Radarstation
Radarstation Neuhof: Ein Stück DDR-Geschichte an der Steilküste
Am Neuhofer Steilufer auf der Insel Poel, zwischen Timmendorf und dem Schwarzen Busch, zeugt die ehemalige Radarstation Neuhof noch heute von der militärischen Vergangenheit dieser Ecke der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Die Küstenbeobachtungsstation wurde in den Jahren 1976 und 1977 von der Nationalen Volksarmee (NVA) errichtet und diente als Horchposten in Richtung Westen. Bis zur Wiedervereinigung war das gesamte Gelände rund um Neuhof Sperrgebiet.
Insel Poel als NVA-Stützpunkt an der Ostsee
Während der DDR-Zeit wurde die Insel Poel vorwiegend militärisch genutzt. Neben der Radarstation entstanden Unterkunftsgebäude und Fahrzeughallen. Alte Stellungen und Reste der Anlage an der Steilküste sind bis heute sichtbar und machen den Ort zu einem authentischen Zeitzeugnis. Inzwischen sind nahezu alle militärischen Einrichtungen demontiert. Der Neuhofer Strand hat sich zu einem naturbelassenen Badestrand entwickelt, der bei Einheimischen und Gästen als ruhiger Insidertipp gilt. Hier befindet sich außerdem eine Station des Maritimen Erlebnispfades, der Geschichte und Natur der Region verbindet.
Anreise zur Radarstation Neuhof auf der Insel Poel
Der nächste Bahnhof befindet sich in Wismar, rund 12 Kilometer entfernt. Von dort ist die Insel Poel gut per Bus oder Auto erreichbar. Mit dem Pkw bieten sich die Autobahnanschlussstellen Kritzow oder Wismar-Mitte an, beide etwa 14 bis 15 Kilometer entfernt. Wer aus Richtung Ostsee anreist, kann die Fährverbindung ab Wismar nutzen.