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Rastplatz Fischtreppe Goldenstädt

Rastplatz Fischtreppe Goldenstädt

Goldenstädt

Rasthütte und Aussichtsturm mit Wiesenweitblick, am Neuen Kanal zwischen Goldenstädt und Friedrichsmoor, direkt am Lewitz-Radrundweg Anhalten und Picknick auspacken - schöner Rastplatz beidseitig der Straße zwischen Goldenstädt und Friedrichsmoor, direkt am Neuen Kanal. Eine Sitzgruppe befindet sich direkt neben einem kleinen Teich. Auf der anderen Straßenseite fällt der Blick zunächst auf ein Wehr und eine Fischtreppe, die Fischen und anderen Wasserlebewesen hilft, den Höhenunterschied zu überwinden. Bänke laden zum Verweilen ein. Ein Stück den Kanal entlang und schon gelangt man zu einer Rasthütte neben einer uralten Eiche mit Blick auf die weite Wiesenlandschaft. Ein Aussichtsturm auf einer kleinen Anhöhe ermöglicht weitere schöne Ausblicke auf Deutschlands größte zusammenhängende Wiesenlandschaft. Informationstafeln berichten über Moorschutzmaßnahmen und die heimische Vogelwelt der Lewitz.

Rathaus Gadebusch

Rathaus Gadebusch

Gadebusch

Das Rathaus Gadebusch befindet sich am Markt 1. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das Rathaus am Marktplatz wurde um 1340 erbaut. Im Jahr 1618 wurde es unter Nutzung des mittelalterlichen Gebäudes erneuert und der jetzige Hauptgiebel mit der Gerichtslaube und die Rückfront errichtet. Von 1998 bis 2000 wurde es umfassend saniert.

Rathaus Ludwigslust

Rathaus Ludwigslust

Ludwigslust

In der Ludwigsluster Schlossstraße befindet sich das heutige Rathaus. Der zweigeschossige Backsteinbau war jedoch nicht immer Sitz der Stadtverwaltung. Errichtet wurde es im Jahre 1780 von Johann Joachim Busch und diente zunächst als Gerichtshaus, dessen Obergeschoss die Carton-Fabrique beherbergte. Bis etwa 1817 wurde in der Schlossstraße 38 Pappmaché hergestellt, aus dem Kunstgegenstände und Schmuckelemente für das Schloss gefertigt wurden. Viele Unikate können im Ludwigsluster Schloss noch heute bewundert werden. In jener Zeit war das damalige Gerichtshaus auch das Gefangenenhaus, in dessen Erdgeschoss sowohl der Gerichtsrat als auch der Gefangenenwärter wohnten. 1884 begann ein neuer Abschnitt in der wechselvollen Geschichte des Hauses. Die gerade erst gegründete städtische Sparkasse zog in das Obergeschoss ein. Später übernahm sie auch die Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Bis 1935 war die Sparkasse Hauptnutzer des Gebäudes. Seitdem ist die Schlossstraße 38 städtisches Rathaus für Ludwigslust. Um den vielfältigen Aufgaben gerecht werden zu können, wurde es Anfang der 90er Jahre zunächst um einen Anbau erweitert, im Anschluss daran wurde das historische Rathaus umfangreich saniert. Auch die städtische Bibliothek ist seitdem hier untergebracht. Heiraten im historischen Rathaus Ludwigslust  Im Rathaus Ludwigslust können Sie den Bund fürs Leben schließen - z.B. im lichtdurchfluteten Innenhof, im Lichthof. An insgesamt 8 Tagen im Jahr kann man sich auch im Teepavillon im Blumengarten des Schlossparkes trauen lassen.

Rathaus Wittenburg

Rathaus Wittenburg

Wittenburg

Gäbe es einen Schönheitswettbewerb für Rathäuser, wäre das Wittenburger wohl einer der Favoriten für den Siegertitel. Mit seiner doppelläufigen Treppe, dem Bogengang und seinen vier gewaltigen rechteckigen Türmen erinnert das restaurierte Gebäude eher an ein Schloss als an einen Verwaltungssitz. Eine schönere Kullise als das Wittenburger Rathaus könnte man sich für ein Märchen wohl kaum vorstellen. Dessen ungewöhnliche Baustil in Anlehnung an die englische Tudorgotik lässt das Wittenburger Rathaus einzigartig unter den Rathäusern Mecklenburgs erscheinen. 1852 wurde es nach Plänen des Schweriner Hofbaurates Georg Adolf Demmler errichtet und konnte am 8. Januar 1853 feierlich eingeweiht werden. Heute zählt das Wittenburger Rathaus zu den bedeutendsten Bauwerken aus der Zeit des Historismus. Nach umfassender Sanierung 1996 erstrahlt es nun in neuem Glanz und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Ratsdienerhaus Gadebusch

Ratsdienerhaus Gadebusch

Gadebusch

Das Ratsdienerhaus gehört zum Ensemble des Gadebuscher Rathauses. Im Jahr 1580 baute man das Ratsdienerhaus im Fachwerkstil an das Gadebuscher Rathaus an, welches damit das älteste Wohnhaus von Gadebusch darstellt. Nach einigen Umbauten wurde es ab 1977 als Stadtarchiv genutzt. Nach einem Brand im Jahr 1994 wurde das Haus 1997/98 vollständig saniert und dient heute als Standesamt.

