Sehenswürdigkeiten
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Alter Friedhof Schwerin
📍 Schwerin
Der Alte Friedhof in Schwerin ist eine historische Friedhofsanlage aus dem Jahre 1863, geplant und umgesetzt von Baumeister Demmler und Gartenbaudirektor Klett. Sehenswert sind die historischen und denkmalgeschützten Grabstätten der Angehörigen des Hofstaates und Persönlichkeiten aus Schwerins Geschichte. Die großzügige parkartig gestaltete Anlage mit abwechslungsreicher Vegetation ist sehenswert. Sehenswerte Grabanlagen historischer Persönlichkeiten Mehr als 30 Denkmalgeschützte Grabanlagen können auf dem Alten Friedhof besichtigt werden. Besonders erwähnenswert ist das Grab des Hofbaurates Georg Adolf Demmler - Die Demmlersche Grabkapelle ist Demmlers eigener Entwurf und mit umfangreicher Symbolik der Freimaurer versehen. Anfahrt/ Öffentliche Verkehrsmittel Bus Haltestelle "Alter Friedhof". Regionalverkehr Deutsche Bahn: Haltestelle "Schwerin Mitte" ca. 600 m Fußweg. Parkhaus "Bleicher Ufer" ca. 200 m Fußweg.
Banzkower Kartoffelsteinmaus
📍 Banzkow
Die Banzkower Kartoffelmaus aus Stein begrüßt seit dem Jahr 2000 auf dem Dorfplatz die Gäste aus nah und fern. Zu besonderen Anlässen im Dorfleben wird die Maus originell eingekleidet. Sie steht inmitten mehrerer landestypischer Findlinge, die die in Landes,- Bundes,- und Europawettbewerben errungenen Medaillen tragen. Zur 700-Jahrfeier der Gemeinde Banzkow im Jahr 2000 wurde die Kartoffelmaus als ständiges Maskottchen "geboren". Es gibt sie heute als kleines Souvenir, als große Holzmaus aus einer Lewitzeiche im Ortsteil Mirow, als Steinmaus auf dem Banzkower Dorfplatz und als lebendiges Original mit einem Personalausweis als Einwohnerin Nr. 2235. Die Steinmaus ist aus Granitsteinen zusammengesetzt, die vor 1,89 Mrd. Jahren aus Finnland in diese Gegend während der Eiszeit "eingewandert" sind. Die einzelnen Körperteile sind so gefunden und deshalb auch kaum bearbeitet worden. Die öffentliche Taufe der Steinmaus mit Störwasser erfolgte im Jahr 2005. Aus diesem Anlass schrieb eine Schülerin "Das Märchen von der Kartoffelmaus", das mit Schülerzeichnungen aus einem Wettbewerb gedruckt wurde. Die lebendige Kartoffelmaus ist bei allen Höhepunkten der Gemeinde und im Amt mit dabei. Außerdem ist sie in ihrem rustikalen, fahrbaren, reetgedeckten Häuschen als Botschafter für die Region sehr gefragt und beliebt. Sie war bereits in über 20 Ländern Europas und auf vielen Messen zu Gast, um für die Lewitz und Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Im Jahr 2014 besuchte sie z.B. bei einer Fahrt rund um die Ostsee alle Partnerstädte der Landeshauptstadt Schwerin, die Partnerregionen des Landes MV und die Partnergemeinde von Banzkow. Diese Reise diente nicht nur der Belebung der partnerschaftlichen Beziehungen und des Tourismus, sondern vor allem auch dem Freundschaftsgedanken in Europa. Die Hinweistafel neben der Steinmaus informiert über sehenswerte Ausflugsziele in und um Banzkow, sowie im gesamten Landschaftsschutzgebiet Lewitz.
