St. Katharinenkloster
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St. Katharinenkloster

📍

Mönchstraße 25–27

18439 Stralsund

St. Katharinen gehört zu den wenigen Klöstern Norddeutschlands, deren gotische Substanz fast vollständig erhalten geblieben ist. Es wurde im Jahre 1251 von Dominikanern gegründet. Stifter des Klosters war Fürst Jaromar II. von Rügen. Im Ursprung war dieser Backsteinbau eine 73 Meter lange, dreischiffige Hallenkirche. Eine architektonische Besonderheit ist der Kapitelsaal mit seinem wunderschönen Kreuzrippengewölbe, getragen von acht schlanken Pfeilern mit Gewölbemalereien aus dem 15. Jahrhundert. Er zählt zu den schönsten Innenräumen der niederdeutschen Backsteingotik. Mit der Reformation gelangte das Katharinenkloster in den Besitz der Stadt. 1560 zogen Schüler und Lehrer des damals gegründeten Gymnasiums in den westlichen Teil. Die humanistische Bildungsstätte hatte hier bis 1945 ihr Domizil. Der östliche Klosterteil war bis 1919 städtisches Waisenhaus. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Umbauten vorgenommen, geblieben ist jedoch der architektonische Reiz der verschiedenen Räumlichkeiten. Nach umfangreichen Restaurationsarbeiten in den Jahren 1921 bis 1924 wurde es Heimstatt des Provinzialmuseums für Neuvorpommern und Rügen. Mit seinen mehr als 50 Räumen beherbergt das Katharinenkloster seit 1924 das Kulturhistorische Museum (Umbenennung in Stralsund Museum) und seit 1951 das Deutsche Meeresmuseum und Aquarium.1973 wurde eine freitragende Konstruktion in die Hallenkirche eingebaut, die dem Deutschen Meeresmuseum eine intensive Nutzung des Klosters als Ausstellungsfläche gestattet. Von 2020 bis 2025/26 erfolgte eine Sanierung beider Museumsbereiche, mit einer umfangreichen Bauforschung und restauratorischen Freilegungen.

St. Katharinenkloster Stralsund – gotisches Erbe in Norddeutschland

Das St. Katharinenkloster in Stralsund gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken der Ostseeregion. 1251 von Dominikanern gegründet und gestiftet von Fürst Jaromar II. von Rügen, ist seine gotische Backsteinsubstanz bis heute nahezu vollständig erhalten – ein seltenes Zeugnis niederdeutscher Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern.

Kapitelsaal und Kreuzrippengewölbe – ein Meisterwerk der Backsteingotik

Besonders beeindruckend ist der Kapitelsaal mit seinem Kreuzrippengewölbe, das von acht schlanken Pfeilern getragen wird. Gewölbemalereien aus dem 15. Jahrhundert schmücken den Raum, der als einer der schönsten Innenräume der norddeutschen Backsteingotik gilt. Der Ursprungsbau war eine 73 Meter lange, dreischiffige Hallenkirche.

Stralsund Museum und Deutsches Meeresmuseum im Katharinenkloster

Nach der Reformation ging das Kloster in städtischen Besitz über und diente Schule, Gymnasium und Waisenhaus als Domizil. Seit 1924 beherbergt es das Stralsund Museum (ehemals Kulturhistorisches Museum) und seit 1951 das Deutsche Meeresmuseum mit Aquarium. Von 2020 bis 2025/26 wurden beide Museumsbereiche umfassend saniert.

Anreise zum St. Katharinenkloster in Stralsund

Mit der Bahn ist das Kloster vom Stralsunder Hauptbahnhof in rund zehn Fußminuten erreichbar (ca. 0,8 km). Mit dem Auto erreicht man die Stralsunder Altstadt über die Autobahn-Abfahrt Stralsund-Altstadt, die etwa 1,5 km entfernt liegt. Wer aus Richtung Rügen anreist, kann die Fähre Stralsund–Altefähr nutzen, deren Anlegestelle nur rund 0,7 km vom Kloster entfernt ist.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Stralsund

Restaurant GASTHOUSE

Restaurant GASTHOUSE

📍 Stralsund

Ein lässiges Gasthouse mit vielen Lieblingsgerichten und regionalen Klassikern Im RESTAURANT GASTHOUSE lässt sich trefflich über Fischgerichte philosophieren, die All-Time-Favourits genießen und bei einem frischgezapften Bier oder einem Viertel Wein gemütlich plaudern. Das Gasthouse ist ein Schmelztiegel für Jung und Alt, hier liebt man vom Wind verwehte Haare und rosige Wangen und lässt den Tag mit guten Erinnerungen an der Ostsee ausklingen. Auf eine gute Zeit!

