Karl der XII. Gedenktafel
Karl XII. Gedenktafel in Stralsund – ein Zeugnis des Nordischen Krieges
Eine unscheinbare, aber historisch bedeutsame Gedenkplatte aus schwedischem Kalkstein erinnert in Stralsund an den schwedischen König Karl XII. Die Karl XII. Gedenktafel befindet sich am Frankentor, einem Teil des sogenannten Frankenkronwerks – einem erhaltenen Abschnitt der mittelalterlichen Stadtbefestigung, die Stralsund seit Mitte des 13. Jahrhunderts schützte. Der König soll sich hier während der Belagerung der Stadt im Jahr 1715 in einer Mauernische des Frankentores zur Ruhe gelegt haben.
Stralsund als Brückenkopf in Schwedisch-Pommern
Während der Schwedenzeit war Stralsund ein zentraler Brückenkopf in Schwedisch-Pommern, weshalb die Befestigungsanlagen der Stadt kontinuierlich ausgebaut wurden. Karl XII. versuchte hier, die früheren schwedischen Machtverhältnisse gegen ein Bündnis aus preußischen, sächsischen und dänischen Truppen zu verteidigen. Doch obwohl er viele Schlachten gewann, verlor er die entscheidenden – so auch in Stralsund. Am 23. Dezember 1715 kapitulierte die Stadt, nachdem der König sich bereits nach Schweden abgesetzt hatte, um seiner Gefangennahme zu entgehen. Die Hansestadt an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns war danach vorübergehend dänisch, bevor sie erneut unter die schwedische Krone gelangte. Wer die Geschichte der Region zwischen Rügen, Greifswald und Fischland-Darß-Zingst liebt, findet hier ein authentisches Stück Vergangenheit.
Anreise zur Karl XII. Gedenktafel in Stralsund
Die Gedenktafel ist bequem erreichbar: Die nächsten Bahnhöfe sind Stralsund Rügendamm (ca. 1 km) und der Stralsunder Hauptbahnhof (ca. 1,3 km). Mit dem Auto bieten die Autobahnauffahrten Stralsund-Rügendamm und Stralsund-Altstadt eine schnelle Anbindung. Wer mit dem Schiff anreist, kann die nahegelegenen Fährverbindungen Stralsund–Altefähr oder die Anlegestellen der Weißen Flotte nutzen, die sich in rund 0,6 km Entfernung befinden.