Immobilienmarkt Fischland-Darß-Zingst

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Adliges Fräuleinstift

Adliges Fräuleinstift
📍

Hunnenstraße 1

18356 Barth

Der barocke Gebäudekomplex des Adligen Fräuleinstiftes entstand zwischen 1733 und 1741 und wurde von der schwedischen Königin Ulrike Eleonore gegründet. Das Adlige Fräuleinstift wurde 1733 unter der Selbstbezeichnung „Bahrtisches Closter“ gegründet; eine andere zeitgenössische Bezeichnung ist „Adliges Jungfrauenkloster“. Es handelt sich jedoch nicht um ein Kloster, sondern um ein Stift zur Versorgung unverheirateter Töchter vor allem aus adligen Familien der Region. Vergleichbare Einrichtungen bestanden in Bergen auf Rügen, Stralsund (ehem. Kloster St. Annen und Brigitten), Ribnitz (ehem. Klarissen-Kloster, heute Bernstein-Museum) sowie an zahlreichen anderen Orten. Sie gingen aus Klöstern hervor, die im Zuge der Reformation aufgelöst wurden. Die hier lebenden Nonnen entstammten in vielen Fällen Familien, die ihre nicht verheirateten Töchter für den geistlichen Stand bestimmten, da ihr Verbleib in der Familie aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich war. Mit der Einführung der Reformation und der Auflösung der Klöster entfiel diese Versorgungsmöglichkeit. Ein Weg war die Umwandlung der Klöster in weltliche Stifte. Während der Eintritt in die Klöster mit der Ablegung von Gelübden als lebenslange Entscheidung verbunden war, legten die Stiftsdamen kein Gelübde ab. Sie konnten im Falle einer Heirat oder aus anderen persönlichen Gründen das Stift ohne eine spezielle Genehmigung verlassen. Zwar war das Leben im Stift strengen Regeln unterworfen, doch war es tagsüber möglich, das Gelände zu verlassen, es gab Urlaub und die Möglichkeit, jährlich auf Antrag maximal drei Monate abwesend zu sein. Über die Einhaltung der Klosterregeln wachte eine Priorin; die erste Stiftsvorsteherin war Philipina Luise von Wackenitz im Range einer Äbtissin. In Barth gab es keine Vorgängereinrichtung, da nach der Bestimmung von 1255 in der Stadt keine Klöster gegründet wurden (Stadtgründung und frühe Stadtgeschichte von Barth). Der Weg zur Gründung des Adligen Stiftes Barth wurde 1726 frei, nachdem der schwedische König Friedrich unter direkter Beteiligung der Königin Ulrika Eleonora der Ritterschaft das Land und die vorhandenen Reste des Barther Schlosses schenkte sowie die Genehmigung erteilte, im Kgl. Forst auf dem Darß Bauholz zu fällen. Damit befand sich das Stift auf dem Areal, das seit um 1255 der Standort des Stadtquartiers der Fürsten von Rügen, später der Herzöge von Pommern (Jaromar II., Barnim XIII.) war. Am 3. August 1733 zogen die ersten Konventualinnen in die Gebäude ein. Jeder Stiftsdame, unverheiratete und damit unversorgte Frauen, stand eine Wohnung mit 4 Räumen mit Nebengelassen und einer Gartenparzelle zur Verfügung. Zur Sicherung des Unterhaltes gab es festgelegte Bezüge. In der Regel wurde bereits mit der Geburt das Anrecht auf einen späteren Eintritt in das Stift erkauft, doch machten bei weitem nicht alle Berechtigten davon jemals Gebrauch. Nach dem 2. Weltkrieg befanden sich die Stiftsdamen in einer schwierigen Situation. In den Gebäuden mußten Flüchtlinge untergebracht werden und mit der Bodenreform verloren sie die Güter, aus denen das Stift einen Teil seiner Einkünfte erwarb. Die Stiftsdamen mußten vorübergehend ihre Heimstatt verlassen, konnten aber bald wieder zurückkehren. Im Mai 1948 wurde das Stift aufgehoben und fiel an die Kirche. 1974 wurden die Gebäude der Stadt übergeben, 1978 verließ die letzte Stiftsdame, Anna-Louise von Stumpfeld, das Gelände, die letzte Priorin, Katharina von Hagenow (1882-1952) wurde auf dem Barther Friedhof bestattet; nach ihr ist das Barther Gymnasium (Uhlenflucht 5) benannt. Der Baukomplex des Stiftes stellt sich als eine dreiflüglige Anlage aus verputzten Backsteinen dar. Der langgestreckte Hauptbau besteht aus einem erhöhten Mittelteil, mit breitem Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und Glockentürmchen. Auf beiden Seiten schließen zehnachsige Gebäudeteile mit hohem Mansarddach an. Dazu kommen zwei den Hof dreiseitig umschließende neunachsige Flügel. Der gesamte Baukomplex ist von einer unverputzten Backsteinmauer umgeben, darin eine rundbogige Toreinfahrt mit bekrönendem schwedischen Königswappen und daneben das rekonstruierte Torschließerhaus. Von 1985 bis 1994 befand sich in einigen Gebäudeteilen ein Kindergarten. Seit 2001 sind in dem denkmalgerecht sanierten Komplex altersgerechte Wohnungen sowie Räumlichkeiten für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen eingerichtet.   Die zweiflüglige Barockanlage ist die einzige schwedische Stiftung auf deutschem Boden.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Barth

