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Karte ↗Großherzogliche Leinen- und Bettenkammer
● Schwerin
Im Auftrag des Großherzogs schuf Architekt Hermann Willebrand die Entwürfe für eine Leinenkammer. Im Jahr 1878, nach Abriss des Vorgängergebäudes, wurde diese, ergänzt durch den Bau einer „Bettkammer“ ergänzt. Beide Bauteile fasste Willebrand durch eine einheitliche Gestaltung mit einer schlichtklassizistischen Putzfassade zusammen. Im Jahr 1878 ließ Großherzog Friedrich Franz II. durch Architekt Hermann Willebrand die Leinen- und Bettenkammer in Schwerin neu errichten. Das Gebäude entstand an der Stelle des Vorgängerbaus, der den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Willebrand gestaltete die Erweiterung des Funktionsgebäudes mit einer schlichtklassizistischen Putzfassade und verknüpfte die Leinenkammer und die neu hinzugefügte Bettkammer zu einem harmonischen Bauensemble. Der zehnachsige Baukörper besitzt verputzte Fassaden und ein flaches Walmdach. Ursprünglich als Versorgungsgebäude für den Hof genutzt, befindet sich das Gebäude heute in privater Nutzung.
Großherzoglicher Jägerhof
● Schwerin
Der malerisch um einen baumbestandenen Innenhof angelegte Jägerhof mit Sichtbezug zum Schloss wurde 1855 errichtet. Das Gebäudeensemble geht auf eine bereits im 18. Jahrhundert entstandene, an die herzoglichen Forst- und Jagdreviere grenzende Anlage zurück, die nur wenige Meter entfernt in nordwestlicher Richtung situiert war. Alle drei Gebäude des Jägerhofes wurden in massiver Bauweise und mit der für die Willebrandschen Bauten dieser Zeit typischen Ziegelbänderung ausgeführt. Die fünfteilige Hofanlage liegt zwischen Burgsee und Ostorfer See am Fuß der heutigen Johannes-Stelling-Straße. Heute ist die Sicht auf das repräsentative, historisch gut erhaltene Ensemble nicht mehr so möglich wie Mitte des 19. Jahrhunderts: Ein Querbau, der später zwischen die Wohnhäuser der Hofjäger eingefügt worden ist, versperrt die Sicht. 1852 beauftragte Herzog Friedrich Franz II. Hofbaumeister Hermann Willebrand mit dem Bau des neuen Jägerhofs in Sichtweite des Residenzschlosses. Willebrand realisierte von 1854 bis 1855 ein Ensemble aus vier Gebäuden. In deren Mitte errichtete er einen zentralen Platz mit Rondell. Der Eingang zum Jägerhof lag zwischen den beiden Wohnhäusern, die durch eine Mauer und gusseiserne Tore miteinander verbunden waren. Daran schlossen sich die ehemaligen Stallgebäude an, die noch heute gut erhalten sind. 1855 wurde der Jägerhof eingeweiht und 1862 um das Jagdzeughaus erweitert. Hier wurden die zur Jagd notwendigen Dinge aufbewahrt und die Jagdnetze aufgehängt. Zum Stil Wie die Gesamtanlage sind auch die Wohnhäuser des Jägerhofs aus Rotem Ziegel errichtet. Ihre Geschosse und die Gesimse der Fenster sind durch glasierte Ziegelbänder verziert und erhalten dadurch einen Rhythmus in der Optik. Die Hauseingänge liegen einander gegenüber und werden von der Mitte her betreten. Den Figurenschmuck an den Giebeln der Risalite – passenderweise Tierköpfe – schuf der Bildhauer Heinrich Petters.
Großherzoglicher Krankenpferdestall
● Schwerin
Der ehemalige Großherzogliche Krankenpferdestall entstand um 1850 als separater Nutzbau des gegenüberliegenden, 1842 fertiggestellten Marstalls. Das Gebäude beherbergte neben den Versorgungsbereichen für die Pferde auch Wohnungen für den Veterinäre und die Tierpfleger. Baulich schließt es mit seiner schlicht gestalteten, spätklassizistischen Fassade an das Marstallgebäude an. Der Großherzogliche Krankenpferdestall wurde um 1850 als Teil des großherzoglichen Marstall-Komplexes in Schwerin errichtet. Das schlichte, spätklassizistische Gebäude wurde von Georg Adolph Demmler entworfen und diente zunächst als Pferdeklinik, um die Pferde des Hofes zu versorgen. Zusätzlich bot es Wohnungen für Veterinäre und Tierpfleger. Die Fassadengestaltung, mit einem rustizierten Sockelbereich und reduzierten klassizistischen Elementen, fügt sich harmonisch in die Umgebung des Marstalls ein. Im Zuge eines Umbaus im Jahr 1911 wurde das Erdgeschoss, das ursprünglich für die Krankenpferde genutzt wurde, ebenfalls in Wohnräume umgewandelt. Heute wird das Gebäude privat genutzt.
