Buchdruckmuseum Hans-Hilmar Koch
Schulplatz 2
18292 Krakow am See
Buchdruckmuseum Hans-Hilmar Koch in Krakow am See – Typografie zum Erleben
Im Luftkurort Krakow am See beherbergt die Alte Schule das einzige Museum der Buchdruckerkunst in Mecklenburg-Vorpommern: das Buchdruckmuseum Hans-Hilmar Koch. Seit 1998 lässt sich hier ein produzierender Familienbetrieb aus dem frühen 20. Jahrhundert hautnah erleben. Wer bisher nur digitale Texte kannte, erlebt in der Schauwerkstatt, wie Blei- und Holzlettern gesetzt und auf historischen Druckpressen verarbeitet werden – ein eindrucksvolles Kulturgut, das weit über die Ostseeregion hinaus seinesgleichen sucht.
Workshops zu Bleisatz, Buchdruck und Buchbinden für Kinder und Erwachsene
Kinder und Erwachsene können in Workshops Papierherstellung, Bleisatz, Buchdruck und Buchbinden erlernen und eigene Drucksachen wie Visitenkarten oder Glückwunschkarten herstellen. Wer künstlerisch arbeiten möchte, wird im Druckgrafik-Kurs in experimentellen Linolschnitt eingeführt. Darüber hinaus fertigt Hans-Hilmar Koch auf den historischen Maschinen individuelle Aufträge: von Druckgrafiken über Familiendrucksachen bis hin zu Kalendern und bedruckten Servietten.
Aktuell geschlossen – Kurse weiterhin in Schwerin möglich
Das Buchdruckmuseum in Krakow am See ist derzeit aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen. Kurse und Workshops werden in dieser Zeit am Standort Schwerin weiterhin angeboten. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Ausflug in die mecklenburgische Seenlandschaft oder einem Urlaub an der Ostseeküste – etwa in Rostock, Wismar oder am Fischland-Darß-Zingst – verbinden.
Anreise nach Krakow am See – Bahn, Autobahn und mehr
Krakow am See ist gut erreichbar: Der nächste Bahnhof befindet sich in Langhagen, rund elf Kilometer entfernt, weitere Bahnhöfe sind in Karow (Meckl) und Lalendorf. Mit dem Auto bietet die Autobahnauffahrt Krakow der A19 eine bequeme Anbindung, nur etwa sieben Kilometer vom Ort entfernt.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Krakow am See
Alte Synagoge Krakow am See
📍 Krakow am See
Die Alte Synagoge zählt zu den wenigen erhaltenen Synagogen im Nordosten Deutschlands. In Krakow am See finden Sie eine der wenigen noch in ursprünglicher Form erhaltenen Synagogen im Nordosten Deutschlands sowie einen jüdischen Friedhof. Am 12. Dezember 1866 wurde die Synagoge von 110 Gemeindemitgliedern feierlich eingeweiht. Im Jahre 1920 wurde sie an die Stadt veräußert, weil die jüdische Gemeinde sich stark verringert hatte. Anschließend wurde sie viele Jahre als Turnhalle genutzt, bis sie nach umfassenden Renovierungsarbeiten 1995 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Heute ist sie Sitz des Bereiches Kultur der Stadt Krakow am See und des Kulturvereines "Alte Synagoge". Im ehemaligen Betsaal finden regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt.
Evangelische - Stadtkirche Krakow am See
📍 Krakow am See
Die Evangelische Stadtkirche in Krakow am See befindet sich in der Altstadt direkt auf dem Marktplatz. Das bedeutendste Baudenkmal der Stadt Krakow am See ist die "Evangelische Stadtkirche". Der Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, den deutsche Siedler ursprünglich als Hallenbau errichteten, ist das älteste Gebäude der Stadt und nach vielen Stadtbränden im 17. und 18. Jahrhundert immer wieder umgestaltet worden. Heute wird die Kirche als Übergangsbau vom romanischen (Rundbogen) zum gotischen (Spitzbogen) Baustil eingeordnet. Der heutige Glockenturm auf der Westseite des Gebäudes stammt aus dem Jahre 1762. In ihm befinden sich drei Glocken unterschiedlicher Größe. Sie wurden jeweils in den Jahren 1719, 1755 und 1871 gegossen. 1972 erhielt der Turm eine Kupferplatteneindeckung und die Turmspitze ein weithin sichtbares Kreuz. Im Jahre 1990 waren die tragenden Bauteile, wie Gebälk, Decke und Fußboden durch Hausschwamm und Verrottung so geschwächt, dass Einsturzgefahr bestand. Es wurden Sanierungsarbeiten nötig. Die seitlichen Emporen wurden entfernt und eine Winterkirche eingerichtet. Beim Eintreten in den Innenraum erblicken Sie einen wunderschönen Altaraufbau mit Schnitzrelief. An der Nordwand in Richtung Altar befinden sich Wappen verschiedener Adelsfamilien aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zu dem Kirchenschatz gehören u.a. versilberte bzw. vergoldete Kelche mit Eingravierungen ihrer Stifter. Die Orgel aus dem Jahre 1893 wurde 100 Jahre nach ihrem Einbau ausgelagert. Orgelspezialisten restaurierten die Orgel und nahmen für ihre Arbeit nur ein „Danke“. 1994 wurden alle Restaurierungsarbeiten abgeschlossen.