Bertha Klingberg-Skulptur
📍 Schwerin Ostorf
Auf dem ehemaligen Eingangsplatz zur Buga 2009 sitzt lächelnd eine in Bronze gegossene alte Dame; mit einem Blumenstrauß im Schoß und neben ihr eine Gießkanne. So kannten sie die Schweriner, ihre Bertha Klingberg, die im Jahre 2002 zur Ehrenbürgerin der mecklenburgischen Landeshauptstadt ernannt wurde. Bertha Klingberg wurde 1898 in Hamburg geboren, wuchs jedoch in Bützow bei ihren Großeltern auf. Zu dieser Zeit war sie öfter in Schwerin. Ihre Liebe zu Blumen und zur Natur führte die damals Zehnjährige auch in den Schweriner Schlossgarten, wo ihr der Großherzog begegnete. Von dem kleinen Mädchen angetan, erlaubte er ihr, wann immer sie wolle, den Schlossgarten zu besuchen. Später zog sie ganz nach Schwerin. Heute sitzt sie lächelnd auf der Mauer am Burgseeufer und schaut auf den nach ihr benannten Platz, als hätte sie geahnt, dass ihr einmal soviel Ehre zuteil werden würde. Dabei hatte Bertha Klingberg über Jahrzehnte nichts anderes getan als in der Altstadt Schwerins Blumen zu verkaufen. Dies tat sie stets in der traditionellen Rehnaer Tracht. Als sie 1990 im Alter von 91 Jahren die Unterschriftensammlung "Unser Schwerin muss Landeshauptstadt werden" startete, hatte sie nicht nur die Herzen der 17.000 Unterzeichnenden gewonnen. Wegen ihres Auftretens galt sie längst als Schweriner Original. 2005 starb sie im Alter von 107 Jahren. Ihr größter Wunsch, die Bundesgartenschau 2009 zu eröffnen, ging nicht mehr in Erfüllung. Dafür wurde ihr im Juni 2010 ein lebensgroßes Denkmal gesetzt - eine Bronzeskulptur des Bildhauers Bernd Streiter.
Denkmal "Runder Tisch" Schwerin
📍 Schwerin
Als Zeichen der Selbstbestimmung und der Befreiung der ehemaligen DDR-Bürger wurde 1990 auf dem Markt in Schwerin die Skulptur "Runder Tisch" aufgestellt. Das Denkmal aus Stahl und Feldsteinen stammt vom Künstler Guillermo Steinbrüggen aus Lübeck. Die Skulptur der "Runde Tisch" erinnert an die politischen Ereignisse der Jahre 1989 und 1990, als sich viele Bürger in zahlreichen politischen Debatten für eine bessere Zukunft ihres Landes und des persönlichen Lebens, geprägt von Demokratie und Freiheit, einsetzten. In jener Zeit wurde in Berlin auf Initiative mehrerer Bürgerrechtebewegungen der Zentrale Runde Tisch gegründet, der die damalige DDR-Regierung bis zu den Neuwahlen kontrollieren sollte. Auch auf kommunaler Ebene wurden nach und nach "Runde Tische" organisiert, unter anderem in Schwerin. Daran erinnert die Stahl-Skulptur mit Feldsteinen, die 1990 zunächst auf dem Markt vor dem Altstädtischen Rathaus aufgestellt wurde. Die Skulptur war während des ersten gesamtdeutschen Metallbildhauertreffens in Schwerin von Guillermo Steinbrüggen angefertigt und später von der Stadt gekauft worden. Weil sie rostig war und so gar nicht dem Schönheitsideal der meisten Schweriner entsprach, wurde sie nach einigen Jahren wieder entfernt und noch einmal überarbeitet. Seit 1996 steht der "Runde Tisch", nun mit einem metallischen Anstrich versehen, auf dem kleinen Platz, wo Großer Moor und Puschkinstraße ineinander übergehen.
Dorfkirche Goldenstädt
📍 Goldenstädt
Die Dorfkirche liegt direkt im Dorfzentrum von Goldenstädt und ist das älteste Gotteshaus in der Umgebung. Die mittelalterliche Wehrkirche ist durch hochliegende Fenster und dicke Wände von bis zu 1,30 m geprägt. Die Gebäudemauern sind ein Gemisch aus Feldsteinen und Ziegeln. Auch das Fachwerk des Giebels wurde mit Ziegeln ausgefüllt. An der Westseite der Kirche steht ein hölzerner Glockenstuhl. Der Innenraum der Kirche ist schlicht gehalten. Der sehenswerte Altar und die Kanzel sind nach dem Dreißigjährigen Krieg entstanden.
