Kirche Maria Meeresstern Sellin (kath.)
Kirche Maria Meeresstern in Ostseebad Sellin
Die katholische Kirche Maria Meeresstern im Ostseebad Sellin auf der Insel Rügen gehört zu den bemerkenswerten Sakralbauten der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Name greift den alten Marientitel Stella Maris – Stern des Meeres – auf, der symbolisch zum Standort nahe der Steilküste passt. Bereits seit dem Sommer 1906 wurde in Sellin katolischer Gottesdienst gehalten, bevor die Kirche am 16. Juli 1912 feierlich benediziert wurde.
Historismus mit neugotischen und neuromanischen Einflüssen
Entworfen vom Kölner Regierungs-Baumeister Krings, wurde die Kirche als Basilika im Stil des Historismus mit neugotischen und neuromanischen Elementen errichtet – eingebettet in die malerische Landschaft unweit der Rügener Steilküste. Im Altarraum befindet sich ein Relief aus dem ursprünglichen Hochaltar, das den Bericht vom reichen Fischfang (Lk 5,5) darstellt. Seit Pfingsten 2005 erklingt eine Orgel der Firma Sauer aus dem Jahr 1981.
Wallfahrtstradition und Renovierung der Selliner Kapelle
Ab Pfingstmontag 1951 versammelten sich jedes Jahr Hunderte von Heimatvertriebenen zu einer Wallfahrt in Sellin. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten unter Leitung des Architekten Gustav Nutz, abgeschlossen im September 1995, lebte diese Tradition wieder auf und prägt das spirituelle Leben an der Ostseeküste Rügens bis heute.
Anreise zur Kirche Maria Meeresstern in Sellin
Die Kirche ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der nächste Bahnhof ist Sellin (Rügen) Ost in etwa einem Kilometer Entfernung, alternativ ist auch Sellin West (ca. 1,4 km) fußläufig erreichbar. Wer mit der Fähre anreist, findet die Anlegestelle Sellin in rund 600 Metern Nähe.