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Sankt Johannes Kirche Neukalen

Sankt Johannes Kirche Neukalen

Evangelische Kirche Neukalen Die etwa 1285 bis 1290 erbaute gotische Kirche ist Johannes dem Täufer gewidmet.

Sie wird erstmals 1318 erwähnt. Wie eine Inschrift am Turm aussagt, ist der Turmbau 1439 vollendet worden. Er hat eine Höhe von 56 m. Am Kirchturm wurden 1951, 1967 und 1994 Dachdeckerarbeiten durchgeführt; daran beteiligt waren bereits drei Generationen der Neukalener Firma Zingelmann. Die Tauffünte stammt aus dem Jahr 1310 und ist 2001 im Turmraum wieder aufgestellt worden. Ca. 500 Jahre alt ist die spätgotische Vespergruppe (Pieta) mit Maria und Jesus. Sie wurde 1963 wieder aufgestellt. 1520 ist die Kanzel erbaut. Sie ist 1890 bei größeren Umbauten von der Südseite auf die Nordseite versetzt worden.  Die alten Glocken aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet. Sie wurden 1928 durch 3 neue Stahlgussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Sehenswert ist der Altar im Renaissancestil aus dem Jahr 1610. Er nimmt die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein und zeigt in zwei größeren Darstellungen die Kreuzigung und die Wiederauferstehung Jesus Christus. Die beiden Gruppen und die Apostelfiguren sind aus einem früheren spätgotischen Altar entnommen. Die Orgel ist 1739 - 1742 von David Baumann erbaut. Sie hat 889 Pfeifen. Es wurden mehrere Umbauten durchgeführt. Von Herbst 2002 bis Frühjahr 2003 ist die Orgel von der Potsdamer Orgelbaufirma A. Schuke restauriert worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt und zeigt die Verkündigung der Geburt Johannes des Täufers. Bei Renovierungsarbeiten 1964 wurde der Turmraum neu gestaltet. Es wurde ein Denkmal für die Opfer der Kriege (1870-71, 1914-18 und 1939-45) aufgestellt. Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister H. Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden.

Sankt Johannes Kirche Neukalen – gotisches Erbe nahe der Ostsee

Die Sankt Johannes Kirche in Neukalen gehört zu den bemerkenswerten Sakralbauten in Mecklenburg-Vorpommern. Errichtet zwischen 1285 und 1290 und erstmals 1318 urkundlich erwähnt, ist sie Johannes dem Täufer gewidmet. Der markante Turm wurde 1439 fertiggestellt und ragt mit seinen 56 Metern weit über die kleine Stadt hinaus – ein stiller Orientierungspunkt nicht weit von der Ostseeküste.

Historische Ausstattung: Altar, Kanzel und Pieta

Im Inneren der Kirche verbinden sich Jahrhunderte christlicher Kunst. Der Altar im Renaissancestil aus dem Jahr 1610 nimmt die gesamte Ost-Wand ein und zeigt Kreuzigung und Auferstehung Christi. Die spätgotische Pieta – rund 500 Jahre alt – sowie die Kanzel von 1520 zeugen von der langen Geschichte des Gotteshauses. Die Tauffünte stammt aus dem Jahr 1310 und wurde 2001 im Turmraum neu aufgestellt.

Barockorgel mit 889 Pfeifen von David Baumann

Ein besonderes Highlight ist die Orgel, die zwischen 1739 und 1742 von David Baumann erbaut wurde. Mit ihren 889 Pfeifen ist sie ein klanglich wie handwerklich bedeutendes Instrument. Von 2002 bis 2003 wurde sie durch die Potsdamer Orgelbaufirma A. Schuke umfassend restauriert und erklingt seitdem wieder in vollem Umfang.

Gedenkstätte und Taufbecken im Turmraum

Bei Renovierungsarbeiten 1964 wurde der Turmraum neu gestaltet und beherbergt seitdem ein Kriegerdenkmal für die Opfer der Kriege von 1870 bis 1945. Das heutige Taufbecken im Altarraum fertigte 1954 der Neukalener Steinmetzmeister H. Berendt. Diese vielschichtige Geschichte macht die Kirche zu einem authentischen Ort der Erinnerung und Stille in der Ostseeregion zwischen Rostock und Greifswald.