Dr. Chrysander Park mit Büste Lübtheen
📍 Lübtheen
In der Breitscheidstraße von Lübtheen, gegenüber der Grundschule, befindet sich eine gepflegte Parkanlage, die den Namen Friedrich Chrysanders trägt. Dieser gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt. Aus Anlass des 150. Geburtstages Mitte der 1970er Jahre wurde ihm zu Ehren im Park eine steinerne Büste aufgestellt. Friedrich Chrysander wurde am 8. Juli 1826 in Lübtheen geboren. Bekannt wurde der Musikwissenschaftler und Herausgeber vor allem wegen seiner Forschungen und Studien zu Friedrich Händel, dessen Werk ohne den Lübtheener wohl heute vergessen wäre. Gemeinsam mit dem Historiker Georg Gervinus gründete Chrysander 1856 die Deutsche Händel-Gesellschaft mit dem Ziel, die Werke Georg Friedrich Händels herauszugeben. Später verfasste er eine Biografie Händels, die allerdings unvollendet blieb, aber dennoch in der Musikgeschichte von besonderer Bedeutung ist. Darüber hinaus war er als Redakteur der Allgemeinen musikalischen Zeitung ein Pionier der Musikkritik sowie Autor und Herausgeber der ersten Gesamtausgabe der Händel-Werke. Chöre und Orchester in ganz Deutschland wurden seinerzeit mit Partituren aus der Druckerei Chrysanders versorgt und trugen dazu bei Händel die Beliebtheit zu verschaffen, die sein Werk bis heute hat. Am 3. September 1901 starb er in Bergedorf bei Hamburg.
Eingeseift & Angezogen - Feine Pflanzenölseifen und Accessoires
📍 Drieberg Dorf
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Fiek'n Brunnen Hagenow
📍 Hagenow
"Hemm's all hürt...?", raunt Fru Püttelkow verschwörerisch dem bronzenen Fiek'n (Sophiechen) auf dem Vorplatz des Rathauses zu. Die Figurengruppe um den Brunnen stellt eine typische Szene des täglichen Lebens in der Landstadt Hagenow dar und verewigt zugleich zwei urig, schrullige Charaktere der mecklenburgischen Folklore. Bis 1809 stand gegenüber dem Rathaus der zentrale Brunnen der Stadt Hagenow. Seit der Renovierung des Platzes im Jahre 2007 befindet sich an dieser Stelle der so genannte Fiek'n Brunnen. Zu sehen sind drei lebensgroße Bronzefiguren und ein Trinkbrunnen aus Sandstein. Die Figuren wurden vom Künstler Bernd Streiter geschaffen. Sie stellen die in und um Hagenow bekannten Figuren Fru Püttelkow und Fiek'n - plattdeutsch für Sophie - dar, die von einem Schusterjungen beim Austausch von Klatsch und Tratsch belauscht werden. Die in Bronze festgehaltene Szene entspringt dem plattdeutschen Volkslied "Fru Püttelkow ut Hagenow" der Gruppe "De Plattfööt" aus dem Jahre 1982. Das Lied handelt von der fiktiven Hagenower Ladenbesitzerin Frau Püttelkow, die dank ihrer beruflichen Tätigkeit immer weiß, was gerade so in Hagenow gemunkelt wird und somit die bestinformierte Person der Stadt ist. "Fru Püttelkow" wurde schnell zu einer mecklenburgischen Kultfigur.
