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Svantevitstein in der Kirche Altenkirchen

Altenkirchen · Rügen · 54.6350° N, 13.3413° E
Svantevitstein in der Kirche Altenkirchen

Beim „Svantevitstein“ handelt es sich um einen Bildstein aus Granit, auf dem ein Mann mit Kinn- und Schnurbart im Relief erkennbar ist.

Beim „Svantevitstein“ handelt es sich um einen Bildstein aus Granit, auf dem ein Mann mit Kinn- und Schnurbart im Relief erkennbar ist. Er trägt einen kaftanartigen Rock bzw. einen taillierten Mantel, Mütze und Schuhe und hält ein Trinkhorn in den Händen. Ähnlichkeiten zum Gott Svantevit vom Heiligtum in der Burg am Kap Arkona sind erkennbar. Der auch als Grabplatte angesprochene Stein wurde erst nach der Erbauung der Pfarrkirche in Altenkirchen liegend eingemauert. Es könnte sich um den Rest eines slawischen Begräbnisses handeln. Autor: Dr. Katrin Staude / Archäo Tour Rügen, archaeo-tour-ruegen.de

Svantevitstein in der Kirche Altenkirchen – ein slawisches Rätsel in Stein

In der Pfarrkirche von Altenkirchen auf Rügen befindet sich mit dem Svantevitstein eines der faszinierendsten archäologischen Zeugnisse der slawischen Vergangenheit Mecklenburg-Vorpommerns. Der Bildstein aus Granit zeigt im Relief einen bärtigen Mann mit Kinn- und Schnurrbart, der einen kaftanartigen Rock, eine Mütze und Schuhe trägt und ein Trinkhorn in den Händen hält.

Verbindung zum Heiligtum Kap Arkona auf Rügen

Der Stein weist deutliche Ähnlichkeiten mit Darstellungen des slawischen Gottes Svantevit auf, der im nicht weit entfernten Heiligtum der Burg am Kap Arkona verehrt wurde. Möglicherweise handelt es sich beim Svantevitstein um den Rest eines slawischen Begräbnisses. Nach der Erbauung der Pfarrkirche wurde der Stein – auch als Grabplatte bezeichnet – liegend in deren Mauerwerk eingesetzt.

Altenkirchen und die slawische Geschichte Rügens

Altenkirchen liegt im Norden der Insel Rügen, die als Teil der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns reich an Zeugnissen slawischer Kultur ist. Wer sich für die frühmittelalterliche Geschichte der Region interessiert, findet hier einen authentischen und selten gezeigten Einblick in diese Epoche.

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Pfarrkirche Altenkirchen

Pfarrkirche Altenkirchen

Altenkirchen

Die Pfarrkirche in Altenkirchen zählt zu den ältesten Sakralbauten der Insel Rügen. Bei ihrem Bau im 12. Jahrhundert wurde ein Bildstein der Jaromarsburg verwendet, welche der slawischen Gottheit Svantevit gewidmet und einst am Kap Arkona gelegen war. Eine der ältesten Kirchen Rügens wurde ursprünglich als dreischiffige Basilika erbaut und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut. Bis heute sind der Chor und das spätgotische Kreuzrippengewölbe erhalten. Der Barockaltar und das Bild des "Sinkenden Petrus" wurden von den Stralsundern Elias Kessler und Erich Kiefer geschaffen. Beim „Svantevitstein“ handelt es sich um einen Bildstein aus Granit, der 1,18 m lang und 68 cm breit ist und einst horizontal in das mittelalterliche Mauerwerk der Kirche eingesetzt wurde. Dargestellt ist ein Mann mit Kinn- und Schnurrbart. Er trägt einen kaftanartigen Rock bzw. einen taillierten Mantel, Mütze und Schuhe und hält ein Trinkhorn in den Händen. Ähnlichkeiten zum Gott Svantevit vom Heiligtum in der Burg am Kap Arkona sind erkennbar. Der auch als Grabplatte angesprochene Stein wurde erst nach der Erbauung der Pfarrkirche in Altenkirchen liegend eingemauert. Es könnte sich um den Rest eines slawischen Begräbnisses handeln. Der Svantevit wird auch Götzenstein oder Steinbabe genannt.

Kosegartenhaus Altenkirchen

Kosegartenhaus Altenkirchen

Altenkirchen

Die Uferpredigten des Altenkirchener Pfarrers Kosegarten (1758 - 1818) sind legendär. Im Kosegartenhaus wird in einer Dauerausstellung das Leben von Ludwig Gotthard Kosegarten gewürdigt. Im Haus finden jährlich viele Verantaltungen statt. Das Kosegarten-haus ist eine Begegnungs- und Veranstaltungsstätte. Einer Dauerausstellung ist dem Leben des berühmten Pfarrers Kosegarten gewidmet, der durch seine Uferpredigten berühmt wurde. Zu den Freunden dieses Romantikers gehörten u. a. Friedrich Schleiermacher, Caspar David Friedrich, Wilhelm von Humboldt oder Johann Jacob Grümbke. Mit Goethe, Schiller und Herder stand er in regem Briefwechsel und pries die Schönheit der Schöpfung und seiner Insel. Ernst-Moritz Arndt war mehrere Jahre Hauslehrer bei Kosegarten.