Wittenburg
4 Sehenswürdigkeiten
Amtsbergturm Wittenburg
● Wittenburg
Schon der Name Wittenburg deutet darauf hin, dass es hier früher einmal eine Burg gegeben haben muss. Diese wurde 1150 von Heinrich dem Löwen zerstört und durch eine neue Burganlage ersetzt, auf dessen Fundament 1848 der Amtsturm errichtet wurde. Der spätmittelalterliche Torturm der ehemals massiven Burganlage ist, abgesehen von einigen noch heute sichtbaren Resten, der einzige Teil der historischen Anlage, der erhalten geblieben ist. Dieser ist Teil des 1848 errichteten, neoklassizistischen Amtsgebäudes, der dem Berg seinen heutigen Namen gab. Die Turmruine wurde 1998 saniert. Hier und in der Heimatstube unmittelbar neben dem Turm können sich Besucher über die Stadtgeschichte informieren. Auf der verglasten Aussichtsebene finden außerdem regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt. Auch der umgebende Park ist einen Besuch wert.
Rathaus Wittenburg
● Wittenburg
Gäbe es einen Schönheitswettbewerb für Rathäuser, wäre das Wittenburger wohl einer der Favoriten für den Siegertitel. Mit seiner doppelläufigen Treppe, dem Bogengang und seinen vier gewaltigen rechteckigen Türmen erinnert das restaurierte Gebäude eher an ein Schloss als an einen Verwaltungssitz. Eine schönere Kullise als das Wittenburger Rathaus könnte man sich für ein Märchen wohl kaum vorstellen. Dessen ungewöhnliche Baustil in Anlehnung an die englische Tudorgotik lässt das Wittenburger Rathaus einzigartig unter den Rathäusern Mecklenburgs erscheinen. 1852 wurde es nach Plänen des Schweriner Hofbaurates Georg Adolf Demmler errichtet und konnte am 8. Januar 1853 feierlich eingeweiht werden. Heute zählt das Wittenburger Rathaus zu den bedeutendsten Bauwerken aus der Zeit des Historismus. Nach umfassender Sanierung 1996 erstrahlt es nun in neuem Glanz und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv.
Schaalsee-Safari
● Wittenburg
Mit dem zertifizierten Landschaftsführer Andreas Ermisch geht es auf Entdeckungstour durch das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Zwischen klaren Seen, Moorlandschaften und weiten Wiesen lassen sich Kraniche, Seeadler und sogar Wasserbüffel beobachten. Begleitet von spanenden Fakten, Sagen und Mythen wird die Tour zu einem unvergesslichen Naturerlebnis. Treffpunkt: Pahlhuus in Zarrentin. Hier startet die Schaalsee-Safari. Eine Reise in das UNESCO-Biosphärenreservat, das für seine Artenvielfalt und unberührte Schönheit bekannt ist. An den Wochenenden führt Andreas Ermisch, zertifizierter Naturlandschaftsführer und echter Kenner der Region, seine Gäste durch diese beeindruckende Landschaft – in einem Safariwagen, der auf den ersten Blick recht ungewöhnlichen wirkt. Der Transporter leuchtet im knalligen Orange. Eine „Buchanka“ – russisch für Kastenbrot. „Perfekte Tarnung,“ erklärt Andreas, „Die Farbe kommt in der Natur als Futter nicht vor. Für die Tiere sind wir unsichtbar“ Dann geht es los. Das Kopfsteinpflaster weicht holprigen Wegen entlang des Schaalsees. Erster Halt: das Ufer bei Schalliß. Vom Steg aus eröffnet sich ein fantastischer Blick auf Zarrentin. Andreas zeigt auf das glasklare Wasser – der Schaalsee ist mit 72 Metern einer der tiefsten KlarwasserseenDeutschlands. Er erzählt von der sagenumwobenen Geschichte um die Maräne. Ein roter Krebs schimmert im Wasser. Der See wirkt wie ein lebendiges und zugleich stilles Schauspiel aus Licht und Wasser. Weiter geht’s, und der Wald weicht weitläufigen Wiesen. Plötzlich heißt es anhalten: Am Feldrand stolzieren zwei majestätische Kraniche. Die Ferngläser gehen reihum, um die anmutigen Tiere aus der Ferne zu beobachten. Die Fahrt führt zudem vorbei an grasenden Wasserbüffeln, der historischen Stintenburg und der Schaalmühle mit ihren Fischtreppen, zu den mystischen Moorlandschaften bei der Staustufe der Schilde bis hin zur fast schon hügeligen Landschaft bei der Schaale. Abgeknickte Bäume und auf die Flut wartende Wasserläufer betonen die Unberührtheit dieses Ortes. Ein Seeadler fliegt davon, und das Röhren der Hirsche in der Brunftzeit hallt durch die Luft.
Undine-Quelle Wittenburg
● Wittenburg
Seit Juni 2008 gehört die Stadt Wittenburg dem Verein "Sagen- und Märchenstraße" an. Wie alle anderen Mitgliedsstädte hat auch Wittenburg seine eigene, originelle Märchengestalt: die sagenumwobene Undine an ihrer verwunschenen Quelle. Am Wall in Wittenburg, in Nähe des Bürgerparks, plätschert ein kleines Bächlein ruhig vor sich hin: die Undine-Quelle. Der Sage nach trug es sich zu, dass eine Fee namens Undine einst einem Mann ewiges Liebesglück versprach, wenn er ihr die Treue schwöre. Der Mann ließ sich auf das Versprechen ein und gelobte seine Treue. Später jedoch heiratete er eine andere Frau und Undine bestrafte ihm mit dem Tode. Doch sein Tod verschaffte Undine keine Genugtuung, im Gegenteil. Selbst totunglücklich über das Geschehene verwandelte sie sich nach dem Begräbnis in eine Quelle auf dem Grab des Mannes. In dieser Gestalt umfasst sie noch immer mit freundlichen Armen ihren Liebling. Im Rahmen der Mitgliedschaft im Verein "Sagen- und Märchenstraße" wurde im Jahr 2010 eine lebensgroße hölzerne Statue der Undine an der Quelle platziert, die zuvor in nur zwei Tagen vor dem historischen Rathaus der Stadt gefertigt wurde.