SPEICHER 8

SPEICHER 8

📍 Stralsund

Regionale Feinschmeckerküche. Mediterrane und fernöstliche Genusswelten. Saisonal, einfach und doch raffiniert. Direkt im historischen Türmchenspeicher auf der Stralsunder Hafeninsel. Das ist der Speicher 8. Ruhe und Entschleunigung. Nette Menschen. Sich Wohlfühlen. Richtig gut essen. Lust am Genuss. Begleitende Weine. Leidenschaft für das Wesentliche. Das ist der Speicher 8. Einen Kaffee im Freien genießen. Bei frischer Seeluft. Auch wenn diese mal etwas kühler daherkommt. Ganz gemütlich im beheizbaren Strandkorb. In der ersten Reihe mit Blick über den Strelasund bis zur Insel Rügen. Speicher 8. Das ist Gastlichkeit aus Leidenschaft.

Spielkartenfabrik Museumswerkstatt

Spielkartenfabrik Museumswerkstatt

📍 Stralsund

Die Spielkartenfabrik ist heute mehr eine Werkstatt als ein Museum. An allen historischen Maschinen wird auch gearbeitet, so dass ein lebendiger Eindruck von den Arbeitsbedingungen in einer alten Druckerei vermittelt werden kann. Als Besucher können Sie den Mitarbeitern über die Schulter schauen oder sich in einer Ausstellung informieren. Im 19. Jahrhundert zeigte sich, dass die Produktion von Spielkarten in Stralsund ein rentables Geschäft war, woraufhin sich neben den bestehenden noch weitere Unternehmungen gründeten. 1872 schlossen sich die drei Stralsunder Spielkartenproduzenten Ludwig v. d. Osten, Ludwig Heidborn und Theodor Wegener zu einer Aktiengesellschaft zusammen. Die neue Bezeichnung war Vereinigte Stralsunder Spielkarten - Fabriken Aktien - Gesellschaft Stralsund (VSS A.G.). Der neue Betrieb war nun kapitalkräftig, konnte die Produktion vergrößern, andere Spielkartenfabriken zum Konkurs zwingen und diese dann aufkaufen. Der für die Zukunft bedeutendste Ankauf war der der Spielkartenfabrik Lennhoff & Heuser, Frankfurt am Main, mit dem eine Vielzahl populärer Kartenbilder nach Stralsund gelangten. Dem Engagement des ehemaligen Mitbesitzers Karl Heuser, der kurz nach seiner Übersiedlung nach Stralsund, 1883 Direktor der VSS A.G. wurde, ist es zu verdanken, dass diese weiter expandierte und nach Übernahme weiterer Hersteller auch in den Abteilungen Halle und Altenburg produzierte. In Stralsund wurde unterdessen modernisiert und die gesamte Produktion ab 1891/92 auf den billigeren Buchdruck umgestellt. Trotz weiterer Investitionen sah man sich gezwungen, in der Hauptversammlung vom 14. Februar 1931 zu beschließen, die beiden Betriebsstätten in Stralsund und Altenburg zusammenzulegen. Als Sitz wurde das zentral gelegene Altenburg bestimmt, weil in Stralsund keine bauliche Vergrößerung der Fabrik mehr möglich war. Trotz zahlreicher Bestrebungen, den Standort in Stralsund zu halten, begannen im September 1931 die Verhand­lungen zur völligen Stillegung der Stralsunder Fabrik, in deren Folge der Standort aufgegeben wurde. Heute ist die Spielkartenfabrik mehr Werkstatt als Museum.