Fischteiche in der Lewitz
📍 Dütschow
Wer im Sommer die Lewitz besucht, findet hier eine weitläufige Teichlandschaft, die, so könnte man meinen, Teil der Mecklenburgischen Seenplatte ist. Tatsächlich sind es keine Seen, sondern Fischteiche, die das Zentrum des 16.400 ha großen Europäischen Vogelschutzgebietes Lewitz bilden. Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurden die Wälder der Lewitz, insbesondere für die Verhüttung von Raseneisenerz und für Bau- und Brennholz, abgeholzt. Wo einst sich der Urwald erstreckte, lag nun eine weitläufige und sumpfige Wiesenlandschaft. Mitte des 18. Jahrhunderts begann das bis heute bestehende Forstamt Friedrichsmoor kleine Flächen wieder aufzuforsten und der weiteren Übernutzung des Waldes entgegenzuwirken. Schritt für Schritt begradigte der Mensch die Flüsse Elde und Stör. Danach konnten größere Holzmengen und zahlreicher Güter auf dem Wasser transportiert werden. Bis in das 19. Jahrhundert hinein entstanden so die Müritz-Elde-Wasserstraße und die Stör-Wasserstraße. Bereits 1897 begann man in der Lewitz mit der Fischzucht. Bis 1958 schuf der Mensch ein 832 Hektar großes, blaues Mosaik bestehend aus 32 Fischteichen. Diese naturnahen Standgewässer liegen sowohl an der Müritz-Elde-, als auch an der Stör-Wasserstraße. Die Fischteiche sind das Herzstück des 1.732 Hektar großen Naturschutzgebietes „Fischteiche in der Lewitz“ und dürfen, wegen des notwendigen Schutzes der Natur, nicht betreten werden. Vom Frühjahr bis in den Spätsommer hinein jagen Fischadler in den Fischteichen. Farbenprächtige Eisvögel sind überall dort in der Lewitz zu beobachten, wo es Wasservorkommen gibt. Große Schwärme rufender Saat- und Blässgänse sowie zunehmend auch Weißwangengänse, Kiebitze und anderer Vogelarten ziehen bis in den Spätherbst in das Europäische Vogelschutzgebiet Lewitz. Dann sollten Sie den Aussichts- und Rastpunkt Dütschower Brücke aufsuchen. Der hier stehende Aussichtsturm ermöglicht einen eindrucksvollen Rundblick, auf das umliegende Teichgebiet. In den abgelassenen Fischteichen halten sich nun Wildgänse, Silber- und Graureiher, Kiebitze, Goldregenpfeifer und zahlreiche Seeadler auf. Darüber hinaus bietet der Lewitz-Ranger zahlreiche, geführte Erlebnistouren an. Aufgrund der hier brütenden, rastenden und durchziehenden Vogelwelt ist es nicht verwunderlich, das die Lewitz zu den interessantesten Vogelbeobachtungsgebieten in Deutschland gehört.
Fußgängerbrücke Klein Raden
📍 Warnow
Die Brücke führt Wanderer im Naturschutzgebiet über die Warnow. Inmitten des Naturschutzgebiets Durchbruchstal der Warnow und Mildenitz welches im Naturpark Sternberger Seenland liegt, gibt es an dieser Brücke die Möglichkeit die Warnow zu überqueren und die besondere Umgebung in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Auf der einen Seite der Brücke befinden sich Feucht- und Naturwiesen während sich auf der anderen Seite im Wald steil aufragende Uferhänge abzeichnen. Ein Gebiet von urwüchsiger Schönheit.
Galerie "ebe"
📍 Parchim
Ausstellung - Ulrich Eisenfeld & Manfred M Bonewitz Manfred M Bonewitz sein Material sächsischer Sandstein und italienischer Marmor 1963 geboren in Berlin, seit 1989 künstlerisch tätig, Sommerakademie bei Werner Stötzer, Praktika und Gastsemester: Bildhauerwerkstatt Stuna GmbH Berlin, Kaschierwerkstatt Stadttheater Aachen, Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Dänische Designschule Kopenhagen, Kurse und Arbeitsaufenthalte in Berlin, im Elbsandsteingebirge und in Azzano bei Carrara, 2000 bis 2004: Studium und Diplom der Bildhauerei, IBKK Bochum Ulrich Eisenfeld hohe Himmel mit diagonal darüber ziehenden Wolken laden ein zum Dialog Jahrgang 1939 stammt aus Falkenstein/Vogtland. Der Künstler absolvierte zunächst eine Bergmannslehre und Hauer-Ausbildung im Steinkohlebergbau in Zwickau. Nach dem Besuch der Arbeiter- und Bauernfakultät studierte er von 1960 bis 1965 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seit 1965 malt Eisenfeld freischaffend. Zunächst in Kreischa bei Dresden, seit 1981, nach seiner politisch motivierten Aussiedlung, in Westberlin und im mittelschwedischen Dalarna. Seit 2005 ist Kreischa bei Dresden wieder der Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Genre: Bildende Kunst Öffnungszeiten Januar-Dezember: Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 13 bis 19 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Gedenkstätte am Bassin Ludwigslust
📍 Ludwigslust
Zu Ehren der Opfer des Naziregimes wurde 1951 am Bassin ein Denkmal aus Sandstein mit einem umlaufenden Relief errichtet. Dieses befindet sich in der Sichtachse zwischen Schloss und Stadtkirche und wurde entworfen vom Ludwigsluster Grafiker und Maler Herbert Bartholomäus. 200 Opfer des Außenlagers Wöbbelin des KZ Neuengamme wurden hier am 7. Mai 1945 auf Anordnung der amerikanischen Militärbehörden ehrenvoll in Einzelgräbern bestattet. Die Bevölkerung der Stadt Ludwigslust und der Umgebung sowie gefangene Soldaten und Offiziere der deutschen Wehrmacht mussten an der Beisetzung teilnehmen. Im Laufe der Jahre wurde das Gräberfeld mehrmals umgestaltet. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Gedenkstätte im Jahr 2000 anlässlich des 55. Jahrestages der Befreiung des KZ Außenlagers. Auf Initiative des ehemaligen Angehörigen der 82. Luftlandedivision Leonard Linton, Corporal der US-Armee und Ehrenbürger der Stadt Ludwigslust, wurden 200 Grabplatten in den Boden eingelassen, von denen 51 mit dem Davidstern und 149 mit einem Kreuz versehen wurden. Zwei Tafeln in englischer und deutscher Sprache informieren über die Entstehungsgeschichte der Anlage.
