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Radfahrerkirche Pantlitz

Pantlitz · Fischland-Darß-Zingst · 54.2216° N, 12.5522° E
Radfahrerkirche Pantlitz

Die Kirche Pantlitz ist eine aus dem 19.

Jahrhundert stammende Dorfkirche im vorpommerschen Pantlitz, einem Ortsteil der Gemeinde Ahrenshagen-Daskow. Sie ist seit 2006 Vorpommerns erste Radfahrerkirche. Dieser neugotische Backsteinbau stammt aus dem Jahre 1869 und wurde von dem Stralsunder Architekten Ernst von Haselberg konzipiert. Von dem Vorgängerbau sind lediglich einige historische Motivscheiben erhalten. Zu DDR- Zeiten sollte die Kirche gesprengt werden. Engagierte Bürger konnten das verhindern. Allerdings ist seit dieser Zeit die Orgel ausgelagert und das ursprüngliche Gestühl durch das Gestühl aus der Damgartener Kirche ersetzt worden. In den letzten Jahren wurden mit Fördermitteln der Patronatsanbau der Kirche aufwändig saniert, ebenso die Chorfenster. In der Kirche befindet sich eine Kopie des Bildes "Anbetung der Hirten" des Niederländers Gerrit van Honthorst. Dieses Bild hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Gestiftet von der Familie von Thun musste es aufgrund der geplanten Sprengung in den 1970ern ausgelagert werden. Es kam dann zurück und vor einigen Jahren erkannte man den wahren Wert des Bildes, dass es von einem Maler der niederländischen Schule stammt und ca. 1 Mio. Euro wert sei. Insofern wurde eine Kopie angefertigt. Das Original hängt derzeit im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Einzigartig ist der Ausblick von dem Kirchturm über den alten Grenzfluss zwischen Pommern und Mecklenburg, die Recknitz und den historischen slawischen Burgwall. Für Urlauber in der Recknitzregion ist daher die Pantlitzer Kirche ein unbedingtes Ausflugsziel. Im Jahr 2006 wurde die Pantlitzer Kirche zur "Radfahrerkirche" ernannt, d.h. in den Sommermonaten von Mai bis September halten Ehrenamtliche dort Kaffee und Kuchen bereit. Wer außerhalb der Betreuungszeiten nach Pantlitz kommt, soll nicht umsonst gekommen sein. Besucherinnen und Besucher können sich das Bauwerk trotzdem auch von Innen anschauen. Der Schlüssel kann vor Ort ausgeliehen werden.

Radfahrerkirche Pantlitz – Vorpommerns erste Kirche für Radreisende

Die Radfahrerkirche Pantlitz ist ein besonderes Ausflugsziel in der Recknitzregion zwischen Ostseeküste und Vorpommern. Der neugotische Backsteinbau aus dem Jahr 1869 wurde vom Stralsunder Architekten Ernst von Haselberg entworfen und prägt bis heute das Dorfbild von Pantlitz, einem Ortsteil der Gemeinde Ahrenshagen-Daskow. Seit 2006 trägt die Kirche offiziell den Titel Radfahrerkirche – als erste ihrer Art in Vorpommern.

Bewegte Geschichte: Von der geplanten Sprengung zum Kulturdenkmal

Zu DDR-Zeiten sollte die Pantlitzer Kirche gesprengt werden. Engagierte Bürgerinnen und Bürger verhinderten das. Sehenswert ist unter anderem eine Kopie der „Anbetung der Hirten" des niederländischen Malers Gerrit van Honthorst – das Original, mit einem Schätzwert von rund einer Million Euro, wird heute im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald aufbewahrt. In den vergangenen Jahren wurden der Patronatsanbau und die Chorfenster aufwendig saniert.

Aussicht vom Kirchturm über Recknitz und historischen Burgwall

Vom Kirchturm bietet sich ein einzigartiger Blick über die Recknitz – den alten Grenzfluss zwischen Pommern und Mecklenburg – sowie über den historischen slawischen Burgwall. Diese Aussicht macht die Pantlitzer Kirche zu einem lohnenden Ziel für alle, die die Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns abseits der bekannten Orte wie Rügen, Fischland-Darß-Zingst oder Stralsund erkunden möchten.

