Immobilienmarkt Schwerin & Umgebung

Median Kaufpreis 2.095 €/m² · 8.637 Angebote

Historische BauwerkeKultur und GenussMeckl-SchwerinMeckl. SchwerinMecklenburg-SchwerinMecklenburg-SchwerinPOI-Basiseintrag: KategorienPOIsProduktlinienRegionenSchwerinTMVWestmecklenburgauf-nach-mv.de

St. Paulskirche Schwerin

St. Paulskirche Schwerin
📍

Am Packhof 8

19053 Schwerin

Die St. Paulskirche gilt als Musterbeispiel neogotischer Architektur. Herausragend ist nicht nur ihre Position auf einem Hügel in der Altstadt von Schwerin, sondern auch ihr Inneres. Seit ihrer Weihe 1869 ist sie nahezu unverändert durch stürmische Zeiten gekommen. Glasfenster, Maßwerk und eine mächtige Friese-Orgel sind nicht die einzigen Zeugnisse der Kirchenbaukunst des 19. Jahrhunderts. Die Kirche ist evangelisch. Besichtigung nach Voranmeldung. Auf der höchsten Erhebung in der Stadt gelegen, ragen Turm und drei Türmchen der Paulskirche in den Himmel. Prägnant bildet sie entlang der Schlossstraße die fundamentale Sichtachse zur Niklot-Halle im Hauptturm des Schlosses und zu St. Nikolai oberhalb des Pfaffenteiches. Damit verband sie das Machtzentrum Schloss mit den stetig wachsenden Teilen der Stadt. Beinahe zierlich präsentiert sich die neogotische Kirche aus dem Jahre 1869. Umso erstaunlicher ist es, dass ihr seit ihrer Weihe nichts etwas anhaben konnte. Die Kirche trotzte beiden Weltkriegen und anderen stürmischen Zeiten – alle Teile sind original. Ihre Glasfenster, das Gestühl, die Kanzel sowie eine mächtige Orgel von Friedrich Friese III. sind daher noch so erhalten wie zum Zeitpunkt ihrer Erbauung. Die Orgel besticht durch einen kraftvollen warmen Klang – so, wie Kenner es allen Instrumenten Frieses nachsagen. Immer wieder erklingt die Orgel zu Konzerten, denn die Kirchenmusiktradition wird in der Paulskirche seit ihrer Weihe ebenso gepflegt wie das Instrument selbst. Doch nicht nur die Orgel strotzt vor Kraft. Auch das Fundament der Kirche ist außergewöhnlich massiv. Das hat einen simplen Grund: Die Paulskirche liegt direkt an Bahngleisen – beinahe führen diese unter ihr entlang. Das Fundament, auf dem sie steht, umfasst daher das Zweifache ihrer eigenen Baumasse. Überhaupt kamen beim Bau der Kirche modernste Methoden zum Tragen. Ihr Dachstuhl ist aus Stahl, ihr Maßwerk aus witterungsbeständigem Klinker. Ein neues Glocken-Geläut wartet auf seinen Einsatz In naher Zukunft soll umgebaut werden: Die Stahlglocken im Turm der Paulskirche sollen weichen, denn die größte ist bereits defekt und wird nicht mehr regelmäßig geläutet. Schön ist, dass die Gemeinde Neheim bei Arnsberg fünf Glocken geschenkt hat. Ihre Paulskirche ist entwidmet worden und so sollen deren Bronzeglocken jetzt in Schwerin erklingen. Dann ergeben ihre Töne den Beginn des Liedes „Herrgott, Dich loben wir. Herrgott, wir danken Dir.“ Die neuen Glocken wiegen insgesamt mehr als 35 Zentner. Die Größte bringt dabei etwa zwölf Zentner auf die Waage und hat einen Durchmesser von mehr als einem Meter. Bis die neuen Bronzeglocken läuten können, müssen noch einige Vorarbeiten gestemmt werden. Um den Glockenstuhl anzupassen, braucht es Geld. Aus diesem Grund müssen sich die Schweriner und Touristen noch gedulden. Bis dahin lassen sich die geschenkten Glocken in der Paulskirche bestaunen. Dort sind sie aufgestellt – ein Besuch lohnt sich. Zum Stil Dem schönen Bau liegt das Eisenacher Regulativ zugrunde. Dabei handelt es sich um einen Vorschriftenkatalog. Er sorgte ab 1861 für den genormten Bau protestantischer Kirchen. Der Schweriner Oberkirchenratspräsident Theodor Kliefoth hatte dabei maßgeblich mitgewirkt. In der technischen Ausführung der Paulskirche setzte man moderne Materialien wie Eisen, Beton und Asphalt ein. Das Geld für den Kirchenbau stammte überwiegend aus der Schatulle des Großherzogs. Ein Viertel der Bausumme kam aus einer privaten Stiftung und war für den Turm der Kirche gedacht. Damals war der Eingang auf der Südseite der Kirche dem Großherzog und seinen Angehörigen vorbehalten. Von hier aus konnte er den prunkvoll ausgeführten Herrschaftsstand einfach erreichen. Hier steht der prunkvolle Baldachin auf der Südseite des Chores. Wer sich heute im Inneren der Paulskirche umsieht, wird die Kanzel und ihre aufwändigen Schnitzereien im gotischen Stil bewundern können. Dabei erkennt der Betrachter die vier Evangelisten sowie Moses und Paulus. Das Altarbild ist dreiteilig und stellt die Heilsgeschichte dar: Die Menschwerdung Gottes in der Geburt Jesu, sein Tod am Kreuz und die Auferstehung. Damit ist der Bezug zu den drei Eckdaten des Kirchenjahres hergestellt: Weihnachten, Karfreitag und Ostern. Die Fenster der Kirche, nach Entwurf des Düsseldorfer Historienmalers Gustav Stever und von Ernst Gillmeister gestaltet, sind ebenso beeindruckend. Sie zeigen das Programm des Oberkirchenrats Kliefoth – unter anderem mit der damals selbstverständlichen Darstellung Luthers vor dem Reichstag in Worms. Auch Pribislaw, Sohn Niklots, der sich taufen ließ und seit 1170 der erste christliche Vertreter des Obotritenhauses war, ist abgebildet.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Schwerin

