245 Orte, 17 Kategorien.
Karte ↗SUP Schwerin
● Schwerin
Habt ihr Lust auf einen Ausflug mit dem Stand-Up-Board? Wir bieten Kurse für Einsteiger sowie Abenteuertouren, Familienausflüge und Firmenevents an. Sommer - Sonne - SUP! Stand Up Paddling - oder kurz SUP - das ist unsere Leidenschaft. Es ist die perfekte Kombination aus Entspannung und sportlicher Aktivität unter freiem Himmel. Egal ob am Wochenende oder nach der Arbeit, für uns gibt es nichts Schöneres, als mit dem Stand-Up-Board auf dem See zu sein. Aufgrund seiner Vielfalt an Gewässern bietet Schwerin optimale Bedingungen sowohl für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene. Probiert es doch einfach mal aus! Verleih und Kursteilnahme nur nach vorheriger Absprache. Seid spontan und gönnt euch eine kleine Auszeit!
Schaalsee-Safari
● Wittenburg
Mit dem zertifizierten Landschaftsführer Andreas Ermisch geht es auf Entdeckungstour durch das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Zwischen klaren Seen, Moorlandschaften und weiten Wiesen lassen sich Kraniche, Seeadler und sogar Wasserbüffel beobachten. Begleitet von spanenden Fakten, Sagen und Mythen wird die Tour zu einem unvergesslichen Naturerlebnis. Treffpunkt: Pahlhuus in Zarrentin. Hier startet die Schaalsee-Safari. Eine Reise in das UNESCO-Biosphärenreservat, das für seine Artenvielfalt und unberührte Schönheit bekannt ist. An den Wochenenden führt Andreas Ermisch, zertifizierter Naturlandschaftsführer und echter Kenner der Region, seine Gäste durch diese beeindruckende Landschaft – in einem Safariwagen, der auf den ersten Blick recht ungewöhnlichen wirkt. Der Transporter leuchtet im knalligen Orange. Eine „Buchanka“ – russisch für Kastenbrot. „Perfekte Tarnung,“ erklärt Andreas, „Die Farbe kommt in der Natur als Futter nicht vor. Für die Tiere sind wir unsichtbar“ Dann geht es los. Das Kopfsteinpflaster weicht holprigen Wegen entlang des Schaalsees. Erster Halt: das Ufer bei Schalliß. Vom Steg aus eröffnet sich ein fantastischer Blick auf Zarrentin. Andreas zeigt auf das glasklare Wasser – der Schaalsee ist mit 72 Metern einer der tiefsten KlarwasserseenDeutschlands. Er erzählt von der sagenumwobenen Geschichte um die Maräne. Ein roter Krebs schimmert im Wasser. Der See wirkt wie ein lebendiges und zugleich stilles Schauspiel aus Licht und Wasser. Weiter geht’s, und der Wald weicht weitläufigen Wiesen. Plötzlich heißt es anhalten: Am Feldrand stolzieren zwei majestätische Kraniche. Die Ferngläser gehen reihum, um die anmutigen Tiere aus der Ferne zu beobachten. Die Fahrt führt zudem vorbei an grasenden Wasserbüffeln, der historischen Stintenburg und der Schaalmühle mit ihren Fischtreppen, zu den mystischen Moorlandschaften bei der Staustufe der Schilde bis hin zur fast schon hügeligen Landschaft bei der Schaale. Abgeknickte Bäume und auf die Flut wartende Wasserläufer betonen die Unberührtheit dieses Ortes. Ein Seeadler fliegt davon, und das Röhren der Hirsche in der Brunftzeit hallt durch die Luft.
Schelfkirche Schwerin
● Schwerin
Sie ist eine seltene Schönheit - die einzige reine Barockkirche aus Backstein in der Region Westmecklenburg. Eine Baustil-Cousine des Michel in Hamburg. Sehenswert ist die Gruft der mecklenburgischen Herzöge. Die Kirche ist täglich geöffnet und kann besichtigt werden. Turbulent ging es vor und rund um die heutige Schelfkirche zu: Urkunden und Überlieferungen lassen vermuten, dass sie mehrere Vorbauten hatte. Schon 1217 findet sich ein erster Beleg für eine Kirche auf der Schelfe. Auch neun Jahre später wird von der Stiftung einer Kirche berichtet – diese könnte zwischen 1230 und 1250 erbaut worden sein. Doch damit ist die Geschichte noch lange nicht am Ende. Eine Bauuntersuchung liefert Hinweise darauf, dass die spätromanische Kirche zwischen 1300 und 1320 in eine gotische Saalkirche umgebaut worden war. Über die folgenden rund 300 Jahre allerdings lässt sich nichts finden – deshalb: Zeitsprung: Die St. Nikolai Kirche wurde im 17. Jahrhundert als Filialkirche des Doms betrieben. In dieser Zeit geschah einiges. Zunächst erhielt die Kirche einen neuen Turm, der schon kurze Zeit darauf wieder eine Reparatur benötigte. Ein Sturm hatte Teile des Glockenturms gelöst, diese waren auf das Kirchendach gestürzt. Auch das wurde repariert. Damit nicht genug: 1670 wurde eine zersprungene Glocke erneuert. Dach und Turm der Kirche waren ein erneutes Mal sanierungsbedürftig – es mussten Spendengelder her. Herzog Christian Ludwig I. ordnete eine Sammlung dazu an. Der Turm der Schelfkirche stand unter keinem guten Stern und sollte die Gemeinde noch einige Male beschäftigen. 1703, kurz vor Weihnachten, brauste ein Orkan über Schwerin. Der Turmhelm stürzte auf die Kirche und beschädigte sie schwer. Die Entwicklung der Schelfe sorgte für Veränderungen rund um die Kirche Herzog Friedrich Wilhelm erließ die Anordnung, die Schelfe zur Stadt auszubauen und im Zuge dessen die Kirche zu erneuern. Gesagt – getan. Die Grundsteinlegung wurde auf den 15. Mai 1708, den 25. Geburtstag seines jüngeren Bruders Christian Ludwig, verfügt. Ingenieurkapitän Jacob Reutz hatte die Pläne für die neue Kirche St. Nikolai entworfen, doch nicht alles wurde umgesetzt: Gerade als der Rohbau fertig war, verstarb er nämlich. Nachfolger Leonhard Christoph Sturm trieb einen völlig anderen Innenausbau voran. 