Steinkiste
Steinkiste Teterow – ein Grabmal aus der Jungsteinzeit
Im Wandergebiet Hohes Holz bei Teterow liegt eines der bemerkenswertesten archäologischen Zeugnisse Mecklenburgs: die Steinkiste, eine rund 5.000 Jahre alte Grabanlage aus der Jungsteinzeit. 1902 von Holzfällern entdeckt, war die Steinkammer einst von einem Erdhügel von 18 Metern Länge und 7 Metern Breite umgeben. Wie viele ähnliche Megalithanlagen in Mecklenburg-Vorpommern – etwa auf Rügen oder im Hinterland der Ostseeküste – zeugt sie vom tiefgreifenden kulturellen Wandel, der mit der sesshaften Lebensweise einherging.
Bestattungskultur der Jungsteinzeit in Mecklenburg-Vorpommern
Mit dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht veränderte sich auch der Umgang mit den Toten grundlegend. Statt Nomadenleben und einfacher Erdbestattung entstanden nun aufwendige Grabkammern aus Stein. In der Steinkiste bei Teterow gelangten die Verstorbenen durch einen flachen Eingangsstein am westlichen Ende in die nur 80 × 100 Zentimeter schmale Kammer. Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung wurden Scherben von Tongefäßen geborgen, die Einblicke in die Alltagskultur der Menschen jener Zeit geben.
Wissenschaftliche Untersuchung und Wiederherrichtung 2004
Im Jahr 2004 wurde die Anlage erneut archäologisch untersucht und anschließend sorgfältig wiederhergerichtet. Anhand von Standspuren im Boden ließ sich die genaue ursprüngliche Lage der Steine rekonstruieren. Heute ist die Steinkiste im Hohen Holz bei Teterow als Bodendenkmal zugänglich und lädt zu einem lehrreichen Ausflug in die Frühgeschichte der Region ein – ideal kombinierbar mit einem Besuch der historischen Altstadt Teterows oder einem Ausflug an die nahe Mecklenburgische Seenplatte.