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Fangelturm Barth

Barth · Fischland-Darß-Zingst · 54.3668° N, 12.7278° E
Fangelturm Barth

Der heutige Fangelturm wurde im 16.

Jahrhundert als runder Backsteinturm errichtet. Er hat eine Höhe von 12 m, einen Durchmesser von 7,5 m und eine Wandstärke von etwa 2–2,3 m. Möglicherweise gab es im Bereich des heutigen Fangelturmes schon einen Vorgängerbau der 1325 bis 1400 errichteten Stadtbefestigungsanlagen, worauf die Bezeichnung „nova turris“, der „Neue Turm“, für den heutigen Bau hinweist. Der heutige Fangelturm wurde im 16. Jahrhundert als runder Backsteinturm errichtet. Er hat eine Höhe von 12 m, einen Durchmesser von 7,5 m und eine Wandstärke von etwa 2–2,3 m. Möglicherweise gab es im Bereich des heutigen Fangelturmes schon einen Vorgängerbau der 1325 bis 1400 errichteten Stadtbefestigungsanlagen, worauf die Bezeichnung „nova turris“, der „Neue Turm“, für den heutigen Bau hinweist. Für den Einsatz als Beobachtungs- und Verteidigungsanlage war der Turm ursprünglich unbedacht und von Zinnen bekrönt und wies mehrere, heute z.T. zugemauerte Schießscharten auf. So erscheint er auf der 1611/1615 entstandenen „Stralsunder Bilderhandschrift“. Im 19. Jh. wurde der Turm mit einem Flachdach versehen. Der seitliche, ebenerdige Eingang führte auf eine enge, steile Steintreppe in das erste und zweite Geschoß, in dem sich jeweils ein runder Raum öffnet. Der letzte Teil des Aufgangs führt heute auf die Dachplattform. Der Name Fangelturm könnte sprachlich sowohl als „Turm in der Einfriedung“, also der Stadtmauer, aber auch als „Gefängnisturm“ gedeutet werden. Tatsächlich führt vom Raum im ersten Geschoß eine enge, runde Bodenöffnung ohne Treppe in das mehr als 5 m tiefe Verließ, das in Verbindung mit der in der Turmstraße benachbarten „Frohnerei“, dem nicht erhaltenen Scharfrichterhaus (heute Platz der evang. Grundschule, Turmstr. 1) als städtisches Gefängnis diente. Aus Gerichtsakten ist belegt, daß der Turm und die Frohnerei der Ort von Verhören mit Folterungen auch im Zusammenhang mit Hexenprozessen in Barth war. Das Verlies wurde im 18. Jh. zugemauert und dafür zwei Gefängniszellen eingerichtet, die noch heute an den stark gesicherten Türen erkennbar sind. Im November 1965 wurde auf dem Dach des Fangelturms die Schulsternwarte Barth errichtet. Der Turm wurde 1996/98 und 2007 restauriert, wobei auch das Verlies geöffnet wurde, ist in den unteren Etagen mit einer kleinen Ausstellung gestaltet und kann zu besonderen Anlässen bestiegen werden. Von seiner Aussichtsplattform bietet er einen weiten Blick über die Stadt und über das Land.

Fangelturm Barth – Geschichte eines mittelalterlichen Wehrturms

Der Fangelturm in Barth zählt zu den markantesten historischen Bauwerken an der vorpommerschen Ostseeküste. Der runde Backsteinturm wurde im 16. Jahrhundert errichtet, misst 12 Meter in der Höhe, hat einen Durchmesser von 7,5 Metern und Mauern von bis zu 2,3 Metern Stärke. Möglicherweise existierte an gleicher Stelle bereits ein Vorgängerbau aus den Stadtbefestigungsanlagen des 14. Jahrhunderts – darauf deutet die historische Bezeichnung „nova turris", also „Neuer Turm", hin.

Verlies, Gefängniszellen und Hexenprozesse in Barth

Ursprünglich diente der Turm als Beobachtungs- und Verteidigungsanlage mit Zinnen und Schießscharten. Sein Name lässt zwei Deutungen zu: „Turm in der Stadtmauer" oder „Gefängnisturm". Letzteres belegen Gerichtsakten, die den Fangelturm als Ort von Verhören und Folterungen – auch im Zusammenhang mit Hexenprozessen – ausweisen. Im ersten Geschoss führte eine enge Bodenöffnung in ein über fünf Meter tiefes Verlies. Im 18. Jahrhundert wurde das Verlies zugemauert und durch zwei Gefängniszellen ersetzt, deren schwer gesicherte Türen noch heute erhalten sind.

Schulsternwarte und Aussichtsplattform auf dem Fangelturm

Nach Restaurierungen in den Jahren 1996/98 und 2007 ist der Fangelturm wieder zugänglich. In den unteren Etagen informiert eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Bauwerks. Zu besonderen Anlässen kann der Turm bestiegen werden – von der Dachplattform bietet sich ein weiter Blick über Barth und die umgebende Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Seit November 1965 beherbergt das Dach des Turms außerdem die Schulsternwarte Barth.

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Die Marienkirche ist ein beachtlich großer Backsteinbau aus dem 13. Jh. (Chor), 14 Jh. (Hallenlanghaus) und dem 15. Jh. (Westturm). Im südlichen Seitenschiff befinden sich noch Reste der mittelalterlichen Ausmalung. Die St.-Marien-Kirche gehört wohl zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Barth. Der Bau der Backsteinkirche begann um 1300, erstmals erwähnt wurde sie im Jahre 1325. Die Kirche entstand in drei Bauphasen. Ihr ältester Teil, der Chor im Osten, ist frühgotisch. Mit Fertigstellung des Turms um 1450 wurde die dritte Bauphase abgeschlossen . Der Turm ist 80 Meter hoch und hat in Ziffernhöhe der Uhr eine Aussichtsplattform. Die größte Bronzeglocke des fünfstimmigen Geläutes stammt von 1585. Das Innere der Kirche wurde mehrfach verändert und durch Stüler in neugotischen Formen restauriert. Einen einmaligen Klang verspricht die vom Berliner Orgelbauer Buchholz und seinem Sohn geschaffene Orgel. Sie gehört zu den besonders wertvollen Orgeldenkmalen Deutschlands. Die Besonderheit liegt in der ihr eigenen Klangschönheit und in ihrer historischen Bedeutung. Das Instrument ist mit 42 originalen Registern das größte in Deutschland erhaltene Werk der Orgelbauer Buchholz und zugleich das große Jugendwerk des Sohnes. Ein besonderes Erlebnis sind die Orgelkonzerte. Der nördliche Teil der Kirche beherbergt ein kleines Museum, in welchem die kirchengeschichtliche Sammlung untergebracht ist. Sehenswert ist ein bronzenes Tauffass (Fünte) aus dem 14. Jhd., das einzige im vorpommerschen Raum. Bei einem Besuch der Kirche sollten Sie auch den Turm besteigen. Beim Aufstieg können Sie die Gewölbe von oben betrachten, einen Blick auf den beeindruckenden Dachstuhl werfen und die Glocken bestaunen. Nach 180 Stufen erreichen Sie in 55 m Höhe eine Plattform, von der aus Ihnen Fensteröffnungen zu allen Seiten eine fantastische Aussicht über Barth, auf den Bodden und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und das Umland bieten.