Kirche Schlagsdorf
Kirche Schlagsdorf – Spätromanische Hallenkirche an der Ostsee
Die Kirche Schlagsdorf zählt zu den bemerkenswerten historischen Sakralbauten im Westen Mecklenburg-Vorpommerns. Die spätromanische Hallenkirche wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und durch Ergänzungen im 15. und 16. Jahrhundert weiter ausgestaltet. Wer die Kulturstätten der Ostseeregion – etwa den Stralsunder Dom oder die mittelalterlichen Kirchen Wismars – schätzt, findet in Schlagsdorf ein ruhigeres, aber ebenso eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Baukunst.
Architektonische Besonderheiten der Hallenkirche Schlagsdorf
Besonders auffällig ist die ungewöhnliche Pfeilerstellung im Kirchenschiff, die sich an der Architektur des Ratzeburger Doms orientiert. Diese gestalterische Eigenheit macht die Kirche Schlagsdorf zu einem interessanten Objekt für Architektur- und Kunstgeschichteinteressierte.
Historische Ausstattung: Altar, Taufe, Kanzel und Geweihleuchter
Das Innere der Kirche bewahrt eine reiche historische Ausstattung: Der barocke Altar stammt aus dem Jahr 1641, die Kanzel aus dem Jahr 1703. Besonders selten ist ein Geweihleuchter mit einer Darstellung des Heiligen Georg. Ergänzt wird das Ensemble durch eine aus Bronze gegossene Taufe. Zur Gesamtanlage gehören außerdem ein Pfarrhaus, ein Friedhof, ein Kriegerdenkmal sowie eine historische Gerichtslinde. Neben Gottesdiensten finden in der Kirche auch Ausstellungen und Kunstaktionen statt.