Sattel auf dem Hengst - Burgwall in der Stubnitz
Sattel auf dem Hengst – Burgwall in der Stubnitz nahe Sassnitz
Der „Sattel auf dem Hengst" ist ein bemerkenswerter Burgwall im Waldgebiet der Stubnitz, rund einen Kilometer von Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen entfernt. Direkt am Steilufer der Kreideküste gelegen, verdankt die Anlage ihren ungewöhnlichen Namen phantasievollen Fischern, die von See aus in der Kliffformation den Kopf eines Pferdes erkannten – und die Anlage auf dem „Hengst" als dessen Sattel deuteten.
Bronzezeit bis Slawenzeit – archäologische Bedeutung des Burgwalls
Vom ursprünglichen Wall ist heute noch ein bogenförmiger, rund 90 Meter langer Abschnittswall erhalten, der in der Mitte einen Einschnitt aufweist – vermutlich den einstigen Zugang zur Innenfläche. Bei archäologischen Untersuchungen wurden Tierknochen und Keramikscherben aus der Bronze- und Slawenzeit geborgen. Sollte sich eine frühe Datierung in die Bronzezeit bestätigen, wäre der „Sattel auf dem Hengst" der älteste bekannte Burgwall der gesamten Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Bedingt durch die exponierte Lage am Kliff bricht jedes Jahr ein weiteres Stück des Walles ins Meer ab.
Anreise zum Burgwall Sattel auf dem Hengst in Sassnitz
Der nächstgelegene Bahnhof ist Sassnitz, von dem aus der Burgwall in der Stubnitz in etwa 2,3 km erreichbar ist. Wer mit der Fähre anreist, gelangt ebenfalls über den Fährhafen Sassnitz bequem zum Ausgangspunkt. Für Besucher, die mit dem eigenen Pkw anreisen, bietet Sassnitz als Ausgangspunkt für den Spaziergang durch die Stubnitz eine gute Anbindung über die Bundesstraße in Richtung Rügen.