Hungerturm Wittenburg
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Hungerturm Wittenburg

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Wallstraße 61

19243 Wittenburg

Wer durch die Wittenburger Innenstadt bummelt und sich vom Rathaus aus in Richtung Wall bewegt, kommt durch die engen Gassen der Altstadt auch am Hungerturm vorbei. Dieser war Teil der alten Stadtmauer und diente im Mittelalter als Gefängnisturm. 1282 war Wittenburg Hauptstadt einer eigenständigen Grafschaft, die sich von der Elbe bei Boizenburg bis hinter Crivitz erstreckte. Etwa 70 Jahre dauerte die Wittenburger Grafenzeit, in der die Wehrhaftigkeit eine bedeutende Rolle spielte. In dieser Zeit erhielt Wittenburg eine imposante Stadtmauer mit Befestigungstürmen und Stadttoren, die der Verteidigung dienten. Noch heute zeugen Reste der alten Befestigungsanlagen von der Stärke dieser Bauten. Während das Wittenburger Mühlentor 1850 und das Steintor 1869 abgerissen wurden, blieb der Hungerturm jedoch erhalten. Verurteilte Verbrecher wurden etwa ab dem späten Mittelalter in diesen Turm gesperrt und nur mit Wasser und Brot versorgt. Viele Gefangene starben nach mehreren Monaten an Entkräftung und Abwehrschwäche, hervorgerufen durch Nährstoff- und Lichtmangel.

Hungerturm Wittenburg – Zeugnis mittelalterlicher Stadtgeschichte

Der Hungerturm Wittenburg ist eines der bemerkenswertesten Überreste der alten Stadtbefestigung und liegt mitten in der Wittenburger Altstadt, zwischen Rathaus und Wall. Der Turm war einst Teil einer imposanten Stadtmauer, die Wittenburg im Mittelalter schützte – eine Zeit, in der die Stadt 1282 sogar Hauptstadt einer eigenständigen Grafschaft war, die sich von der Elbe bei Boizenburg bis hinter Crivitz erstreckte.

Gefängnisturm der Wittenburger Grafenzeit

Etwa 70 Jahre dauerte die Wittenburger Grafenzeit, in der Wehrhaftigkeit eine bedeutende Rolle spielte. Die Stadtmauer mit ihren Befestigungstürmen und Stadttoren war Ausdruck dieser Stärke. Während das Mühlentor 1850 und das Steintor 1869 abgerissen wurden, blieb der Hungerturm erhalten. Etwa ab dem späten Mittelalter diente er als Gefängnisturm: Verurteilte Verbrecher wurden hier eingesperrt und lediglich mit Wasser und Brot versorgt. Viele Gefangene starben nach Monaten an Entkräftung durch Nährstoff- und Lichtmangel – daher der Name.

Wittenburg und die Ostseeregion Mecklenburg-Vorpommern

Wittenburg liegt im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns und ist ein lohnender Zwischenstopp für alle, die die Küstenregion erkunden. Von hier aus sind es nur wenige Fahrstunden zu den bekannten Ostseezielen wie Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald oder den Inseln Rügen und Usedom.

Anreise nach Wittenburg zum Hungerturm

Mit dem Auto erreicht man Wittenburg bequem über die Autobahn – die Auffahrt Wittenburg liegt nur rund zwei Kilometer entfernt. Der nächste Bahnhof befindet sich in Hagenow Stadt, etwa 12 Kilometer entfernt. Von dort gelangt man mit dem Bus oder per Pkw schnell in die Wittenburger Innenstadt zum Hungerturm.