Grotte im Schlosspark Ludwigslust
📍 Ludwigslust
Im Stil einer mittelalterlichen Burgruine wurde 1788 im Schlosspark von Ludwigslust eine künstliche Grotte errichtet. Diese dient auch heute noch zu verschiedenen Anlässen als romantische Kulisse. Die künstliche Grotte im Schlosspark Ludwigslust wurde 1788 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch errichtet. Als Baumaterial wurde der für die Griese Gegend typische Raseneisenstein verwendet, der durch seine poröse Struktur den zerfallenden Charakter des Gemäuers unterstreicht. Für die Hofgesellschaft war die Grotte ein Ort der inneren Einkehr und verlieh diesem Teil des Parkes eine sentimentale Note, denn sie verdeutlichte die Vergänglichkeit allen irdischen Seins. Die Grotte diente aber nicht nur als Ort der Besinnung. Sie hatte als Eiskeller und später bei der Aufzucht von Champignons auch einen ganz praktischen Nutzen. Heute ist die künstliche Ruine ein beliebtes Bildmotiv und Hintergrund vieler Hochzeitsfotos und stimmungsvolle Kulisse für Open-Air-Veranstaltungen.
Gutshaus Mühlen Eichsen
📍 Mühlen Eichsen
Das Gutshaus Mühlen Eichsen stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Gutshaus Mühlen Eichsen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als zu jener Zeit sehr typisches Herrenhaus in neogotischer Architektur mit Spitzbogenfenstern errichtet. Ab 1945 diente das Gutshaus kommunalen Zwecken und als Wohngebäude. Nach 1989 wurde es teilweise saniert und danach durch die Gemeinde genutzt. Im März 2006 eröffnete der Verein zur Unterstützung psychisch kranker und behinderter Menschen Nordwestmecklenburgs hier eine sozialtherapeutische Einrichtung. Das Gutshaus ist umgeben von einem gepflegten Park.