1713 folgte die Weihe der Kirche. Dies war auch der Beginn ihrer Bestimmung als Grablege der Herzöge zu Mecklenburg Schwerin. Auftraggeber Herzog Friedrich Wilhelm erlebte das nicht mehr. Er verstarb rund zwei Monate zuvor und wurde schließlich in einer Gruft unter dem Altar beigesetzt. Im zweiten Weltkrieg opferte die Schelfkirche zwei Bronzeglocken und das Kupferdach Es blieb weiter turbulent: Nach Jahren kontinuierlichen Niedergangs als Filialkirche des Doms, bekam St. Nikolai am 14. August 1754 per Deklaration Herzogs Christian Ludwig II. eine eigene Pfarr- und Gemeindeverfassung. Die kirchlichen Sakramente durften sie nun eigenständig abhalten. Gelder erhielten sie aus der herzoglichen Kasse. 1858 kam der verstorbene Jacob Reutz doch noch zu seinem Recht: Die Einbauten Leonhard Christoph Sturms wurden aus der Kirche entfernt und nun doch alles nach den ursprünglichen Plänen ausgerichtet. Friedrich Friese baute die Orgel. Gerade der Zweite Weltkrieg forderte Opfer der Schelfkirche: Zwei der drei Bronzeglocken sowie das Kupferdach wurden eingeschmolzen. Erst in den Jahren 1959 bis 1990 kamen neue Glocken in die Kirche, allerdings aus Eisen statt Bronze. Das Innere wurde in dieser Zeit neu bemalt, die Fassade der Kirche wurde saniert. Zum Stil 1853 beauftragte Großherzog Friedrich Franz II. den Land-Baumeister Voss und Baumeister Krüger mit der Erneuerung der Kirchenausstattung. Altargemälde und Taufstein schuf Gaston Lenthe, Tischler- und Bildhauerarbeiten an der Großherzoglichen Fürstenloge übernahmen Tischlermeister Möhrer und Bildhauer Scholinus, die Fenster schuf Ernst Gillmeister in Grisaille. Der Archivar Georg Friedrich Lisch ordnete die Bestattungen in der Gruft neu. Eine Gedenktafel im Chor der Kirche führte nun alle in der Gruft beigesetzten Mitglieder des Hauses Mecklenburg-Schwerin auf. In dieser neugotischen Ausstattung der Kirche inszeniert Friedrich Franz II. das Gedenken an seine Vorfahren im Haus Mecklenburg neu. Er selbst wird im bekrönenden landesherrlichen Wappen am kunstvoll gestalteten Herrschaftsstand präsent. Dieser ist unterhalb der Orgel auf der Westseite des Kirchenraumes angebracht und über den Turm zugänglich. Bis heute entwickelte sich die Schelfkirche zusehends weiter. Zeuge der modernen Zeit ist eine Gasheizung. Eine Altlast wiederum bleibt das Schicksal des Turmes: Auch 1995 fiel er einem Sturmschaden zum Opfer, sodass seine Spitze neu eingedeckt werden musste. Außerdem neu: Zwei Bronzeglocken – die eisernen Ersatzglocken waren endgültig verschlissen und erhielten beständigere Nachfolger. Nach 1983 und 1990 wurden die stark beschädigten Fenster in Anlehnung an die erste Verglasung mit Antikglas erneuert.
Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712
● Gadebusch
Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren halbwegs überwunden, als in Mecklenburg erneut Kämpfe ausländischer Mächte ausgetragen wurden. Schweden und Dänemark, die sich im Nordischen Krieg (1700-1721) befanden, begegneten sich 1712 bei Gadebusch und sorgten dafür, dass die kleine Stadt noch heute historische Bedeutung hat. Im Verlauf des Nordischen Krieges (1700-1721) um die Vorherrschaft im Ostseeraum zog die schwedische Feldarmee unter der Führung des Generals von Stenbock von September bis Dezember des Jahres 1712 durch Mecklenburg. Sie war den dänischen Truppen auf den Fersen, die bereits aus Rostock und Wismar den Rückzug angetreten hatten. Am 20. Dezember kam es in der Nähe von Wakenstädt zu einer blutigen Schlacht. Der König der Dänen, Friedrich IV., zog mit den verbündeten Sachsen gegen die Schweden auf, ohne auf das ebenfalls verbündete, heranrückende russische Heer zu warten. Die Schlacht mit rund 14.000 beteiligten Soldaten begann um 13 Uhr und wurde erbittert geführt, doch letztendlich verloren die Dänen gegen die Überlegenheit der schwedischen Truppen und mussten sich nach Ratzeburg und Mölln zurückziehen. Mit dem Sieg der Schweden und rund 4.000 Toten endete die Schlacht bei Gadebusch. Die meisten Gefallenen wurden auf dem Schlachtfeld begraben, einige Offiziere sind auf dem Gelände der Gadebuscher Kirche bestattet worden. Eine Gedenkstätte bei Wakenstädt mit mehreren Informationstafeln und Gedenksteinen erinnert an die Schlacht vor 300 Jahren, die als größte Feldschlacht Mecklenburgs in die Geschichte einging.
Schleusentor Garwitz
● Matzlow-Garwitz
Das historische Obertor der Schleuse in Garwitz zeugt von der technischen Baukunst vergangener Zeiten. Direkt neben der Garwitzer Schleuse befindet sich ein Denkmal der besonderen Art: Das Tor der alten Schleuse. Dieses wurde im Jahr 1894 erbaut und in seiner Ausführung als Holztor im Jahr 1989 erneuert. Während der Grundinstandsetzung der Schleuse im Jahr 2000/2001 wurde das Obertor der Schleuse ausgebaut und oberhalb der Schleuse platziert. Hier bleibt es als technisches Denkmal erhalten und kann von Besuchern bewundert werden. Direkt neben dem Obertor befindet sich ein Rastplatz, der mit Blick auf das rege Treiben auf der Müritz-Elde-Wasserstraße zum Verweilen einlädt.