Großherzogliches Amtshaus
● Schwerin
Das monumentale Verwaltungsgebäude liegt in nordwestlicher Lage zur Altstadt direkt am Pfaffenteich. Das Bauwerk wurde im Rahmen des Umzuges der Großherzoglichen Verwaltung von Ludwigslust nach Schwerin von 1842 -1845 errichtet. Das monumentale Verwaltungsgebäude liegt in nordwestlicher Lage zur Altstadt direkt am Pfaffenteich. Das Bauwerk wurde im Rahmen des Umzuges der Großherzoglichen Verwaltung von Ludwigslust nach Schwerin von 1842 -1845 errichtet. Damals Das Großherzogliche Amtshaus wurde von Großherzog Paul Friedrich in Auftrag gegeben und nahm nach Fertigstellung 1845 die Verwaltung des landesherrlichen Grundbesitzes im Domanialamt Schwerin auf. Neben den notwendigen Schreibstuben, den Räumen für die umfangreichen Aktenbestände und Sälen zur Repräsentation, waren in den Eckpavillons Dienstwohnungen untergebracht. Stil Das repräsentative, dreieinhalbgeschossige Bauwerk wurde nach Plänen von Ludwig August Bartning in klassizistischem Stil errichtet. Seine 23 achsige Fassade gliedert sich in einen dreiachsigen Mittelrisalit und die beiden Eckpavillons. Der nachgelagerte Hof beherbergte Ställe und Remisen sowie einen ausgedehnten Garten. Der Komplex unterstrich den repräsentativen Charakter des Großherzoglichen Verwaltungskomplexes.
Heckengarten
● Schwerin
Der Heckengarten in Schwerins südlichem Schlosspark ist ein erhaltener Garten der BUGA 2009. Ursprünglich angelegt als Ideenschau für Gartenbepflanzungen erinnert er an Labyrinthe und Irrgärten aus höfischen Parkanlagen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich Jugendtempel, ein Restaurant und das Schaumuseum Schleifmühle. Der Heckengarten greift die Tradition der Irrgärten aus der historischen Gartenbaukunst auf. Labyrinthe dienten dem Amüsement der Parkbesucher, schufen neue Blickwinkel, führten in die Irre und zu romantisch verträumten Plätzen. Zusätzlich zeigt der ehemalige Buga-Schaugarten Ideen für eigene Gartengestaltung, für Begrenzungen von Gärten und die Schaffung kleiner geheimer Gartenwinkel. Verschiedene Heckenarten - blühende und grüne - schaffen immer wieder kleine Räume und Oasen im Grünen.
Hippodrom
● Schwerin
Das Hippodrom am Südlichen Teil des Schweriner Schlossgartens ist ein baumumstandener Flanierweg, mit zahlreichen Sitzbänken und liegt auf einer kleinen Anhöhe unter mächtigen Baumkronen. Der Name leitet sich von der antiken Bezeichnung für eine Reitbahn ab. Die alten Bäume im Hippodrom haben Generationen kommen und gehen sehen. Das Hippodrom unter ihrem Blätterdach war keine Pferderennbahn, sondern diente in der Parkgestaltung als Flanier- und Schauarena für die höhere Gesellschaft. Hier gingen Damen in weiten Kleidern oder ließen sich in der Kutsche herumfahren. Sie genossen eine Ausfahrt mit Bekannten und Verwandten, elegante Picknicks, die sanfte Brise und die frische Luft, ohne den Komfort der nahen Stadt zu weit hinter sich lassen zu müssen. Reiter und Reiterinnen zeigten sich im eleganten Kostüm und führten Ihre edlen Pferde vor. Heute: In heutiger Zeit ist das Hippodrom ein Kleinod im Schlossgarten Schwerin. Von hier aus hat man traumhafte Sichtachsen auf den nahen Faulen See und zum Jugendtempel. Spaziergänger können die Ruhe genießen und auf den Bänken verweilen. In der Nähe liegt die Schauanlage Schleifmühle, die Einblicke in die Steinschleiferei für den Herzogshof gibt.
Hof Denissen - Hofladen Schwerin
● Schwerin
Unser Hofladen in Schwerin liegt am Marienplatz, direkt gegenüber vom Schlosspark-Center. Unseren liebevoll geführten Hof gibt es nun schon seit 1992. Auf unserem Milchviehbetrieb leben ca. 750 Milchkühe und deren Nachzucht unter besten Bedingungen. Einen Teil der Milch verkaufen wir direkt über die Milchtankstelle im Schweriner Hofladen. Da die frische Milch nicht homogenisiert, sondern nur mit niedrigen Temperaturen pasteurisiert wird, bleiben die guten Inhaltsstoffe erhalten. Darüber hinaus vermarkten wir seit Frühjahr 2018 unsere A2-Milch, die GVO frei ist. Diese biologisch gesunde Urmilch ist ohne Zusätze und trägt zu einer noch höheren Verträglichkeit all unserer Milchprodukte bei. Diese erhalten sie im Hofladen neben unserem frischen, saisonalen Gemüse wie Spargel, Erdbeeren, Tomaten und Gurken. Die riesige Auswahl an Kuchen und Gebäck kommt aus unserer hofeigenen Konditorei. Ein umfangreiches Sortiment an vielen neuen Waren u.a. von Löbke, Nusswerk, Wajos und Yankee Candle runden das Angebot ab. Für die Mittagspause oder den kleinen Hunger können sie sich am üppigen Salatbuffet bedienen oder unsere leckeren belegten Brötchen kosten. Direkt nebenan gibt es unser berühmtes Wöbbeliner Eis aus eigener Herstellung, dass sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr Samstag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Hofgärtner-Etablissement
● Schwerin
In Zusammenhang mit der Erweiterung und Umgestaltung des Schlossgartens im 19. Jahrhundert entstand 1856/57 das neue „Hofgärtner-Etablissement“ nach dem Entwurf des Architekten Hermann Willebrand. Der Bau diente als Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Hofgärtners und lag daher in unmittelbarer Nähe dieses Gartenreviers. In Zusammenhang mit der Erweiterung und Umgestaltung des Schlossgartens im 19. Jahrhundert entstand 1856/57 das neue „Hofgaertner-Etablissement“ nach dem Entwurf des Architekten Hermann Willebrand. Der Bau diente als Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Hofgärtners und lag daher in unmittelbarer Nähe dieses Gartenreviers. Damals 1856 – 1857 baut Hermann Willebrand in großherzoglichem Auftrag das notwendig gewordene, zweieinhalbgeschossige Hofgärtner-Gehöft mit Remise, Stallungen und beheizbarem Gewächshaus. Stil Dem als Risalit vorgesetzten Gebäudeteils kommt die Funktion eines zweieinhalbgeschossigen Wohngebäudes für die Hofgärtner zu. Dieser Gebäudekörper ist einem dahinter liegenden Hallenbau vorgelagert, der die Arbeitsabläufe in Gewächs- und Kalthaus, sowie als Arbeits- und Aufzuchthalle nutzbar, ermöglicht. Der mittig angelegte und überdachte Eingang kombiniert die Wohn- mit der Arbeitsfunktion.
