Schlossruine Dwasieden
Schlossruine Dwasieden in Sassnitz – Geschichte eines verschwundenen Prachtbaus
Die Schlossruine Dwasieden bei Sassnitz auf Rügen ist ein stilles Zeugnis vergangener Pracht. Das ursprüngliche Herrenhaus wurde zwischen 1873 und 1877 im Auftrag von Adolph von Hansemann erbaut – einem der reichsten Männer der Bismarckzeit und Inhaber der Disconto-Gesellschaft in Berlin. Als Architekt zeichnete Friedrich Hitzig verantwortlich, ein Schüler des berühmten Karl Friedrich Schinkel. Der Baustil orientierte sich an der klassischen Bäderarchitektur, die noch heute an vielen Orten der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns zu bewundern ist – etwa in Stralsund, Greifswald oder auf der Insel Rügen selbst.
Sprengung 1948 – Was von Schloss Dwasieden übrig blieb
1948 wurde das Schloss gesprengt. Erhalten geblieben sind lediglich Ruinenreste sowie der 1997 ausgebrannte Marstall. Das Ensemble liegt auf einer Anhöhe unmittelbar südwestlich des Stadthafens von Sassnitz, mit direktem Blick auf die Ostsee. Wer mehr über die Geschichte des Gebäudes erfahren möchte, findet im Buch „Das weiße Schloss am Meer" von Ralf Lindemann eine ausführliche Darstellung. Regelmäßige Führungen machen die Schlossruine Dwasieden zudem erlebbar.
Anreise zur Schlossruine Dwasieden in Sassnitz
Die Schlossruine Dwasieden ist gut erreichbar: Der Bahnhof Sassnitz liegt rund 1,6 km entfernt, der Bahnhof Lancken etwa 1,8 km. Wer mit der Fähre anreist, findet den Fährhafen Sassnitz in ca. 1,3 km Entfernung. Die Schlossallee zweigt von der Straße nach Mukran ab – einfach von Sassnitz kommend der Beschilderung folgen.