Sehenswürdigkeiten
500 Einträge gefunden
Kabarett-Theater Lachmöwe
📍 Baabe
Kabarett-Bühne mit eigenem Ensemble auf der Insel Rügen. Politisch-satirisches Kabarett mit hohem Unterhaltungswert und viel Spielfreude. Das Kabarett-Theater Lachmöwe im Ostseebad Baabe ist die einzige Kabarettbühne mit festem Ensemble in Mecklenburg-Vorpommern und eines der wenigen unsubventionierten Theatern in Deutschland. Die Lachmöwe wurde 2004 gegründet und hat sich zu der Adresse für Kabarett und Satire auf der Insel Rügen entwickelt. Zum einen spielt hier das Hausensemble wechselde politisch-satirische Programme mit hohem Unterhaltungswert und ganz viel Spielfreude, zum anderen sind immer wieder namhafte Größen der Kleinkunstszene zu Gast auf der Bühne des kleinen Kellertheaters. Doch hier kann man nicht nur kulturell, sondern auch gastronomisch einen genussvollen Abend erleben. Das Team von Lachmöwe und Strandhotel versorgt die Zuschauer vor der Vorstellung und in der Pause mit Getränken, Flammkuchen und kleinen Häppchen. Und nicht wundern, wenn die Kabarettisten selbst an der Abendkasse und hinter dem Tresen stehen oder mit dem Tablett unterwegs sind – in der Lachmöwe beginnt die Zuschauerrundumbetreuung nämlich schon vor dem Programm! Vorstellungen immer von Ostern bis Oktober, in der Hauptsaison sogar täglich um 20 Uhr. Tickets für alle Vorstellungen gibt es online auf www.kabarett-lachmoewe.de und bei den Tourist-Informationen auf Rügen, telefonische Reservierungen sind über Tel. 038303-99075 möglich.
Kaffee Bar.
📍 Stralsund
Gesunde, frische Sandwiches und Belegtes, sowie leckerer Kaffee und Kuchen im gemütlichen Ambiente am Tag. Und am Abend Wein, Bier und spritzige Longdrinks Entdecke die Kaffee Bar Stralsund – dein Ort für Genuss und Entspannung! Lass dich von aromatischen Kaffeespezialitäten, frisch und selbst gebackenen Leckereien, sowie einer gemütlichen Atmosphäre verwöhnen. Ob du eine kleine Auszeit suchst oder den perfekten Platz für einen Plausch mit Freunden – unsere Bar im Herzen von Stralsund ist immer einen Besuch wert. Erlebe echten Kaffeegenuss und regionale Herzlichkeit, tolle Produkte und hanseatisches Flair. Wir freuen uns auf deinen Besuch!
Kapelle Bessin
📍 Rambin OT Bessin
Die Kapelle zum Heiligen Kreuz ist ein gotischer achtseitiger Backsteinbau. Im Jahre 1482 stiftete der Stralsunder Bürgermeister Matthias Darne die kleine achteckigen Kapelle „Zum heiligen Kreuz“. Im 17. Jahrhundert erfolgte der Anbau des Glockenerkers mit einer aus dem 15. Jahrhundert stammenden Glocke. Die Kapelle blieb in ihrem Äußeren seit der Erbauung unverändert, im Inneren befindet sich eine flache Bretterdecke, die mit mittelalterlichen Malereien versehen ist. Mehrere Bischofskreuze schmücken die Wände. Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle mit Kastengestühl und zwei Patronatsstühlen ausgestattet; Erweiterung des Kanzelaltars nach vorn in Holz. In den Jahren 1926/27 erfolgte eine grundlegende Instandsetzung, eine Erneuerung der Figurenattribute, der Blattgehänge und der Aufsatzbemalung. 1982 wurde der Dachboden durch Bessiner Bürger gesäubert und gesichert. In den Jahren 1983-1985 erfolgte die Restaurierung der Deckenmalerei und die Sanierung des Glockenstuhls und 1995/96 Arbeiten an der Dachdeckung sowie Reparaturen am Dachstuhl. Dank der Gründung des Fördervereins „Kapelle zum Heiligen Kreuz Bessin e. V.“, kann eine kirchliche, aber auch gemeinnützige Nutzung sichergestellt werden.
Kapelle Stahlbrode
📍 Reinberg
Die Kapelle in Stahlbrode wurde aus Backsteinen errichtet und in den letzten Jahren umfangreich saniert. Der Backsteinbau wurde um 1886 errichtet und konnte dank EU-Mitteln saniert werden. Weitere Spenden ermöglichten die Anschaffung einer Glocke und eines Glockenstuhls. Kanzelkorb und Kruzifix stammen aus dem 18. Jahrhundert.