Hutsalon Rieger – Modistenmeisterin – Genoveva Rieger
● Schwerin
„Sie haben den Kopf, wir haben den Hut oder die Mütze“ – das ist das Motto des Hutsalons Rieger im Großen Moor in Schwerin. Noch bevor hier ein Hut über die Ladentheke geht, steht erstmal eine genaue Typberatung an: Haarfarbe, Gesichtsform, Teint, Stil – eine passende Mütze kann dem Gesamteindruck die „Krone“ aufsetzen. „Nicht jedem steht das, was die Nachbarin trägt,“ sagt Genoveva Rieger, die den Salon schon mehr als drei Jahrzehnte betreibt: „Auf keinen Fall sollte man sich alles überstülpen lassen!“ Das Verhältnis des Menschen zu seiner Kopfbedeckung hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt: „Früher war der Hut ein Modeaccessoire, heute ist er vor allem auch ein Schutz.“ Dafür kaufen Genoveva Rieger und ihre Tochter Marie-Antonett in der ganzen Welt ein: Die Materialien lassen sie sich aus Südamerika, Italien oder England anliefern. „Heute sind die Kunden wieder stärker daran interessiert, wie Produkte entstehen, wo sie herkommen. Wir kaufen nur hochwertige Stoffe ein, da Billigware durch Material und Färbung oft Unverträglichkeiten hervorruft.“ In der Sommersaison werden vor allem Naturstoffe verarbeitet, eine breite Palette von Strohsorten wie Panama, Hanf, Sisal oder Raffia bis hin zu Stoffen wie Baumwolle, Batist, Jute oder Leinen. Im Winter wärmen Filz, Harris Tweed oder Pelz den Kopf. Zeitlos gefragt sind Hüte für besonders feierliche Anlässe, aus Spitze, Samt und Seide. „Die Vintage Mode beflügelt unser Handwerk“, bemerkt Marie-Antonett Rieger: Das vermeintlich Altmodische ist wieder ganz hoch im Trend. Schwerin sei dafür das richtige Ambiente, mit seinem romantischen Flair und der Nähe zur Natur: „Die Stadt ist nicht so stark kommerzialisiert, viele Menschen wollen keine Stangenware, sondern lieber handgemachte Mode.“ Öffnungszeiten: Mo - Fr 9-18 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung
ILKA EIS
● Schwerin
In der 2. Engen Gasse der Schweriner Altstadt lockt der kleine Laden von ILKA Eis von April bis Oktober mit handgemachtem Softeis aus natürlichen Zutaten. Frisch gezapftes Softeis wie zu Muttis Zeiten gibt’s bei Ilka aus der Klappe. Von April bis Oktober schmelzen Eis-Fetischisten bei täglich wechselnden Variationen dahin: Stachelbeere mit Baiser, Mango mit Kokos, Himbeere mit Quark, Heidelbeere mit weiße Schokolade oder Aprikose mit Mandel. Traditionelle Eislecker bekommen stets den Klassiker Schokolade und Vanille auf die Hand. Der Name Ilka entstammt übrigens den mehr als 30 Jahre alten „Ilka Eisfreezer“ Maschinen aus der ehemaligen DDR. Die Eisbude versteckt sich in der "2. Engen Straße". Die Gasse verbindet die Puschkinstraße mit der Schusterstraße.
Internationales Feuerwehrmuseum Schwerin
● Schwerin
Deutschlands größtes Feuerwehrmuseum mit über 16.000 Exponaten empfängt Sie auf einer Ausstellungsfläche von 4.500 m². Es präsentiert die Feuerwehrgeschichte von der Gründung bis heute übersichtlich und zum Anfassen. Einzigartig in Deutschland ist unser Museum mit internationaler Ausrichtung. Die Ausstellung ist in Themen-, Länder- und Zeitfenster gestaltet. Erleben Sie bei einen Rundgang durch alle Zeitepochen hinweg die Sozialgeschichte der Feuerwehr und die technische Entwicklung des Feuerwehrwesens. Einzigartig in Europa ist die Atemschutzausstellung mit einer historischen Atemschutzübungsanlage, die Kinder auch für sich entdecken und ausprobieren können. 112 Fahrzeuge, Anhänger und Großgeräte zeigen die stetige Entwicklung der Brandbekämpfung und Menschenrettung. Kinder erleben die Feuerwehr hautnah und spielerisch. Ergänzt wird das Angebot durch Führungen, einen Shop und ein Bistro. Die Einzelheiten und Öffnungszeit entnehmen sie bitte unserer stets aktuellen Homepage.
