Dorfkirche Göhren
Dorfkirche Göhren im Ostseebad Göhren – Geschichte und Architektur
Die Dorfkirche Göhren im Ostseebad Göhren auf Rügen, Mecklenburg-Vorpommerns größter Insel, hat eine vergleichsweise junge Geschichte. Erst 1913 wurde Göhren eine eigenständige Kirchengemeinde, nachdem der aufstrebende Badeort zuvor zur Gemeinde Middelhagen gehört hatte. Der Grundstein für eine eigene Kirche wurde 1929 gelegt; am 16. Mai 1930 fand die Weihe statt. Die Kirche befindet sich am Speckbusch und zeigt einen klar strukturierten, sachlichen Baustil, der sowohl außen als auch innen von Schlichtheit geprägt ist.
Kunstschätze und Ausstattung der Göhrener Kirche
Trotz ihrer nüchternen Formensprache birgt die Dorfkirche Göhren bemerkenswerte Ausstattungsstücke. Besonders sehenswert ist die Kreuzigungsgruppe auf dem Altar, die aus der renommierten Werkstatt Stufflesser in Oberitalien stammt. Die Figuren zeigen Maria und Johannes in traditioneller Mönchguter Tracht – einem regionalen Bezug zur historischen Halbinsel Mönchgut auf Rügen. Ergänzt wird das Ensemble durch farbige Fenster im Altarraum und die Bark „Seeadler". Im Jahr 2006 wurde der Altarraum umgestaltet, um die Kreuzigungsgruppe wirkungsvoller in Szene zu setzen. Hinter der Empore entstand zudem ein Gemeinderaum.
Anreise zur Dorfkirche Göhren auf Rügen
Die Dorfkirche Göhren ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der nächste Bahnhof ist Göhren (Rügen) in rund 0,6 km Entfernung, der über die Rügensche Bäderbahn angebunden ist. Alternativ gelangt man über den Bahnhof Baabe (ca. 3,2 km) zur Kirche. Wer mit der Fähre anreist, findet in Göhren einen Fähranleger in etwa 1 km Entfernung.