Münster Bad Doberan
Münster Bad Doberan – mittelalterliches Meisterwerk an der Ostseeküste
Das Münster Bad Doberan gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten an der deutschen Ostseeküste. Die hochgotische Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters wurde im späten 13. Jahrhundert erbaut und liegt nahe der Hansestadt Rostock im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns. Als Teil der Europäischen Route der Backsteingotik reiht sie sich ein in eine Folge herausragender Bauwerke, zu der auch der Stralsunder Dom, die Nikolaikirche in Wismar und die Greifswalder Kathedrale gehören.
Reichste Originalausstattung aller Zisterzienserkirchen Europas
Was das Münster Bad Doberan von allen anderen Zisterzienserklosterkirchen Europas unterscheidet, ist die außergewöhnliche Vollständigkeit seiner mittelalterlichen Innenausstattung. Kriegswirren, Bilderstürme und spätere Renovierungsphasen haben die Originale weitgehend verschont. Besonders bemerkenswert sind der Hochaltar, der als ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte gilt und um 1300 entstanden ist, der monumentale Lettner-Kreuzaltar aus der Zeit um 1360/70 sowie die Grabplastik der dänischen Königin Margarete Sambiria, die 1282 verstarb.
Historische Bedeutung des Zisterzienserklosters Bad Doberan
Das Kloster wurde im Jahr 1171 gegründet und war das erste mecklenburgische Kloster überhaupt. Als landesfürstliche Hauptgrablege besaß es bereits im Mittelalter höchste politische und historische Bedeutung. Durch seine Kolonisationstätigkeit prägte es die landeskulturelle und wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburgs nachhaltig und entwickelte sich zu einem zentralen Ort des christlichen Glaubens in der Region.