Kommodenhäuschen Schwerin
Historische BauwerkeKultur und GenussMeckl-SchwerinMeckl. SchwerinMecklenburg-SchwerinMecklenburg-SchwerinOriginal RegionalPOI-Basiseintrag: KategorienPOIsProduktlinienRegionenSchwerinTMVWestmecklenburgauf-nach-mv.de

Kommodenhäuschen Schwerin

📍

Buschstraße 15

19055 Schwerin

Mehrere Brände im 16. und 17. Jahrhundert haben den mittelalterlichen Stadtkern Schwerins beinahe vollständig zerstört. Ein kleines Fachwerkhäuschen aus jener Zeit ist dennoch erhalten geblieben. In der Buschstraße/ Ecke Enge Straße steht das Kommodenhäuschen, das vor allem wegen seiner Bauweise ein beliebtes Fotomotiv ist. Wenn Häuser erzählen könnten, dann hätte das kleine Fachwerkhaus in der Schweriner Buschstraße 15/ Ecke 3. Enge Straße wohl viele Geschichten zu erzählen. Die gut sichtbare Jahreszahl 1698 auf der Giebelseite verrät zumindest wann das Haus gebaut worden ist. Wie es allerdings zu seinem Namen "Kommodenhäuschen" kam bleibt ein Geheimnis. Darüber gibt es bislang nur Vermutungen. Die einen glauben, weil es so klein ist, dass nur eine Kommode hinein passen würde, andere finden, das Haus erinnere von der Form her an eine Kommode. Tatsächlich ist dessen Bauweise sehr außergewöhnlich. In Schwerin findet man jedenfalls kein weiteres Fachwerkhaus dessen oberes Stockwerk in der Breite gut einen Meter über das Untergeschoss hinausragt, so dass die Passanten der kleinen Gasse nebenan ihren Kopf einziehen müssen. Eine solche Auskragung schaffte einerseits mehr Platz für die gute Stube im Obergeschoss. Andererseits ließen sich so wohl auch Steuern sparen, wird vermutet, denn diese wurden damals nach der Grundfläche des Hauses berechnet. Im Erdgeschoss befand sich bis in das Jahr 1857 eine Weinhandlung, danach wurde darin eine Kunstdrechslerei eingerichtet. Diese Tradition führt die Familie Zettler bis heute fort, der Urgroßvater der heutigen Eigentümerin und Inhaberin war sogar Hofdrechslermeister des Mecklenburgischen Herzogs Friedrich Franz II.

Das Kommodenhäuschen Schwerin – ein Fachwerkhaus mit Geschichte

Das Kommodenhäuschen in Schwerin gilt als eines der letzten erhaltenen Fachwerkhäuser aus der frühen Neuzeit. Während mehrere Großbrände im 16. und 17. Jahrhundert den mittelalterlichen Stadtkern Schwerins nahezu vollständig zerstörten, überstand dieses kleine Gebäude in der Buschstraße Ecke Enge Straße die Jahrhunderte. Die Jahreszahl 1698 auf der Giebelseite macht seine Entstehungszeit greifbar.

Woher stammt der Name „Kommodenhäuschen"?

Wie das Häuschen zu seinem ungewöhnlichen Namen kam, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Manche vermuten, es passe nur eine Kommode hinein, andere sehen in der Form des Hauses eine Ähnlichkeit mit dem Möbelstück. Besonders auffällig ist die markante Auskragung des Obergeschosses: Es ragt gut einen Meter über das Erdgeschoss hinaus, was der guten Stube oben mehr Platz verschaffte – und möglicherweise auch Steuern sparte, die damals nach der Grundfläche berechnet wurden.

Handwerkstradition im ältesten Fachwerkhaus Schwerins

Im Erdgeschoss befand sich bis 1857 eine Weinhandlung, bevor dort eine Kunstdrechslerei eingerichtet wurde. Diese Tradition wird bis heute von der Familie Zettler fortgeführt, deren Urgroßvater Hofdrechslermeister des Mecklenburgischen Herzogs Friedrich Franz II. war. Das Kommodenhäuschen ist damit nicht nur ein beliebtes Fotomotiv in Schwerin, sondern auch ein lebendiges Stück Stadtgeschichte – und ein lohnenswerter Abstecher auf jeder Reise durch Mecklenburg-Vorpommern, ob von der Ostseeküste, aus Wismar oder von Rostock kommend.

