Dorfkirche Rostocker Wulfshagen
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Dorfkirche Rostocker Wulfshagen

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Kirchstraße

18337 Rostocker Wulfshagen

Die Dorfkirche in Rostocker Wulfshagen wurde 1318 aus Feld- und Backsteinen errichtet. Der Außenbau ist ein Feld- und Backsteinbau mit polygonalem Ostabschluss, wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert, und wurde später mehrfach verändert. Beim Umbau im Jahre 1825 unter Carl Theodor Severin wurden der Turm und die Sakristei abgetragen und der Westgiebel erneuert. Das neue Portal wurde sehr schmal und im neugotischen Stil in diesen Giebel integriert. Der Innenraum der Kirche ist flach gedeckt. Im Altarraum wurde die mittelalterliche Wandmalerei restauriert. Sie enthält zwölf Weihekreuze. Der seitlich stehende dreiflügelige Schnitzaltar ist eine spätgotische Arbeit aus der Zeit um 1500. Er stellt die Kreuzigungsgruppe und die Apostel dar, ist jedoch nur unvollständig erhalten. Die Orgel wurde von Christian Börger aus Rostock erbaut. Das Bankgestühl stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In den Fenstern des Altarraums befinden sich neun Kabinettscheiben mit Wappen, die von der Wiederherstellung der Kirche nach dem Dreißigjährigen Krieg durch Rostocker Honoratioren zeugen. Zehn Scheiben mit Bibelzitaten schmücken die Fenster des Kirchenraumes. An der Decke der Kirche hängt ein Votivschiff, eine Brigg mit schwarzem Schiffsrumpf von 1861. Der Glockenstuhl ist aus Holz und auf dem Kirchhof freistehend. Zwei Bänke des Gestühls befinden sich heute in dem im Freilichtmuseum Klockenhagen wieder errichteten Kirchenschiff der ehemaligen Dorfkirche Dargelütz. Sie dienten dem Museum auch als Vorlage für Nachbildungen zur Vervollständigung der Innenausstattung.

Dorfkirche Rostocker Wulfshagen – mittelalterliches Erbe an der Ostseeküste

Die Dorfkirche in Rostocker Wulfshagen zählt zu den bemerkenswerten historischen Sakralbauten in Mecklenburg-Vorpommern. Errichtet wurde sie im Jahr 1318 aus Feld- und Backsteinen – ein Baustil, der typisch für die Region zwischen Rostock und dem Fischland-Darß-Zingst ist. Der Außenbau mit seinem polygonalen Ostabschluss geht wahrscheinlich auf das 15. Jahrhundert zurück und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Beim Umbau von 1825 unter Carl Theodor Severin erhielt die Kirche ihr heutiges neugotisches Portal im erneuerten Westgiebel.

Schnitzaltar, Wandmalerei und Votivschiff im Inneren der Kirche

Im Innern der flachgedeckten Kirche finden sich bemerkenswerte Kunstwerke. Der dreiflügelige Schnitzaltar aus der Zeit um 1500 zeigt die Kreuzigungsgruppe sowie die Apostel und ist ein Zeugnis spätgotischer Handwerkskunst. Im Altarraum sind restaurierte mittelalterliche Wandmalereien mit zwölf Weihekreuzen erhalten. Neun Kabinettscheiben mit Wappen in den Fenstern des Altarraums erinnern an die Wiederherstellung der Kirche nach dem Dreißigjährigen Krieg durch Rostocker Honoratioren. Ein besonderes Highlight ist das Votivschiff an der Decke – eine Brigg mit schwarzem Schiffsrumpf aus dem Jahr 1861, die den engen Bezug der Region zur Seefahrt widerspiegelt. Die Orgel fertigte Christian Börger aus Rostock an, das Bankgestühl stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Anreise zur Dorfkirche Rostocker Wulfshagen

Mit dem Zug erreicht man die Dorfkirche Rostocker Wulfshagen am bequemsten über den Bahnhof Gelbensande, der rund 6 km entfernt liegt. Wer mit dem Auto anreist, nimmt die Autobahn-Auffahrt Rostock-Ost (ca. 15,5 km). Eine besondere Anreiseoption bietet die Fähre MS „Boddenkieker", die etwa 8 km vom Ort entfernt anlegt.