Wilhelmstraße im Ostseebad Sellin
Wilhelmstraße
18586 Ostseebad Sellin
Wilhelmstraße im Ostseebad Sellin – Herz eines historischen Bades
Die Wilhelmstraße im Ostseebad Sellin gilt als das lebendige Zentrum dieses traditionsreichen Badeorts auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Die breite Lindenallee mit ihren Promenadenwegen lädt zum Schlendern ein und verbindet Restaurants, Geschäfte sowie prächtige Villen aus der Gründerzeit der Bäderarchitektur miteinander. Seit 1887 entwickelte sich Sellin zum Ostseebad – die eigentliche Blütezeit begann jedoch erst mit der Anlage der heutigen Wilhelmstraße.
Denkmalgeschützte Bädervillen mit ornamentreichen Holzfassaden
Die denkmalgeschützte Straße besticht durch ihre charakteristischen Villen im Stil der Bäderarchitektur: ornamentreiche Holzfassaden und grazile Erker prägen das Bild und erinnern an vergleichbare Ensembles in Seebädern wie Binz oder Heringsdorf auf Usedom. Am Ende der Wilhelmstraße erreicht man die rund 30 Meter hohe Steilküste. Von dort gelangt man über eine steile Treppe oder bequem per Aufzug hinab zur Seebrücke Sellin sowie zur Promenade am Südstrand.
Anreise zur Wilhelmstraße in Sellin auf Rügen
Mit der Bahn ist die Wilhelmstraße bequem erreichbar: Der Bahnhof Sellin (Rügen) Ost liegt rund einen Kilometer entfernt, der Bahnhof Sellin West etwa 1,2 Kilometer. Eine weitere Option bietet der Bahnhof Baabe in rund 2,1 Kilometern Entfernung. Zusätzlich besteht eine Fährverbindung ab Sellin in nur 0,7 Kilometern Nähe.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Ostseebad Sellin
Museum Seefahrerhaus
📍 Ostseebad Sellin
Ein erst in 2011 neu erbautes und fertig gestelltes Museum in Form eines Fischer- und Seefahrerhauses ist das der lokalen Seefahrt und deren Geschichte verbundene „Seefahrerhaus Sellin“. Das Museum Seefahrerhaus ist direkt am Selliner See gelegen. Der mit Schilfrohr gedeckte Neubau in traditioneller Bauweise entstand an der Stelle, wo Christian Richert 1751 den alten Katen des Zimmermanns Grahl für 30 Reichstaler erblich übernahm und dessen Tochter mit herrschaftlichem Konsens heiratete. In einer liebevoll gestalteten Ausstellung werden die Arbeitsgeräte der Fischer und Bootsbauer, alte Navigationsgeräte, Schiffsmodelle, Gemälde, Mobiliar und Seefahrersouvenirs aus fernen Ländern gezeigt. Dazu gehört eine umfangreiche Sammlung von bunt bedruckter englischer Bildkeramik des 19. Jahrhunderts. Wer mehr erfahren möchte kann sich mit Hilfe eines Touch-Screen Monitors durch den Raum führen lassen. Im Dachgeschoss befindet sich mit dem Titel „Versteinertes Leben - Fossilien von der Insel Rügen“ eine weitere Ausstellung.
Kirche Maria Meeresstern Sellin (kath.)
📍 Ostseebad Sellin
Der Name Maria Meeresstern nimmt, passend zum Standort der Kirche, den alten Marientitel Stella Maris auf. Bereits seit Sommer 1906 wurde im Ostseebad Sellin katholischer Gottesdienst gehalten. Neben mehreren "geistlichen Herren" gehörten vor allem Katholiken aus Süddeutschland zu den zahlungskräftigen Badegästen, die man nicht verlieren wollte. Erst unter Maximilian Kaller - Pfarrer von Bergen - konnte am 16. Juli 1912 die vom Kölner Regierungs-Baumeister Krings entworfene Kirche benedeziert werden. Sie wurde in malerischer Umgebung in der Nähe der Steilküste als Basilika im Stile des Historismus mit neugotischen und neuromanischen Einflüssen errichtet. 1949 wurde die Kirche der Kuratie Binz zugeordnet. Seit Pfingsmontag 1951 versammelten sich jedes Jahr zu Pfingsten viele Hundert Heimatvertriebene zu einer Wallfahrt in Sellin. 1952 stiftete der Bischof einen Muttergottes-Altar. Im Altarraum befindet sich ein Relief aus dem ursprünglichen Hochaltar, das die Erzählung vom reichen Fischfang (Lk 5,5) darstellt. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Selliner Kapelle unter Leitung des Architekten Gustav Nutz, die im September 1995 abgeschlossen waren, lebte die alte Wallfahrtstradition wieder auf. Seit Pfingsten 2005 erklingt in der Kapelle eine Orgel der Firma Sauer, gefertigt 1981 als Opus 2123.
Gnadenkirche Sellin
📍 Ostseebad Sellin
Wie eine Königin, so steht die Selliner Gnadenkirche auf einem Hang auf fürstlichem Grund. Der Bauplatz am Westende der Kirchstraße wurde einst von der Fürstin und Herrin zu Putbus gestiftet. Ursprünglich gehörte Sellin zur Kirchengemeinde Lancken. Durch den touristischen Aufschwung wuchs das kleine Fischerdorf Anfang des 20. Jahrhunderts aber beträchtlich und wurde zu einem bedeutenden Badeort. 1913 bekam Sellin deshalb eine eigene Kirche. Zur Einweihung der Kirche stiftete die Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen Auguste Victoria sogar die Altarbibel und widmete diese der Kirche. Ein Jahr später wurde der Ort dann sogar eine eigenständige Kirchengemeinde. 1960 wurde die Kirche durch einen Brand schwer beschädigt. Der Wiederaufbau gelang, gegen alle staatliche Macht und Gewalt. Die Kirche bekam ein neues Dach und drei neue Glocken, der Innenraum eine neue, schlichte Gestalt und die Orgel wurde durch die Firma Sauer wieder instandgesetzt.
Events in Ostseebad Sellin
19. März 2026, 14:00–13:45 Uhr
Schnuppe KinderFigurenTheater
📍 Kurverwaltung Sellin
mit dem Theaterstück "Der kleine Angsthase". Für Kinder ab 3 Jahren, Spieldauer ca. 45 Minuten.
28. März 2026, 09:00–12:00 Uhr
Frühjahrsputz in der Gemeinde Sellin
📍 Kurverwaltung Sellin
Unter dem Motto „Gemeinsam etwas bewegen"
28. März 2026, 09:00–11:00 Uhr
Frühjahrsputz im Biosphärenreservat: Treffpunkt Altensien - Bauhof der Kurverwaltung
📍 Bockwindmühle Altensien
Gemeinsam etwas bewegen: Frühjahrsputz im Biosphärenreservat Südost-Rügen - Aktionstag am 28. März lädt Einheimische und Gäste zum Mitmachen ein