Karl der XII. Gedenktafel
📍 Stralsund
Die Gedenktafel erinnert an Karl den XII. während des Nordischen Krieges. "Das Frankenkronwerk" ist ein Teil der früheren Stadtbefestigung, die sowohl aus fester Stadtmauer mit Stadttoren sowie aus Bastionen und Teichen bestand, die Stralsund seit Mitte des 13. Jahrhunderts umgaben und vor Angriffen schützen sollten. Während der Schwedenzeit wurden diese Befestigungsanlagen weiter ausgebaut, denn Stralsund war Brückenkopf in Schwedisch-Pommern und seine Verteidigung galt daher als besonders wichtig. Der schwedische König Karl XII. (1697-1718) soll sich, während des Nordischen Krieges, bei der Verteidigung Stralsunds 1715 gegen preußische, sächsische und dänische Truppen des Öfteren hier in einer Mauernische des Frankentores zur Ruhe gelegt haben. Eine Gedenkplatte aus schwedischem Kalkstein in der Mauer erinnert mit einer Inschrift daran. Karl XII. gewann viele Schlachten, verlor aber die Entscheidenden. So auch hier in Stralsund. Unter Verkennung der Situation war es hier sein Ziel gewesen, die früheren Machtverhältnisse in Schwedisch-Pommern wiederherzustellen. Am 23. Dezember 1715 musste die Stadt aber kapitulieren, nachdem der König sich nach Schweden abgesetzt hatte, um einer Gefangennahme zu entgehen. Danach wurde Stralsund vorübergehend dänisch, bevor es später wieder unter die schwedische Krone gelangte.
Karls Erlebnis-Dorf Zirkow
📍 Zirkow
Rügens beliebtestes Familienausflugsziel lockt mit einem großen Manufakturen-Markt, kunterbunten Schau-Manufakturen und mehr als 50 aufregenden Erlebnissen. Ein bunter Mix aus Erlebnissen, Shopping-Vergnügen und Gaumenfreuden lädt zum Besuch von Karls Erlebnis-Dorf in Zirkow ein. Schlendernd geht es durch Deutschlands größten Manufakturen-Markt, der nicht nur mit einem riesigen Erdbeerland und jeder Menge kreativen und nachhaltigen Produkten punktet, sondern auch zeigt, wie sie entstehen. In gläsernen Manufakturen werden verführerische Marmeladen hergestellt, leckere Schokoladen gegossen oder auf traditonelle Art Brote gebacken. Während sich danach die etwas Älteren je nach Tages- und Jahreszeit bei einem leckeren Frühstück, Spargelessen oder Erdbeerkuchen in Karls Hof-Küche verwöhnen lassen, wartet auf die Jüngeren im Erlebnis-Dorf Abwechslung pur. Vor der Scheunentür sorgen mehr als 50 Attraktionen und Fahrgeschäfte, darunter eine spektakuläre Erdbeer-Raupenbahn, Karls einzigartige Tubben-Rutsche, ein barrierefreies Rolli-Karussell, luftige Hüpfkissen, eine Pfannkuchen-Schleuder, ein Kinder-Bauernhof und eine Traktorbahn, für grinsende Gesichter. Karls Erlebnis-Dorf in Zirkow ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet: https://karls.de/oeffnungszeiten/ Der Eintritt ist frei.
Katholische Herz-Jesu-Kirche Garz
📍 Garz/ Rügen
Eine Kirche im Wandel der Zeiten. Als vor hundert Jahren Maximilian Kaller die Herz-Jesu-Kirche errichten ließ, zählte Garz zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Zentren der Insel. Jeden Sonntag besuchten vor allem polnische Erntehelfer, die Schnitter, zu Hunderten den katholischen Gottesdienst. Doch die rasche Entwicklung der Insel machte auch vor der Garzer Kirche nicht Halt. So ist die Binzer Kirche selbst nach der Erweiterung regelmäßig bis auf den letzten Platz besetzt, während die Herz-Jesu-Kirche in Garz für ihren ursprünglichen Zweck mittlerweile zu groß geworden ist. Überdies stehen dringende Sanierungsmaßnahmen an, die für die wenigen Gemeindemitglieder allein nicht tragbar sind.
Kieler Bach
📍 Sassnitz
Ein kleines Naturschauspiel im Nationalpark Jasmund. Der Nationalpark Jasmund mit seinem großen Waldgebiet, der Stubnitz, hat zahlreiche kleine Seen und Bäche. Einer der bekanntesten Bäche hier ist der Kieler Bach. Seinen Namen hat er vom hügeligen Keil, den der Kieler Bach zusammen mit dem Brisnitzer Bach über Jahrhunderte geformt haben. Die Mündung des Kieler Baches sieht man bei einem Spaziergang entlang der Steilküste, am Kieler Ufer springt er vom Hochufer in einem ca. 4 Meter hohen Wasserfall auf den Feuersteinstrand.