Pfaffenteich

Pfaffenteich

📍 Schwerin

Der Pfaffenteich im Herzen Schwerins, umgeben von einer breiten Promenade, erstreckt sich über 12 Hektar und wird von beeindruckenden historischen Ensembles gesäumt. Als einstige Mühlenquelle und heutiges Wahrzeichen der Stadt bietet er ein harmonisches Zusammenspiel aus Geschichte und Erholung. Hinter dem Namen von Schwerins "kleiner Binnenalster" steckt eine wahre Geschichte. Am Ostufer des künstlich angelegten Sees bestellten einst Pfarrer und Bischöfe der nahe gelegenen Domgemeinde ihre Gärten. Wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert wurde ein Damm aufgeschüttet, um Wasser für den Betrieb einer Mühle zu stauen. Der frühere "Mühlenteich" erstreckte sich früher sogar bis zur heutigen Schlossstraße; das Wasser speiste auch den damaligen Stadtgraben. Der Pfaffenteich in seiner jetzigen Form weist eine Fläche von etwa 12 Hektar auf und wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts umgestaltet. Das Gewässer ist von einer breiten Promenade umgrenzt, die regelrecht zum Flanieren einlädt. Zahlreiche schöne historische Stadthäuser umgeben den Pfaffenteich. Zwei Sonnenterassen bieten schöne Verweilplätze, um den Ausblick zu genießen. Tradition hat auch die kleine Pfaffenteichfähre "Petermännchen", die - ohne Fahrplan - zwischen den Ufern pendelt.

Co-Working Café tisch

Co-Working Café tisch

📍 Schwerin

W-Lan, Kaffee, Snacks, Events, Workshops, Business Punk, Treffen, Tischtennis, Spaß - Schwerins erstes Co-Working Café bietet für jeden etwas. Das Co-Working Café tisch in Schwerin ist nicht nur zum Arbeiten gedacht. Es kann auch ganz leicht Ihr Lieblingsplatz in der Stadt werden. Events und Aktionen wie Flohmärkte, Workshops, Pub Quiz und Stammtisch Treffen oder Business Punk: Hier ist jeder willkommen. Die Mädels vom tisch servieren leckeren Kaffee, Drinks, Snacks und Macarons. Nachhaltige und regionale Leckereien gibt es genauso wie Highspeed W-Lan, Möglichkeiten zum Drucken und Tischtennis spielen. Das Lokal kann auch für Ihre ganz private Feier exklusiv gebucht werden. Auf Ihrer Sightseeing-Tour lädt das Café mitten in der Schweriner Innenstadt zu einer kleinen entspannten Kaffeepause ein. Öffnungszeiten: Montag & Dienstag 07 - 16 Uhr Mittwoch, Donnerstag, Freitag 10 - 16 Uhr

Greenhouse Garden und Alexandrinendenkmal

Greenhouse Garden und Alexandrinendenkmal

📍 Schwerin

Im Stil englischer Landschaftsgärten stehen Grünhausgarten und der südliche Schlossgarten mit Hippodrom, Irrgarten und Jugendtempel. Dieser Teil des Schlossgartens wurde zur Bundesgartenschau 2009 denkmalgerecht wiederhergestellt. Im Zentrum einer baumumstandenen Wiese blickt die Großherzoginmutter "Alexandrine" in Richtung des Jugendtempels. Das Greenhouse war Sommersitz des Großherzogs Paul Friedrich und seiner Gemahlin (der preußischen Prinzessin) Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin. Der zum Greenhouse gehörende Teil des Schlossgartens war einer der Lieblingsorte der Großherzogin und wurde um 1840 nach Plänen von Gartenbaumeister Peter Joseph Lenné im englischen Stil angelegt. Nach dem Tod ihres Mannes lebte Alexandrine weiterhin hier. Ein Denkmal im Greenhouse Garden erinnert an sie. Zu sehen sind neben dem Garten auch das Grünhaus (heute eine Kindertagesstätte) und das Kavaliershaus in dem die Dienstboten einquartiert waren (heute in Privatbesitz). In der Nähe befindet sich zudem die Schleifmühle.