Renaissanceschloss Gadebusch
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Renaissanceschloss Gadebusch

📍

Johann-Stelling-Straße 5

19205 Gadebusch

Das Renaissanceschloss aus dem Jahr 1573 ist besonders bekannt für die detaillierten Terrakottaverzierungen an der Fassade. Aktuell wird der Bau aus dem 16. Jahrhundert umfassend saniert. Das Schloss kann bei Veranstaltungen, wie dem Tag des Offenen Denkmals, bei Führungen besichtigt werden. Der Ursprungsbau des Gadebuscher Renaissanceschlosses war eine slawische Ringwallburg, die an dieser Stelle für das 8. Jahrhundert nachgewiesen wurde. Die Burg Godebuz befand sich unter obodritischer Herrschaft. Von 1200 bis 1204 war die Burg dänisch besetzt und wurde dann im 13. Jahrhundert zu einer festen Burg aus Backstein mit einem freistehenden steinernen Bergfried umgebaut. Von 1283 bis 1299 war die Burg Hauptresidenz mecklenburgischer Fürsten. Aus dieser Zeit hat auch der nahegelegene Burgsee seinen Namen. 1945 wurde hier das Barber-Ljaschtschenko-Abkommen (Austausch von Flächen zwischen Briten und Sowjetunion) unterzeichnet. Nach 1945 nutzte man die Gebäude als Museum, Internat und später für die Verwaltung. Das Schloss wird derzeit saniert. Besucher können es im Rahmen von besonderen Veranstaltungen und Führungen besichtigen. Die Museumsanlage Gadebusch zu Füßen des Schlossberges informiert über die Geschichte des Schlosses und der Stadt. Besonders einladend ist auch der Museumshof mit Blick auf den Burgsee.

Renaissanceschloss Gadebusch – Terrakottafassade aus dem 16. Jahrhundert

Das Renaissanceschloss Gadebusch gehört zu den bemerkenswertesten Baudenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern. Errichtet im Jahr 1573, besticht es vor allem durch seine außergewöhnlichen Terrakottaverzierungen an der Fassade – ein seltenes Zeugnis norddeutscher Renaissancearchitektur, das auch im Vergleich zu anderen historischen Altstädten der Region wie Wismar oder Stralsund hervorsticht. Derzeit wird das Schloss umfassend saniert und kann im Rahmen von Sonderveranstaltungen wie dem Tag des Offenen Denkmals sowie bei Führungen besichtigt werden.

Geschichte des Schlosses: Von der slawischen Ringwallburg zur Fürstenresidenz

Die Geschichte des Ortes reicht weit über den Renaissancebau hinaus. Bereits im 8. Jahrhundert befand sich hier eine slawische Ringwallburg unter obodritischer Herrschaft. Im 13. Jahrhundert entstand eine feste Backsteinburg mit freistehendem Bergfried, und von 1283 bis 1299 diente die Anlage als Hauptresidenz mecklenburgischer Fürsten. Den nahegelegenen Burgsee verbindet ebenfalls eine enge Geschichte mit dieser Zeit. Ein weiteres historisches Ereignis fand 1945 statt: Im Schloss wurde das Barber-Ljaschtschenko-Abkommen unterzeichnet, das die Aufteilung von Besatzungszonen zwischen Briten und Sowjetunion regelte.

Museumsanlage Gadebusch und Museumshof am Burgsee

Zu Füßen des Schlossberges informiert die Museumsanlage Gadebusch über die Geschichte des Schlosses und der Stadt. Besonders empfehlenswert ist der Museumshof mit seinem reizvollen Blick auf den Burgsee – ein ruhiger Ort, der die lange Geschichte dieser Anlage greifbar macht.

Anreise zum Renaissanceschloss Gadebusch mit Bahn und Auto

Mit der Bahn ist das Renaissanceschloss Gadebusch bequem erreichbar: Der Bahnhof Gadebusch liegt nur etwa 0,6 km entfernt. Mit dem Auto bietet sich die Autobahnanfahrt über die Auffahrt Grevesmühlen an, die rund 15,6 km vom Schloss entfernt liegt. Auch aus Richtung Schwerin ist die Anreise über die Auffahrt Schwerin-Lankow (ca. 16,4 km) möglich.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Gadebusch

Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712

Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712

📍 Gadebusch

Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren halbwegs überwunden, als in Mecklenburg erneut Kämpfe ausländischer Mächte ausgetragen wurden. Schweden und Dänemark, die sich im Nordischen Krieg (1700-1721) befanden, begegneten sich 1712 bei Gadebusch und sorgten dafür, dass die kleine Stadt noch heute historische Bedeutung hat. Im Verlauf des Nordischen Krieges (1700-1721) um die Vorherrschaft im Ostseeraum zog die schwedische Feldarmee unter der Führung des Generals von Stenbock von September bis Dezember des Jahres 1712 durch Mecklenburg. Sie war den dänischen Truppen auf den Fersen, die bereits aus Rostock und Wismar den Rückzug angetreten hatten. Am 20. Dezember kam es in der Nähe von Wakenstädt zu einer blutigen Schlacht. Der König der Dänen, Friedrich IV., zog mit den verbündeten Sachsen gegen die Schweden auf, ohne auf das ebenfalls verbündete, heranrückende russische Heer zu warten. Die Schlacht mit rund 14.000 beteiligten Soldaten begann um 13 Uhr und wurde erbittert geführt, doch letztendlich verloren die Dänen gegen die Überlegenheit der schwedischen Truppen und mussten sich nach Ratzeburg und Mölln zurückziehen. Mit dem Sieg der Schweden und rund 4.000 Toten endete die Schlacht bei Gadebusch. Die meisten Gefallenen wurden auf dem Schlachtfeld begraben, einige Offiziere sind auf dem Gelände der Gadebuscher Kirche bestattet worden. Eine Gedenkstätte bei Wakenstädt mit mehreren Informationstafeln und Gedenksteinen erinnert an die Schlacht vor 300 Jahren, die als größte Feldschlacht Mecklenburgs in die Geschichte einging.

Ratsdienerhaus Gadebusch

Ratsdienerhaus Gadebusch

📍 Gadebusch

Das Ratsdienerhaus gehört zum Ensemble des Gadebuscher Rathauses. Im Jahr 1580 baute man das Ratsdienerhaus im Fachwerkstil an das Gadebuscher Rathaus an, welches damit das älteste Wohnhaus von Gadebusch darstellt. Nach einigen Umbauten wurde es ab 1977 als Stadtarchiv genutzt. Nach einem Brand im Jahr 1994 wurde das Haus 1997/98 vollständig saniert und dient heute als Standesamt.