Wer im Sommer die Lewitz besucht, findet hier eine weitläufige Teichlandschaft, die, so könnte man meinen, Teil der Mecklenburgischen Seenplatte ist. Tatsächlich sind es keine Seen, sondern Fischteiche, die das Zentrum des 16.400 ha großen Europäischen Vogelschutzgebietes Lewitz bilden.
Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurden die Wälder der Lewitz, insbesondere für die Verhüttung von Raseneisenerz und für Bau- und Brennholz, abgeholzt. Wo einst sich der Urwald erstreckte, lag nun eine weitläufige und sumpfige Wiesenlandschaft. Mitte des 18. Jahrhunderts begann das bis heute bestehende Forstamt Friedrichsmoor kleine Flächen wieder aufzuforsten und der weiteren Übernutzung des Waldes entgegenzuwirken. Schritt für Schritt begradigte der Mensch die Flüsse Elde und Stör. Danach konnten größere Holzmengen und zahlreicher Güter auf dem Wasser transportiert werden. Bis in das 19. Jahrhundert hinein entstanden so die Müritz-Elde-Wasserstraße und die Stör-Wasserstraße. Bereits 1897 begann man in der Lewitz mit der Fischzucht. Bis 1958 schuf der Mensch ein 832 Hektar großes, blaues Mosaik bestehend aus 32 Fischteichen. Diese naturnahen Standgewässer liegen sowohl an der Müritz-Elde-, als auch an der Stör-Wasserstraße. Die Fischteiche sind das Herzstück des 1.732 Hektar großen Naturschutzgebietes „Fischteiche in der Lewitz“ und dürfen, wegen des notwendigen Schutzes der Natur, nicht betreten werden.
Vom Frühjahr bis in den Spätsommer hinein jagen Fischadler in den Fischteichen. Farbenprächtige Eisvögel sind überall dort in der Lewitz zu beobachten, wo es Wasservorkommen gibt. Große Schwärme rufender Saat- und Blässgänse sowie zunehmend auch Weißwangengänse, Kiebitze und anderer Vogelarten ziehen bis in den Spätherbst in das Europäische Vogelschutzgebiet Lewitz. Dann sollten Sie den Aussichts- und Rastpunkt Dütschower Brücke aufsuchen. Der hier stehende Aussichtsturm ermöglicht einen eindrucksvollen Rundblick, auf das umliegende Teichgebiet. In den abgelassenen Fischteichen halten sich nun Wildgänse, Silber- und Graureiher, Kiebitze, Goldregenpfeifer und zahlreiche Seeadler auf. Darüber hinaus bietet der Lewitz-Ranger zahlreiche, geführte Erlebnistouren an. Aufgrund der hier brütenden, rastenden und durchziehenden Vogelwelt ist es nicht verwunderlich, das die Lewitz zu den interessantesten Vogelbeobachtungsgebieten in Deutschland gehört.
Fischteiche in der Lewitz – ein besonderes Naturschutzgebiet bei Dütschow
Die Fischteiche in der Lewitz bei Dütschow zählen zu den eindrucksvollsten Naturlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Was auf den ersten Blick wie ein Ausläufer der Mecklenburgischen Seenplatte wirkt, ist tatsächlich ein vom Menschen geschaffenes Mosaik aus 32 Fischteichen auf insgesamt 832 Hektar. Entstanden zwischen 1897 und 1958, bilden diese naturnahen Standgewässer heute das Herzstück des 1.732 Hektar großen Naturschutzgebietes und des 16.400 Hektar großen Europäischen Vogelschutzgebietes Lewitz. Das Betreten der Teiche ist zum Schutz der Natur nicht gestattet.
Vogelbeobachtung in der Lewitz – Fischadler, Seeadler und Eisvögel
Die Lewitz gehört zu den bedeutendsten Vogelbeobachtungsgebieten in ganz Deutschland – eine Auszeichnung, die sonst eher Küstenregionen wie dem Fischland-Darß-Zingst oder der Insel Rügen vorbehalten ist. Vom Frühjahr bis in den Spätsommer jagen Fischadler über den Teichen, farbenprächtige Eisvögel säumen die Wasserläufe, und im Herbst ziehen große Schwärme von Saat- und Blässgänsen, Weißwangengänsen sowie Kiebitzen in das Schutzgebiet ein. In abgelassenen Teichen versammeln sich dann auch Silber- und Graureiher, Goldregenpfeifer und zahlreiche Seeadler. Der Aussichtsturm an der Dütschower Brücke bietet dabei einen weiten Rundblick über die gesamte Teichlandschaft. Geführte Erlebnistouren durch den Lewitz-Ranger ermöglichen noch tiefere Einblicke in dieses faszinierende Ökosystem.
Anreise zu den Fischteichen in der Lewitz bei Dütschow
Mit der Bahn ist der nächstgelegene Bahnhof Dütschow in etwa 5 km Entfernung erreichbar, auch die Bahnhöfe Neustadt-Glewe und Spornitz liegen in unmittelbarer Nähe. Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten die Autobahnanschlussstelle Neustadt-Glewe, die rund 6 km entfernt liegt, oder das Autobahnkreuz Schwerin in etwa gleicher Entfernung.