Jugendtempel
● Schwerin
Der 2014 wiedererrichtete Jugendtempel im südlichen Schlossgarten ist ein romantischer Aussichtspunkt. Von hier bieten sich wunderschöne Ausblicke zum Faulen See, zum Greenhouse Garten und dem Alexandrinen-Denkmal, sowie in den Schlossgarten Schwerin. Der Schweriner Schlossgarten ist einer der schönsten historischen Parks im Norden Deutschlands. In seinem barocken Teil ist er zur BUGA im Jahr 2009 wieder vollständig hergestellt worden. Im südlichen, von der Gartenmode 19. Jahrhunderts geprägten landschaftlichen Teil stand auf dem Tempelberg ursprünglich ein Pavillion, für den sich im Laufe der Zeit der Name "Jugendtempel" einbürgerte. Es gab mehrere Tempelbauten einer fiel einem gewaltigen Sturm zum Opfer, zweimal wurde der Tempel wegen Baufälligkeit neu aufgebaut. Der letzte Tempel wurde 1964 abgerissen. Seitdem fehlten “Glanz und Zierde“ im Schlossgarten Schwerin. Seit 2014 steht der Tempel nun wieder, wie er nach den überlieferten Plänen des Baumeisters Johan Georg Barca 1821 ausgesehen haben soll. Möglich wurde dies durch Spenden. Freudige und traurige Anlässe haben Bürger der Stadt Schwerin und des Umlandes genutzt, um die Tempelidee Realität werden zu lassen. Der wieder aufgebaute Jugendtempel im Schlossgarten wird als romantischer Treffpunkt mit herrlichen Blickbeziehungen auf den Faulen See und den Greenhousegarten den gesamten südlichen Parkbereich, mit dem Hippodrom und dem Heckengarten, aufwerten.
Katholische Kirche St. Anna Schwerin
● Schwerin
Die katholische Propsteikirche St. Anna liegt im Stadtzentrum von Schwerin. Das Gebäude fügt sich in die prachtvollen Häuserfronten der Schlossstraße ein. Sie wurde im 18. Jahrhundert als erste katholische Kirche nach der Reformation in Mecklenburg gebaut. Die Kirche ist St. Anna, der Mutter von Maria, gewidmet. Es finden Gottesdienste und Konzerte statt. Die überwiegende Zahl der Kirchen in Mecklenburg ist seit der Reformation evangelisch. Mit dem Bau von St. Anna in der Schloßstraße im klassizistischen Stil wurde 1791 begonnen. Die Weihe erfolgte 4 Jahre später. Die Kirche ist St. Anna, der Mutter von Maria, gewidmet. Von der einstmals reichen klassizistischen Ausstattung ist heute noch die Kanzel erhalten. Aus der Spätgotik stammt die "Anna Selbdritt"-Gruppe aus Holz. Das Taufbecken aus Granit wurde in der Schweriner Schleifmühle angefertigt und war ein Geschenk des regierenden Herzogs. Tabernakel, Kreuz und ein Bronzerelief sind Werke moderner Kirchenkunst aus den 1980er Jahren. Die Kirchenfenster zeigen verschiedene Heilige und Nils Stensen, dessen Wirken in Schwerin auch durch weitere Bronzereliefs in der Kirche und an den Außenwänden der Kirche besonders gewürdigt wird. St. Anna verfügt über eine bedeutende Sammlung von Büchern und Schriften der vergangenen 400 Jahre, die zum Teil in Ausstellungen gezeigt werden.
Kollegiengebäude I und II
● Schwerin
Das Kollegiengebäude I in Schwerin, nahe dem Schloss und zur Schloßstraße orientiert, wurde auf Anweisung von Friedrich Franz I. erbaut. Die klassizistische Dreiflügelanlage beeindruckt mit einem terrassierten Ehrenhof, einem eindrucksvollen Portal und einem prachtvollen Treppenhaus. Materialien des früheren Franziskanerklosters wurden möglicherweise beim Bau verwendet. Das angrenzende Kollegiengebäude II, errichtet zwischen 1890 und 1892 von Georg Daniel, ist durch einen dreiteiligen Triumphbogen verbunden. Es bietet einen zentralen Innenhof, Stuckdecken und erhaltene Türanlagen. Beide Gebäude sind bedeutende Beispiele klassizistischer Architektur in Schwerin. Vier Jahre geplant, neun Jahre gebaut: Die Konstruktion des Kollegiengebäudes ging von Anfang an durch mehrere Hände. 1819 hatte Johann Georg Barca erstmals Pläne für ein Regierungsgebäude entwickelt. Diese wurden verworfen und Carl Theodor Severin übernahm die Weiterentwicklung. Doch auch seine Ideen setzten sich nicht durch. Ab 1823 setzte Carl Heinrich Wünsch mit seinen Ideen den Stift an und beauftragte schließlich Georg Adolph Demmler mit der Bauleitung. Es konnte losgehen. Am 29. September 1825 wurde der Grundstein gelegt, im Dezember 1834 – also rund 9 Jahre später – wurde das Gebäude bezogen. Doch es blieb nicht, wie es war. Im Jahr 1865 wurde das Kollegiengebäude durch einen Brand zerstört, Hermann Willebrand machte neue Pläne und baute es wieder auf. Nach dem Vorbild des ersten Gebäudes wurde 1890 bis 92 das Kollegiengebäude II als Erweiterungsbau errichtet. Doch auch die Vorgeschichte des Kollegiengebäudes hat einiges zu bieten: Auf dem Gelände des heutigen Regierungsgebäudes stand etwa ab 1236 ein Franziskanerkloster. Das wurde im Zuge der Reformation 1548 aufgelöst und wie die Kirche im Jahr 1557 weitgehend abgetragen. Erhaltene Gebäudeteile wurden fortan durch die Fürstenschule und im 17. sowie 18. Jahrhundert als Wirtschaftsgebäude des herzoglichen Marstalls genutzt. Beim Bau wurden wahrscheinlich Baumaterialien des ehemaligen Klosters verwendet. Bis 1918 war hier der Sitz des Großherzoglichen Staatsministeriums. Zum Stil Das Kollegiengebäude I ist eine klassizistische Dreiflügelanlage. Ein Sockel umläuft das Gebäude und trägt eine Terrasse. Der dreigeschossige Putzbau erinnert an den Stil des Berliner Schauspielhauses von Karl Friedrich Schinkel. Zentral auf der Nordseite steht das Portal, darüber befindet sich die Säulenhalle. Die beiden äußeren Flügel weisen Dreiecksgiebel auf. Säulenhalle und Außenflügel sind mit Sandsteinfiguren Emil Cauers bekrönt. Prunkstück allerdings ist das Treppenhaus mit gusseisernen tragenden Elementen und Geländer. Kabinettsaal und Kollegiensaal im ersten und zweiten Obergeschoss zeigen ein üppiges Parkett – wie alle Schweriner Repräsentationsbauten.