Kinderspielplatz "Fischer un sin Fru"
📍 Insel Hiddensee
Ortseingang in Neuendorf Der seit 1994 bestehende Spielplatz, wurde im August 2018 einer umfangreichen Instandsetzung unterzogen. Nun kann hier wieder geklettert, geschaukelt und getobt werden. Ganz nebenbei erzählt der Spielplatz auch noch die Geschichte der Gebrüder Grimm" Fischer un sin Fru", hier für Euch nochmal zum Nachlesen. Es war einmal ein Fischer und seine Frau, die wohnten zusammen in einem alten Topfe, dicht an der See, und der Fischer ging alle Tage hin und angelte; und er angelte und angelte. So saß er auch einst bei der Angel und sah immer in das klare Wasser hinein; und er saß und saß. Da ging die Angel auf den Grund, tief hinunter, und als er sie heraufholte, zog er einen großen Butt heraus. Da sagte der Fisch zu ihm: "Hör' einm, Fischer, ich bitte dich, lass mich leben, ich bin kein echter Fisch, ich bin ein verwünschter Prinz. Was hilft es dir, wenn du mich totmachst? Ich würde dir doch nicht recht schmecken; setze mich wieder ins Wasser und lass mich schwimmen." - "Nun", sagte der Mann, "du brauchst nicht so viele Worte zu machen; einen Fisch, der sprechen kann, hätte ich so schon schwimmen lassen." Damit setzte er ihn wieder ins klare Wasser; da ging der Fisch auf den Grund und zog einen langen Streifen Blut nach sich. Nun stand der Fischer auf und ging zu seiner Frau in den Topf. "Mann", sagte die Frau, "hast du heute nichts gefangen?" - "Nein", sagte der Mann, "ich fing einen Fisch, der sagte, er wäre ein verwünschter Prinz, da hab' ich ihn wieder schwimmen lassen." - "Hast du dir denn nichts gewünscht?" fragte die Frau. "Nein", sagte der Mann, "was sollt' ich mir wünschen?" - "Ach", sagte die Frau, "das ist doch schlimm, hier immer so im Topfe zu wohnen; es ist eklig und stinkt. Du hättest uns doch eine kleine Hütte wünschen können. Geh' noch einmal hin und rufe ihn; sag' ihm, wir möchten gern eine kleine Hütte haben, er tut es gewiss." - "Ach", sagte der Mann, "was sollt' ich noch einmal hingehen?" - "Ei", sagte die Frau, "du hattest ihn doch gefangen und hast ihn wieder schwimmen lassen, er tut es gewiss. Geh' gleich. hin." Der Mann wollte noch nicht recht, wollte aber seiner Frau nicht zuwider sein und ging hin an die See. - Als er dort ankam, war die See ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. So stellte er sich hin und sagte: "Manntje' Manntje, Timpe Te, Buttje' Buttje in der See, Meine Frau, die Ilsebill, Will nicht so, wie ich gern will." Da kam der Fisch angeschwommen und sagte: "Na, was will sie denn?" -"Ach", sagte der Mann, "ich hatte dich doch gefangen gehabt, und meine Frau sagt, ich hätte mir auch etwas wünschen sollen. Sie mag nicht mehr in einem Topfe wohnen, sie möchte gern eine Hütte haben." - "Geh' nur hin", sagte der Fisch, "sie hat sie schon." Da ging der Mann hin, und seine Frau saß nicht mehr in einem Topfe, aber eine kleine Hütte stand da, und seine Frau saß vor der Tür auf einer Bank. Da nahm ihn seine Frau bei der Hand und sagte zu ihm: "Komm nur herein, sieh, nun ist's doch viel besser." Da gingen sie hinein, und in der Hütte war ein kleiner Vorplatz und eine herrliche Stube und Kammer, wo für jeden ein Bett stand, und Küche und Speisekammer, alles aufs beste mit Gerätschaften und aufs schönste aufgeputzt, Zinnzeug und Messing, was da hineingehört. Hinten war auch ein kleiner Hof mit Hühnern und Enten und ein kleiner Garten mit Gemüse und Obst. "Sieh", sagte die Frau, "ist das nicht nett?" - "Ja", sagte der Mann, "so soll's bleiben, nun wollen wir recht vergnügt leben" - "Das wollen wir uns bedenken", sagte die Frau. Und dann aßen sie und gingen zu Bett. So ging das wohl acht oder vierzehn Tage, da sagte die Frau: "Höre, Mann, die Hütte ist doch gar zu eng, und der Hof und der Garten sind gar so klein; der Fisch hätte uns auch wohl ein größeres Haus schenken können. Ich möchte gern in einem großen steinernen Schlosse wohnen. Geh' hin zum Fisch, er soll uns ein Schloss schenken." - "Ach, Frau", sagte der Mann, "die Hütte ist ja gut genug, was wollen wir in einem Schlosse wohnen" - "Ei was", sagte die Frau, "geh' du nur hin, der Fisch kann das tun." - "Nein, Frau", sagte der Mann, "der Fisch hat uns erst die Hütte gegeben, ich mag nun nicht schon wieder kommen, es möchte den Fisch verdrießen." - "Geh' nur", sagte die Frau, "er kann's recht gut und tut's gern; geh' du nur hin." Dem Mann war sein Herz so schwer, und er wollte nicht; er sagte bei sich selber: "Das ist nicht recht"; er ging aber doch hin. Als er an die See kam, war das Wasser ganz violett und dunkelblau und grau und dick, und gar nicht mehr so grün und gelb, doch war es ruhig. Da stellte er sich hin und sagte: "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje' Buttje in der See, Meine Frau, die Ilsebill, Will nicht so, wie ich gern will." "Na, was will sie denn?" fragte der Fisch. "Ach", sagte der Mann halb betrübt, "sie will in einem großen