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Burg Neustadt-Glewe

Burg Neustadt-Glewe
📍

Alte Burg

19306 Neustadt-Glewe

Die älteste noch erhaltene Wehrburg Mecklenburgs steht in Neustadt-Glewe. Große und kleine Besucher können im Museum nicht nur den Turm mit tiefem Verließ, den Wach- und Wehrraum, sowie den wieder hergerichteten Wohnsaal besichtigen, sondern auch Wissenswertes über das Leben in der Burg und in der Stadt erfahren. Auf der Burg befindet sich auch die Tourist-Information und das Burgrestaurant. Die alte Burg Neustadt-Glewe ist eine der besterhaltenen Burgen Mecklenburgs und sollte der Süd- und Südostgrenze der Grafschaft Schwerin zur militärischen Absicherung gegen Übergriffe der Grafschaft Dannenberg sowie der Bistümer Havelberg und Ratzeburg dienen. Um 1250 ließ der Graf von Schwerin auf einer natürlichen Elde-Düne am Stadtrand von Neustadt-Glewe eine Burg errichten. Sie besteht aus dem Alten und dem Neuen Haus, einer Ringmauer mit Tor und Wehrgang sowie einem Bergfried mit Schießöffnungen, Verließ, Rittersaal und Abort-Erkern. Während das Alte Haus den Burgvögten und Bediensteten als Wohnraum diente, befand sich im Neuen Haus die herzogliche Wohnung. Im Laufe ihrer 700-jährigen Geschichte erfuhr die Burg unterschiedliche Nutzungen und mehrere bauliche Veränderungen. Seit 2006 ist sie vollständig saniert. Heute befinden sich hier Ausstellungen zur Burg- und Stadtgeschichte sowie Kunst- und Sonderausstellungen. Besucher können bei einem Rundgang durch die Burganlage den Turm mit Verließ, Wach- und Wehrraum sowie den wieder hergerichteten Wohnsaal besichtigen. Von besonderer Bedeutung ist die "Hofstube". Sie ist mit Wandmalereien aus Gotik und Renaissance verziert und verfügt über eine mittelalterliche Warmluftheizung. Einmal im Jahr, am ersten Juni-Wochenende, erwacht das mittelalterliche Treiben auf der Burg. Marktleute, Gaukler, Ritter und der Burgadel laden zum Burgfest ein. Heiraten auf der Burg Die Burg Neustadt-Glewe ist die passende Location für Ihre Märchenhochzeit! Empfangen Sie Ihre Gäste z.B. im Burginnenhof. Für das Hochzeitsfotoshooting bietet sich die Burgwiese an! Bei der Planung Ihres großen Tages ist Ihnen das Team der Burg Neustadt-Glewe gern behilflich. Nicht nur Ihre romantische Märchenhochzeit können Sie hier feiern: Es geht nach Wunsch auch mittelalterlich oder rustikaler zu. Die Burg verfügt auch über ein standesamtliches Trauzimmer.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Neustadt-Glewe

Schloss Neustadt-Glewe

Schloss Neustadt-Glewe

📍 Neustadt-Glewe

In Nähe der alten Burg, an einem westlichen Seitenarm der Elde, ließ 1618/19 Herzog Adolf Friedrich I. ein neues Schloss für Neustadt-Glewe bauen. Dieses sollte künftig an Stelle der Burg den mecklenburgischen Herzögen als Nebenresidenz dienen. Aufgrund der Lage an der Elde wurde das barocke Schloss auf hunderten Eichenpfählen gegründet. Die Pläne für die zweigeschossige Dreiflügelanlage im Stil des holländischen Klassizismus erstellte der herzogliche Baumeister Gerhardt Evert Pilooth, der allerdings nur wenige Jahre nach Baubeginn verstarb. Beinahe einhundert Jahre sollte es dauern, bis der Bau endlich fertiggestellt werden konnte. Allein die Innenausstattung nahm acht Jahre in Anspruch. So wurden unter anderem 1.600 Quadratmeter Deckenfläche des sonst eher schlichten Landschlosses mit aufwendigen Stuckarbeiten verziert und 32 Kamine mit Rosetten, Gesimsen und Figuren errichtet. Von 1725 bis 1735 lebte hier für einige Jahre Christian Ludwig II., der spätere Herzog von Mecklenburg-Schwerin. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloss vorübergehend zur Wohnstätte für Flüchtlinge und Obdachlose. Zu DDR-Zeiten schließlich wurde das Schloss für Bildungszwecke genutzt, später auch als Bibliothek und Mittagsküche. Allerdings verfiel das auf Pfählen ruhende Gebäude immer mehr und drohte abzusacken, so dass es nach der Wende vorübergehend leer stand. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ab Mitte der 90er Jahre beherbergt das restaurierte Schloss heute ein Hotel. Sehenswert sind vor allem die liebevoll restaurierten Stuckdecken, die polnische Spezialisten wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt haben.

Technikum Neustadt-Glewe

Technikum Neustadt-Glewe

📍 Neustadt-Glewe

Bereits 1882 wurde in Neustadt-Glewe ein Technikum eröffnet. Die Technische Mittelschule für das Baugewerk sowie für den Maschinen- und Mühlenbau befand sich allerdings zunächst auf der historischen Burg. Am 4. November 1890 wurde das neue Technikum in der Ludwigsluster Straße feierlich eingeweiht. Das neue Technikum, im klassizistischen Stil erbaut, brachte große Vorteile für die Stadt. Mit dessen Einweihung konnten in Neustadt-Glewe noch mehr Meister und Techniker ausgebildet werden, nun auch in den Gewerken Tischlerei und Elektrotechnik. Nur drei Jahre später besuchten 454 Schüler das Technikum, das seinerzeit hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten bot. So ist es auch kaum verwunderlich, dass 1902 zwei Studenten aus Neustadt-Glewe großes Aufsehen erregten. Mit einem selbst gebauten Automobil erkundeten sie die Umgebung der Stadt und sorgten dafür, dass man auch über den Rand der Lewitz hinaus über das Technikum sprach. Nur wenige Jahre später machte wieder ein Student Schlagzeilen. Der wahrscheinlich erste Flugpionier Mecklenburgs war ebenfalls Schüler des Neustädter Technikums. Dieser baute 1910 einen Doppeldecker mit zwei Propellern, in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde auch ein Segelflugzeug hier entwickelt und gebaut. Der gute Ruf der Bildungseinrichtung führte dazu, dass die Studenten aus den Königreichen Preußen, Bayern und Sachsen kamen, aus den freien Hansestädten Hamburg, Lübeck und Bremen sowie aus der Schweiz, Russland, Brasilien, Finnland, Holland, Österreich-Ungarn und Ägypten. 1935 wurde das Technikum dennoch geschlossen und machte Platz für eine Fliegerschule. Eine völlig andere Nutzung erfuhr das Haus in den Jahren 1945/46, als die Stadt dringend ein Krankenhaus und Lazarett benötigte. Das Technikum beherbergt heute erneut eine Bildungseinrichtung, die ibu institut für berufsbildung und umschulung gmbh.