Kommandantenhaus
● Schwerin
Das Kommandantenhaus am Südufer des Pfaffenteichs in Schwerin ist ein elegantes Beispiel klassizistischer Architektur und diente als Dienst- und Wohnsitz des Kommandanten des Grenadiergarde-Bataillons. Erbaut zwischen 1836 und 1837, steht es im Zeichen der Reform und Modernisierung des Mecklenburger Militärs unter Großherzog Paul Friedrich. Am Südufer des Pfaffenteichs liegt das höchst repräsentative Kommandantenhaus. Der ehemalige Dienst- und Wohnsitz des Kommandanten des Grenadier-Garde-Bataillons besticht mit seiner eleganten ausgewiesenen Schlichtheit. Noch im Vorfeld des Umzugs der Residenz von Ludwigslust nach Schwerin, hatte für Großherzog Paul Friedrich die Verlegung und Modernisierung des Mecklenburger Militärs oberste Priorität. Als Zehnjähriger ist er bereits dem Ludwigsluster Grenadier-Garde-Bataillon beigetreten und wurde mit gerade einmal 22 Jahren zum Mecklenburg-Schweriner Generalmajor berufen: Erbherzog Paul Friedrich. Seit 1830 war er der Kommandant. Als er 1837 die Regentschaft als Großherzog übernahm, widmete er sich weiter vordringlich einer umfassenden Reform des Mecklenburger Militärs. Durch Investitionen in die Ausbildung, Ausstattung und Ausrüstung modernisierten sich die Mecklenburgischen Einheiten. Zur Erweiterung der Stadt, boten ihre Außenbezirke mit dem Ostorfer Berg, der Werderstraße und der Reifferbahn die besten Voraussetzungen: Als erstes Bauprojekt dieser Reform und Modernisierung entstand das von 1836 bis 1837 durch Georg Adolph Demmler erbaute Kommandantenhaus. Heute findet sich im Erdgeschoss ein Ladenlokal und die oberen Geschosse werden als Wohn- und Geschäftsräume genutzt. Zum Stil Das Kommandantenhaus wurde als Dienst- und Wohnhaus für den Kommandanten der mecklenburgischen Brigade, Generalmajor Hartwig von Elderhorst, als verputzte Fachwerkkonstruktion errichtet. Beauftragt wurde Georg Adolph Demmler mit dem Bau durch den Großherzog Paul Friedrich. Die in Richtung Norden orientierte Hauptfassade zeigt sich mit neun Achsen. Das Erdgeschoss war bereits zur Bauzeit als Ladengeschäft geplant, auch heute noch wird dort ein solches betrieben. Die Rundbogenöffnungen wurden bei der Instandsetzung des Hauses wieder angelegt. Die Eingänge und Fenster der Sockelzone weisen in den Fassaden des Fachwerkbaus Rundbögen auf. Demmler gestaltete die Bauweise entsprechend dem Kanon der klassizistischen Gliederung. Die Fensterhöhen von Beletage und Dachzone sind je Stockwerk nach oben hin relational verkürzt. Die bis heute erhaltenen Ziergiebel mit stuckierten Helmen in der Beletage verweisen auf die historische Funktion des Amtssitzes als Kommandantenhaus. 1883 gelang der Komplex durch Tausch in private Hände. Die Fenster des Obergeschosses sind als Rechteckfenster mit einer geraden Fensterverdachung angelegt. Sie stehen mit ihren profilierten Sohlbankgesimsen auf einem umlaufenden Gurtsims. Darüber verweisen zwei Helme auf den Hausherrn Generalmajor Elderhorst. Die Fenster im 2. Obergeschoss sind niedriger und ohne Fensterverdachung ausgeführt. Ein Konsolgesims schließt die Fassade ab. Der Dachüberstand des Flachdaches war bereits Ende des 19. Jahrhunderts entfernt und durch eine Balustrade ersetzt worden.
Kommodenhäuschen Schwerin
● Schwerin
Mehrere Brände im 16. und 17. Jahrhundert haben den mittelalterlichen Stadtkern Schwerins beinahe vollständig zerstört. Ein kleines Fachwerkhäuschen aus jener Zeit ist dennoch erhalten geblieben. In der Buschstraße/ Ecke Enge Straße steht das Kommodenhäuschen, das vor allem wegen seiner Bauweise ein beliebtes Fotomotiv ist. Wenn Häuser erzählen könnten, dann hätte das kleine Fachwerkhaus in der Schweriner Buschstraße 15/ Ecke 3. Enge Straße wohl viele Geschichten zu erzählen. Die gut sichtbare Jahreszahl 1698 auf der Giebelseite verrät zumindest wann das Haus gebaut worden ist. Wie es allerdings zu seinem Namen "Kommodenhäuschen" kam bleibt ein Geheimnis. Darüber gibt es bislang nur Vermutungen. Die einen glauben, weil es so klein ist, dass nur eine Kommode hinein passen würde, andere finden, das Haus erinnere von der Form her an eine Kommode. Tatsächlich ist dessen Bauweise sehr außergewöhnlich. In Schwerin findet man jedenfalls kein weiteres Fachwerkhaus dessen oberes Stockwerk in der Breite gut einen Meter über das Untergeschoss hinausragt, so dass die Passanten der kleinen Gasse nebenan ihren Kopf einziehen müssen. Eine solche Auskragung schaffte einerseits mehr Platz für die gute Stube im Obergeschoss. Andererseits ließen sich so wohl auch Steuern sparen, wird vermutet, denn diese wurden damals nach der Grundfläche des Hauses berechnet. Im Erdgeschoss befand sich bis in das Jahr 1857 eine Weinhandlung, danach wurde darin eine Kunstdrechslerei eingerichtet. Diese Tradition führt die Familie Zettler bis heute fort, der Urgroßvater der heutigen Eigentümerin und Inhaberin war sogar Hofdrechslermeister des Mecklenburgischen Herzogs Friedrich Franz II.