steinernen Schlosse wohnen." - "Geh' nur hin, sie steht vor der Tür", sagte der Fisch. Da ging der Mann hin und dachte, er wolle nach Hause gehen, als er aber dort ankam, da stand dort ein großer, steinerner Palast, und seine Frau stand oben auf der Treppe und wollte hineingehen; da nahm sie ihn bei der Hand und sagte: "Komm nur herein." Und so ging er mit ihr hinein, und in dem Schlosse war ein großer Flur mit marmornem Estrich, und da waren so viel Bediente, die rissen die großen Türen auf, und die Wände waren alle blank und mit schönen Tapeten, und in den Zimmern lauter goldene Stühle und Tische, und kristallene Kronleuchter hingen von der Decke herab, und in all den Stuben und Kammern lagen Fußdecken' und Essen und die allerbesten Weine standen auf den Tischen, als wollten sie brechen. Und hinter dem Hause war auch ein großer Hof mit Pferde- und Kuhstall und Kutschen aufs allerbeste, auch war dort ein großer, herrlicher Garten mit den schönsten Blumen und feinen Obstbäumen, und ein Lustwald' wohl eine halbe Meile lang, mit Hirschen und Rehen und Hasen darin und allem, was man sich wünschen mag. "Na", sagte die Frau, "ist das nun nicht schön?" - "Ach ja", sagte der Mann, "so soll es auch bleiben, nun wollen wir auch in dem schönen Schlosse wohnen und wollen zufrieden sein. " - "Das wollen wir uns bedenken", sagte die Frau, "und wollen's beschlafen." Damit gingen sie zu Bett. Am anderen Morgen wachte die Frau zuerst auf, es war eben Tag geworden, und jeder sah von seinem Bett aus das herrliche Land vor sich liegen. Der Mann reckte sich noch, da stieß sie ihn mit dem Ellbogen in die Seite und sagte: "Mann, steh' auf und guck' einmal aus dem Fenster! Sieh', können wir nicht König werden über all dies Land? Geh' hin zum Fisch, wir wollen König sein." - "Ach, Frau", sagte der Mann, "was wollen wir König sein! Ich mag nicht König sein." - "Ei", sagte die Frau, "willst du nicht König sein, so will ich König sein. Geh' hin zum Fisch, ich will König sein." - "Ach, Frau", sagte der Mann, "was willst du König sein, das mag ich ihm nicht sagen." - "Warum nicht?" sagte die Frau, "geh' sogleich hin, ich muss König sein." Da ging der Mann hin und war ganz betrübt, dass seine Frau König werden wollte. "Das ist nicht recht und ist nicht recht", dachte der Mann. Er wollte nicht hingehen, ging aber doch hin. Und als er an die See kam, da war die See ganz schwarzgrau' und das Wasser gärte so von innen und roch ganz faul. Da stellte er sich hin und sagte: "Manntje' Manntje, Timpe Te, Buttje' Buttje in der See, Meine Frau, die Ilsebill, Will nicht so, wie ich gern will." "Nun, was will sie denn?" fragte der Fisch. "Ach", sagte der Mann, "sie will König werden." - "Geh' nur hin, sie ist es schon", sagte der Fisch. Da ging der Mann hin, und als er an den Palast kam, war das Schloss viel größer geworden, mit einem großen Turm und herrlichem Zierat daran; und die Schildwache stand vor dem Tor, und da waren so viele Soldaten mit Pauken und Trompeten. Und als er in das Haus kam, war alles von purem Marmor mit Gold und samtene Decken und große, goldene Quasten. Seine Frau saß auf einem hohen Thron von Gold und Diamant und hatte eine große, goldene Krone auf und das Zepter in der Hand ,:von purem Gold und Edelstein, und ihr zu beiden Seiten standen sechs Jungfrauen in einer Reihe, immer eine einen Kopf kleiner als die andere. Da stellte er sich hin und sagte: "ach Frau, bist du nun König?" - "Ja", sagte die Frau, "nun bin ich König." Da stand er und sah sie an, und als er sie eine Zeitlang so angesehen hatte, sagte er: "Ach, Frau, was ist das schön, wenn du König bist! Nun wollen wir auch nichts mehr wünschen." -"Nein, Mann", sagte die Frau und ward ganz unruhig, "mir wurde die Zeit und Weile so lang, ich kann das nicht mehr aushalten. Geh' hin zum Fisch, König bin ich, nun muss ich auch Kaiser werden." - "Ach, Frau", sagte der Mann, "was willst du Kaiser werden?" - "Mann", sagte sie, "geh' zum Fisch, ich will Kaiser sein." - "Ach, Frau", sagte der Mann, "Kaiser kann er nicht machen, ich mag dem Fisch das nicht sagen; ein Kaiser ist nur einmal im Reich. Kaiser kann ja der Fisch nicht machen, das kann und kann er nicht." - "Was", sagte die Frau, "ich bin König, und du bist nur mein Mann, willst du gleich hingehen? Geh' gleich hin; kann er König machen, so kann er auch Kaiser machen, ich will nun Kaiser sein. Gleich geh' hin!" Da musste er hingehen. Als der Mann aber hinging, war ihm ganz bange, und als er so ging, dachte er bei sich: "Das geht und geht nicht gut, Kaiser ist zu unverschämt, der Fisch wird's am Ende müd'." Damit kam er an die See; da war die See noch ganz schwarz und dick und begann so von innen herauf zu gären, dass es nur so Blasen warf, und es ging ein Windstoß drüber hin, der sie aufwühlte, und den Mann kam ein Grausen an. Da stellte er sich hin und sagte: "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje' Buttje in der See, Meine Frau, die