Rauchhaus Möllin

Rauchhaus Möllin

Möllin

Auf dem historischen Erlebnishof befinden sich ein Café, Restaurant und ein Hofladen. Die großzügige Hofanlage mit mehreren Gebäuden und einem Bauerngarten kann auch für Feiern gemietet werden. Das Rauchhaus Möllin ist seit 1796 ein Ort der Gastfreundschaft und Zusammenkunft. Wo früher teilweise noch Mensch und Tier unter einem Dach lebten, kann heute gespeist und Geschichte erlebt werden. Wir, das sind seit 2019 Steffi & ihr Team, bieten zünftige Speisen und Rauchspezialitäten sowie frische Produkte der Region auf unserem Erlebnishof an. Wir kochen saisonal – Die Zutaten beziehen wir von Produzenten aus der Region und ergänzen diese durch Kräuter, Obst und Gemüse aus dem Hofgarten. Jeden Sonntag von 9.00 – 11.00 bieten wir ein reichhaltiges Frühstück mit regionalen Köstlichkeiten wie Eierspeisen, frische Brotwaren, hausgemachte Marmeladen und frische Dips zu. In der hauseigenen Konditorei werden unsere leckeren Torten & Kuchen mit viel Liebe frisch zubereitet. Je nach Saison und Jahreszeit kann das Torten- und Kuchensortiment variieren. Auch für verschiedene Feiern und Anlässe bereiten wir individuelle Torten mit viel Liebe zu Detail zu. Unser Erlebnishof bietet mit seiner ländlichen Kulisse ein optimales Ausflugsziel. Wir veranstalten in regelmäßigen Abständen kulinarische Highlights – vom Themen-Abend über Literaturvorstellungen, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Außerdem erwarten die Gäste musikalische Aufführungen zu bestimmten Anlässen. Egal zu welcher Jahreszeit, unser Veranstaltungskalender hat immer besondere Ereignisse vorzuweisen. Gruppenreisen erhalten auf unserem Hof passende Unterhaltungsprogramme. Gerne organisieren wir eine geschichtliche Führung durch die Museumsanlage für Busgruppen oder wir unterstützen bei der Planung für einen Wandertag von Schulklassen. Hier gibt es über Apfelernte oder Tierführungen einiges zu erleben. Außerdem bieten unser Hofladen und der Kräutergarten jede Menge zu entdecken sowie lauschige Plätzchen zum Verweilen. Im großen Innenhof des Rauchhauses befindet sich unser Hofladen. Hier findet ihr unsere hausgemachten Produkte zum Mitnehmen sowie viele Köstlichkeiten aus der Region. Wir bieten außerdem originelle Geschenkideen, die individuell zusammengestellt werden können. Vom hausgemachten Rhabarber Likör bis hin zu unserem beliebten Rauchhaus Brot... für jeden ist etwas dabei. Das Rauchhaus Möllin bietet mit seiner idyllischen Lage die perfekte Location für romantische Hochzeiten. Sei es klein & fein, klassisch-elegant oder ein rauschendes Fest – wir runden mit vielen Details den schönsten Tag im Leben ab. Auch für Familienfeiern oder Firmenfest bieten wir diskrete Räumlichkeiten an. Wir haben verschiedene Möglichkeiten Gruppen bis 250 Personen zuverlässig zu bewirten. Wir sind ein junges dynamisches Team, dass aus Überzeugung und Leidenschaft alle zusammen an einem Strang zieht. Wir wollen das Rauchhaus mit seiner verbundenen Geschichte voranbringen und für die Zukunft sichern. Wir wollen glückliche Gäste, lachende Kinder und tolle Erlebnisse auf der Arbeit. Wir sind nicht einfach "nur Arbeiter"... wir sind ein Teil vom Ganzen.

Reitende Alexandrine

Reitende Alexandrine

Ludwigslust

Im 200. Jahr ihres Geburtstages ist Alexandrine, Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin, wieder nach Ludwigslust zurück gekehrt. Auf einem Pferd reitend steht sie seit 2003 auf dem Platz, der seit mehr als 150 Jahren ihren Namen trägt. 15 Jahre ihres Lebens hat die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin, geboren als Friederike Wilhelmine Alexandrine Marie Helene, in Ludwigslust verbracht. Die Tochter des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und der legendären Königin Luise war nicht nur schön, klug und freundlich; mit Charme und Intelligenz eroberte sie die Herzen der Ludwigsluster Bevölkerung, ähnlich wie Kaiserin Sissi in Österreich. In Ludwigslust erinnert noch heute der evangelische Kindergarten "Alexandrinenstift" an das Engagement der späteren Landesmutter, die im Alter von 89 Jahren am 21. April 1892 in Schwerin verstarb. Eine übergroße Bronzeplastik der Reitenden Alexandrine, geschaffen von den Bildhauern Andreas Krämmer und Holger Lassen, steht seit 2003 im Mittelpunkt des sanierten und neugestalteten Alexandrinenplatzes und erinnert an die Großherzogin. Ergänzt werden soll das Ensemble noch durch sechs Sandsteine entlang der Schloßstraße, die mit literarischen Texten versehen werden und dem Läufer, der damals täglich die Post des Hofstaates zu Fuß nach Schwerin trug.