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus
● Schwerin
In dem reizvollen Backsteingebäude finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Ob Konzerte, Lesungen oder Vorträge in den historischen Räumlichkeiten oder Open-Air-Kino und Festivals im zauberhaften Garten. Internationale und regionale Ausstellungen sind in den Galerieräumen zu sehen. Die denkmalgeschützte Remise beherbergt eine Druckwerkstatt. Geöffnet Di - So 11-18 Uhr. Das zweistöckige Backsteingebäude in der Schelfstadt ist Teil eines der attraktivsten historischen Stadtteile von Schwerin. Der Name dieser Kultureinrichtung geht auf eine Förderung zurück, die das Land Schleswig-Holstein für die denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes zur Verfügung stellte. Seine günstige zentrale Lage macht das Haus zu einem begehrten Veranstaltungsort für einen kulturellen, politischen und sozialen Austausch. Es zeigt bildende Kunst in wechselnden Ausstellungen. Zahlreiche Vereine, Institutionen und engagierte Veranstalter nutzen die Räumlichkeiten für Diskussionsforen zu aktuellen oder historischen Themen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und als künstlerische Plattform. Das Programm richtet sich an Groß und Klein. Seit Neuestem befindet sich in der historischen Remise in dem atmosphärischen Garten eine Druckwerkstatt, in der Führungen und Workshops für Interessierte stattfinden. In den Sommermonaten wird der reizvolle Garten in den Veranstaltungsbetrieb mit einbezogen. Ob ein stimmungsvolles Konzert unter Bäumen, das neue Sommerfilmfest "Kino unterm Himmel", etwa im Liegestuhl bei einem Glas Wein, oder die Entspannung nach dem Ausstellungsrundgang, die grüne Altstadtoase bietet eine besondere Atmosphäre. So ist das Haus auch ein beliebter Ort für standesamtliche Trauungen. Öffnungszeiten: ab Dienstag bis Sonntag 11.00 – 18.00 Uhr
Kunstgalerie Kunstwasserwerk
● Schwerin
Das Kunstwasserwerk vereint Ausstellungsräume und -flächen sowie Ateliers für Maler, Grafiker, Bildhauer und Fotografen unter einem Dach. Der Verein Kunst-Wasser-Werk e. V. ermöglicht somit eine hervorragende Nachnutzung eines (teilweise denkmalgeschützten) Objektes der Schweriner Industriegeschichte. Im Alten Wasserwerk in Schwerin-Neumühle haben Schweriner Künstlerinnen und Künstler ein kreatives Zuhause gefunden: für sie stehen Ateliers, Werkstätten und Ausstellungsflächen zur Verfügung. 9 Ateliers und Werkstätten in den verschiedenen Gebäuden werden derzeit dauerhaft von Künstlern unterschiedlicher Genres genutzt (Malerei, Plastik, Schmuck, Grafik, Fotografie). Künstlergruppen, Workshop-Teilnehmer, Malkreise sind regelmäßig zu Gast im KWW und nutzen das Werkstattgebäude und die Freiflächen für kreative Kurse. Ausstellungen und Veranstaltungen locken regelmäßig ein interessiertes Publikum auf das Gelände. In den Galerieräumen im Alten Haupthaus und im Ehemaligen Pumpenhaus finden regelmäßig Kunst-Ausstellungen regionaler und überregionaler Künstlerinnen und Künstler statt. Seit Eröffnung des Ehemaligen Pumpenhauses als Ausstellungs- und Veranstaltungssaal mit einem Konzert der Schweriner Singakademie gibt es im Kunstwasserwerk begleitend zu den Ausstellungen Konzerte, Theater und Lesungen. Von klassischer Kammermusik und Jazz im Pumpenhaus bis zu Elektro-Beats als Open Air Konzert organisiert der Verein alleine oder in Kooperation mit anderen Trägern musikalische Highligths.
