Salzprahm im Hafen Damgarten - Alte Salzstraße
Salzprahm im Hafen Damgarten – Geschichte der Alten Salzstraße an der Ostsee
Der Nachbau eines historischen Salzprahms im Hafen von Damgarten ist ein eindrucksvolles Zeugnis der einstigen Salzroute entlang der Recknitz. Über viele Jahrhunderte war der Fluss eine wichtige Handelsader in Mecklenburg-Vorpommern: Auf flachen Lastkähnen, sogenannten Prahmen, wurde Salz aus Bad Sülze verschifft – über Damgarten, Dändorf und Dierhagen bis in das großherzogliche Salzlager nach Wismar an der Ostsee.
Schmuggler, Streit und ein versenkter Prahm auf der Recknitz
Salz war im Mittelalter und der frühen Neuzeit ein begehrtes und streng reguliertes Handelsgut. Da die Recknitz zugleich als Grenzfluss zwischen Mecklenburg und Pommern diente, bot sie ideale Bedingungen für Schmuggel. Im 17. Jahrhundert spitzte sich die Lage dramatisch zu: Ein Rittergutsbesitzer aus Daskow erhob eigenmächtig Zoll für die freie Durchfahrt, was zu einem bewaffneten Konflikt führte – und schließlich zur Versenkung eines Salzprahms. Das Wrack behinderte den Schiffsverkehr auf der Recknitz noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.
Schmuggelroute heute – Die Alte Salzstraße neu erleben
Der Nachbau des Salzprahms im Hafen Damgarten lädt dazu ein, diese Geschichte lebendig zu erkunden. Wer möchte, kann entlang der Alten Salzstraße sogar selbst zum Schmuggler werden: Acht regionale Anbieter sind Teil eines Mitmach-Erlebnisses, bei dem Besucher an verschiedenen Stationen Schmugglerwaren erhalten und tauschen – am Ende wartet ein Säckchen voller hochwertiger regionaler Souvenirs.