Reiterdenkmal Friedrich Franz II. im Schlossgarten Schwerin

Reiterdenkmal Friedrich Franz II. im Schlossgarten Schwerin

Schwerin

Das Reiterstandbild für den Großherzog von Mecklenburg-Schwerin steht vis-á-vis mit dem Schloss auf einem Platz im Schlossgarten. Umstanden von Blumen, Rosensträuchern und den romantischen Laubengängen ist die Anlage ein Highlight des Schweriner Schlossgartens. Ein Denkmal für den Großherzog Nach dem Tod des populären Großherzogs Friedrich Franz II - dem Erbauer des Schlosses in Schwerin - wurde von seinem Sohn der Bau eines monumentalen Standbildes in Auftrag gegeben. Finanziert wurde das Objekt durch Spenden. Es gilt als das einzige historische Reiterstandbild in ganz Mecklenburg. Bewegte Geschichte Das Werk des mecklenburgischen Bildhauers Ludwig Brunow wurde 1893 feierlich enthüllt - im Beisein hochrangiger Staatsgäste wie Kaiser Wilhelm II oder der Großfürst Wladimir von Russland, sowie alles, was im mecklenburgischen Hofadel Rang und Namen hatte. Inspiriert von den Reiterstandbildern römischer Kaiser und des preußischen Kurfürsten in Berlin wurde es nach dem typischen, zumeist militärisch geprägten Zeitgeschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts gestaltet. Die Figuren des Großherzog und seines Rosses stehen auf einem mehr als 4 m hohen Marmorsockel. Die Herrschertugenden Der Sockel ist umgeben von Allegorien auf die 4 Herrschertugenden: Stärke, Gerechtigkeit, Weisheit und Glaube. Zwei Gedenkplatten zeigen Ereignisse aus Friedrich Franz II. Regierungszeit - den Bau des neuen Universitätsgebäudes in Rostock und den Einzug des Großherzogs in Schwerin 1871. Zwei Kriege und zwei Diktaturen überstand das Denkmal mit viel Glück. Es entging der Einschmelzung für Kriegszwecke, dem Bildersturm nach Kriegsende und der Verschrottung.

Reppiner Burg

Reppiner Burg

Schwerin

Die Reppiner Burg bietet einen optimalen Aussichtspunkt mit Blick über den Schweriner See. Die Reppiner Burg - eine 1907 als Aussichtspunkt und Ausflugziel künstlich angelegte Burgturmruine - liegt am Südufer des Schweriner Sees. Von der Aussichtsplattform hat man einen Blick auf den Schweriner See, die beiden Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder und die Silhouette Schwerins. Unterhalb der Burg ist eine naturbelassene Badestelle.

Restaurant & Café Herzogliche Dampfwäscherei

Restaurant & Café Herzogliche Dampfwäscherei

Schwerin

Restaurant in der histor. Dampfwäscherei, in unmittelbarer Nähe zum Schloss, Theater und Museum. Gartenterrasse lädt zum Verweilen ein. Mittagstisch an Wochentagen. Geöffnet Mo – Sa 11 – 22 Uhr, So ab 10 Uhr Brunch Restaurant in der histor. Dampfwäscherei, in unmittelbarer Nähe zum Schloss, Theater und Museum. Gartenterrasse lädt zum Verweilen ein. Mittagstisch an Wochentagen. Geöffnet Mo – Sa 11 – 22 Uhr, So ab 10 Uhr Brunch

Restaurant Lukas - Fisch und mehr

Restaurant Lukas - Fisch und mehr

Schwerin

Wer in der schönen Schweriner Seenlandschaft Urlaub macht, sollte auf jeden Fall die Fischspezialitäten der Region probieren. Beste Gelegenheit dazu bietet das Restaurant Lukas. Als einziges ausgesprochenes Fischrestaurant der Stadt bietet es in 30-jähriger Tradition neben Fischen aus der Region auch internationale Delikatessen. So finden sich auf der abwechslungsreichen Speisenkarte Forellen und Ostseeschollen genauso wie Hummer oder Scampi. Für alle, die keinen Fisch mögen, sind auch die Fleischgerichte und vegetarischen Köstlichkeiten wärmstens zu empfehlen. Sie können sich aber auch komplette Gerichte individuell zusammenstellen. Das Restaurant Lukas begrüßt Sie täglich ab 11.30 Uhr und verwöhnt Sie bis in die späten Abendstunden.

Räuber-Vieting-Höhle

Räuber-Vieting-Höhle

Parchim

Im heutigen Naturschutzgebiet Sonnenberg sorgte einst Räuber Vieting für Angst und Schrecken. Seine Höhle und weitere Spuren aus dieser Zeit sind noch heute zu besichtigen. Neben seinen innerstädtischen Sehenswürdigkeiten glänzt Parchim mit seiner landschaftlich reizvollen Umgebung und malerischen Natur. So kann man im Naturschutzgebiet Sonnenberg südwestlich der Kreisstadt mit die größten und schönsten Douglasien Mitteleuropas bestaunen. Ein perfektes Versteck für den Räuberhauptmann Vieting und seine Schar, die nach Überlieferung dort im Mittelalter ihr Unwesen getrieben haben sollen. Die Bande lauerte im Wald und raubte Reisende aus. Einmal verschleppten sie sogar ein Mädchen und hielten es in ihrer Höhle gefangen. Als eines Tages die Vorräte zur Neige gingen, wurde die Frau in die Stadt geschickt, um neue zu besorgen. Dabei behalf sie sich einer List und legte auf dem Rückweg Erbsen aus, die direkt zur „Vietingshöhle“ führten. Dadurch konnte dem Räuber mitsamt seiner Bande letztendlich das Handwerk gelegt werden. Die Höhle und weitere „sagenhafte Überbleibsel“ aus längst vergangenen Zeiten sind auch heute noch zu bewundern. Trotz intensiver Suche fand man allerdings nie den großen Schatz, der über die Jahre hinweg wohl stetig angewachsen war. Die berühmte „Erbsenspur“ ist ebenfalls noch begeh- und erlebbar.

SUP Schwerin

SUP Schwerin

Schwerin

Habt ihr Lust auf einen Ausflug mit dem Stand-Up-Board? Wir bieten Kurse für Einsteiger sowie Abenteuertouren, Familienausflüge und Firmenevents an. Sommer - Sonne - SUP! Stand Up Paddling - oder kurz SUP - das ist unsere Leidenschaft. Es ist die perfekte Kombination aus Entspannung und sportlicher Aktivität unter freiem Himmel. Egal ob am Wochenende oder nach der Arbeit, für uns gibt es nichts Schöneres, als mit dem Stand-Up-Board auf dem See zu sein. Aufgrund seiner Vielfalt an Gewässern bietet Schwerin optimale Bedingungen sowohl für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene. Probiert es doch einfach mal aus! Verleih und Kursteilnahme nur nach vorheriger Absprache. Seid spontan und gönnt euch eine kleine Auszeit!