Ilsebill, Will nicht so, wie ich gern will." "Nun, was will sie denn?" fragte der Fisch. "Ach, Fisch", sagte er, "meine Frau will Kaiser werden." - "Geh' nur hin", sagte der Fisch, "sie ist es schon." Da ging der Mann hin, und als er dort ankam, war das ganze Schloss von poliertem Marmor mit goldenen Figuren und goldenen Zieraten. Vor dem Tor marschierten die Soldaten, und sie bliesen Trompeten und schlugen Pauken und Trommeln. Aber in dem Hause, da gingen die Barone und Grafen und Herzoge nur so als Bediente herum, da machten sie ihm die Türen auf, die von lauter Gold waren. Und als er hineinkam, da saß seine Frau auf einem Thron, der war von einem Stück Gold, und war sechs Ellen hoch, und sie hatte eine mächtige, große goldene Krone auf, die war mit Brillanten und Karfunkelsteinen besetzt. In der einen Hand hatte sie das Zepter und in der andern Hand den Reichsapfel, und ihr zu beiden Seiten standen die Trabanten in zwei Reihen, immer einer kleiner als der andere, von dem allergrößten Riesen, der war über sechs Ellen hoch, bis zum allerkleinsten Zwerg, der war nur so groß wie mein kleiner Finger. Und vor ihr standen so viele Fürsten und Herzoge. Da stellte sich der Mann schüchtern hin und sagte: "Frau, bist du nun Kaiser?" - "Ja", sagte sie, "ich bin Kaiser." Da ging er näher hin und besah sie sich so recht, und als er sie eine Zeitlang so angesehen hatte, sagte er: "Ach, Frau, was ist das schön, wenn du Kaiser bist."' - "Mann", sagte sie, "was stehst du dort? Ich bin nun Kaiser, nun will ich aber auch Papst werden; geh' hin zum Fisch." - "Ach, Frau", sagte der Mann, "was willst du nicht alles'. Papst kannst du nicht werden, Papst ist nur einmal in der Christenheit, das kann er doch nicht machen." - "Mann", sagte sie, "ich will Papst werden; geh' gleich hin, ich muss heut' noch Papst werden." - "Nein, Frau", sagte der Mann, "das mag ich nicht sagen, das geht nicht gut, das ist zu grob, zum Papst kann der Fisch nicht machen." - "Mann, was für Schnack!" sagte die Frau, "kann er Kaiser machen, kann er auch Papst machen. Geh' sofort hin, ich bin Kaiser, und du bist nur mein Mann. Willst du wohl hingehen." Da wurde er bange und ging hin, es war ihm aber ganz elend zumute, er zitterte und bebte, und Knie und Waden schlotterten ihm. Und da strich ein Wind übers Land, und die Wolken flogen, als es düster wurde gegen Abend. Die Blätter wehten von den Bäumen, und das Wasser rauschte und brauste, als ob es kochte, und platschte an das Ufer, und in der Ferne sah er die Schifte, die schossen in der Not und tanzten und sprangen auf den Wellen. Doch war der Himmel noch so ein bisschen blau in der Mitte, aber an den Seiten zog es herauf wie ein schweres Gewitter. Da stellte er sich in der Angst recht verzagt hin und sagte: "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje' Buttje in der See, Meine Frau, die lisebill, Will nicht so, wie ich gern will." "Nun, was will sie denn?" fragte der Fisch. "Ach", sagte der Mann, "sie will Papst werden." - "Geh' nur hin, sie ist es schon." Da ging er hin, und als er dort ankam, war es wie eine große Kirche, von lauter Palästen umgeben. Dort drängte er sich durch das Volk. Inwendig war aber alles mit tausend und tausend Lichtern erleuchtet, und seine Frau war in lauter Gold gekleidet und saß auf einem noch viel höheren Thron und hatte drei große goldene Kronen auf und um sie her so viel vom geistlichen Staat, und zu ihren beiden Seiten standen zwei Reihen Lichter, das größte so dick und groß wie der allergrößte Turm, bis zum allerkleinsten Küchenlicht; und alle die Kaiser und die Könige lagen vor ihr auf den Knien und küssten ihr den Pantoffel. "Frau", fragte der Mann und sah sie so recht an, "bist du nun Papst?" - "Ja", sagte sie, "ich bin Papst." Da stellte er sich hin und sah sie so recht an, und das war, als wenn er in die helle Sonne sähe. Als er sie eine Zeitlang so angesehen hatte, sagte er: "Ach, Frau, was ist das schön, wenn du Papst bist!" Sie saß aber ganz steif wie ein Klotz und rührte und regte sich nicht. Da sagte er: "Frau, nun sei zufrieden, jetzt bist du Papst, nun kannst du nichts mehr werden." - "Das will ich mir bedenken", sagte die Frau. Damit gingen sie beide zu Bett, aber sie war nicht zufrieden, und die Gier ließ sie nicht schlafen, sie dachte immer, was sie noch werden wollte. Der Mann schlief recht gut und fest, er war den Tag viel gelaufen; die Frau aber konnte gar nicht einschlafen und warf sich die ganze Nacht von einer Seite auf die andere und dachte nur immer, was sie wohl noch werden könnte und konnte sich doch auf nichts mehr besinnen. Mittlerweile wollte die Sonne aufgehen, und als sie das Morgenrot sah, richtete sie sich auf im Bett und sah dort hinein, und als sie aus dem Fenster die Sonne so heraufkommen sah - "ha", dachte sie, "kann ich nicht auch die Sonne und den Mond aufgehen lassen?" -"Mann", sagte sie und stieß ihn mit dem Ellbogen in die Rippen, "wach' auf, geh' hin