Radfahrerkirche Pantlitz: Kaffee, Kuchen und offene Türen

In den Sommermonaten von Mai bis September halten Ehrenamtliche in der Radfahrerkirche Pantlitz Kaffee und Kuchen für Radreisende bereit. Wer außerhalb der Betreuungszeiten kommt, muss nicht unverrichteter Dinge abreisen: Der Schlüssel zur Kirche kann vor Ort ausgeliehen werden, sodass ein Besuch jederzeit möglich ist.

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Weitere Sehenswürdigkeiten in Pantlitz

Slawenburg Pantlitz

Slawenburg Pantlitz

Pantlitz

Der Burgwall Pantlitz ist ein auf einem Geländesporn westlich der Kirche landschaftlich reizvoll am Recknitztal gelegener altslawischer Ringwall aus dem 8./9. Jahrhundert. Der Schlossberg von Pantliz gehört zu den bedeutendsten slawischen Burgwällen des Landes. Bei Pantlitz könnte 955 die bekannte Schlacht an der Raxa stattgefunden haben. Die Burganlage besteht aus einer ovalen Burginnenfläche von 35 x 45 m und einem Wall, der die gesamte Burg umschließt. Dazwischen findet sich der Burggraben, der wegen der Höhenlage stets ohne Wasserfüllung war. Der Wall bestand aus Holz und Erde und trug vermutlich eine Palisade. Wegen ihrer glatten, steilen Außenwand bot diese Konstruktion einen guten Schutz gegen Angreifer. Am 16. Oktober 955 kam es zur Schlacht an der Raxa (Recknitz). Otto I. hat 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld gegen die Magyaren einen bedeutenden Sieg errungen. Gleichzeitig wurde aber seine Herrschaft durch einen Aufstand der Obodriten und Wilzen akut bedroht. Otto begann mit Unterstützung der Ranen, des Herzogs Boleslav von Böhmen sowie seines Sohnes Liudolf einen Feldzug zur Lösung dieses Problems. Ein Kompromissangebot der Aufständischen lehnte er ab. Schließlich kam es an der Recknitz zur Entscheidungsschlacht. Diese Schlacht, bekannt als "Schlacht an der Raxa", ist vom Geschichtsschreiber Widukind von Corvey ausführlich beschrieben worden. Sie endete mit dem Sieg Ottos. "Das Morden währte bis tief in die Nacht. Am nächsten Morgen wurde das Haupt des Stoignew (Obodritenfürst und Führer der aufständischen Slawen) auf freiem Feld aufgestellt; ringsum wurden 700 Gefangene enthauptet. Dem Ratgeber Stoignews wurden die Augen ausgestochen, die Zunge ausgerissen und dann ließ man ihn hilflos zwischen den Leichen liegen." Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in der Widukindschen Schilderung (Mäander der Recknitz) könnte diese Schlacht beim heutigen Pantlitz stattgefunden haben.

Wasserwanderrastplatz Pantlitz

Wasserwanderrastplatz Pantlitz

Pantlitz

Idyllisch gelegener Wasserwanderrastplatz mit einem Bootssteg und Sitzgelegenheiten mit Blick zur Radfahrerkirche. Hier spüren Sie das naturnahe Leben an der Recknitz. Die Ausstattung ist ohne WC und Sanitäreinrichtungen. Position 54°13'17.0"N 12°32'41.8"E Bei Flusskilometer 8,5 erreichen Sie einen Wasserwanderrastplatz ohne Komfort in wilder Natur. Achten Sie auf einen schmalen Stichkanal, wenn der Kirchturm in Sicht kommt. Landseitig erreichen Sie den Rastplatz über einen Feldweg hinter der Slawenburg, gegenüber der Feuerwehr müssen Sie auf dem Weg zur Kirche rechts abbiegen. 2023 ist der Steg grundlegend erneuert worden, neue Pfähle gerammt und neue Bohlen verlegt worden.

Turmhügel Pantlitz

Turmhügel Pantlitz

Pantlitz

Frühdeutscher Turmhügel als Teil einer Schutzbefestigung aus dem 12. Jahrhundert mit Wassergraben. Das Dorf Pantlitz war seit Beginn ein Rittersitz mit Ackerwerk, Pfarrhof und Bauern. Der genaue Zeitpunkt der Errichtung des stattlichen Turmhügels mit Wassergraben ist nicht zu ermitteln. Die spätere Umnutzung des Feldsteinkellers zum Eiskeller war bis 1945 in Betrieb. Anfang der 1990iger Jahre wurde der Turmhügel restauriert; der umgebende Wassergraben gereinigt und wieder hergestellt.