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Stettiner Hakenterrasse

Szczecin · 53.4296° N, 14.5660° E
Stettiner Hakenterrasse

Die Hakenterrasse entstand Anfang des 20.

Jhs. am Standort des alten Forts Leopold. Sie ist 500 m lang und 19 m hoch. Zu dem architektonischen Ensemble gehören u. a. das Nationalmuseum sowie das Theater der Neuzeit. Wały Chrobrego (Hakenterrasse) wurden an der Stelle des ehemaligen Forts Leopold, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde. Die Entscheidung zur Errichtung der Terrassen fiel Anfang des 20. Jahrhunderts dank der Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Hermann Haken. Der Entwurf der Anlage stammt von dem berühmtesten Stettiner Architekten Wilhelm Meyer-Schwartau. Die Terrassen sind 500 Meter lang und erheben sich 19 Meter über die Oderlinie. Von hier sieht man die Inseln Grodzka, Bielawa und Łasztnia, das rechte Ufer der Oder, ihre Kanäle und Seitenarme. In den Jahren 1902-1907 entstanden Pavillons auf den Terrassen und Treppen. An den Wänden befinden sich Tafeln mit Motiven der Meeresfauna und -flora sowie die Wappen von Szczecin und anderen Küstenstädten. An der Spitze der Terrassen wurde ein von Bäumen gesäumter Spazierweg angelegt, im mittleren Teil wurde eine kleinere halbrunde Terrasse etwas tiefer gebaut. In seiner Mitte steht eine Skulptur von Ludvig Manzl, die den Kampf zwischen einem Menschen und einem Zentauren darstellt. Darunter befindet sich ein großer Brunnen, vor dem zwei Laternen gebaut wurden, die als Leuchttürme stilisiert sind. Der nächste Baustufe der Terrassen war der Bau repräsentativer öffentlicher Gebäude auf deren Oberseite. Im mittleren Teil wurde in den Jahren 1908-1911 das Gebäude des Städtischen Museums, ebenfalls nach Plänen von Wilhelm Meyer-Schwartau, errichtet. Die offizielle Eröffnung der Anlage erfolgte am 23. Juni 1913, geplant war eine Erweiterung in Richtung des hinter den Gebäuden gelegenen Parks - wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs und infolge der Krise in Deutschland wurde jedoch die Anlage nie abgeschlossen. Derzeit beherbergt das Gebäude das Nationalmuseum in Szczecin und die Bühne des Teatr Współczesny. Auf der rechten Seite des Museumsgebäudes entstand nach dem Entwurf von Paul Kieschke das Gebäude des Oberpräsidiums der preußischen Provinz Pommern, in dem sich heute das Woiwodschaftsamt Westpommerns befindet. Das Gebäude wurde in den Jahren 1906-1912 errichtet. Auf der linken Seite des Museumsgebäudes wurden zwei Gebäude errichtet: die 1902-1905 nach Plänen von Emil Drews errichtete Landesversicherungsanstalt Pommern und den von Hinckledeyn begonnenen und am spätesten fertiggestellte (1918-1921, von Osterwold) Sitz der Hauptzolldirektion. Heute sind beide Gebäude zu einem zusammengefasst und beherbergt die Meeresakademie. Die Terrassen überstanden den Krieg ohne größere Schäden. Nach 1945 wurden deutsche Namen durch polnische ersetzt, im Untergeschoss des Nordpavillons entstand ein Restaurant und an den Enden der Allee wurden Holzgebäude mit zwei Restaurants errichtet. Nach 1989 wurden die Fassaden der Terrassen und der Gebäude des Nationalmuseums sowie des Woiwodschaftsamtes Westpommern und die „Leuchttürme“ gereinigt. Auch die Gedenktafel mit einer Widmung an den Oberbürgermeister Hermann Haken wurde restauriert. Das Ganze ist eine der interessantesten urbanen Bauensembles vom Beginn des 20. Jahrhunderts in diesem Teil Europas. Außerdem sind Wały Chrobrego wahrscheinlich der bekannteste Ort Szczecins in Polen. Das Objekt wurde im Dezember 1996 in die Woiwodschaftsdenkmalliste eingetragen.

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Museum für Technik und Verkehr