Schaalsee-Safari

Schaalsee-Safari

Wittenburg

Mit dem zertifizierten Landschaftsführer Andreas Ermisch geht es auf Entdeckungstour durch das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Zwischen klaren Seen, Moorlandschaften und weiten Wiesen lassen sich Kraniche, Seeadler und sogar Wasserbüffel beobachten. Begleitet von spanenden Fakten, Sagen und Mythen wird die Tour zu einem unvergesslichen Naturerlebnis. Treffpunkt: Pahlhuus in Zarrentin. Hier startet die Schaalsee-Safari. Eine Reise in das UNESCO-Biosphärenreservat, das für seine Artenvielfalt und unberührte Schönheit bekannt ist. An den Wochenenden führt Andreas Ermisch, zertifizierter Naturlandschaftsführer und echter Kenner der Region, seine Gäste durch diese beeindruckende Landschaft – in einem Safariwagen, der auf den ersten Blick recht ungewöhnlichen wirkt.  Der Transporter leuchtet im knalligen Orange. Eine „Buchanka“ – russisch für Kastenbrot. „Perfekte Tarnung,“ erklärt Andreas, „Die Farbe kommt in der Natur als Futter nicht vor. Für die Tiere sind wir unsichtbar“ Dann geht es los. Das Kopfsteinpflaster weicht holprigen Wegen entlang des Schaalsees. Erster Halt: das Ufer bei Schalliß. Vom Steg aus eröffnet sich ein fantastischer Blick auf Zarrentin. Andreas zeigt auf das glasklare Wasser – der Schaalsee ist mit 72 Metern einer der tiefsten KlarwasserseenDeutschlands. Er erzählt von der sagenumwobenen Geschichte um die Maräne. Ein roter Krebs schimmert im Wasser. Der See wirkt wie ein lebendiges und zugleich stilles Schauspiel aus Licht und Wasser. Weiter geht’s, und der Wald weicht weitläufigen Wiesen. Plötzlich heißt es anhalten: Am Feldrand stolzieren zwei majestätische Kraniche. Die Ferngläser gehen reihum, um die anmutigen Tiere aus der Ferne zu beobachten. Die Fahrt führt zudem vorbei an grasenden Wasserbüffeln, der historischen Stintenburg und der Schaalmühle mit ihren Fischtreppen, zu den mystischen Moorlandschaften bei der Staustufe der Schilde bis hin zur fast schon hügeligen Landschaft bei der Schaale. Abgeknickte Bäume und auf die Flut wartende Wasserläufer betonen die Unberührtheit dieses Ortes. Ein Seeadler fliegt davon, und das Röhren der Hirsche in der Brunftzeit hallt durch die Luft.