Gutshaus Rosenow
📍 Rosenow
Ausgesuchte Cartoons von "jerichow"- tagesaktuell bissig oder zeitlos satirisch Ausgesuchte Cartoons von "jerichow", tagesaktuell, bissig und zeitlos satirisch sind im Gutshaus Rosenow ausgestellt. So verschieden die Thematik der Arbeiten so unterschiedlich sind auch die Zeichenstile. "Jede Idee bekommt das Stilmittel das sie braucht", sagt der Künstler, der mit seiner Familie im Gutshaus lebt und als Architekt arbeitet. Im Original kommen Materialien wie Bleistift, Wachskreide, Aquarellfarben und Filzstifte zum Einsatz, meist auf Transparentpapier. Drucke und Postkarten mit Signatur sind erhältlich, sowie kleine Leckereien aus der Küche. Öffnungszeiten: Pfingsten: Sa-Mo 11-18 Uhr
Hechtsforthschleuse
📍 Grabow
Mitten im Wald, etwa fünf Kilometer nordöstlich der Stadt Grabow, befindet sich an der Müritz-Elde-Wasserstraße die Hechtsforthschleuse. Das angrenzende ehemalige Wasserkraftwerk hat sich schon vor Jahren in den Ruhestand verabschiedet und dient heute lediglich Wohnzwecken. Wer die Müritz-Elde-Wasserstraße zwischen Grabow und Neustadt-Glewe passiert, kommt früher oder später an der Hechtsforthschleuse vorbei. Das grau geputzte Gebäude des ehemaligen Wasserkraftwerkes liegt gut versteckt im Wald und steht heute unter Denkmalschutz. Gearbeitet wird hier nicht mehr. Die Schleuse wird heute automatisiert betrieben. Aufgrund der zunehmenden Zahl der Schiffstransporte wurde Ende des 19. Jahrhunderts die Elde ausgebaut und staugeregelt. In dieser Zeit wurde auch die Hechtsforthschleuse am südlichen Eldearm errichtet. Wegen des steigenden Strombedarfs Anfang des 20. Jahrhunderts bot es sich an, dort auch ein Elektrizitätswerk zu bauen, um die Wasserkraft der Schleusen mit ihren Staustufen nutzen zu können. Heute ist das Kraftwerk nicht mehr in Betrieb und befindet sich seit 1997 im Privatbesitz. Wasserwanderer oder Radler können im Vorbeifahren einen Blick auf das technische Denkmal werfen.
Hungerturm Wittenburg
📍 Wittenburg
Wer durch die Wittenburger Innenstadt bummelt und sich vom Rathaus aus in Richtung Wall bewegt, kommt durch die engen Gassen der Altstadt auch am Hungerturm vorbei. Dieser war Teil der alten Stadtmauer und diente im Mittelalter als Gefängnisturm. 1282 war Wittenburg Hauptstadt einer eigenständigen Grafschaft, die sich von der Elbe bei Boizenburg bis hinter Crivitz erstreckte. Etwa 70 Jahre dauerte die Wittenburger Grafenzeit, in der die Wehrhaftigkeit eine bedeutende Rolle spielte. In dieser Zeit erhielt Wittenburg eine imposante Stadtmauer mit Befestigungstürmen und Stadttoren, die der Verteidigung dienten. Noch heute zeugen Reste der alten Befestigungsanlagen von der Stärke dieser Bauten. Während das Wittenburger Mühlentor 1850 und das Steintor 1869 abgerissen wurden, blieb der Hungerturm jedoch erhalten. Verurteilte Verbrecher wurden etwa ab dem späten Mittelalter in diesen Turm gesperrt und nur mit Wasser und Brot versorgt. Viele Gefangene starben nach mehreren Monaten an Entkräftung und Abwehrschwäche, hervorgerufen durch Nährstoff- und Lichtmangel.
Jugendtempel
📍 Schwerin
Der 2014 wiedererrichtete Jugendtempel im südlichen Schlossgarten ist ein romantischer Aussichtspunkt. Von hier bieten sich wunderschöne Ausblicke zum Faulen See, zum Greenhouse Garten und dem Alexandrinen-Denkmal, sowie in den Schlossgarten Schwerin. Der Schweriner Schlossgarten ist einer der schönsten historischen Parks im Norden Deutschlands. In seinem barocken Teil ist er zur BUGA im Jahr 2009 wieder vollständig hergestellt worden. Im südlichen, von der Gartenmode 19. Jahrhunderts geprägten landschaftlichen Teil stand auf dem Tempelberg ursprünglich ein Pavillion, für den sich im Laufe der Zeit der Name "Jugendtempel" einbürgerte. Es gab mehrere Tempelbauten einer fiel einem gewaltigen Sturm zum Opfer, zweimal wurde der Tempel wegen Baufälligkeit neu aufgebaut. Der letzte Tempel wurde 1964 abgerissen. Seitdem fehlten “Glanz und Zierde“ im Schlossgarten Schwerin. Seit 2014 steht der Tempel nun wieder, wie er nach den überlieferten Plänen des Baumeisters Johan Georg Barca 1821 ausgesehen haben soll. Möglich wurde dies durch Spenden. Freudige und traurige Anlässe haben Bürger der Stadt Schwerin und des Umlandes genutzt, um die Tempelidee Realität werden zu lassen. Der wieder aufgebaute Jugendtempel im Schlossgarten wird als romantischer Treffpunkt mit herrlichen Blickbeziehungen auf den Faulen See und den Greenhousegarten den gesamten südlichen Parkbereich, mit dem Hippodrom und dem Heckengarten, aufwerten.
