Mahn- und Gedenkstätte "Die Mutter"
An der Crivitzer Chaussee
19063 Schwerin
Mahn- und Gedenkstätte „Die Mutter" in Schwerin – Geschichte und Bedeutung
An der Bundesstraße 321 zwischen Raben Steinfeld und Schwerin befindet sich am Störkanal die Mahn- und Gedenkstätte „Die Mutter". Sie wurde am 8. September 1975 eingeweiht und erinnert an einen der dunkelsten Abschnitte der deutschen Geschichte: den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen im April und Mai 1945. Als die Rote Armee das Lager bedrohte, trieb die SS am 21. April 1945 rund 33.000 Häftlinge in Richtung Nordwesten. Täglich mussten sie zwischen 20 und 40 Kilometer zu Fuß zurücklegen – bei nasskaltem Wetter, ohne ausreichende Versorgung. Viele wurden erschossen oder starben an Entkräftung.
Bronzeplastik von Gerhard Thieme – Symbol für das Leid aller Nationen
Nahe Raben Steinfeld trafen die rund 18.000 überlebenden Häftlinge am 2. Mai 1945 auf Einheiten der Roten Armee und der US Army. Ihr Leiden fand hier ein Ende. Bereits Anfang der 1950er Jahre erinnerte ein Gedenkstein an dieses Ereignis. 1975 schuf der Berliner Bildhauer Gerhard Thieme die eindrucksvolle Bronzeplastik „Die Mutter", die später durch vier Relieftafeln ergänzt wurde. Sie steht als stilles Mahnmal für das namenlose Leid der Mütter aller Nationen und ist heute ein bedeutender Erinnerungsort im Südwesten Mecklenburgs – nicht weit entfernt von Städten wie Wismar und der Landeshauptstadt Schwerin, die beide zur Ostseeregion Mecklenburg-Vorpommerns gehören.
Anreise zur Gedenkstätte „Die Mutter" bei Schwerin
Mit dem Auto ist die Gedenkstätte über die Autobahnanschlussstelle Schwerin-Ost (ca. 2,7 km) oder Schwerin-Waldfriedhof (ca. 3,6 km) gut erreichbar. Der nächstgelegene Bahnhof ist Schwerin Industriepark in etwa 3,7 km Entfernung, gefolgt von Schwerin-Wüstmark (ca. 4,8 km) und Schwerin Mitte (ca. 5,1 km).
Weitere Sehenswürdigkeiten in Schwerin
“Zum Stadtkrug” Altstadtbrauhaus Schwerin
📍 Schwerin
Ein gemütliches Plätzchen im Herzen Schwerins. Ein Besuch im eindrucksvollen Brauhaus in Schwerin lohnt sich. Mit der Renovierung und Neueröffnung unseres Brauereiausschanks haben wir dem altehrwürdigen, denkmalgeschützten Haus sein ursprüngliches Aussehen und den Schwerinern sowie den Besuchern der Stadt ein Stück städtische Tradition zurückgegeben. Lassen Sie es sich bei uns einfach gut gehen. „Der Stadtkrug“ ist ein Brauhaus typisch norddeutscher Prägung: Bürgerlich, deftig, behaglich und, wie es dem Schweriner so eigen ist, positiv, heiter, mit viel Sonne im Herzen. Was das Ambiente verspricht, wird von den Kochkünsten und am Zapfhahn gehalten. Auf der Speisenkarte finden sich vor allem deftige, regionale Spezialitäten für den kleinen und den großen Hunger, die durch saisonale Gerichte, Steaks und variantenreiche Spezialitäten abgerundet werden. Sie sind uns herzlich willkommen.
Alter Friedhof Schwerin
📍 Schwerin
Der Alte Friedhof in Schwerin ist eine historische Friedhofsanlage aus dem Jahre 1863, geplant und umgesetzt von Baumeister Demmler und Gartenbaudirektor Klett. Sehenswert sind die historischen und denkmalgeschützten Grabstätten der Angehörigen des Hofstaates und Persönlichkeiten aus Schwerins Geschichte. Die großzügige parkartig gestaltete Anlage mit abwechslungsreicher Vegetation ist sehenswert. Sehenswerte Grabanlagen historischer Persönlichkeiten Mehr als 30 Denkmalgeschützte Grabanlagen können auf dem Alten Friedhof besichtigt werden. Besonders erwähnenswert ist das Grab des Hofbaurates Georg Adolf Demmler - Die Demmlersche Grabkapelle ist Demmlers eigener Entwurf und mit umfangreicher Symbolik der Freimaurer versehen. Anfahrt/ Öffentliche Verkehrsmittel Bus Haltestelle "Alter Friedhof". Regionalverkehr Deutsche Bahn: Haltestelle "Schwerin Mitte" ca. 600 m Fußweg. Parkhaus "Bleicher Ufer" ca. 200 m Fußweg.
Silke Krempien | Holzbildhauermeisterin
📍 Schwerin
Vor den Toren von Schwerin lädt die Holzbildhauermeisterin Silke Krempien in ihre Werkstatt-Galerie mit Garten ein. Holzbildhauer und Meister – ein Beruf zwischen Kunst und Handwerk: Silke Krempien gestaltet Skulpturen, Bilder oder Schmuckstücke, arbeitet aber auch als Restauratorin in Kirchen und Schlössern oder fertigt Elemente für Treppen, Türen und Möbel. So restaurierte sie in der Kirche in Gadebusch den Fürstenstuhl oder gestaltete einen Spielplatz in Schwerin. „Ich liebe meinen Beruf, weil er so vielseitig ist, ich arbeite ebenso mit Motorsäge wie mit Raspeln und Schnitzeisen. Der Prozess – eins zu werden mit einem Material Holz, die Kräfte aufzuspüren, die in dem gerade zu bearbeitenden Holzstück stecken, und in eine Form zu bringen – das ist einfach für mich ein Hochgefühl“, bekennt Silke Krempien. Oft gibt das Material die Form des zu schaffenden Werks vor: „Ich bin immer auf der Suche nach Hölzern mit Astlöchern und Verwachsungen, die manchmal sehr widerspenstig sein können, aber sie beflügeln meine Phantasie. Es ist insbesondere das Eichenholz, das ich zu einem Lieblingsholz auserkoren habe. Auch die Obstbaumhölzer mit ihren schönen Strukturen und Farbschattierungen findet man in meinen Arbeiten.“ Auf der Suche nach immer wieder neuen Gestaltungsmöglichkeiten hat Silke Krempien in den letzten Jahren auch andere Materialien in ihre Schöpfungen integriert, wie Fossilien, Strandgut und andere Fundstücke, aber auch Papier, Stoff oder Metall. Nach ihrer Lehre zum Holzbildhauer arbeitete die gebürtige Crivitzerin zunächst in einem Denkmalpflegebetrieb, bevor sie sich 1990 als Meisterin selbständig machte: „Ich habe in Thüringen meinen Beruf gelernt, aber es zog mich wieder in die Weiten der mecklenburgischen Hügellandschaft zurück.“ Besuch: nach Absprache
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Im Rahmen der Ausstellung "Rolf Nobel. Arbeiter des Meeres"
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53. FilmSaloN Das Flüstern der Felder
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