Schelfkirche Schwerin

Schelfkirche Schwerin

Schwerin

Sie ist eine seltene Schönheit - die einzige reine Barockkirche aus Backstein in der Region Westmecklenburg. Eine Baustil-Cousine des Michel in Hamburg. Sehenswert ist die Gruft der mecklenburgischen Herzöge. Die Kirche ist täglich geöffnet und kann besichtigt werden. Turbulent ging es vor und rund um die heutige Schelfkirche zu: Urkunden und Überlieferungen lassen vermuten, dass sie mehrere Vorbauten hatte. Schon 1217 findet sich ein erster Beleg für eine Kirche auf der Schelfe. Auch neun Jahre später wird von der Stiftung einer Kirche berichtet – diese könnte zwischen 1230 und 1250 erbaut worden sein. Doch damit ist die Geschichte noch lange nicht am Ende. Eine Bauuntersuchung liefert Hinweise darauf, dass die spätromanische Kirche zwischen 1300 und 1320 in eine gotische Saalkirche umgebaut worden war. Über die folgenden rund 300 Jahre allerdings lässt sich nichts finden – deshalb: Zeitsprung:  Die St. Nikolai Kirche wurde im 17. Jahrhundert als Filialkirche des Doms betrieben. In dieser Zeit geschah einiges. Zunächst erhielt die Kirche einen neuen Turm, der schon kurze Zeit darauf wieder eine Reparatur benötigte. Ein Sturm hatte Teile des Glockenturms gelöst, diese waren auf das Kirchendach gestürzt. Auch das wurde repariert. Damit nicht genug: 1670 wurde eine zersprungene Glocke erneuert. Dach und Turm der Kirche waren ein erneutes Mal sanierungsbedürftig – es mussten Spendengelder her. Herzog Christian Ludwig I. ordnete eine Sammlung dazu an. Der Turm der Schelfkirche stand unter keinem guten Stern und sollte die Gemeinde noch einige Male beschäftigen. 1703, kurz vor Weihnachten, brauste ein Orkan über Schwerin. Der Turmhelm stürzte auf die Kirche und beschädigte sie schwer. Die Entwicklung der Schelfe sorgte für Veränderungen rund um die Kirche Herzog Friedrich Wilhelm erließ die Anordnung, die Schelfe zur Stadt auszubauen und im Zuge dessen die Kirche zu erneuern. Gesagt – getan. Die Grundsteinlegung wurde auf den 15. Mai 1708, den 25. Geburtstag seines jüngeren Bruders Christian Ludwig, verfügt. Ingenieurkapitän Jacob Reutz hatte die Pläne für die neue Kirche St. Nikolai entworfen, doch nicht alles wurde umgesetzt: Gerade als der Rohbau fertig war, verstarb er nämlich. Nachfolger Leonhard Christoph Sturm trieb einen völlig anderen Innenausbau voran. 1713 folgte die Weihe der Kirche. Dies war auch der Beginn ihrer Bestimmung als Grablege der Herzöge zu Mecklenburg Schwerin. Auftraggeber Herzog Friedrich Wilhelm erlebte das nicht mehr. Er verstarb rund zwei Monate zuvor und wurde schließlich in einer Gruft unter dem Altar beigesetzt. Im zweiten Weltkrieg opferte die Schelfkirche zwei Bronzeglocken und das Kupferdach Es blieb weiter turbulent: Nach Jahren kontinuierlichen Niedergangs als Filialkirche des Doms, bekam St. Nikolai am 14. August 1754 per Deklaration Herzogs Christian Ludwig II. eine eigene Pfarr- und Gemeindeverfassung. Die kirchlichen Sakramente durften sie nun eigenständig abhalten. Gelder erhielten sie aus der herzoglichen Kasse. 1858 kam der verstorbene Jacob Reutz doch noch zu seinem Recht: Die Einbauten Leonhard Christoph Sturms wurden aus der Kirche entfernt und nun doch alles nach den ursprünglichen Plänen ausgerichtet. Friedrich Friese baute die Orgel. Gerade der Zweite Weltkrieg forderte Opfer der Schelfkirche: Zwei der drei Bronzeglocken sowie das Kupferdach wurden eingeschmolzen. Erst in den Jahren 1959 bis 1990 kamen neue Glocken in die Kirche, allerdings aus Eisen statt Bronze. Das Innere wurde in dieser Zeit neu bemalt, die Fassade der Kirche wurde saniert. Zum Stil 1853 beauftragte Großherzog Friedrich Franz II. den Land-Baumeister Voss und Baumeister Krüger mit der Erneuerung der Kirchenausstattung. Altargemälde und Taufstein schuf Gaston Lenthe, Tischler- und Bildhauerarbeiten an der Großherzoglichen Fürstenloge übernahmen Tischlermeister Möhrer und Bildhauer Scholinus, die Fenster schuf Ernst Gillmeister in Grisaille. Der Archivar Georg Friedrich Lisch ordnete die Bestattungen in der Gruft neu. Eine Gedenktafel im Chor der Kirche führte nun alle in der Gruft beigesetzten Mitglieder des Hauses Mecklenburg-Schwerin auf. In dieser neugotischen Ausstattung der Kirche inszeniert Friedrich Franz II. das Gedenken an seine Vorfahren im Haus Mecklenburg neu. Er selbst wird im bekrönenden landesherrlichen Wappen am kunstvoll gestalteten Herrschaftsstand präsent. Dieser ist unterhalb der Orgel auf der Westseite des Kirchenraumes angebracht und über den Turm zugänglich.  Bis heute entwickelte sich die Schelfkirche zusehends weiter. Zeuge der modernen Zeit ist eine Gasheizung. Eine Altlast wiederum bleibt das Schicksal des Turmes: Auch 1995 fiel er einem Sturmschaden zum Opfer, sodass seine Spitze neu eingedeckt werden musste. Außerdem neu: Zwei Bronzeglocken – die eisernen Ersatzglocken waren endgültig verschlissen und erhielten beständigere Nachfolger. Nach 1983 und 1990 wurden die stark beschädigten Fenster in Anlehnung an die erste Verglasung mit Antikglas erneuert.

Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712

Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712

Gadebusch

Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren halbwegs überwunden, als in Mecklenburg erneut Kämpfe ausländischer Mächte ausgetragen wurden. Schweden und Dänemark, die sich im Nordischen Krieg (1700-1721) befanden, begegneten sich 1712 bei Gadebusch und sorgten dafür, dass die kleine Stadt noch heute historische Bedeutung hat. Im Verlauf des Nordischen Krieges (1700-1721) um die Vorherrschaft im Ostseeraum zog die schwedische Feldarmee unter der Führung des Generals von Stenbock von September bis Dezember des Jahres 1712 durch Mecklenburg. Sie war den dänischen Truppen auf den Fersen, die bereits aus Rostock und Wismar den Rückzug angetreten hatten. Am 20. Dezember kam es in der Nähe von Wakenstädt zu einer blutigen Schlacht. Der König der Dänen, Friedrich IV., zog mit den verbündeten Sachsen gegen die Schweden auf, ohne auf das ebenfalls verbündete, heranrückende russische Heer zu warten. Die Schlacht mit rund 14.000 beteiligten Soldaten begann um 13 Uhr und wurde erbittert geführt, doch letztendlich verloren die Dänen gegen die Überlegenheit der schwedischen Truppen und mussten sich nach Ratzeburg und Mölln zurückziehen. Mit dem Sieg der Schweden und rund 4.000 Toten endete die Schlacht bei Gadebusch. Die meisten Gefallenen wurden auf dem Schlachtfeld begraben, einige Offiziere sind auf dem Gelände der Gadebuscher Kirche bestattet worden. Eine Gedenkstätte bei Wakenstädt mit mehreren Informationstafeln und Gedenksteinen erinnert an die Schlacht vor 300 Jahren, die als größte Feldschlacht Mecklenburgs in die Geschichte einging.

Schleusentor Garwitz

Schleusentor Garwitz

Matzlow-Garwitz

Das historische Obertor der Schleuse in Garwitz zeugt von der technischen Baukunst vergangener Zeiten. Direkt neben der Garwitzer Schleuse befindet sich ein Denkmal der besonderen Art: Das Tor der alten Schleuse. Dieses wurde im Jahr 1894 erbaut und in seiner Ausführung als Holztor im Jahr 1989 erneuert. Während der Grundinstandsetzung der Schleuse im Jahr 2000/2001 wurde das Obertor der Schleuse ausgebaut und oberhalb der Schleuse platziert. Hier bleibt es als technisches Denkmal erhalten und kann von Besuchern bewundert werden. Direkt neben dem Obertor befindet sich ein Rastplatz, der mit Blick auf das rege Treiben auf der Müritz-Elde-Wasserstraße zum Verweilen einlädt.

