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Alte Synagoge Stavenhagen

Alte Synagoge Stavenhagen
📍

Malchiner Straße 40

17153 Stavenhagen

Die Synagoge wurde vermutlich im 18. Jahrhundert erbaut und bis 1938 von der jüdischen Gemeinde der Stadt Stavenhagen genutzt. Das Vorderhaus diente als Wohnhaus für den gemeindeeigenen Rabbi. Der Fachwerkbau beinhaltet einen groß en Betsaal und eine Eingangshalle, von der aus eine Treppe zur Frauenempore führt. Die Synagoge wurde im Hinterhof des Gemeindehauses, also versteckt errichtet, um sich vor den damals feindseligen Blicken der christliche Dorfgemeinde zu schützen. Erst mit ihrer vollständigen Emanzipation bauten die Juden eine repräsentative, im Straß enbild wahrnehmbare Synagoge. Besonders ist sie vor allem, weil sie eine der wenigen Synagogen ist, die die Reichsprogromnacht am 09.11.1938 überstanden hat. Danach musste sie zwangsverkauft werden und wurde bis in die 1980er Jahre als Tischlerei genutzt. 2011 wurde der Verein "Alte Synagoge Stavenhagen" gegründet, welcher die Sanierung des historischen, bereits Denkmalstatus erreichten Gebäudes als Ziel hat. Vorherige Bemühungen um eine Sanierung waren an finanziellen Gründen gescheitert.   An einer Besichtigung der Synagoge Interessierte wenden sich bitte per Mail oder telefonisch an Klaus Salewski: Sali-45@web.de oder 0152 27779181

Alte Synagoge Stavenhagen – ein historisches Zeugnis jüdischen Lebens

Die Alte Synagoge Stavenhagen gehört zu den bemerkenswertesten historischen Stätten in Mecklenburg-Vorpommern. Das vermutlich im 18. Jahrhundert erbaute Fachwerkgebäude beherbergt einen großen Betsaal sowie eine Eingangshalle mit Treppe zur Frauenempore. Bewusst im Hinterhof des Gemeindehauses errichtet, sollte sie den Blicken der christlichen Dorfgemeinde entzogen bleiben – ein bauliches Zeugnis der gesellschaftlichen Lage der jüdischen Bevölkerung jener Zeit.

Eine der wenigen Synagogen, die die Reichspogromnacht 1938 überlebten

Was die Synagoge in Stavenhagen besonders macht: Sie ist eine der wenigen Synagogen in Deutschland, die die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 nahezu unbeschadet überstanden hat. Anschließend zwangsverkauft, diente sie jahrzehntelang als Tischlerei. Seit 2011 setzt sich der Verein „Alte Synagoge Stavenhagen" für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes ein – und hält damit die Erinnerung an die jüdische Gemeinschaft der Stadt lebendig.

Jüdische Geschichte zwischen Ostseeküste und Mecklenburgischer Seenplatte

Stavenhagen liegt im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns, nicht weit von der Ostseeküste mit ihren bekannten Reisezielen wie Rügen, Usedom und dem Fischland-Darß-Zingst. Wer die Region bereist und sich neben Strand und Natur auch für Kulturgeschichte interessiert, findet in der Alten Synagoge Stavenhagen einen authentischen und nachdenklich stimmenden Ort abseits der großen Tourismusströme. Besichtigungen sind nach Voranmeldung möglich – die Kontaktdaten finden sich in der Infobox auf dieser Seite.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Stavenhagen

Touristinformation Stavenhagen

Touristinformation Stavenhagen

📍 Stavenhagen

Stavenhagen wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts am Rande der Ritterburg Stove gegründet und heißt seit 1949 nach ihrem berühmten Sohn »Reuterstadt Stavenhagen« Sehenswert sind der historische Marktplatz mit dem Reuterdenkmal, das alte Schloss (heute Bürger- und Verwaltungszentrum) mit der gepflegten Parkanlage, die Stadtkirche und die »Reutergräber«. Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum ist eine Gedenk- und Forschungsstätte, zeigt in einer modernen literarischen Ausstellung »Fritz Reuter - Leben, Werk und Wirkung«, Entwicklung der niederdeutschen Sprache und Rezeption der Reuter-Werke bis heute. Öffnungszeiten der Touristinformation Montag - Freitag: 10:00 - 17:00 Uhr Samstag, Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr

Kirche Jürgenstorf

Kirche Jürgenstorf

📍 Stavenhagen

Die Jürgenstorfer Kirche ist von allen Straßen die in die Gemeinde führen gut zu sehen und nicht zu verkennen. Die gotische Kirche in Jürgenstorf wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Nach dem 30-jährigen Krieg blieb nur ein Teil des Turms erhalten. Um 1700 wurde die Kirche wieder aufgebaut und 2006 restauriert. Die Kirche ist ein rechteckiger Fachwerkbau mit Westturm und Pultdach. Im Kircheninnenraum befindet sich eine Vorhalle, welche die ehemalige Patronatsloge enthält. Heute wird dieser Teil als Winterkirche genutzt. Besonders beeindruckend ist der Altar und der Altaraufsatz, welche die Kreuzigung Jesu darstellt. Die beiden Flügel zeigen die Aposteln. Die für Mecklenburg eher ungewöhnliche Konstruktion des Altarschreines und der Kastenflügel lassen vermuten, dass er im Oberbruchgebiet (Frankfurt/Oder) entstanden ist. Linkerhand befindet sich die Kanzel aus dem frühen 18. Jahrhundert. An der Kanzel sind die vier Evangelisten verewigt. Im Glockenturm, welcher über einen separaten Aufgang zu erreichen ist, befinden sich zwei mittelalterliche Glocken. Auf dem Kirchgelände befindet sich auch der Friedhof der Gemeinde. Hier findet man die Ruhestätte des ehemaligen Gutsverwalters J.F. Schecker welcher dem Niederdeutschen Schriftsteller Fritz Reuter als Vorlage für seine bekannte Romanfigur "Unkel Bräsig" diente.  Führungen der Kirche Jürgenstorf sind nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. Bitte melden Sie sich bei Heidelore Köhler unter 039955 20782 oder 0162 9894557.

Schloss und Schlosspark Stavenhagen

Schloss und Schlosspark Stavenhagen

📍 Stavenhagen

Schloss Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern wurde 1740 im barocken Stil auf den Ruinen einer abgebrannten Burg erbaut. Es diente nie als geplanter Witwensitz, sondern wurde als Amtsgericht, Schule und später Verwaltungsgebäude genutzt. Heute beherbergt es das Standesamt und die Stadtverwaltung und liegt in einem restaurierten Schlosspark. Das heutige Gebäude steht auf den Fundamenten einer älteren Burganlage und war ursprünglich als Residenz für eine Herzogswitwe vorgesehen – ein Plan, der nie umgesetzt wurde. Stattdessen entwickelte sich das Schloss über die Jahrhunderte zu einem zentralen Verwaltungsort. Es diente als Amtssitz, später auch als Schule und Unterkunft für Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein markanter Treppenturm kam 1890 hinzu und prägt bis heute die Silhouette des Gebäudes. Nach der Wiedervereinigung wurde das Schloss aufwendig saniert und wird seitdem von der Stadt Stavenhagen genutzt. Es beherbergt heute die Stadtverwaltung und das Standesamt. Der angrenzende Schlosspark mit altem Baumbestand und restaurierter Mauer wurde zwischen 2001 und 2006 neu gestaltet und lädt Besucher zum Verweilen ein. Schloss Stavenhagen verbindet historische Substanz mit moderner Nutzung – ein lebendiger Ort mit Geschichte.