zum Fisch, ich will werden wie der liebe Gott." Der Mann war noch halb im Schlaf, aber er erschrak so sehr, dass er aus dem Bette fiel. Er meinte, er hätte sich verhört und rieb sich die Augen aus und fragte: "Ach, Frau, was sagtest du?" - "Mann", sagte sie, "wenn ich nicht die Sonne und den Mond kann aufgehen lassen und muss das so mit ansehen, dass die Sonne und der Mond aufgehen, ich kann das nicht aushalten und hab' keine ruhige Stunde mehr, wenn ich sie nicht selbst aufgehen lassen kann. Da sah sie ihn so recht groß an, dass ihn ein Schauder überlief." Gleich geh' hin, ich will werden wie der liebe Gott." "Ach, Frau", sagte der Mann und fiel vor ihr auf die Knie, "das kann der Fisch nicht, Kaiser und Papst kann er machen; ich bitte dich, geh' in dich und bleibe Papst." Da kam sie in helle Wut, die Haare flogen ihr so wild um den Kopf, sie riss sich das Mieder auf, gab ihm eins mit dem Fuß und schrie: "Ich halt's nicht aus, und halt's nicht länger aus. Willst du gleich hingehen." Da schlüpfte er in seine Hosen und lief weg wie von Sinnen. Draußen aber ging der Sturm und brauste, dass er kaum auf den Füßen stehen konnte. Die Häuser und die Bäume wurden umgeweht, und die Berge bebten, und die Felsen rollten in die See, und der Himmel war ganz pechschwarz, und es donnerte und blitzte, und die See ging in so hohen schwarzen Wellen wie Kirchtürme und wie Berge und hatten oben alle eine weiße Krone von Schaum auf. Da schrie er und konnte sein eigen Wort nicht hören: "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje' Buttje in der See, Meine Frau, die Ilsebill, Will nicht so, wie ich gern will." "Nun, was will sie denn?" fragte der Fisch." Ach", sagte der Mann, "sie will werden wie der liebe Gott." "Geh' nur hin, sie sitzt schon wieder im alten Topfe." Dort sitzen sie noch beide bis auf den heutigen Tag. -Ende-
Kinderspielplatz Heilgeiststraße
📍 Stralsund
Dieser Kinderspielplatz lädt mit seinen außergewöhnlichen Spielobjekten zum Spaß haben ein. Von uns empfohlen für Kinder ab 1 Jahr. Spielgeräte: Drehscheibe, Federwippgerät, Wippe, Balancier-Element, Doppelschaukel. Ausstattung: Sitzbänke Der Spielplatz befindet sich als einziger Spielplatz Stralsunds innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Er ist zwischen der Baden- und Heilgeiststraße gelegen und von beiden Seiten zugänglich. Die futuristisch anmutenden Spielobjekte verleihen dem Spielplatz einen ganz eigenen Charm.
Kinderspielplatz Hospitaler Bastion
📍 Stralsund
Verschiedenste Spielgeräte unter dem Motto "Wallenstein-Belagerung" laden zum Spielen ein. Spielgeräte: Rutsche, Spielhaus, Balancier-Element, Hangelgerät, Wackelbrücke, Kletterelement, Klettergerät mit Rutsche, Sandfläche, Schaukel. Von uns empfohlen für Kinder ab 1 Jahr. Ausstattung: Eingezäunt, Liegt im Grünen, Sitzbänke, Schatten Der Spielplatz liegt am Rande der Altstadt in der Nähe des Theaters, das heißt in einer grünen Parkanlage mit Blick auf den Knieperteich. Kinder können sich in der großen Sandfläche ordentlich austoben und ihre Eltern können sie von den Sitzbänken aus gut beobachten. Der Spielplatz ist mit den Buslinien 1 und 4 gut zu erreichen.
Kinderspielplatz Küsterbastion
📍 Stralsund
Spielplatz mit Ausblick auf der Knieperteich. Von uns empfohlen für Kinder ab 1 Jahr. Auf diesem Spielplatz finden Kinder aller Altersgruppen eine Beschäftigung. Ob nun Schaukel, Kletterpassagen, Bagger oder Wippe, hier hat jedes Kind etwas zu tun. Gepflegte Rasenflächen sowie mehrere Bänke laden Eltern zum Verweilen ein und erlauben einen schönen Blick über den Knieperteich. Spielgeräte: Sandfläche, Doppelschaukel, Kletterpassagen, Bagger, Wippe, Babyschaukel und Kleinkindrutsche Ausstattung: umzäunt, Bänke, liegt im Grünen, Busstation Mit der Buslinie 1 und 4 ist der Spielplatz gut zu erreichen.
Kinderspielplatz Strandbad
📍 Stralsund
Der Spielplatz direkt am Strand! Spielgeräte: Kleinkindrutsche, Federwippgerät, Rutsche, Balancierelemente, Schaukeln, Kleinkindschaukel und Klettergerüst, Kletterelement, Klettergerät mit Sandfläche, Schaukel. Von uns empfohlen für Kinder ab 3 Jahre. Ausstattung: liegt im Grünen und am Strand, Sitzbänke Der Kinderspielplatz befindet sich direkt am Stralsunder Strand und bietet eine Vielzahl an Kletter- und Balanciermöglichkeiten. Aber auch Schaukeln und Wippen lassen Kinderherzen hier höherschlagen. Der Strandsand lädt zum Burgen bauen ein und ist ein weiches Kissen, wenn man doch mal beim Klettern abrutscht. Mit der Busline 4 ist dieser Spielplatz gut zu erreichen.
Kinderspielplatz Wulflamufer
📍 Stralsund
Kleiner Spielplatz am Frankenteich (kein Wasserzugang). Spielgeräte: Rutschturm, Sandküche, Sandfläche, Nestschaukel. Von uns empfohlen für Kinder ab 2 Jahre. Ausstattung: Liegt im Grünen, Sitzbänke. Der kleine Spielplatz, direkt am Frankenteich gelegen, wurde 2022 komplett neu gestaltet. Für Eltern sind Sitzbänken und ein schöner Blick auf dem Frankenteich vorhanden.
