Gutshaus Renz
Renz 2
18574 Renz
Gutshaus Renz – Adlige Geschichte seit dem 14. Jahrhundert
Das Gutshaus Renz in der mecklenburgischen Ostseeregion zählt zu den geschichtsträchtigen Gutshäusern Mecklenburg-Vorpommerns. Das Gut befand sich bis ins 14. Jahrhundert im Besitz der Gebrüder von Platen, bevor die Familie von Kahlden es bis ins 18. Jahrhundert übernahm. Das Gutshaus selbst wurde 1582 oder 1603 für Erich von Kahlden errichtet. Nach 1749 wechselten die Besitzer häufig – darunter Bandelin, von Colmar, von Röder sowie von Usedom und von der Lancken.
Architektonische Besonderheiten des Gutshauses in Renz
An der Eingangsfront des Gutshauses sind die Reste eines historischen Treppenturms erhalten. Auffällig ist die unregelmäßige Anordnung der Fenster, die dem Gebäude seinen eigenwilligen Charakter verleiht. An der Südostecke befindet sich ein zweiachsiger Rundkerker, der zu den markantesten Elementen des Baus gehört. Um 1870 wurde an der Westseite ein zweigeschossiger Anbau mit Walmdach ergänzt. Neben dem älteren Gutshaus steht ein weiteres, backsteinsichtiges siebenachsiges Gutshaus im neogotischen Stil – ein in Mecklenburg-Vorpommern nicht ungewöhnliches Ensemblebild.
Park und Nutzung des Gutshauses Renz nach 1945
Nach 1945 wurde das Gutshaus zu Wohnzwecken umgenutzt, 1974 fanden Renovierungsarbeiten statt. Dem Gebäude schließt sich ein kleiner Park mit altem Baumbestand an, der dem Ensemble seinen ruhigen, herrschaftlichen Rahmen gibt. Gutshäuser wie dieses prägen das Bild des ländlichen Mecklenburg-Vorpommerns zwischen der Ostseeküste, Stralsund und Greifswald bis heute.