Kirche Mühlen Eichsen
📍 Mühlen Eichsen
Die Dorfkirche Mühlen Eichsen ist ein evangelisch-lutherisches Kirchengebäude in Mühlen Eichsen. Die schlichte backsteingotische Kirche des 14. Jahrhunderts steht auf einem steil ansteigenden Hügel über der Stepenitz und der ehemaligen Wassermühle. Sie besteht aus einem Kirchenschiff mit geradem Ostabschluss. Der spätgotische, wuchtige, quadratische Westturm mit einem Walmdach öffnet sich im Inneren in ganzer Höhe zum Kirchenschiff. Der Anbau an der Südseite erfolgte später.
Kommodenhäuschen Schwerin
📍 Schwerin
Mehrere Brände im 16. und 17. Jahrhundert haben den mittelalterlichen Stadtkern Schwerins beinahe vollständig zerstört. Ein kleines Fachwerkhäuschen aus jener Zeit ist dennoch erhalten geblieben. In der Buschstraße/ Ecke Enge Straße steht das Kommodenhäuschen, das vor allem wegen seiner Bauweise ein beliebtes Fotomotiv ist. Wenn Häuser erzählen könnten, dann hätte das kleine Fachwerkhaus in der Schweriner Buschstraße 15/ Ecke 3. Enge Straße wohl viele Geschichten zu erzählen. Die gut sichtbare Jahreszahl 1698 auf der Giebelseite verrät zumindest wann das Haus gebaut worden ist. Wie es allerdings zu seinem Namen "Kommodenhäuschen" kam bleibt ein Geheimnis. Darüber gibt es bislang nur Vermutungen. Die einen glauben, weil es so klein ist, dass nur eine Kommode hinein passen würde, andere finden, das Haus erinnere von der Form her an eine Kommode. Tatsächlich ist dessen Bauweise sehr außergewöhnlich. In Schwerin findet man jedenfalls kein weiteres Fachwerkhaus dessen oberes Stockwerk in der Breite gut einen Meter über das Untergeschoss hinausragt, so dass die Passanten der kleinen Gasse nebenan ihren Kopf einziehen müssen. Eine solche Auskragung schaffte einerseits mehr Platz für die gute Stube im Obergeschoss. Andererseits ließen sich so wohl auch Steuern sparen, wird vermutet, denn diese wurden damals nach der Grundfläche des Hauses berechnet. Im Erdgeschoss befand sich bis in das Jahr 1857 eine Weinhandlung, danach wurde darin eine Kunstdrechslerei eingerichtet. Diese Tradition führt die Familie Zettler bis heute fort, der Urgroßvater der heutigen Eigentümerin und Inhaberin war sogar Hofdrechslermeister des Mecklenburgischen Herzogs Friedrich Franz II.
Lehrerseminar Ludwigslust
📍 Ludwigslust
Das wohl imposanteste Bauwerk in der Ludwigsluster Kanalstraße ist die Nr. 26. Dieses Gebäude ließ Hofbaumeister Georg Friedrich Groß in den Jahren 1829/30 für das sogenannte "Lehrerseminar" errichten. Bis 1862 wurden in dem langgestreckten Gebäude die Landschullehrer für Mecklenburg ausgebildet. Zahlreiche Persönlichkeiten besuchten die einst hochangesehene Bildungsstätte in Ludwigslust, die nach preußischem Muster organisiert war. Nachdem das Lehrerseminar 1862 nach Neukloster verlegt wurde, zog hier das Militär ein und das ehemalige Lehrerseminar wurde zur Offizierskaserne umfunktioniert. 1930 kaufte die Stadt das Gebäude und baute es zu einer Schule um. Auch heute gehen hier die Ludwigsluster Kinder ein und aus. Nach umfangreicher Modernisierung befindet sich seit 2003 unter dem Dach des ehemaligen Lehrerseminars die Fritz-Reuter-Schule für Kinder im Grundschulalter.