Kinderspielplatz am Bananenweg
📍 Stralsund
Spielplatz mit Teichblick Kleiner Spielplatz mit Ausblick auf den Frankenteich. Spielgeräte: Federwippgerät, Balancier-Element, Schaukel Von uns empfohlen für Kinder von 2 bis 6 Jahren Ausstattung: Liegt im Grünen, Sitzbänke Mit den Buslinien 1, 4 und 6 gut zu erreichen.
Kinderspielplatz am Dorfplatz
📍 Grieben
Kinderspielplatz am Dorfplatz in Grieben
Kirche "St. Stephanus" zu Swantow
📍 Poseritz OT Swantow
Die St. Stephanus Kirche ist eine der ältesten Kirchen auf Rügen. Idyllisch in das kleine, ursprüngliche Dorf Swantow eingebettet, ist sie Heimat einer kleinen, aber aktiven und engagierten Gemeinde. In alter Zeit war Swantow ein langgestrecktes Dorf mit Kirche, Pfarre, Küsterei, einer Mühle, vier Bauernhöfen und zwei Katen. Der dänische Bischof Absalon von Roskilde soll hier die ersten Christen dieser Gegend getauft haben. Der Platz, auf dem die Kirche steht, ist von ihm geweiht. 1294 wird das erste Mal eine Kirche erwähnt, sie trägt den Namen Sankt Stephanus. Der Baubeginn der heutigen Kirche war 1469. Sie steht dicht an der Stelle, wo sich einst der heilige Hain der Slawen befand. Die großen Findlinge im Nordfundament könnten Teile der Kultstätte sein. Der älteste Teil der Kirche ist der Nordteil, dort hat sich auch der Haupteingang befunden. Das alte Weihwasserbecken deutet darauf hin. Die heutige Kanzel stammt aus dem Jahre 1705. Sie ruht auf einer Figur, die Petrus darstellt und gehört zu einer barocken Ausstattung, die bis zur Renovierung zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts den Raum bestimmte. Dann erfolgte die Neugestaltung des Altarraums mit einer einfachen Mensa und einer gotischen Kreuzigungsgruppe. Seit 1995 gibt es den Förderverein Kirche Swantow e. V..
Kirche Maria Meeresstern Sellin (kath.)
📍 Ostseebad Sellin
Der Name Maria Meeresstern nimmt, passend zum Standort der Kirche, den alten Marientitel Stella Maris auf. Bereits seit Sommer 1906 wurde im Ostseebad Sellin katholischer Gottesdienst gehalten. Neben mehreren "geistlichen Herren" gehörten vor allem Katholiken aus Süddeutschland zu den zahlungskräftigen Badegästen, die man nicht verlieren wollte. Erst unter Maximilian Kaller - Pfarrer von Bergen - konnte am 16. Juli 1912 die vom Kölner Regierungs-Baumeister Krings entworfene Kirche benedeziert werden. Sie wurde in malerischer Umgebung in der Nähe der Steilküste als Basilika im Stile des Historismus mit neugotischen und neuromanischen Einflüssen errichtet. 1949 wurde die Kirche der Kuratie Binz zugeordnet. Seit Pfingsmontag 1951 versammelten sich jedes Jahr zu Pfingsten viele Hundert Heimatvertriebene zu einer Wallfahrt in Sellin. 1952 stiftete der Bischof einen Muttergottes-Altar. Im Altarraum befindet sich ein Relief aus dem ursprünglichen Hochaltar, das die Erzählung vom reichen Fischfang (Lk 5,5) darstellt. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Selliner Kapelle unter Leitung des Architekten Gustav Nutz, die im September 1995 abgeschlossen waren, lebte die alte Wallfahrtstradition wieder auf. Seit Pfingsten 2005 erklingt in der Kapelle eine Orgel der Firma Sauer, gefertigt 1981 als Opus 2123.
Kirche Prohn
📍 Prohn
Evangelisches Pfarramt (Prohn und Groß Mohrdorf) Der Bau der Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit dem eingezogenen quadratischen Chor und der N-Sakristei in spätromanischer Form begonnen, daran Anfang des 14. Jahrhunderts das spätgotische Schiff angefügt. Am Chorgewölbe Malerei vor Ende des 15. Jahrhunderts mit Darstellung des thronenden Christus, flankiert von Maria und Johannes d. Täufer.
Kirche Reinberg
📍 Reinberg
Kirche Reinberg (Evangelische Kirchgemeinde) Der Feld- und Backsteinbau ist aus dem 13. Jahrhundert. Sie hat einen Turm mit Holzaufsatz. Im Innern sind Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert und eine reichbebilderte Barockkanzel. An der Friedhofsmauer befindet sich ein 2 m hohe Sühnestein, vor der Kirche steht eine 1000-jährige Linde.