Granitz - Die Bar im Hafen

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kleine feine Bar auf einem Fischkutter, mit Live Musik und Sky Bar

Maritim Center Marks

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📍 Barth

Sommerliegeplätze und Winterlager - beim Marina Center Marks finden Sie für Ihr Boot den richtigen Platz. Die Marina liegt am Tor zur Halbinsel Fischland Darß Zingst, einem wunderschönen und interessanten Gebiet am Rande des größten Kranichrastplatzes Europas, dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Sie finden die Einrichtung direkt im Ostteil des Hafens der Vineta - Stadt Barth. Im Jahr 2000 wurde im Bereich der ehemaligen Zuckerfabrik Barth das Maritim Center Markas aufgebaut, das Team bietet einen Rundum-Service für alle Skipper, Boote und Besatzungen. Die Sommerliegeplätze sind modern ausgestattetet und bieten ausreichenden Platz für Motor und Segelyachten. Angeschlossen ist die Yachtwerft mit Komplettservice rund um Boote und Yachten. Das Maritim Center Marks ist Händler der Marke Quicksilver, Mercury Nanni - Diesel, Torqeedo. Selbstverständlich betreuen sie auch die Marken Volvo Penta, Honda, Yamaha, Suzuki, Vetus, Yanmar etc. Der modern eingerichtete Yachtshop mit Yachtausrüstung, Bekleidung und Ersatzteilen ergänzt das Angebot. Für die Winterzeit bietet das Maritim Center die Lagerung Ihrer „Schätzchen“ im Winterlager an. Das Motto des Teams im Service ist: “Geht nicht gibt’s nicht“. Zufriedene Kunden sind für das Maritim Center die oberste Priorität!

Barther Stadtforst

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📍 Barth

Genießt die stille, entspannende Natur und ihre volle Schönheit inmitten all ihrer Pflanzen und Tiere im Barther Stadtforst. Im Barther Stadtforst könnt Ihr auf einer Fläche von circa 1400 ha/14 km² viele verschiedene Baumarten wie unter anderem Eichen und Buchen, aber auch Nadelbäume finden und die unterschiedlichsten Tierarten beobachten, egal ob klein oder groß. Mehr über die Natur erfahrt Ihr auf dem spannenden Naturlehrpfaden und lernt die Tiere des Waldes auf spielerische Art kennen. Magisch wird es an der Barther Wundereiche, die laut einer Sage heilende Kräfte hat.

Events in Barth

Filmreihe „reihe.der.besondere.film“ – Die Saat des heiligen Feigenbaums
Veranstaltung

26. März 2026, 18:00–18:00 Uhr

Filmreihe „reihe.der.besondere.film“ – Die Saat des heiligen Feigenbaums

📍 Bibelzentrum Barth

Filmreihe „reihe.der.besondere.film“ – Die Saat des heiligen Feigenbaums Der Film Die Saat des heiligen Feigenbaums (2022) erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die nach Jahren in der Stadt in ihr Heimatdorf zurückkehrt und sich den Herausforderungen ihrer Familie und Gemeinschaft stellen muss. Dabei stehen Fragen nach Tradition, Glauben und persönlicher Verantwortung im Mittelpunkt. Die Handlung verbindet eindrucksvolle Bilder, authentische Charaktere und tiefgehende Themen rund um Zusammenhalt, Spiritualität und die Verbindung von Mensch und Natur. Die Saat des heiligen Feigenbaums regt zum Nachdenken an und bietet Gesprächsstoff für den gemeinsamen Austausch. Eintritt: frei Spende: erbeten Wir laden Sie herzlich ein, diesen besonderen Film im Rahmen unserer Reihe „reihe.der.besondere.film“ zu erleben.

Bücherfest zum Weltkinderbuchtag
Veranstaltung

02. April 2026, 11:00–11:00 Uhr

Bücherfest zum Weltkinderbuchtag

📍 Vineta-Bürgerhaus

Feier mit uns das Bücherfest zum Kinderbuchtag im Vineta Bürgerhaus. Hier warten spannende Buchvorstellungen auf dich und es gibt jede Menge magische Geschichten bei den Vorlesezeiten in der Bibliothek. Lass dein Gesicht in eine Märchengestalt verwandeln. In unserem Büchercafé im Vineta-Saal warten Kuchen und Getränke auf dich. Und bei der Kreativzeit mit Bettina Folenius kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. DER EINTRITT IST FREI!

Ostern bei den Bernsteinreitern
Veranstaltung

04. April 2026, 07:00–16:00 Uhr

Ostern bei den Bernsteinreitern

📍 Erlebnisreiterhof Bernsteinreiter Bernsteinland Barth

Ostern bei den Bernsteinreitern: Eiersuche, Ponyspaziergänge, Kutschfahrten & kreativer Osterspaß für die ganze Familie an allen Standorten.