Schloss Neustadt-Glewe

Schloss Neustadt-Glewe

Neustadt-Glewe

In Nähe der alten Burg, an einem westlichen Seitenarm der Elde, ließ 1618/19 Herzog Adolf Friedrich I. ein neues Schloss für Neustadt-Glewe bauen. Dieses sollte künftig an Stelle der Burg den mecklenburgischen Herzögen als Nebenresidenz dienen. Aufgrund der Lage an der Elde wurde das barocke Schloss auf hunderten Eichenpfählen gegründet. Die Pläne für die zweigeschossige Dreiflügelanlage im Stil des holländischen Klassizismus erstellte der herzogliche Baumeister Gerhardt Evert Pilooth, der allerdings nur wenige Jahre nach Baubeginn verstarb. Beinahe einhundert Jahre sollte es dauern, bis der Bau endlich fertiggestellt werden konnte. Allein die Innenausstattung nahm acht Jahre in Anspruch. So wurden unter anderem 1.600 Quadratmeter Deckenfläche des sonst eher schlichten Landschlosses mit aufwendigen Stuckarbeiten verziert und 32 Kamine mit Rosetten, Gesimsen und Figuren errichtet. Von 1725 bis 1735 lebte hier für einige Jahre Christian Ludwig II., der spätere Herzog von Mecklenburg-Schwerin. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloss vorübergehend zur Wohnstätte für Flüchtlinge und Obdachlose. Zu DDR-Zeiten schließlich wurde das Schloss für Bildungszwecke genutzt, später auch als Bibliothek und Mittagsküche. Allerdings verfiel das auf Pfählen ruhende Gebäude immer mehr und drohte abzusacken, so dass es nach der Wende vorübergehend leer stand. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ab Mitte der 90er Jahre beherbergt das restaurierte Schloss heute ein Hotel. Sehenswert sind vor allem die liebevoll restaurierten Stuckdecken, die polnische Spezialisten wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt haben.

Schlossgarten und Burggarten Schwerin

Schlossgarten und Burggarten Schwerin

Schwerin

Mit Alleen, Laubengängen, Blumenrabatten, Bosketts, Skulpturen und dem Kreuzkanal präsentiert sich der Schlossgarten als eindrucksvolles Gartendenkmal im barocken Charakter. Hier treffen französischer Landschaftsstil und englische Gartenkunst aufeinander: Der Schlossgarten ist die bedeutendste barocke Gartenanlage in Norddeutschland und entfaltet seine Pracht bis heute. Im 16. Jahrhundert entstand das heutige Schweriner Schloss aus einer Burg heraus. Es wurde sogleich mit verschiedenen Gärten umgeben, die nach und nach erweitert wurden. Besonders der Gartenarchitekt Jean Legeay hat die Grünanlage geprägt. Nachdem Christian Ludwig II. im Jahr 1728 Landesadministrator und 1736 Kaiserlicher Kommissar wurde, verpflichtete er den französischen Hofbaudirektor Jean Laurent Legeay. Er wurde 1748 mit der Erneuerung des wüst liegenden Schlossparks beauftragt und hat sich bei der Gestaltung an Versailles orientiert. Also erhielt der neue Park den als Wasserparterre angelegten Kreuzkanal in zentraler Sichtachse. Zudem prägen Alleen, Boskette und buchsbaumgefasste Rasenmuster als stilisierte Pflanzenornamente die Anlage. Für den neuen Schlossgarten hat Christian Ludwig 14 Sandstein-Skulpturen des Dresdener Bildhauers Baltasar Permoser gekauft. Zwischen 1840 und 1852 arbeitete Peter Joseph Lenné im Auftrag von Großherzog Paul Friedrich und Friedrich Franz II. an der Neuplanung des Schweriner Schlossgartens. In seinen Plänen sollte der bestehende barocke Garten erhalten bleiben. Gleichzeitig umfasste die gravierende Erweiterung viele neue Elemente: Den neuen Burggarten, die verschiedenen Nutzgärten mit Warm- und Kalthäusern, die Kaskaden, das Hippodrom oder auch die Anlage der Weintreibereien. Auf der Seeseite des Burggartens befinden sich die Orangerie und die bis ins Wasser des Schweriner Sees reichende Grotte. Auf der „Liebesinsel“ gibt es zudem unter den Trauerweiden ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen. Herzog Friedrich Franz II. widmete seiner Frau Auguste diese kleine romantische Insel am Burggarten als Zeichen seiner Liebe. Zum Stil Dem Schweriner Schlosspark - wie wir ihn heute kennen – liegen zwei höchst unterschiedliche Gestaltungen zu Grunde. In der Anlage von Jean Laurent Legeay des Jahres 1748 ist der damalige Machtanspruch des Regenten sichtbar. Seinem Gestaltungswillen wurde die Natur untergeordnet. Die Neuanlage und Erweiterung des Schlossparks von 1840 bis 1857 nach Osten und Süden durch Lenné, spiegelt dagegen die Auffassungen der Romantik wider. Sie inszeniert das Schloss als großartigen Prachtbau innerhalb des Burggartens, des Alten Gartens, der Marstallinsel und der umgebenden Seenlandschaft. So befindet es sich hochherrschaftlich mitten im großen Landschaftsprospekt, wie in einem Gemälde. Im angelegten Kreuzkanal spiegelt sich malerisch das Schloss. Auch die Alleen, Boskette, die große Grotte, Pavillons und Wasserspiele sind eingebettet in die Gartenanlage des Schweriner Schlosses. Mitsamt den Laubengängen, dem Hippodrom, der Rasenkaskade und den Skulpturen bietet der Park eine ideale Verbindung aus Architektur, Natur und Kunst. Zur Bundesgartenschau 2009 wurde die Anlage aufwändig restauriert, sodass die Besucher weiterhin dem barocken Charme des gepflegten Grüns erliegen.