Kirche Samtens
📍 Samtens
Die Kirche in Samtens ist ein aus dem 15. Jahrhundert stammendes Kirchengebäude . Die ziegelgedeckte Kirche zählt in ihrem Urzustand zu den Bauten der Backsteingotik. Besonders sehenswert sind der Taufengel um 1700, das sehr feingliedrig gestaltete Triumphkruzifix auf dem Altar und die Wandmalerei mit Christophorus und die Epitaphen. Die Kirche wurde im Jahre 1318 erstmals schriftlich erwähnt. Der Backsteinbau selbst, ist im 15. Jahrhundert entstanden. 200 Jahre später wurde sie im barocken Stil verändert und renoviert. Sie besteht aus Chor, Kirchenschiff, Sakristei und einem westlichen Vorbau. Auf dem Schiff sitzt ein kleiner Turm mit Uhrwerk und Ziffernblatt. 1935 bis 36 wurden bei Restaurierungen die barocke Ausmalungen im Chor und Hauptschiff wieder hergestellt. Das eindrucksvolle Triumphkreuz (15. Jahrhundert) eines unbekannten Meisters wurde in derselben Zeit vom Lettner auf den Altar umgestellt. Epitaphen der Familie von der Osten aus dem 17. Jahrhundert stellen u. a. den Leidensweg Christi dar. Der Taufengel wurde um 1700 vermutlich von Martin Becker aus Stralsund gefertigt. Außergewöhnlich sind die spätgotischen Wandmalereien über einem Gemälde des Heiligen Christopherus.
Kirche St. Jacobi Gingst
📍 Gingst
Die St. Jacobi Kirche in Gingst ist die zweitgrößte auf der Insel Rügen. Um 1300 wurde mit dem Bau des Chores begonnen. Um 1400 ist der Kirchenbau weitergeführt worden. So entstand das dreischiffige Langhaus. Der Kirchturm wurde 50 Jahre später angebaut, brannte aber 1699 durch Blitzeinschlag ab, so dass der heutige Turm nicht der ursprüngliche ist. Vier Jahre später wurde die Kirche erneut von einer schweren Katastrophe heimgesucht. Bei einem Orkan stürzte der gerade neu errichtete Kirchturm ein und durchschlug beim Fallen das Kirchendach und die Gewölbe des Mittelschiffes. Daraufhin wurde dann im Hauptschiff eine flache Stuckdecke eingezogen. 1726 vernichtete ein großer Brand die gesamte Inneneinrichtung der Kirche. Dem Engagement des Präpositus Johannes Buschmann und vielen Spendern ist es zu verdanken, dass ab 1729 die Wiederaufbauarbeiten an der Kirche beginnen konnten. Davon zeugt eine Inschrift an der Nordwand der Kirche. So kamen 1730 das Gestühl und die Beichtstühle in die Kirche, 1735 die Taufe, 1743 die Kanzel und 1776 der Altar. Im Jahre 1790 erhält die St. Jacobi Kirche in Gingst ihre heutige Orgel. Es wird jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert. Er beginnt um 9.30 Uhr. Geöffnet ist die Kirche in der Zeit von März bis Oktober von Montag bis Freitag von 8.30 -16.00 Uhr.
Kirche St. Michael Sagard (ev.)
📍 Sagard
Die Sagarder Kirche gehört zu den vier ältesten Kirchen Rügens. Um 1210 entstand eine einschiffige, turmlose Hallenkriche. Etwa um 1400 wurde der Chorraum zu seiner jetzigen Größe umgebaut. Zugleich wurde eine Sakristei angefügt, das Nordschiff gebaut und die Südkapelle errichtet. Um 1500 wurde der Glockenturm angebaut und das Hauptschiff mit dem gotischen Gewölbe versehen. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Südkapelle zum jetzigen Südschiff erweitert. Das ältesten Stück ist ein dreiteiliger Wandschrank aus der Zeit um 1450. Ursprünglich mit gotischer Malerei versehen, wurde er um 1800 braun gestrichen und mit Blumenwerk versehen. Der Altaraufsatz wurde in den Jahren 1726/27 von Elias Keßler, Stralsund, geschaffen. Die Beichtstühle wurden z. Zt. der schwedischen Besatzung (1648-1850) aufgestellt. Die Orgel, 1795 durch Christian Kindten fertiggestellt, ist eine der bedeutendsten Spätbarockorgeln Norddeutschlands. Kanzel, Taufständer und Gestühl mussten 1830 erneuert werden, da die Inneneinrichtung der Kirche in der Zeit der französischen Besetzung zerstört wurde. Gottesdienste finden hier von Pfingsten bis Erntedanktag an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat um 9.00 Uhr statt.
Kirche Stella Maris (kath.) in Binz
📍 Ostseebad Binz
Die Katholische Kirche Stella Maris gilt als die Nördlichste des Erzbistums Berlin. Der Wiener Professor Wilhelm Bong gründete 1924 in Binz ein katholisches Kinderferienheim. Schon 1925 wurde auch ein kleiner Kapellenbau eingeweiht. Im Ort selbst gab es aber nur eine einzige katholische Familie. Im Sommer wurde der Gottesdienst durch Urlaubspriester gehalten, im Winter in unregelmäßigen Abständen von Bergen aus. Außenstationen der Katholischen Kirche waren u. a. Sellin und Putbus (später Garz zugeordnet), aber auch Göhren und Thiessow. 33 Jahre lang, von 1963-1996, wirkte Pfarrer Kurt Ponikewski in der Gemeinde. Unter ihm wurde die Kapelle 1965/66 vergrößert. Sie ist ein schlichter langgestreckter Flachbau ohne architektonische Besonderheiten, geweiht der "Stella Maris", der Gottesmutter als Stern auf dem Meer, der dem Schiffer Orientierung gibt. 1997 wurde eine restaurierte Marienfigur eines italienischen Meisters von Ende des 19. Jahrhunderts wieder im Altarraum aufgestellt. Die Erweiterung der Kapelle um einen schönen Anbau erfolgte 2011.