Schloss Neustadt-Glewe
● Neustadt-Glewe
In Nähe der alten Burg, an einem westlichen Seitenarm der Elde, ließ 1618/19 Herzog Adolf Friedrich I. ein neues Schloss für Neustadt-Glewe bauen. Dieses sollte künftig an Stelle der Burg den mecklenburgischen Herzögen als Nebenresidenz dienen. Aufgrund der Lage an der Elde wurde das barocke Schloss auf hunderten Eichenpfählen gegründet. Die Pläne für die zweigeschossige Dreiflügelanlage im Stil des holländischen Klassizismus erstellte der herzogliche Baumeister Gerhardt Evert Pilooth, der allerdings nur wenige Jahre nach Baubeginn verstarb. Beinahe einhundert Jahre sollte es dauern, bis der Bau endlich fertiggestellt werden konnte. Allein die Innenausstattung nahm acht Jahre in Anspruch. So wurden unter anderem 1.600 Quadratmeter Deckenfläche des sonst eher schlichten Landschlosses mit aufwendigen Stuckarbeiten verziert und 32 Kamine mit Rosetten, Gesimsen und Figuren errichtet. Von 1725 bis 1735 lebte hier für einige Jahre Christian Ludwig II., der spätere Herzog von Mecklenburg-Schwerin. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloss vorübergehend zur Wohnstätte für Flüchtlinge und Obdachlose. Zu DDR-Zeiten schließlich wurde das Schloss für Bildungszwecke genutzt, später auch als Bibliothek und Mittagsküche. Allerdings verfiel das auf Pfählen ruhende Gebäude immer mehr und drohte abzusacken, so dass es nach der Wende vorübergehend leer stand. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ab Mitte der 90er Jahre beherbergt das restaurierte Schloss heute ein Hotel. Sehenswert sind vor allem die liebevoll restaurierten Stuckdecken, die polnische Spezialisten wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt haben.
Schlossgarten und Burggarten Schwerin
● Schwerin
Mit Alleen, Laubengängen, Blumenrabatten, Bosketts, Skulpturen und dem Kreuzkanal präsentiert sich der Schlossgarten als eindrucksvolles Gartendenkmal im barocken Charakter. Hier treffen französischer Landschaftsstil und englische Gartenkunst aufeinander: Der Schlossgarten ist die bedeutendste barocke Gartenanlage in Norddeutschland und entfaltet seine Pracht bis heute. Im 16. Jahrhundert entstand das heutige Schweriner Schloss aus einer Burg heraus. Es wurde sogleich mit verschiedenen Gärten umgeben, die nach und nach erweitert wurden. Besonders der Gartenarchitekt Jean Legeay hat die Grünanlage geprägt. Nachdem Christian Ludwig II. im Jahr 1728 Landesadministrator und 1736 Kaiserlicher Kommissar wurde, verpflichtete er den französischen Hofbaudirektor Jean Laurent Legeay. Er wurde 1748 mit der Erneuerung des wüst liegenden Schlossparks beauftragt und hat sich bei der Gestaltung an Versailles orientiert. Also erhielt der neue Park den als Wasserparterre angelegten Kreuzkanal in zentraler Sichtachse. Zudem prägen Alleen, Boskette und buchsbaumgefasste Rasenmuster als stilisierte Pflanzenornamente die Anlage. Für den neuen Schlossgarten hat Christian Ludwig 14 Sandstein-Skulpturen des Dresdener Bildhauers Baltasar Permoser gekauft. Zwischen 1840 und 1852 arbeitete Peter Joseph Lenné im Auftrag von Großherzog Paul Friedrich und Friedrich Franz II. an der Neuplanung des Schweriner Schlossgartens. In seinen Plänen sollte der bestehende barocke Garten erhalten bleiben. Gleichzeitig umfasste die gravierende Erweiterung viele neue Elemente: Den neuen Burggarten, die verschiedenen Nutzgärten mit Warm- und Kalthäusern, die Kaskaden, das Hippodrom oder auch die Anlage der Weintreibereien. Auf der Seeseite des Burggartens befinden sich die Orangerie und die bis ins Wasser des Schweriner Sees reichende Grotte. Auf der „Liebesinsel“ gibt es zudem unter den Trauerweiden ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen. Herzog Friedrich Franz II. widmete seiner Frau Auguste diese kleine romantische Insel am Burggarten als Zeichen seiner Liebe. Zum Stil Dem Schweriner Schlosspark - wie wir ihn heute kennen – liegen zwei höchst unterschiedliche Gestaltungen zu Grunde. In der Anlage von Jean Laurent Legeay des Jahres 1748 ist der damalige Machtanspruch des Regenten sichtbar. Seinem Gestaltungswillen wurde die Natur untergeordnet. Die Neuanlage und Erweiterung des Schlossparks von 1840 bis 1857 nach Osten und Süden durch Lenné, spiegelt dagegen die Auffassungen der Romantik wider. Sie inszeniert das Schloss als großartigen Prachtbau innerhalb des Burggartens, des Alten Gartens, der Marstallinsel und der umgebenden Seenlandschaft. So befindet es sich hochherrschaftlich mitten im großen Landschaftsprospekt, wie in einem Gemälde. Im angelegten Kreuzkanal spiegelt sich malerisch das Schloss. Auch die Alleen, Boskette, die große Grotte, Pavillons und Wasserspiele sind eingebettet in die Gartenanlage des Schweriner Schlosses. Mitsamt den Laubengängen, dem Hippodrom, der Rasenkaskade und den Skulpturen bietet der Park eine ideale Verbindung aus Architektur, Natur und Kunst. Zur Bundesgartenschau 2009 wurde die Anlage aufwändig restauriert, sodass die Besucher weiterhin dem barocken Charme des gepflegten Grüns erliegen.
Schlossgärtnerei Wiligrad
● Lübstorf
Essen – trinken – entspannen – lesen – fachsimpeln – Natur genießen Entspannen Sie bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffeespezialitäten in gärtnerischem Ambiente. Bei Kräutertee aus dem Garten oder selbstgebackenem Steinofenbrot werden Rezepte und Gartenweisheiten ausgetauscht. Entdecken Sie Neues und Altbewährtes, Historisches, Künstlerisches, Gärtnerisches, Handwerkliches auch im Hofladen….