Landeshauptarchiv Schwerin
● Schwerin
Das Landeshauptarchiv Schwerin am Burgsee, errichtet im frühen 20. Jahrhundert, bewahrt die einzigartige Urkunden- und Aktenbestände des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. Mit einer beeindruckenden Mischung aus historischem Stil und moderner Bautechnik zählt es zu den bedeutendsten großherzoglichen Bauten in Schwerin und blieb nahezu unverändert erhalten. Mehr als 800 Jahre Landesgeschichte in Akten geschnürt, gestapelt und ordentlich verstaut: Es ist beeindruckend, dass jeder Bestandteil des Schweriner Residenzensembles hier registriert und gut verstaut ist, genauso wie die sonstigen mecklenburgischen Aktenbestände. Was Vorpommern betrifft, wird heute in Greifswald aufbewahrt. Das Landeshauptarchiv Schwerin ist damals fortschrittlich und vorausschauend gebaut worden. Friedrich Franz der IV. beauftragte den Bau des Geheimen und Hauptarchivs des Großherzogtums Mecklenburg. Mit ihm entstand von 1909 bis 1911 ein nach neuesten technischen Erkenntnissen errichteter Funktionsbau zur Lagerung von Archivalien. Realisiert wurde dieser durch den Bau- und Ministerialdirektor Paul Ehmig, der damals in mecklenburgischen Diensten stand. Doch es gab bereits Vorgängerbauten: 1701 nach der dritten Landesteilung wurden die beiden Residenz-Archive Güstrow und Schwerin in der Hofdornitz im Schweriner Schoss zusammengelegt. Beinahe 80 Jahre später wurde dies nach weiteren Zugängen mit dem Urkundenarchiv zum Geheimen und Hauptarchiv des Herzogtums, später des Großherzogtums. 1835 wurden die Bestände dann im Kollegiengebäude I untergebracht. Und schließlich 1911 stand das neu erbaute Gebäude in der ehemaligen Beaugency Straße, heute Graf-Schack-Allee, zur Verfügung. Zum Stil Das Gebäude ist das jüngste der großherzoglichen Regierungsbauten, die zum Schweriner Residenzensemble gehören. Es besteht aus einem langgestreckten Verwaltungsbau und dem sieben Geschosse umfassenden Magazinbau. Zu seiner Gründung wurden 22 Meter lange Simplex-Betonpfähle in das moorige Erdreich getrieben. Das war bautechnisch fortschrittlich, denn üblich waren bis dahin Holzpfähle. Um die Last der ungeheuren Aktenmenge zu mindern, entwickelte der Bau- und Ministerialdirektor Paul Ehmig eigens ein unbekleidetes selbsttragendes Stahlgerüst mit eingehängten Regalen. Die neue Technik des bahnbrechenden Gebäudes, mit Aufzug und Brandschutzberücksichtigung, erregte überregionales Aufsehen. Auch die Farbigkeit und die Jugendstilmalerei im Foyer des Verwaltungsgebäudes sind baukünstlerisch etwas Besonderes. Und: Paul Ehmig hatte vorausschauend gedacht: Das Archiv kann auf dem Standort in zweierlei Richtungen erweitert werden.
Lankower See "Nordufer"
● Schwerin
Wunderschön gelegen, direkt im Norden des Lankower Sees. Badeaufsicht während der Sommerschulferien Mo. – Fr. von 12:00 bis 20:00 Uhr an Wochenenden: 12:00 bis 20:00 Uhr 3 mal wöchentliche Pflege von Mai bis Mitte September.
Löwendenkmal Am Markt
● Schwerin
Vor dem Neuen Gebäude, an der Nordseite des Altstädtischen Marktes, steht eine Löwenskulptur, die an den Stadtgründer Schwerins, Heinrich den Löwen, erinnert. Diese wurde 1995 am Vorabend des 800. Todestages des Stadtvaters errichtet. Geschaffen hat sie der Bildhauer Peter Lenk aus Konstanz. Von seinem viereinhalb Meter Sockel aus schaut der Löwe hämisch grinsend über den Platz, dessen Geschichte bis in die Zeit der Stadtgründung Schwerins im Jahr 1160 zurückgeht. Über Jahrhunderte bildete der Markt das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt, nur hier war es den Schweriner Kaufleuten gestattet, zu Zeiten Heinrich des Löwen mit Lebensmitteln und handwerklichen Erzeugnissen zu handeln. Als auf dem Markt 1995 das Denkmal für den Stadtgründer Heinrich den Löwen eingeweiht wurde, gab es sehr zwiespältige Meinungen dazu: Während die einen lächelnd die vier dargestellten Episoden aus dem Leben Heinrichs betrachteten, riefen sie bei anderen Empörung hervor. Denn eines der vier in Stein gemeißelten Bilder, die sogenannte Gesäßparade, zeigt nackte Hintern, die die Bardowicker Bürger aus Groll dem durchreisenden Herzog einst gezeigt haben sollen. Denn dieser hatte während seiner Regierungszeit Schwerin und Lübeck als wichtige Handelsplätze gefördert, während Bardowick immer mehr an Bedeutung verlor. Die Gesäßhuldigung erinnert an die Geringschätzung, die die Bardowicker dem Herzog seitdem entgegen brachten. Die weiteren Bilder der Säule erzählen satirisch kritisch vom Wendenkreuzzug 1147, der Gründung Schwerins 1160 und der Erschaffung des Braunschweiger Löwen als Symbol der Regentschaft Heinrichs in der Residenz Braunschweig.
Mahn- und Gedenkstätte "Die Mutter"
● Schwerin
An der Bundesstraße 321 zwischen Raben Steinfeld und Schwerin befindet sich auf Höhe des Störkanals die Gedenkstätte "Die Mutter". Als Mahnung für kommende Generationen und in Ehrfurcht vor den Opfern des Nationalsozialismus wurde sie 1975 eingeweiht und erinnert noch heute an den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Als die Rote Armee im April 1945 immer näher rückte und schließlich nur noch wenige Kilometer vom KZ Sachsenhausen entfernt war, veranlasste die SS in den Morgenstunden des 21. April die Räumung des Konzentrationslagers. 33.000 Häftlinge wurden in Richtung Nordwesten im Marsch gesetzt. Sie mussten täglich zwischen 20 und 40 Kilometer zu Fuß zurück legen. Viele von ihnen wurden unterwegs erschossen, andere starben bei nasskaltem Wetter an Entkräftung. Ein Teil von ihnen erreichte jedoch auf unterschiedlichen Wegen den Raum zwischen Schwerin und Parchim. In der Nähe von Raben Steinfeld trafen sie am 2. Mai 1945 auf Einheiten der Roten Armee sowie der US Army. Für die etwa 18.000 Häftlinge des KZ Sachsenhausen, die bis dahin überlebt hatten, fand am Störkanal das Leiden ein Ende. Ein Gedenkstein, der Anfang der 1950er Jahre hier aufgestellt wurde, erinnert daran. 25 Jahre später, am 8. September 1975, wurde an diesem historischen Ort die Gedenkstätte "Die Mutter" eingeweiht. Bildhauer Gerhard Thieme aus Berlin schuf die Bronzeplastik, die später um vier Relieftafeln ergänzt wurde. "Die Mutter" steht seitdem für das namenlose Leid der Mütter aller Nationen.
