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Mahn- und Gedenkstätte "Die Mutter"

Mahn- und Gedenkstätte "Die Mutter"
An der Bundesstraße 321 zwischen Raben Steinfeld und Schwerin befindet sich auf Höhe des Störkanals die Gedenkstätte "Die Mutter". Als Mahnung für kommende Generationen und in Ehrfurcht vor den Opfern des Nationalsozialismus wurde sie 1975 eingeweiht und erinnert noch heute an den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Als die Rote Armee im April 1945 immer näher rückte und schließlich nur noch wenige Kilometer vom KZ Sachsenhausen entfernt war, veranlasste die SS in den Morgenstunden des 21. April die Räumung des Konzentrationslagers. 33.000 Häftlinge wurden in Richtung Nordwesten im Marsch gesetzt. Sie mussten täglich zwischen 20 und 40 Kilometer zu Fuß zurück legen. Viele von ihnen wurden unterwegs erschossen, andere starben bei nasskaltem Wetter an Entkräftung. Ein Teil von ihnen erreichte jedoch auf unterschiedlichen Wegen den Raum zwischen Schwerin und Parchim. In der Nähe von Raben Steinfeld trafen sie am 2. Mai 1945 auf Einheiten der Roten Armee sowie der US Army. Für die etwa 18.000 Häftlinge des KZ Sachsenhausen, die bis dahin überlebt hatten, fand am Störkanal das Leiden ein Ende.  Ein Gedenkstein, der Anfang der 1950er Jahre hier aufgestellt wurde, erinnert daran. 25 Jahre später, am 8. September 1975, wurde an diesem historischen Ort die Gedenkstätte "Die Mutter" eingeweiht. Bildhauer Gerhard Thieme aus Berlin schuf die Bronzeplastik, die später um vier Relieftafeln ergänzt wurde. "Die Mutter" steht seitdem für das namenlose Leid der Mütter aller Nationen.

Mahn- und Gedenkstätte „Die Mutter" in Schwerin – Geschichte und Bedeutung

An der Bundesstraße 321 zwischen Raben Steinfeld und Schwerin befindet sich am Störkanal die Mahn- und Gedenkstätte „Die Mutter". Sie wurde am 8. September 1975 eingeweiht und erinnert an einen der dunkelsten Abschnitte der deutschen Geschichte: den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen im April und Mai 1945. Als die Rote Armee das Lager bedrohte, trieb die SS am 21. April 1945 rund 33.000 Häftlinge in Richtung Nordwesten. Täglich mussten sie zwischen 20 und 40 Kilometer zu Fuß zurücklegen – bei nasskaltem Wetter, ohne ausreichende Versorgung. Viele wurden erschossen oder starben an Entkräftung.

Bronzeplastik von Gerhard Thieme – Symbol für das Leid aller Nationen

Nahe Raben Steinfeld trafen die rund 18.000 überlebenden Häftlinge am 2. Mai 1945 auf Einheiten der Roten Armee und der US Army. Ihr Leiden fand hier ein Ende. Bereits Anfang der 1950er Jahre erinnerte ein Gedenkstein an dieses Ereignis. 1975 schuf der Berliner Bildhauer Gerhard Thieme die eindrucksvolle Bronzeplastik „Die Mutter", die später durch vier Relieftafeln ergänzt wurde. Sie steht als stilles Mahnmal für das namenlose Leid der Mütter aller Nationen und ist heute ein bedeutender Erinnerungsort im Südwesten Mecklenburgs – nicht weit entfernt von Städten wie Wismar und der Landeshauptstadt Schwerin, die beide zur Ostseeregion Mecklenburg-Vorpommerns gehören.

Anreise zur Gedenkstätte „Die Mutter" bei Schwerin

Mit dem Auto ist die Gedenkstätte über die Autobahnanschlussstelle Schwerin-Ost (ca. 2,7 km) oder Schwerin-Waldfriedhof (ca. 3,6 km) gut erreichbar. Der nächstgelegene Bahnhof ist Schwerin Industriepark in etwa 3,7 km Entfernung, gefolgt von Schwerin-Wüstmark (ca. 4,8 km) und Schwerin Mitte (ca. 5,1 km).