Hubbrücke Plau am See
Hubbrücke Plau am See – ein Industriedenkmal an der Ostseeregion
Die Hubbrücke Plau am See gehört zu den markantesten technischen Denkmälern in Mecklenburg-Vorpommern. Errichtet im Jahr 1916 – unter Mithilfe französischer Kriegsgefangener – ersetzte sie eine ältere Zugbrücke aus Holz. Als höchste Hubbrücke Mecklenburgs ist sie bis heute ein viel fotografiertes Wahrzeichen der Stadt Plau am See und zieht Besucher aus der gesamten Ostseeregion an.
Technik und Funktion der Plauer Hubbrücke
Wenn größere Schiffe die Müritz-Elde-Wasserstraße passieren und zur Schleuse oder zum Plauer See weiterfahren möchten, wird die Brücke um etwa 1,60 Meter angehoben. Diese mechanische Besonderheit macht sie zu einem lebendigen technischen Denkmal, das sich bis heute aktiv im Einsatz befindet. Seit dem Jahr 2000 sorgt eine moderne automatische Antriebstechnik mit Fernbedienung für den reibungslosen Betrieb – realisiert unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes.
Geschichte: Rettung, Wiederaufbau und Restaurierung
1945 entging die Hubbrücke knapp einer Sprengung und blieb so als authentisches Zeitzeugnis erhalten. In den Jahren 1991 bis 1992 wurde sie aufwendig rekonstruiert, eine umfassende Grundinstandsetzung folgte im Jahr 2000. Heute steht die Brücke unter Denkmalschutz und ist eines der beliebtesten Fotomotive Plaus – vergleichbar mit anderen historischen Wahrzeichen der Region wie dem Stralsunder Hafen oder der Altstadtkulisse Wismars.