Fischerboot Gollwitz
Das Fischerboot Gollwitz – ein Zeugnis der Ostseefischerei
Mitten im kleinen Ort Gollwitz auf der Halbinsel Wustrow steht ein altes Fischerboot auf dem Land vor dem Dorfteich und verbreitet maritimes Flair. Das Fischerboot Gollwitz ist ein anschauliches Stück regionale Geschichte und erinnert an die Fischertradition, die diese Küstenregion in Mecklenburg-Vorpommern seit Generationen prägt.
Geschichte des Fischerboots – von der Poeler Bootswerft bis nach Gollwitz
Das Boot wurde etwa in den 1950er Jahren von Wilhelm Post auf der Poeler Bootswerft gebaut. Es war vor allem im Breitling, im Salzhaff und in der Wismarer Bucht im Einsatz, wo mit Stellnetzen, Aalreusen und Aaleisen gefischt wurde. Ende der 1970er Jahre wurde das Boot verkauft und auf der Werft neu aufbereitet, später erhielt es eine stärkere Maschine. Nach der Wende baute Gustav Theyler ein Ruderhaus ein und nutzte das Boot weiterhin zum Fischen. Heute ist es ein stilles Denkmal der handwerklichen Fischerei, wie sie an der Ostseeküste zwischen Wismar, Rostock und Stralsund einst weit verbreitet war.
Anreise nach Gollwitz – mit Bahn, Auto oder Fähre
Mit dem Auto erreicht man Gollwitz über die Autobahn-Auffahrt Kritzow oder das Autobahnkreuz Wismar, jeweils etwa 15 bis 16 Kilometer entfernt. Der nächste Bahnhof befindet sich in Teschow, rund 11 Kilometer entfernt. Alternativ ist die Anreise über die Fähre nach Rerik (ca. 12,6 km) oder Wismar (ca. 13,8 km) möglich.