Schlosskirche Schwerin
● Schwerin
Die kleine Schlosskirche an der Nordseite der Schlossinsel bezaubert mit ihrem goldenen Sternenzelt und der schönen Innenausstattung. Mecklenburgs erster reformatorischer Kirchenbau ist ein weiteres Highlight des Schweriner Schlosses, hat eine aktive Kirchgemeinde und ist ein gefragter Heiratsort. "Das sieht ja aus wie am Kölner Dom!" hört man Besucher oft sagen, wenn Sie die Fassade der Schlosskirche auf der Schlossinsel erblicken. Der kleine Kirchenbau schmiegt sich in grauem Sandstein in die Fassade des Schlosses. Verziert mit Maßwerk, gotischen Fenstern, Wasserspeiern und Spitzen. Die Erinnerung an den Dom zu Köln kommt nicht von ungefähr. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche im modischen neogotischen Stil umgestaltet, vom Kölner Dombaumeister Zwirner. Das Innere der Kirche ist nicht weniger prachtvoll. Der Besucher steht unter einem Nachthimmel in Blau und Gold. Die Emporen und Balkone sind wundervoll dekoriert, glänzend bemalt und gestaltet mit Ornamenten, Engelsfiguren und biblischen Motiven im Sinne der evangelischen Erlösungsthematik. Die evangelisch-lutherische Schlosskirchen-Gemeinde feiert in der Kirche regelmäßige Gottesdienste. Es finden Trauungen und Taufen statt. Die Kirche kann auch im Rahmen von angemeldeten Führungen besichtigt werden. Informationen zu den Führungen finden Sie hier: Öffnungszeiten der Schlosskirche
Schmiede Radsack
● Gadebusch
Die Schmiede Radsack in Stresdorf bei Gadebusch ist ein Familienbetrieb, der Tradition und Zukunft auf verblüffende Weise verbindet. Vater Birger Radsack ist Schmiedemeister und Werklehrer mit einem Diplom in der freien Malerei. Coco Radsack betreibt als Silberschmiedin in Schwerin ein Kunstkaufhaus, das Kontor in der Puschkinstraße. Seit einigen Jahren arbeiten der Schwiegersohn und beide Söhne mit in der Werkstatt in Stresdorf, die sich inzwischen auf „Tiny Houses“ spezialisiert hat: mobile Wohnhäuser nach hohen ökologischen und energetischen Standards, die bundesweit reißenden Absatz finden. Der Mechatroniker Robert Radsack ist für die Planung und Konstruktion des Wagenbaus verantwortlich: „Auf 30 Quadratmetern ist Küche, Bad, Wohn- und Schlafraum untergebracht. Viele Menschen verstehen unter Lebensqualität heute nicht mehr, viel Platz zu haben und viele Dinge zu besitzen. Sie wollen lieber frei und mobil sein und viel erleben – nach dem Motto: Weniger ist mehr!“ 1988 haben sich die Radsacks in Nordwestmecklenburg niedergelassen und engagieren sich für die Region: in der Denkmalpflege, durch Bildungsprojekte mit Jugendlichen oder durch Kunstausstellungen. Stresdorf ist mit seinen reetgedeckten Katen und Scheunen komplett denkmalgeschützt. Im Seminarraum der Schmiede genießen Besucher den spektakulären Rundumblick auf die malerische Hügellandschaft bei Gadebusch in Nordwestmecklenburg. „Wir möchten mit unserer offenen Werkstatt und Schmiedekursen ein Bewusstsein für handwerkliche Arbeit und professionelle Qualität schaffen.“ Birger Radsack verrät auch den ganz privaten Standortvorteil, dass er seine Enkelkinder gleich auf dem Hof hat und am Feierabend kurz mal besuchen kann: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist hier optimiert!“ Öffnungszeiten: tägl. 8:30 - 17:00 und nach Absprache
Schweizerhaus im Schlosspark Ludwigslust
● Ludwigslust
Das helle, reetgedeckte Fachwerkhaus im Schlosspark wurde als Sommersitz der Herzogin Luise zum Ende des 18. Jahrhunderts im Ludwigsluster Schlosspark errichtet. Das Schweizerhaus liegt im nordwestlichen Teil des Ludwigsluster Schlossparks. Es wurde um 1790 von Johann Joachim Busch als Sommerwohnhaus der Herzogin errichtet. Der cottageartige Stil des Hauses ist im Vergleich bewusst eher einfach gehalten. Das Reetdach erinnert an die typische Architektur der ländlichen Bevölkerung und schafft einen Rückzugsort der ländliche Idylle ausstrahlt. Das Haus ist über zahlreiche Sichtachsen und Blickbeziehungen in den Park eingebunden. Es entsprach damit ganz dem Zeitgeschmack der höfischen Gesellschaft, die sich nach einem vermeintlich einfachereren bäuerlichen Leben sehnte. Auf der Wiese vor dem Schweizerhaus finden Veranstaltungen statt.
