – ähnlich wie entlang des benachbarten Fischland-Darß-Zingst.
Angeln an den Saaler Tonkuhlen – Hecht, Barsch und Schleie
Die Saaler Tonkuhlen und der Saaler Bach bieten ein artenreiches Süßwasserangeln. Zu den häufigsten Fangfischen zählen Hecht, Flussbarsch, Aal, Rotauge, Schleie, Rotfeder, Karpfen und Güster. Die erfolgreichste Methode ist das Posenfischen. Der Saaler Angelverein, gegründet 1950, ist im Ort fest verwurzelt. Saal als staatlich anerkannter Erholungsort entwickelt das Areal mit Angelstegen, Spazierwegen und Verweilplätzen zunehmend zum Naherholungszentrum. Angelkarten sind im Angelladen Weu in Damgarten, in der Tourismuszentrale Südliche Boddenküste sowie über Online-Angelkartenportale erhältlich.