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Rechliner Mauer

Rechliner Mauer
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Mauerstraße

17248 Rechlin

Rechlins Entwicklung ist eng mit der Luftfahrttechnik verbunden. Bereits während des 1. Weltkrieges werden ein Eisenbahnanschluss errichtet und eine Flieger-Versuchs- und Lehranstalt übergeben. Infolge des Versailler Vertages kommen alle Aktivitäten zum Erliegen. Erst ab 1934 erfolgt der zügige Ausbau zur größten Erprobungsstelle der deutschen Luftwaffe an der Müritz. Es werden Wohnsiedlungen (heute Rechlin und Rechlin-Nord) mit entsprechender Infrastruktur gebaut, der Mirower Kanal und die Verbindung Claassee-Müritz entstehen. Der Ort erhält seine für ein Mecklenburger Dorf untypische Siedlungsstruktur. Um 1940 lebten und arbeiteten ca. 4000 Menschen in Rechlin. Dazu kamen noch Arbeitsdienstverpflichtete, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, die als Hilfskräfte auf der Erprobungsstelle eingesetzt wurden. Der ständige Ausbau des Flugplatzes Lärz erforderte umfangreiche Erd- und Planierungsarbeiten. In dieser Zeit wurden in Rechlin unbestritten organisatorische, ingenieurtechnische und auch fliegerische Höchstleistungen vollbracht. Rechlin wird zu einem bedeutenden Garnisionsstandort ausgebaut und durch eine Mauer in 2 Teile getrennt, den deutschen und den russischen Sektor. Diese Mauer fiel erst 1993 mit dem Abzug der letzten GUS-Streitkräfte.

Die Rechliner Mauer – ein geteilter Ort an der Ostsee

Die Rechliner Mauer ist ein eindrucksvolles Zeugnis deutsch-russischer Nachkriegsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie teilte den Ort Rechlin, südlich der Ostseeküste am Ufer der Müritz gelegen, in einen deutschen und einen russischen Sektor – und blieb bis zum Abzug der letzten GUS-Streitkräfte im Jahr 1993 bestehen. Wer die Region zwischen Rügen, Fischland-Darß-Zingst und dem mecklenburgischen Binnenland erkundet, stößt hier auf ein besonderes Kapitel der jüngeren Geschichte.

Rechlin als Zentrum der deutschen Luftfahrterprobung

Bereits im Ersten Weltkrieg entstand in Rechlin eine Flieger-Versuchs- und Lehranstalt. Nach einer Unterbrechung durch den Versailler Vertrag wurde der Ort ab 1934 zügig zur größten Erprobungsstelle der deutschen Luftwaffe ausgebaut. Um 1940 lebten und arbeiteten rund 4.000 Menschen hier – ergänzt durch Arbeitsdienstverpflichtete, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Der massive Ausbau des Flugplatzes Lärz und der Bau ganzer Wohnsiedlungen verliehen Rechlin eine für ein Mecklenburger Dorf völlig untypische Struktur.

Historisches Erbe zwischen Müritz und Mecklenburgischer Seenplatte

Die Geschichte Rechlins spiegelt wie kaum ein anderer Ort in Mecklenburg-Vorpommern die Brüche des 20. Jahrhunderts wider – von militärischer Hochrüstung über Besatzungszeit bis zur Wiedervereinigung. Die Rechliner Mauer steht dabei symbolisch für eine Epoche, die das Gesicht des Ortes bis heute prägt und Geschichtsinteressierte aus der gesamten Ostseeregion anzieht.