Schweriner Dom St. Marien und St. Johannis
● Schwerin
Der sprichwörtliche Höhepunkt der Kirchen in Mecklenburg: Der Schweriner Dom. Das imposante Meisterwerk der Backsteingotik ist das älteste Bauwerk der Stadt Schwerin, hat mit 117,5 m den höchsten Kirchturm in Mecklenburg und ist die einzige echte Kathedrale des Landes. Der Dom ist täglich geöffnet. Wer die 220 Stufen des Turms erklimmt, den empfängt ein atemberaubender Blick über die Schweriner Seenlandschaft. Er ist die echte einzige Kathedrale des Landes Mecklenburg-Vorpommern und buchstäblich überragend: Zum einen zählt der Schweriner Dom zu den größten Werken der Backsteingotik, zum anderen schlägt er mit seinem Turm den der Rostocker Kirche St. Petri um einen halben Meter. Genau 117,5 Meter hoch ist der Turm, geschaffen von Baumeister Georg Daniel. Und die Zahl hinter der Kommastelle ist bezeichnend im Größenvergleich zu Rostock. Schweriner witzeln deshalb, es seien womöglich die wichtigsten 50 Zentimeter Schwerins. Aber noch mehr Zahlen sind interessant: Wenn Sie den Turm erklimmen, müssen Sie 220 Stufen überwinden. Doch die Anstrengung lohnt sich. Von der Besucherplattform aus schweben Sie über den Dingen und können die atemberaubende Aussicht auf ganz Schwerin und seine Seenlandschaft genießen. Außerdem: Werfen Sie doch einmal einen Blick auf die Geschichte des Schweriner Doms. Sie ist beeindruckend. Den Turm gab es nämlich nicht von Anfang an: Heinrich der Löwe hatte den ursprünglich romanischen Vorgängerbau der heutigen Kathedrale gestiftet. Der war deutlich kleiner als die heutige Kirche – und verfügte über keinen Turm. Es folgten Umbauten und Vergrößerungen, denn ab 1222 galt die Kirche als einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Norddeutschlands. Ein Blutstropfen Christi machte den Schweriner Dom zu einem beliebten Wallfahrtsort Den Grund dafür hatte Graf Heinrich von Schwerin geliefert. Er war von einem Kreuzzug zurückgekehrt, einen Jaspis im Gepäck. Nicht allein der Edelstein war von Bedeutung, sondern dessen Inhalt. Man munkelte nämlich, dass ein Blutstropfen Christi darin eingeschlossen sei. Fortan riss der Pilgerstrom nicht mehr ab. Das brachte Spenden. Dazu war der Bischof enorm baueifrig – schließlich konkurrierte er mit Bauvorhaben in Rostock, Greifswald, Stralsund und Wismar. Damit war die Basis für einen Neubau der Kathedrale geschaffen. 1270 war Baubeginn. Der neue Chor, Seitenschiffe, Querhaus und Langhaus wurden in den folgenden 146 Jahren umgestaltet. Doch noch immer gab es keinen Turm. Dieser sollte erst rund 600 Jahre später die Kirche zieren. Wenn Sie den Dom erkunden, werden Sie auf dem Weg in die Turmhöhe fünf Glocken entdecken. Eine davon stammt aus dem Jahr 1363 und ist damit die älteste Kirchenglocke der Stadt. Und auch die größte und schwerste Glocke Schwerins können Sie im Dom bewundern. erst 1991 hinzu, als das Geläut wieder vervollständigt wurde. Drei der fünf Glocken waren nämlich während des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen worden. Außerdem sind der gotische Kreuzaltar, das Bronzetaufbecken von 1325 sowie das Triumphkreuz von 1420 sehenswert. Ein echtes Hörerlebnis ist die prächtige Ladegastorgel. 5.100 Zinnpfeifen sorgen für einen tiefen, satten Klang, der alljährlich Musikliebhaber aus aller Welt erfreut – vielleicht auch Sie. Übrigens: Um eine der Domglocken rankt sich noch eine geheimnisvolle Sage: Zwei Fischer sollen einst auf dem Schweriner See unterwegs gewesen sein, als sie am Ufer zwei seltsam gekleidete Knaben entdeckt hatten. Die beiden Fremden baten darum, mitgenommen zu werden. Doch als die Fischer endlich ans Ufer gerudert waren, waren sie verschwunden. Stattdessen standen da plötzlich zwei Kisten – eine davon gefüllt mit Gold. Die beiden Fischer machten damit halbe, halbe und öffneten die zweite Kiste. Darin war die grüne Glocke, die die Fischer dem Dom schenkten und die heute noch mit ihrem Wohlklang verzaubert. Zum Stil Die dreischiffige Basilika präsentiert sich im Stil der Hochgotik. Das heute dominierende Triumphkreuz stammt aus St. Marien in Wismar. Mit der bedeutenden erhaltenen Grabkapelle aus dem 16. Jahrhundert und der neu eingerichteten Grablege der Großherzöge 1842 sowie den 1882 bis 1886 vorgenommenen Erneuerungsarbeiten in neugotischem Stil, wird der Dom erneut zum Symbol für die Einheit von Kirche und Staat. Mit seiner neogotischen Ausstattung, dem Herrschaftsstand und der Funktion als Grablege der Großherzöge zu Mecklenburg Schwerin ist der Dom ein wesentlicher Bestandteil des Residenzensembles.
Schweriner Höfe - Gastronomie und Shopping
● Schwerin
Willkommen im Wohlfühlquartier im Herzen von Schwerin. Direkt am Marienplatz, im Herzen der Landeshauptstadt, befinden sich die Schweriner Höfe. Ein Einkaufs- und Wohlfühlquartier der ganz besonderen Art: Kleine, inhabergeführte Läden bieten regionale Produkte, kreative Angebote und handgemachte Geschenkideen. Im Hugendubel Buchladen gibt es spannende Ferienlektüre und passende Mitbringsel. Ein Alnatura Supermarkt sowie ein wöchentlicher Bauernmarkt sorgen für frische Bio-Waren direkt aus der Umgebung. Außerdem wartet ein vielfältiges Gastronomie Angebot mit köstlichem Sushi, Kultur Cafés oder echter norddeutscher Hausmannskost. Den Abend können Sie nicht nur bei gutem Essen, sondern auch mit einem Kinobesuch im ältesten Filmpalast der Stadt ausklingen lassen. Die Anfahrt ist bequem direkt in das Parkhaus der Schweriner Höfe möglich. Informieren Sie sich gern auf der Website über aktuelle Veranstaltungen und Öffnungszeiten.
Schweriner Kletterwald
● Schwerin
Direkt neben dem Schweriner Zoo erwarten Dich 9 Parcours mit über 80 spannenden Kletteraufgaben. Am Ende eines erlebnisreichen Tages im Schweriner Kletterwald hat man auf jeden Fall viel gewonnen: Einen Riesenspaß, ein gutes Selbstgefühl und jede Menge neue Perspektiven. Also rein in den Wald! Und rauf auf den Baum! Hin und wieder muss man neue Wege gehen ... Wer sagt eigentlich, dass man dabei stets auf dem Teppich bleiben muss? Warum nicht mal von Baum zu Baum schwingen, im Blätterdach balancieren oder mit der Seilbahn von Wipfel zu Wipfel sausen? Am Ende eines erlebnisreichen Tages im Schweriner Kletterwald hat man auf jeden Fall viel gewonnen: Einen Riesenspaß, ein gutes Selbstgefühl und jede Menge neue Perspektiven. Also rein in den Wald! Und rauf auf den Baum! Direkt neben dem Schweriner Zoo erwarten Dich 9 Parcours mit über 80 spannenden Kletteraufgaben. Dafür musst Du kein Sportler sein, eine normale Fitness reicht aus. Egal ob Alt oder Jung, Groß oder Klein: Entdecke, wieviel Abenteuer in Dir steckt und schwing Dich auf zu neuen Höhen!