Museum für Technik und Verkehr

Szczecin

Das 2006 in einem alten Straßenbahndepot geschaffene Museum gehört zu den größten Technikmuseen des Landes. Die Ausstellung ist dem Nahverkehr von Szczecin sowie der Automobilbranche gewidmet. Das Technik- und Verkehrsmuseum befindet sich im ehemaligen Straßenbahndepot in der ul. Niemierzyńska, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts, genau 1907, erbaut wurde. Der Bau wurde durch den Platzmangel für die steigende Zahl von Wagen bedingt. Für die Investition wurden Grundstücke mit Schrebergärten und das Gelände eines Kreisfriedhofs genommen. Das Objekt wurde von zwei Berliner Architekten - Steinmetz und Griesbach – entworfen. Interessant sieht das Satteldach mit Glasfront aus, in dem eine Uhr angebracht wurde. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde das Depot zweimal modernisiert – 1912 und an der Jahreswende 1929 zum 1930. Das Depot Niemierzyn war das erste Depot in Stettin, das nach dem Zweiten Weltkrieg seine Arbeit aufnahm – es wurde schon 1945 eröffnet. Die Anlage ist ein Kopf-Depot, im Inneren befinden sich 16 Gleise. Ab 1945 bediente Niemierzyn nur noch die Straßenbahnlinie 3, am Ende des Betriebs auch die Linien 4, 11 und 12. Die letzte Abfahrt aus diesem Depot in der Geschichte erfolgte am 1. Oktober 2004 - es war die Straßenbahnlinie 11. Im Jahr 2009 begann die Modernisierung des Depots Niemierzyn und seine Innenräume wurden dem Technik- und Verkehrsmuseum übergeben. Ein Jahr später nahm das Museum den Betrieb auf. Heute kann man im ehemaligen Depot historische Straßenbahnen, Busse, Autos und Motorräder sehen. Zu den Dauerausstellungen zählen unter anderem: „Stettiner Automobil in den Jahren 1919-1944“, „Polnische Automobile - Fahrzeuge der Volksrepublik Polen“, „Einspurige Fahrzeuge aus der Volksrepublik Polen“, „Polnische Prototypen“ und „Fahrzeuge uniformierter Dienste“. Die Ticketpreise betragen: 10 PLN (normal), 5 PLN (ermäßigt), 24 PLN (Familienticket, 1 oder 2 Erwachsene und Kinder, maximal 5 Personen), Gruppenticket 5 PLN (ab 10 Personen). Dienstags ist der Eintritt frei (außer „Eureka der Bewegung“). Das Depot Niemierzyn wurde im November 2005 in die Woiwodschaftsdenkmalliste eingetragen. Das Museum hat einen Aufzug für Personen mit eingeschränkter Mobilität, der es Rollstuhlfahrern ermöglicht, in die Ausstellung im Untergeschoss und in das Café im Obergeschoss zu gelangen. Besucher können an der Kasse Souvenirs kaufen.

Fahrten mit den Schiffen „Odra Queen” und „Peene Queen”

Fahrten mit den Schiffen „Odra Queen” und „Peene Queen”

Szczecin

Die Schiffe der weißen Flotte legen zu festen Uhrzeiten an den Wały Chrobrego (Hakenterrasse) ab; zur Auswahl stehen mehrere Ausflugsstrecken. Die Schiffe können auch für Schulungen, Konferenzen oder Integrationsveranstaltungen gechartert werden. Die Schiffe "Odra Queen" und "Peene Queen" sind Schiffe der Dampfschifffahrt, die eine Attraktion in Stettin ist. Beide Schiffe besitzen je zwei Decks: ein geschlossenes (klimatisiert) Deck und ein Ausflugsdeck (offen). Die "Odra Queen" ist für die Businessklasse und für Schulungen, Konferenzen, Firmenbankette und Integrationsreisen vorgesehen. Die "Peene Queen" gibt der Touristenklasse die Möglichkeit, angenehm zu reisen und Werkstattarbeiten durchzuführen. Beide Schiffe haben Platz für bis zu 140 Personen. An Bord kann man Catering und Grill nutzen. Der Schiffseigner bietet folgende Angebote an: Stettiner Hafenrundfahrt, Reise nach Świnoujście, Kamień Pomorski, Trzebieża, Stepnica, Świnoujście, Gryfino, auf die Insel Wolin oder nach Ueckermünde Bildungs- und landeskundige Touristenkreutzfahrten Einstündige Fahrt: Hakenterrasse, Fluss Duńczyca, Speicher „Ewa”, Grabowski Kanal, Przekop Mieleński, Dock Nr. 5, Nabrzeże Snop i Huk, Międzystocznie.

Grünanlage „Jasne Błonia im. Jana Pawła II”

Grünanlage „Jasne Błonia im. Jana Pawła II”

Szczecin

Die weitläufige Grünfläche entstand in den 1920er Jahren. An zwei Seiten der Anlage verlaufen Alleen mit Ahornblättrigen Platanen. Insgesamt 213 Bäume wachsen hier und stellen damit die polenweit größte Ansammlung dieser Baumart dar. Der grüne Platz wurde in den Jahren 1925-1927 auf den Grundstücken der Familie Quistorp errichtet. In der Mitte befindet sich ein breiter Rasenstreifen mit Blumenarrangements, auf beiden Seiten sind Alleen mit Reihen von Londoner Platanen bepflanzt. Jasne Błonia gehen sanft in den Kasprowicza-Park und dann in den Las Arkoński über. 1979, in der Nähe der Piotra Skargi Straße, wurde das Denkmal der Tat der Polen errichtet, das zum dominierenden Merkmal des Platzes wurde. Das Objekt zeigt drei zum Flug ansetzende Adler und wurde von Gustaw Zemła entworfen. Das Denkmal sollte drei Generationen des Bewohners von Szczecin darstellen: die polnische Gemeinde, die vor dem Zweiten Weltkrieg hier lebte, die Pioniere der Nachkriegsstadt und die Generation, die Szczecin ausgebaut hat. Das Objekt sollte der Gesellschaft der Stadt für den Wiederaufbau danken. Es darf nicht vergessen werden, dass das Denkmal von der kommunistischen Partei in Auftrag gegeben wurde. Fast zehn Jahre später, im Juni 1987, zelebrierte Papst Johannes Paul II. in Jasne Błonia eine Messe - dieses Ereignis wurde 1995 mit dem Papstdenkmal gewürdigt. Der Name des Platzes wurde auch in Jasne Błonia zum Johannes Paul II. geändert. Das Objekt wurde im Dezember 2004 in die Woiwodschaftsdenkmalliste eingetragen.