Anreise zum Kommodenhäuschen in Schwerin

Mit der Bahn ist das Kommodenhäuschen bequem erreichbar: Der Bahnhof Schwerin Mitte liegt nur rund 500 Meter entfernt, der Hauptbahnhof Schwerin etwa 900 Meter. Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten die Autobahnanschlussstelle Schwerin-Schulzenweg oder Schwerin-Görries, beide jeweils knapp drei Kilometer entfernt. Auch per Fähre ist das Zentrum gut zu erreichen – die Anlegestelle Arsenal befindet sich nur rund 300 Meter vom Kommodenhäuschen entfernt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Schwerin

“Zum Stadtkrug” Altstadtbrauhaus Schwerin

“Zum Stadtkrug” Altstadtbrauhaus Schwerin

📍 Schwerin

Ein gemütliches Plätzchen im Herzen Schwerins. Ein Besuch im eindrucksvollen Brauhaus in Schwerin lohnt sich. Mit der Renovierung und Neueröffnung unseres Brauereiausschanks haben wir dem altehrwürdigen, denkmalgeschützten Haus sein ursprüngliches Aussehen und den Schwerinern sowie den Besuchern der Stadt ein Stück städtische Tradition zurückgegeben. Lassen Sie es sich bei uns einfach gut gehen. „Der Stadtkrug“ ist ein Brauhaus typisch norddeutscher Prägung: Bürgerlich, deftig, behaglich und, wie es dem Schweriner so eigen ist, positiv, heiter, mit viel Sonne im Herzen. Was das Ambiente verspricht, wird von den Kochkünsten und am Zapfhahn gehalten. Auf der Speisenkarte finden sich vor allem deftige, regionale Spezialitäten für den kleinen und den großen Hunger, die durch saisonale Gerichte, Steaks und variantenreiche Spezialitäten abgerundet werden. Sie sind uns herzlich willkommen.

Alter Friedhof Schwerin

Alter Friedhof Schwerin

📍 Schwerin

Der Alte Friedhof in Schwerin ist eine historische Friedhofsanlage aus dem Jahre 1863, geplant und umgesetzt von Baumeister Demmler und Gartenbaudirektor Klett. Sehenswert sind die historischen und denkmalgeschützten Grabstätten der Angehörigen des Hofstaates und Persönlichkeiten aus Schwerins Geschichte. Die großzügige parkartig gestaltete Anlage mit abwechslungsreicher Vegetation ist sehenswert. Sehenswerte Grabanlagen historischer Persönlichkeiten Mehr als 30 Denkmalgeschützte Grabanlagen können auf dem Alten Friedhof besichtigt werden. Besonders erwähnenswert ist das Grab des Hofbaurates Georg Adolf Demmler - Die Demmlersche Grabkapelle ist Demmlers eigener Entwurf und mit umfangreicher Symbolik der Freimaurer versehen. Anfahrt/ Öffentliche Verkehrsmittel Bus Haltestelle "Alter Friedhof". Regionalverkehr Deutsche Bahn: Haltestelle "Schwerin Mitte" ca. 600 m Fußweg. Parkhaus "Bleicher Ufer" ca. 200 m Fußweg.

Silke Krempien | Holzbildhauermeisterin

Silke Krempien | Holzbildhauermeisterin

📍 Schwerin

Vor den Toren von Schwerin lädt die Holzbildhauermeisterin Silke Krempien in ihre Werkstatt-Galerie mit Garten ein. Holzbildhauer und Meister – ein Beruf zwischen Kunst und Handwerk: Silke Krempien gestaltet Skulpturen, Bilder oder Schmuckstücke, arbeitet aber auch als Restauratorin in Kirchen und Schlössern oder fertigt Elemente für Treppen, Türen und Möbel. So restaurierte sie in der Kirche in Gadebusch den Fürstenstuhl oder gestaltete einen Spielplatz in Schwerin. „Ich liebe meinen Beruf, weil er so vielseitig ist, ich arbeite ebenso mit Motorsäge wie mit Raspeln und Schnitzeisen. Der Prozess – eins zu werden mit einem Material Holz, die Kräfte aufzuspüren, die in dem gerade zu bearbeitenden Holzstück stecken, und in eine Form zu bringen – das ist einfach für mich ein Hochgefühl“, bekennt Silke Krempien. Oft gibt das Material die Form des zu schaffenden Werks vor: „Ich bin immer auf der Suche nach Hölzern mit Astlöchern und Verwachsungen, die manchmal sehr widerspenstig sein können, aber sie beflügeln meine Phantasie. Es ist insbesondere das Eichenholz, das ich zu einem Lieblingsholz auserkoren habe. Auch die Obstbaumhölzer mit ihren schönen Strukturen und Farbschattierungen findet man in meinen Arbeiten.“ Auf der Suche nach immer wieder neuen Gestaltungsmöglichkeiten hat Silke Krempien in den letzten Jahren auch andere Materialien in ihre Schöpfungen integriert, wie Fossilien, Strandgut und andere Fundstücke, aber auch Papier, Stoff oder Metall. Nach ihrer Lehre zum Holzbildhauer arbeitete die gebürtige Crivitzerin zunächst in einem Denkmalpflegebetrieb, bevor sie sich 1990 als Meisterin selbständig machte: „Ich habe in Thüringen meinen Beruf gelernt, aber es zog mich wieder in die Weiten der mecklenburgischen Hügellandschaft zurück.“ Besuch: nach Absprache