Ludwigsluster Schlosscafé
📍 Ludwigslust
Unser Cafe befindet sich im Erdgeschoss des wunderschönen Schlosses. Die große Terrasse bietet einen tollen Blick in den Schlosspark. Hausgemachte Torten und Kuchen sowie kleine Speisen dazu köstliche Kaffeespezialitäten servieren wir Ihnen im historischen Jagdsaal im herzoglichen Schloss zu Ludwigslust.
Löwendenkmal Am Markt
📍 Schwerin
Vor dem Neuen Gebäude, an der Nordseite des Altstädtischen Marktes, steht eine Löwenskulptur, die an den Stadtgründer Schwerins, Heinrich den Löwen, erinnert. Diese wurde 1995 am Vorabend des 800. Todestages des Stadtvaters errichtet. Geschaffen hat sie der Bildhauer Peter Lenk aus Konstanz. Von seinem viereinhalb Meter Sockel aus schaut der Löwe hämisch grinsend über den Platz, dessen Geschichte bis in die Zeit der Stadtgründung Schwerins im Jahr 1160 zurückgeht. Über Jahrhunderte bildete der Markt das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt, nur hier war es den Schweriner Kaufleuten gestattet, zu Zeiten Heinrich des Löwen mit Lebensmitteln und handwerklichen Erzeugnissen zu handeln. Als auf dem Markt 1995 das Denkmal für den Stadtgründer Heinrich den Löwen eingeweiht wurde, gab es sehr zwiespältige Meinungen dazu: Während die einen lächelnd die vier dargestellten Episoden aus dem Leben Heinrichs betrachteten, riefen sie bei anderen Empörung hervor. Denn eines der vier in Stein gemeißelten Bilder, die sogenannte Gesäßparade, zeigt nackte Hintern, die die Bardowicker Bürger aus Groll dem durchreisenden Herzog einst gezeigt haben sollen. Denn dieser hatte während seiner Regierungszeit Schwerin und Lübeck als wichtige Handelsplätze gefördert, während Bardowick immer mehr an Bedeutung verlor. Die Gesäßhuldigung erinnert an die Geringschätzung, die die Bardowicker dem Herzog seitdem entgegen brachten. Die weiteren Bilder der Säule erzählen satirisch kritisch vom Wendenkreuzzug 1147, der Gründung Schwerins 1160 und der Erschaffung des Braunschweiger Löwen als Symbol der Regentschaft Heinrichs in der Residenz Braunschweig.
Mahn- und Gedenkstätte "Die Mutter"
📍 Schwerin
An der Bundesstraße 321 zwischen Raben Steinfeld und Schwerin befindet sich auf Höhe des Störkanals die Gedenkstätte "Die Mutter". Als Mahnung für kommende Generationen und in Ehrfurcht vor den Opfern des Nationalsozialismus wurde sie 1975 eingeweiht und erinnert noch heute an den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Als die Rote Armee im April 1945 immer näher rückte und schließlich nur noch wenige Kilometer vom KZ Sachsenhausen entfernt war, veranlasste die SS in den Morgenstunden des 21. April die Räumung des Konzentrationslagers. 33.000 Häftlinge wurden in Richtung Nordwesten im Marsch gesetzt. Sie mussten täglich zwischen 20 und 40 Kilometer zu Fuß zurück legen. Viele von ihnen wurden unterwegs erschossen, andere starben bei nasskaltem Wetter an Entkräftung. Ein Teil von ihnen erreichte jedoch auf unterschiedlichen Wegen den Raum zwischen Schwerin und Parchim. In der Nähe von Raben Steinfeld trafen sie am 2. Mai 1945 auf Einheiten der Roten Armee sowie der US Army. Für die etwa 18.000 Häftlinge des KZ Sachsenhausen, die bis dahin überlebt hatten, fand am Störkanal das Leiden ein Ende. Ein Gedenkstein, der Anfang der 1950er Jahre hier aufgestellt wurde, erinnert daran. 25 Jahre später, am 8. September 1975, wurde an diesem historischen Ort die Gedenkstätte "Die Mutter" eingeweiht. Bildhauer Gerhard Thieme aus Berlin schuf die Bronzeplastik, die später um vier Relieftafeln ergänzt wurde. "Die Mutter" steht seitdem für das namenlose Leid der Mütter aller Nationen.