Schwimmende Wiese
● Schwerin
Wie ein riesiges Strandtuch breitet sich die Schwimmende Wiese an der Ostseite des Burgsees aus. Die Gartenanlage wurde zur Bundesgartenschau entworfen und umgesetzt als Garten des 21. Jahrhunderts. Mittlerweile ist sie fester Bestandteil der Gärten und Parks in Schwerin, Treffpunkt und Anziehungspunkt für Sonnenhungrige. Von ihren Terassenstufen aus hat man einen traumhaften Blick auf das Schweriner Schloss. Sie schaukelt bei Wellengang nicht hin und her, dennoch wirkt die Schwimmende Wiese – ringsum umgeben von Wasser – wie eine Insel aus anderer Zeit: der Zukunft. Die streng rechteckige Fläche scheint zu schweben. Kontrastreich und fast wellenartig indes mutet die gärtnerische Gestaltung an: Sanft geschwungene Blumenhügel erstrecken sich zwischen dem Rasengrün über das Areal, während das Wasser des Burgsees die Uferkanten umspielt. Die Schwimmende Wiese ist keine „einsame Insel“. Kleine Brücken führen aus dem Schweriner Schlossgarten hinüber zu dem modernen Ruhepol mit Bänken, Liegeflächen und Wassertreppen; eine schlichtweiße Säulenhalle verbindet den Bertha-Klingberg-Platz mit dem Sonnenliegeplatz.
Seglerheim Schwerin - Restaurant & Café
● Schwerin
Direkt am Schweriner See liegt das Restaurant & Café Seglerheim. Auf der kleinen Insel hinter dem Schweriner Marstall finden Sie diesen idyllischen Ort mit Seeblick und tollem Ambiente. Lediglich zehn Gehminuten vom beeindruckenden Schweriner Schloss entfernt. Direkt vor der Terrasse befinden sich zahlreiche Liegeplätze für Wassersportler, welche von Gästen des Restaurants bis zu 4 Stunden kostenfrei genutzt werden können. Genießen Sie die gemütliche Atmosphäre mit feinen Speisen & Getränken, Seeblick und maritimem Idyll.
Señor Zorro Tapas Kneipe
● Schwerin
Etwas versteckt am ruhigen und malerisch schönen Domhof in der Schweriner Innenstadt, befindet sich die Tapas Kneipe Señor Zorro. Spanische Geselligkeit schmeckt Gästen im Señor Zorro. Im Restaurant oder auf der Terrasse lassen Schweriner:innen und Gäste bei kühlen Getränken und kleinen Gerichten vom Deckel (spanisch für Tapas) gern ihren Tag ausklingen. Montags bis samstags serviert das Team vegetarische Tapas, Fisch und Meeresfrüchte, Fleischgerichte oder appetitliche Beilagen. Wie wäre es mit queso de cabra al horno (gebackener Ziegenkäse mit roter Bete, Thymian und Orange) oder pulpo y patatas (Oktopus mit gebackenen Kartoffeln, Knoblauch und geräucherter Paprika)? Wer Appetit bekommt, sollte vorher reservieren. Spontane Besucher stellen sich besonders in den Sommermonaten auf ein paar Minuten Wartezeit ein. Öffnungszeiten: Montag - Samstag ab 17 Uhr
Slawischer Burgwall bei Groß Görnow
● Groß Görnow
Hier können Sie die Reste einer über 1000 Jahre alten slawischen Höhenburg bewundern. Die hiesige Wallanlage ist ein typisches Beispiel für das Bedürfnis nach Schutz und Verteidigung in der slawischen Zeit. Die hiesige Höhenburg wurde erstmals 1839 in der Literatur genannt und in späterer Zeit archäologisch untersucht. Dort lebte einst der Stamm der slawischen Obotriten. Der Innenbereich umfasst etwa 3 ha und der aus Lehm und Feldsteinen erbaute Wall hat heute stellenweise noch eine Höhe von acht Metern und an seiner Basis eine breite von 10 Metern. In einigen Bereichen sind Reste eines vorgelagerten, ursprünglich drei bis vier Meter breiten Grabens erkennbar. Mächtige Wälle in Höhenlagen sind ein Kennzeichen der ersten slawischen Epoche.