Schlossgärtnerei Wiligrad

Schlossgärtnerei Wiligrad

Lübstorf

Essen – trinken – entspannen – lesen – fachsimpeln – Natur genießen Entspannen Sie bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffeespezialitäten in gärtnerischem Ambiente. Bei Kräutertee aus dem Garten oder selbstgebackenem Steinofenbrot werden Rezepte und Gartenweisheiten ausgetauscht. Entdecken Sie Neues und Altbewährtes, Historisches, Künstlerisches, Gärtnerisches, Handwerkliches auch im Hofladen….

Schlosskirche Schwerin

Schlosskirche Schwerin

Schwerin

Die kleine Schlosskirche an der Nordseite der Schlossinsel bezaubert mit ihrem goldenen Sternenzelt und der schönen Innenausstattung. Mecklenburgs erster reformatorischer Kirchenbau ist ein weiteres Highlight des Schweriner Schlosses, hat eine aktive Kirchgemeinde und ist ein gefragter Heiratsort. "Das sieht ja aus wie am Kölner Dom!" hört man Besucher oft sagen, wenn Sie die Fassade der Schlosskirche auf der Schlossinsel erblicken. Der kleine Kirchenbau schmiegt sich in grauem Sandstein in die Fassade des Schlosses. Verziert mit Maßwerk, gotischen Fenstern, Wasserspeiern und Spitzen. Die Erinnerung an den Dom zu Köln kommt nicht von ungefähr. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche im modischen neogotischen Stil umgestaltet, vom Kölner Dombaumeister Zwirner. Das Innere der Kirche ist nicht weniger prachtvoll. Der Besucher steht unter einem Nachthimmel in Blau und Gold. Die Emporen und Balkone sind wundervoll dekoriert, glänzend bemalt und gestaltet mit Ornamenten, Engelsfiguren und biblischen Motiven im Sinne der evangelischen Erlösungsthematik. Die evangelisch-lutherische Schlosskirchen-Gemeinde feiert in der Kirche regelmäßige Gottesdienste. Es finden Trauungen und Taufen statt. Die Kirche kann auch im Rahmen von angemeldeten Führungen besichtigt werden. Informationen zu den Führungen finden Sie hier: Öffnungszeiten der Schlosskirche

Schmiede Radsack

Schmiede Radsack

Gadebusch

Die Schmiede Radsack in Stresdorf bei Gadebusch ist ein Familienbetrieb, der Tradition und Zukunft auf verblüffende Weise verbindet. Vater Birger Radsack ist Schmiedemeister und Werklehrer mit einem Diplom in der freien Malerei. Coco Radsack betreibt als Silberschmiedin in Schwerin ein Kunstkaufhaus, das Kontor in der Puschkinstraße. Seit einigen Jahren arbeiten der Schwiegersohn und beide Söhne mit in der Werkstatt in Stresdorf, die sich inzwischen auf „Tiny Houses“ spezialisiert hat: mobile Wohnhäuser nach hohen ökologischen und energetischen Standards, die bundesweit reißenden Absatz finden. Der Mechatroniker Robert Radsack ist für die Planung und Konstruktion des Wagenbaus verantwortlich: „Auf 30 Quadratmetern ist Küche, Bad, Wohn- und Schlafraum untergebracht. Viele Menschen verstehen unter Lebensqualität heute nicht mehr, viel Platz zu haben und viele Dinge zu besitzen. Sie wollen lieber frei und mobil sein und viel erleben – nach dem Motto: Weniger ist mehr!“ 1988 haben sich die Radsacks in Nordwestmecklenburg niedergelassen und engagieren sich für die Region: in der Denkmalpflege, durch Bildungsprojekte mit Jugendlichen oder durch Kunstausstellungen. Stresdorf ist mit seinen reetgedeckten Katen und Scheunen komplett denkmalgeschützt. Im Seminarraum der Schmiede genießen Besucher den spektakulären Rundumblick auf die malerische Hügellandschaft bei Gadebusch in Nordwestmecklenburg. „Wir möchten mit unserer offenen Werkstatt und Schmiedekursen ein Bewusstsein für handwerkliche Arbeit und professionelle Qualität schaffen.“ Birger Radsack verrät auch den ganz privaten Standortvorteil, dass er seine Enkelkinder gleich auf dem Hof hat und am Feierabend kurz mal besuchen kann: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist hier optimiert!“ Öffnungszeiten: tägl. 8:30 - 17:00 und nach Absprache

Schweizerhaus im Schlosspark Ludwigslust

Schweizerhaus im Schlosspark Ludwigslust

Ludwigslust

Das helle, reetgedeckte Fachwerkhaus im Schlosspark wurde als Sommersitz der Herzogin Luise zum Ende des 18. Jahrhunderts im Ludwigsluster Schlosspark errichtet. Das Schweizerhaus liegt im nordwestlichen Teil des Ludwigsluster Schlossparks. Es wurde um 1790 von Johann Joachim Busch als Sommerwohnhaus der Herzogin errichtet. Der cottageartige Stil des Hauses ist im Vergleich bewusst eher einfach gehalten. Das Reetdach erinnert an die typische Architektur der ländlichen Bevölkerung und schafft einen Rückzugsort der ländliche Idylle ausstrahlt. Das Haus ist über zahlreiche Sichtachsen und Blickbeziehungen in den Park eingebunden. Es entsprach damit ganz dem Zeitgeschmack der höfischen Gesellschaft, die sich nach einem vermeintlich einfachereren bäuerlichen Leben sehnte. Auf der Wiese vor dem Schweizerhaus finden Veranstaltungen statt.