Marstall Schwerin
● Schwerin
Der Gebäudekomplex wurde von 1837 bis 1842 nach Plänen von Georg Adolf Demmler als Reithalle mit Stall- und Remisengebäude sowie angrenzenden Wohnungen für die Bediensteten gebaut. Er liegt auf einer Halbinsel und ist von einer großzügigen Grünanlage mit Bäumen und Spazierwegen umgeben. Heute beherbergt das Gebäude zwei Ministerien Traumhafte Lage auf einer Landzunge im Schweriner See und eine ideale Einheit von Natur und gebauter Stringenz - das ist der großherzogliche Marstall. Er wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss und in Verlängerung der innerstädtischen Straße Großer Moor errichtet. Hofbaumeister Georg Adolph Demmler lehnte seine Pläne an den bestehenden Marstall in Ludwigslust an. 1838 bis 1842 wurden die Entwürfe realisiert. Seine heutige Gestalt erhielt der Marstall allerdings erst zwischen 1854 und 1873. Hofbaumeister Hermann Willebrand hatte ihn um- und ausgebaut. Mit dem neuen Marstall konnten die bisherigen Ställe auf dem Alten Garten endlich aufgelöst werden – sie galten ohnehin als zu klein. Die Besucher betreten heute die offene zweigeschossige Dreiflügelanlage in Verlängerung der ehemaligen Prachtstraße Großer Moor. Von dort aus liegt der 167 Meter lange Nordostflügel gegenüber. Der Marstall besteht aus dem zentralen Bauwerk der ehemaligen historischen Reithalle und zwei langen Gebäudeflügeln. Diese wiederum werden von vier zweigeschossigen Eckpavillons und zwei Eckbauten begrenzt. Durch rechtwinkelige Knicke in den Gebäudeflügeln entstand ein fast geschlossener Hof, der früher Exerzierplatz für Reit- und Fahrübungen gewesen ist. Außerdem gehörten neben der Reithalle der Pferdestall und ein großes Lager für Wagen und Reitgeschirr zum Marstall. Ein weiterer Gebäudeflügel beherbergte die Unterkünfte der Bediensteten. Zum Stil Der äußere Baukörper des Marstalls ist in Mauerwerk errichtet, die Innenwände sind als Fachwerk ausgeführt. Die außenliegenden Öffnungen im Erdgeschoss sind in rundbogige und arkadenförmige Vertiefungen angeordnet. Die inneren Erdgeschossöffnungen im Nordflügel sind als Paare zusammengefasst und von geschlossenen Nischen umrahmt. Die Fenster darüber durch Putz dreieckig bekrönt. Die Gebäudekanten an den Eck- und Kopfbauten sind durch Putzquader betont. 1858 gestaltete Theodor Klett die ehemaligen Wadewiesen, auf denen bis dahin Fischernetze – die sogenannten Waden – getrocknet wurden, um. Es entstand eine Gartenanlage englischen Stils, die er bis an die Ufer des Schweriner Sees führte. Von 2002 bis 2007 wurde der Marstall grundlegend saniert und restauriert und dient seitdem der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern als Verwaltungsgebäude. 2009 war der Standort in die Bundesgartenschau Schwerin einbezogen. Links neben dem imposanten Gebäudekomplex befindet sich am Seeufer ein Wassersport- und Gastronomiestandort.
Mecklenburgisches Staatstheater
● Schwerin
Künstlerischer und architektonischer Leuchtturm: Das Mecklenburgische Staatstheater gehört zu den großen traditionsreichen Bühnen Norddeutschlands. Der historische Theaterbau bereichert das einmalige Ensemble aus Schweriner Schloss und Staatlichem Museum, dessen Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO beantragt ist. Informationen zur Barrierefreiheit Es stehen zwei gekennzeichnete Parkplätze für Menschen mit Behinderung am Alten Garten zur Verfügung (Stellplatzgröße: 295 cm x 510 cm; Entfernung zum Eingang ca. 10m) sowie ein gekennzeichneter Parkplatz für Menschen mit Behinderung in der Theaterstraße (Stellplatzgröße: 200 cm x 500 cm; Entfernung zum Eingang ca. 4m). Der Haupteingang ist nur über Stufen erreichbar. Barrierefreie Eingänge befinden sich an den Seiten. Vom Parkplatz gelangt man über einen leicht begeh- und befahrbaren Weg zu den Seiteneingängen. Die barrierefreien Zugänge führen zur Kasse, Garderobe, Großen Saal mit Parkett und Loge, Konzertfoyer und Flotowzimmer. Alternativ zu den Treppen gibt es Lifte und Rampen. An ausgewählten Terminen werden Audiodeskriptionen angeboten. Bei Bedarf kann eine Hörunterstützung (auch Induktionsschleifen) gestellt werden. An ausgewählten Terminen werden Tastführungen angeboten. Assistenzhunde dürfen nicht mitgebracht werden bzw. dürfen an der Garderobe warten. Es sind 2 WC's für Menschen mit Behinderung mit Haltegriffen vorhanden.