St. Paulskirche Schwerin
● Schwerin
Die St. Paulskirche gilt als Musterbeispiel neogotischer Architektur. Herausragend ist nicht nur ihre Position auf einem Hügel in der Altstadt von Schwerin, sondern auch ihr Inneres. Seit ihrer Weihe 1869 ist sie nahezu unverändert durch stürmische Zeiten gekommen. Glasfenster, Maßwerk und eine mächtige Friese-Orgel sind nicht die einzigen Zeugnisse der Kirchenbaukunst des 19. Jahrhunderts. Die Kirche ist evangelisch. Besichtigung nach Voranmeldung. Auf der höchsten Erhebung in der Stadt gelegen, ragen Turm und drei Türmchen der Paulskirche in den Himmel. Prägnant bildet sie entlang der Schlossstraße die fundamentale Sichtachse zur Niklot-Halle im Hauptturm des Schlosses und zu St. Nikolai oberhalb des Pfaffenteiches. Damit verband sie das Machtzentrum Schloss mit den stetig wachsenden Teilen der Stadt. Beinahe zierlich präsentiert sich die neogotische Kirche aus dem Jahre 1869. Umso erstaunlicher ist es, dass ihr seit ihrer Weihe nichts etwas anhaben konnte. Die Kirche trotzte beiden Weltkriegen und anderen stürmischen Zeiten – alle Teile sind original. Ihre Glasfenster, das Gestühl, die Kanzel sowie eine mächtige Orgel von Friedrich Friese III. sind daher noch so erhalten wie zum Zeitpunkt ihrer Erbauung. Die Orgel besticht durch einen kraftvollen warmen Klang – so, wie Kenner es allen Instrumenten Frieses nachsagen. Immer wieder erklingt die Orgel zu Konzerten, denn die Kirchenmusiktradition wird in der Paulskirche seit ihrer Weihe ebenso gepflegt wie das Instrument selbst. Doch nicht nur die Orgel strotzt vor Kraft. Auch das Fundament der Kirche ist außergewöhnlich massiv. Das hat einen simplen Grund: Die Paulskirche liegt direkt an Bahngleisen – beinahe führen diese unter ihr entlang. Das Fundament, auf dem sie steht, umfasst daher das Zweifache ihrer eigenen Baumasse. Überhaupt kamen beim Bau der Kirche modernste Methoden zum Tragen. Ihr Dachstuhl ist aus Stahl, ihr Maßwerk aus witterungsbeständigem Klinker. Ein neues Glocken-Geläut wartet auf seinen Einsatz In naher Zukunft soll umgebaut werden: Die Stahlglocken im Turm der Paulskirche sollen weichen, denn die größte ist bereits defekt und wird nicht mehr regelmäßig geläutet. Schön ist, dass die Gemeinde Neheim bei Arnsberg fünf Glocken geschenkt hat. Ihre Paulskirche ist entwidmet worden und so sollen deren Bronzeglocken jetzt in Schwerin erklingen. Dann ergeben ihre Töne den Beginn des Liedes „Herrgott, Dich loben wir. Herrgott, wir danken Dir.“ Die neuen Glocken wiegen insgesamt mehr als 35 Zentner. Die Größte bringt dabei etwa zwölf Zentner auf die Waage und hat einen Durchmesser von mehr als einem Meter. Bis die neuen Bronzeglocken läuten können, müssen noch einige Vorarbeiten gestemmt werden. Um den Glockenstuhl anzupassen, braucht es Geld. Aus diesem Grund müssen sich die Schweriner und Touristen noch gedulden. Bis dahin lassen sich die geschenkten Glocken in der Paulskirche bestaunen. Dort sind sie aufgestellt – ein Besuch lohnt sich. Zum Stil Dem schönen Bau liegt das Eisenacher Regulativ zugrunde. Dabei handelt es sich um einen Vorschriftenkatalog. Er sorgte ab 1861 für den genormten Bau protestantischer Kirchen. Der Schweriner Oberkirchenratspräsident Theodor Kliefoth hatte dabei maßgeblich mitgewirkt. In der technischen Ausführung der Paulskirche setzte man moderne Materialien wie Eisen, Beton und Asphalt ein. Das Geld für den Kirchenbau stammte überwiegend aus der Schatulle des Großherzogs. Ein Viertel der Bausumme kam aus einer privaten Stiftung und war für den Turm der Kirche gedacht. Damals war der Eingang auf der Südseite der Kirche dem Großherzog und seinen Angehörigen vorbehalten. Von hier aus konnte er den prunkvoll ausgeführten Herrschaftsstand einfach erreichen. Hier steht der prunkvolle Baldachin auf der Südseite des Chores. Wer sich heute im Inneren der Paulskirche umsieht, wird die Kanzel und ihre aufwändigen Schnitzereien im gotischen Stil bewundern können. Dabei erkennt der Betrachter die vier Evangelisten sowie Moses und Paulus. Das Altarbild ist dreiteilig und stellt die Heilsgeschichte dar: Die Menschwerdung Gottes in der Geburt Jesu, sein Tod am Kreuz und die Auferstehung. Damit ist der Bezug zu den drei Eckdaten des Kirchenjahres hergestellt: Weihnachten, Karfreitag und Ostern. Die Fenster der Kirche, nach Entwurf des Düsseldorfer Historienmalers Gustav Stever und von Ernst Gillmeister gestaltet, sind ebenso beeindruckend. Sie zeigen das Programm des Oberkirchenrats Kliefoth – unter anderem mit der damals selbstverständlichen Darstellung Luthers vor dem Reichstag in Worms. Auch Pribislaw, Sohn Niklots, der sich taufen ließ und seit 1170 der erste christliche Vertreter des Obotritenhauses war, ist abgebildet.
Staatliches Museum Schwerin
● Schwerin
Das Staatliche Museum in Schwerin zieht Kunst- und Kulturinteressierte in ihren Bann. Für unsere Gäste mit Mobilitäts- und Sinneseinschränkung haben wir vielfältige Angebote! Kunst und Kultur muss für alle Menschen erlebbar sein. Daher bieten wir barrierefreie Angebote für Menschen Mobilitäts- und Sinneseinschränkung an. Auch Senioren oder Familien mit kleinen Kindern genießen grenzenlose Erlebnisse. Für unsere blinden und sehbehinderten Besucher bieten wir: einmal im Monat öffentliche Führung mit Tastbildern individueller Rundgang mit Lesetasthörbuch (zur Ausleihe) das Lesetasthörbuchs kann im Shop käuflich erworben werden Begleithefte in Schwarz- und Brailleschrift mit Tastbildern für diverse Wechselausstellungen Für unsere mobilitätseingeschränkten Gäste bieten wir: Zugänglichkeit zu allen Ausstellungsräumen und Serviceräumen (WC, Café, Garderobe) Für Besucher mit Lerneinschränkungen bieten wir an: Führung in leichter Sprache ab Oktober 2017 Audioguide in leichter Sprache Unseren hörgeschädigten Besuchern steht ab Oktober 2017 ein Audioguide in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung. Senioren bieten wir eine Sitzgelegenheit zum Mitnehmen während des Rundgangs. Erleben Sie das Museum im Rahmen eines Aktivprogramms in Seniorengruppen. Unser Service für Familien: Erlebnisraum mit vielen Anregungen zum kreativen Gestalten Kauf einzelner Karten zu ausgewählten Kunstwerken oder der gesamten Museumsbox Wickeltisch, Zugänglichkeit zu allen Ausstellungsräumen mit Kinderwagen