Schweriner Dom St. Marien und St. Johannis

Schweriner Dom St. Marien und St. Johannis

Schwerin

Der sprichwörtliche Höhepunkt der Kirchen in Mecklenburg: Der Schweriner Dom. Das imposante Meisterwerk der Backsteingotik ist das älteste Bauwerk der Stadt Schwerin, hat mit 117,5 m den höchsten Kirchturm in Mecklenburg und ist die einzige echte Kathedrale des Landes. Der Dom ist täglich geöffnet. Wer die 220 Stufen des Turms erklimmt, den empfängt ein atemberaubender Blick über die Schweriner Seenlandschaft. Er ist die echte einzige Kathedrale des Landes Mecklenburg-Vorpommern und buchstäblich überragend: Zum einen zählt der Schweriner Dom zu den größten Werken der Backsteingotik, zum anderen schlägt er mit seinem Turm den der Rostocker Kirche St. Petri um einen halben Meter. Genau 117,5 Meter hoch ist der Turm, geschaffen von Baumeister Georg Daniel. Und die Zahl hinter der Kommastelle ist bezeichnend im Größenvergleich zu Rostock. Schweriner witzeln deshalb, es seien womöglich die wichtigsten 50 Zentimeter Schwerins. Aber noch mehr Zahlen sind interessant: Wenn Sie den Turm erklimmen, müssen Sie 220 Stufen überwinden. Doch die Anstrengung lohnt sich. Von der Besucherplattform aus schweben Sie über den Dingen und können die atemberaubende Aussicht auf ganz Schwerin und seine Seenlandschaft genießen. Außerdem: Werfen Sie doch einmal einen Blick auf die Geschichte des Schweriner Doms. Sie ist beeindruckend. Den Turm gab es nämlich nicht von Anfang an: Heinrich der Löwe hatte den ursprünglich romanischen Vorgängerbau der heutigen Kathedrale gestiftet. Der war deutlich kleiner als die heutige Kirche – und verfügte über keinen Turm. Es folgten Umbauten und Vergrößerungen, denn ab 1222 galt die Kirche als einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Norddeutschlands. Ein Blutstropfen Christi machte den Schweriner Dom zu einem beliebten Wallfahrtsort Den Grund dafür hatte Graf Heinrich von Schwerin geliefert. Er war von einem Kreuzzug zurückgekehrt, einen Jaspis im Gepäck. Nicht allein der Edelstein war von Bedeutung, sondern dessen Inhalt. Man munkelte nämlich, dass ein Blutstropfen Christi darin eingeschlossen sei. Fortan riss der Pilgerstrom nicht mehr ab. Das brachte Spenden. Dazu war der Bischof enorm baueifrig – schließlich konkurrierte er mit Bauvorhaben in Rostock, Greifswald, Stralsund und Wismar. Damit war die Basis für einen Neubau der Kathedrale geschaffen. 1270 war Baubeginn. Der neue Chor, Seitenschiffe, Querhaus und Langhaus wurden in den folgenden 146 Jahren umgestaltet. Doch noch immer gab es keinen Turm. Dieser sollte erst rund 600 Jahre später die Kirche zieren. Wenn Sie den Dom erkunden, werden Sie auf dem Weg in die Turmhöhe fünf Glocken entdecken. Eine davon stammt aus dem Jahr 1363 und ist damit die älteste Kirchenglocke der Stadt. Und auch die größte und schwerste Glocke Schwerins können Sie im Dom bewundern. erst 1991 hinzu, als das Geläut wieder vervollständigt wurde. Drei der fünf Glocken waren nämlich während des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen worden. Außerdem sind der gotische Kreuzaltar, das Bronzetaufbecken von 1325 sowie das Triumphkreuz von 1420 sehenswert. Ein echtes Hörerlebnis ist die prächtige Ladegastorgel. 5.100 Zinnpfeifen sorgen für einen tiefen, satten Klang, der alljährlich Musikliebhaber aus aller Welt erfreut – vielleicht auch Sie. Übrigens: Um eine der Domglocken rankt sich noch eine geheimnisvolle Sage: Zwei Fischer sollen einst auf dem Schweriner See unterwegs gewesen sein, als sie am Ufer zwei seltsam gekleidete Knaben entdeckt hatten. Die beiden Fremden baten darum, mitgenommen zu werden. Doch als die Fischer endlich ans Ufer gerudert waren, waren sie verschwunden. Stattdessen standen da plötzlich zwei Kisten – eine davon gefüllt mit Gold. Die beiden Fischer machten damit halbe, halbe und öffneten die zweite Kiste. Darin war die grüne Glocke, die die Fischer dem Dom schenkten und die heute noch mit ihrem Wohlklang verzaubert. Zum Stil Die dreischiffige Basilika präsentiert sich im Stil der Hochgotik. Das heute dominierende Triumphkreuz stammt aus St. Marien in Wismar. Mit der bedeutenden erhaltenen Grabkapelle aus dem 16. Jahrhundert und der neu eingerichteten Grablege der Großherzöge 1842 sowie den 1882 bis 1886 vorgenommenen Erneuerungsarbeiten in neugotischem Stil, wird der Dom erneut zum Symbol für die Einheit von Kirche und Staat. Mit seiner neogotischen Ausstattung, dem Herrschaftsstand und der Funktion als Grablege der Großherzöge zu Mecklenburg Schwerin ist der Dom ein wesentlicher Bestandteil des Residenzensembles.

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