Stadtinformation und Museumsanlage Gadebusch
● Gadebusch
Es gibt noch zahlreiche Straßen mit ihren alten Häusern, die das Leben aus früheren Zeiten in dem kleinen Städtchen Gadebusch erahnen lassen. Davon zeugt eine kleine, aber eindrucksvolle Sammlung von Gegenständen in den Ausstellungsräumen unserer Museumsanlage, unterhalb des Renaissance-Schlosses gelegen. Die 2006 neu eröffnete Anlage lädt alle Gäste au nah und fern zu einem Besuch ein. In den aufwendig renovierten Räumen wird die Stadtgeschichte eindrucksvoll präsentiert. Zahlreiche Veranstaltungen und Sonderausstellungen bereichern das kulturelle Leben der Stadt und ihrer Umgebung. Doch was macht die Besonderheit dieser Museumsanlage aus? Es ist die besinnliche ruhige Atmosphäre, welche unsere Gäste bevorzugen. Dazu gehört das Verweilen bei strahlend blauem Himmel auf dem Museumshof mit einem wunderschönen Blick auf den Burgsee. Einen herausragenden Platz in den Räumen der musealen Einrichtung nimmt die letzte Schlacht des Nordischen Krieges, die Schlacht bei Gadebusch von 1712, ein. Ein Diorama mit ca. 800 Zinnfiguren veranschaulicht das Schlachtgeschehen vom 20. Dezember 1712 in Wakenstädt. Im jüngsten Teil der ständigen Ausstellung wird die Geschichte des Städtchens Gadebusch zur Zeit der DDR-Ära dargestellt. Das Projekt "Kunst am Burgsee", das sich von der Museumsanlage entlang des Burgsees erstreckt, bildet in seiner gestalterischen Vielfalt eine weitere touristische Attraktion.Stadtinformation: Ausgabe von Prospekten, Karten, Publikationen, Informationen zu Ausflugszielen der Region, Veranstaltungen, Zimmervermittlung von Hotels und Pensionen sowie Ferienzimmern
Stadtkirche Crivitz
● Crivitz
Mit ihrem 40 Meter hohen Turm prägt die Stadtkirche die Silhoutte der Stadt Crivitz. Die dreischiffige gotische Hallenkirche ist aus Backstein gemauert und stammt vermutlich aus dem späten 14. Jahrhundert. Bemerkenswert sind das schöne Netzgewölbe des Chorraums und besondere Wandfresken aus der Entstehungszeit der Kirche und aus der Renaissance. Die Wandfresken im Chor und im Kirchenschiff wurden bei Renovierungsarbeiten in den 1950er Jahren entdeckt. Einige stammen bereits aus der Entstehungszeit der Kirche und zeigen beispielsweise eine Schutzmantelmadonna oder Jesus im Tempel. Ein Fresko um 1600 stellt den üppigen Paradiesgarten dar. Im Inneren der Kirche befinden sich weitere besondere Ausstattungsstücke. Darunter eine Tauffünte aus dem 13. Jahrhundert, ein Kurzifix aus dem 15. Jahrhundert und ein Schnitzaltar mit einer Madonna auf der Mondsichel, der um 1520 entstand. Die Kirche ist zugänglich Montag von 9.00 – 11.00 Uhr und Donnerstag von 9.00 Uhr – 12.00 Uhr (Orgelmusik von 10 -10.30 Uhr ) und 16.00 Uhr – 18.00 Uhr, sowie zu Konzerten, Veranstaltungen und Gottesdiensten. Termine siehe Webseite.
Stadtkirche Hagenow
● Hagenow
Stadtkirche Hagenow Die Hagenower Stadtkirche wurde in den Jahren 1875 bis 1879 erbaut.In den 1970er Jahren wurden erforderliche Baumaßnahmen zu einer Umgestaltung genutzt: Im früheren Kirchenschiff befinden sich nun Wohnungen, Büro- und andere Gemeinderäume als Kirche fungiert der ehemalige Chorraum mit Vierung. Seitdem ist der Altar auf der Westseite. Glaswände, die geöffnet werden können, trennen die Seitenschiffe ab. 1994 baute die mecklenburgische Orgelbauwerkstatt Nußbücker eine mit 23 Registern ausgestattete Orgel auf der Nordempore. Reste einer Vorgängerkirche finden sich im Turm. Die romanische Tauffünte wurde bei den Umbauarbeiten wiedergefunden. Darüber hängt ein Messingleuchter von 1742 aus den Vorgängerkirchen. Der gotische Altar wurde schon vor dem Umbau gegen Glocken eingetauscht. Der Turmraum ist zu einer neugotischen Turmkapelle umgebaut worden und von Palmsonntag bis Ende des Jahres täglich geöffnet.
Stadtkirche Ludwigslust
● Ludwigslust
Absolut ungewöhnlich für mecklenburgische Verhältnisse ist die "tempelartige" Stadtkirche von Ludwigslust. Sehr sehenswert sind nicht nur das kolossale Altargemälde zweier Künstler des Barock und die Prachtempore für hohe Herrschaften. Die Kirche kann besichtigt werden. Die Stadtkirche wurde 1770 als Hofkirche für das Schloss Ludwigslust errichtet und von Hofarchitekt Johann Joachim Busch geplant. Zusammen mit dem Schlossplatz und dem Schloss bildet sie das größte barocke Ensemble in Mecklenburg. Neben der Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes, hat die Ludwigsluster Stadtkirche zahlreiche weitere Besonderheiten. Gegenüber dem riesigen Altargemälde "Verkündigung der Hirten" der beiden Hofmaler Dietrich Findorf und Johann Heinrich Suhrland tritt der helle Innenraum mit seiner Gestaltung fast schlicht zurück. Mit ca. 350 m² bemalter Fläche gilt es als das größte Altargemälde Europas. Ebenso prächtig zeigt sich die fürstliche Loge. Ein Großteil der Dekorationen, Deckenrosetten und Verzierungen stammt aus der Ludwigsluster Carton Fabrik - besteht also aus dem berühmten Ludwigsluster Papiermaché. Im Mittelgang steht der Sarkophag des Herzogs Friedrich, genannt der Fromme, Auftraggeber der Kirche in Ludwiglust. Der Steinsarkophag wurde aus einem tonnenschweren Findling in der Schleifmühle in Schwerin gefertigt. Seit dem späten 19. Jahrhundert befindet sich auch eine Friese-Orgel in Ludwigslust. Die Stadtkirche ist evangelisch und es finden regelmäßig Gottesdienste statt. Die Kirche dienstags bis sonntags für Besucher geöffnet, Informationsmaterial zur Kirchengeschichte liegt vor Ort aus. Führungen in der Kirche sind auf Anfrage möglich.