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Karte ↗Kloster Rühn
● Rühn
Das Kloster Rühn ist eine gut erhaltene Klosteranlage von 1232. Eigentümer ist ein gemeinnütziger, ehrenamtlicher Verein. Zum Kloster gehören u. a. ein Klosterladen und eine Schänke sowie eine Öl-, Senf- und Essigmanufaktur. Das Kloster Rühn war 1232 durch Bischof Brunward von Schwerin als zweites Frauenkloster des Landes gegründet worden, nachdem ein erster Versuch in Bützow fehlschlug. Seine Zurordnung zu einem Orden ist nicht gesichert, allgemein wird es als Zisterzienserinnenkloster bezeichnet. Die mittelalterliche Anlage ist in ihren Strukturen noch gut erhalten. Derzeit wird das Kloster schrittweise durch den Eigentümer (Klosterverein Rühn e.V.) denkmalgerecht saniert. Im Kloster gibt es ein gemütliches Café im Klosterladen mit Kaminofen und regionalen Köstlichkeiten. Direkt vor Ort erfolgt die Herstellung von Ölen, Essigen und Senfen. Außerdem werden Räumlichkeiten für Hochzeiten etc. vermietet und es finden Klosterführungen und zahlreiche Veranstaltungen, u.a. der Historische Klostermarkt Anfang Mai, das Apfel- und Lichterfest Anfang Oktober und der Adventsmarkt am Dritten Advent statt. Der Klosterladen ist ganzjährig täglich geöffnet
Kloster Sonnenkamp
● Neukloster
Erhaltene Gebäude des Klosters Sonnenkamp sind die Klosterkirche mit den ältesten Glasmalereien Norddeutschlands, das Propsteigebäude und der Glockenturm. Östlich von Wismar am Neuklostersee liegt die Stadt Neukloster. Vom ehemaligen Benediktinerkloster, heute Kloster Sonnenkamp, das 1219 unter dem Namen Campus Solis dort gegründet wurde, sind nur noch die Klosterkirche, der Glockenturm und das Propsteigebäude erhalten. Das Kloster wurde im Jahre 1555 im Zuge der Reformation säkularisiert. Anschließend sind große Teile des Geländes verfallen. Ein Besuch der Klosterkirche aber ist noch heute lohnenswert. Hier finden Besucher einige der ältesten Glasmalereien Norddeutschlands. Sie entstanden um 1250, zeigen verschiedene Heilige und befinden sich in der Dreierfenstergruppe des Chores. Im Klostergarten, der dem im schweizerischen St. Gallen nachempfunden ist, wachsen verschiedene Kräuter. Der Marienaltar wurde um 1500 von einem unbekannten Meister geschaffen. Die geschnitzte Predella besteht aus Teilen eines anderen Altars und ist deutlich älter (um 1420). Darauf sind Szenen und Heiligenfiguren dargestellt. Zur Klosterkirche gehört auch ein Glockenturm, der Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet wurde und ursprünglich ein dreifaches Geläut besaß. Eine Glocke ging im Zweiten Weltkrieg verloren, wurde aber im Mai 2002 neu gegossen sodass Neukloster nun wieder ein volles Geläut hat. Der Glockenturm lockt mit Ausstellungen, die Klosterkirche mit ihren Kunstschätzen. Ein besonderes Kleinod der Backsteingotik ist der Stufengiebel der Propstei.
Kloster St. Annen und Brigitten
● Stralsund
Das der heiligen Anna geweihte Haus, wurde 1480 von Hans Bure an den Orden der Augustinerinnen übergeben. Die Kapelle ist seit 2007 saniert und zugänglich. Nach dem die letzten Nonnen des Brigittenklosters Mariakron im Jahre 1560 gestorben waren, wurden die umfangreichen Ländereien dem St. Annen-Stift zugeschlagen. So entstand das Kloster St. Annen und Brigitten in der Schillstraße. Im gleichen Jahr wurde auch festgelegt, das Kloster als Bleibe für mittellose Witwen und Jungfrauen aus dem höheren Bürgerstand zu nutzen. Wahrscheinlich wurde Anfang des 16. Jahrhunderts die Kapelle auf dem Hof errichtet. 1842 erhielt das Kloster im Zuge dringender Sanierungsarbeiten eine eigene Orgel vom Orgelbaumeister Buchholz. Die letztmalig wurde 2003 bis 2007 eine Sanierung durchgeführt. Seitdem werden in der Kapelle auch Hochzeiten durchgeführt.
Kloster St. Johannis
● Stralsund
Das Kloster St. Johannis ist eines der ältesten Bauwerke Stralsunds mit einem historisch gewachsenen Neben- und Ineinander verschiedener Bauepochen - den einzelnen Phasen der dominierenden Gotik, des Barock und des Klassizismus. Das Kloster St. Johannis ist ein ehemaliges Franziskanerkloster, das 1254 gegründet wurde. Sehenswert sind der Räucherboden, die Barockbibliothek, der Kapitelsaal, der Kreuzgang und der Rosengarten. Im Innenhof der Kirchenruine befindet sich eine Nachbildung der Pietà von Ernst Barlach.Kreuzgang im Johanniskloster.
Kloster St. Jürgen Rambin
Das Kloster Rambin - eine Reise in die Vergangenheit. Erstmalig erwähnt wurde der Ort Rambin 1246 als "Rabyn". Der Ortsname ist slawischen Ursprungs. Rambin war Mittelpunkt eines Gardvogtbezirkes und hat als solcher sicherlich einen Burgwall besessen. Bereits im 14. Jahrhundert teilten sich mehrere Besitzer den Ort - der Herzog von Pommern, das Kloster St. Jürgen vor Rambin und das Pastorat. Das Stift St. Jürgen stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente ursprünglich als Hospital und Siechenhaus. Seit dem 19. Jahrhundert wurde es als Kloster genutzt, die Kapelle wurde 1839 restauriert. Heute beherbergt sie eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Die insgesamt drei Wohnhäuser hinter der Kapelle gehörten ursprünglich zum Kloster. Der rechte zweigeschossige Backsteinbau ist Klassizismus in reinster Form, K. F. Schinkel soll die Planung beeinflusst haben. Das Relief am Mittelhaus zeigt den heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen.
Klosteranlage Bad Doberan
● Bad Doberan
Die Anlage mit Garten und backsteingotischen Bauten umschließt das Doberaner Münster. Rund um das Doberaner Münster erstrecken sich auf dem Klostergelände verschiedene Zeugnisse der Zisterzienser Mönche. Die Klostermauer mit ihren Toren ist die längste, fast vollständig erhaltene Backstein-Klostermauer Deutschlands. Ab 1290 wurde die 1400 m lange und durchschnittlich 2,5 m hohe Klostermauer erbaut. Die Klostertore befinden sich in allen vier Himmelsrichtungen. Das Haupttor mit Pförtnerhaus und ehemaliger Torkapelle befindet sich im Westen, das Kammertor im Norden. In südlicher Richtung liegt das Wirtschaftstor und das aus dem Jahre 1795 stammende, sogenannte „Grüne Tor“ befindet sich im Osten. Ebenfalls um 1290 entstand das Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters, das in der Vergangenheit vielfältig genutzt wurde. Es beinhaltete beispielsweise eine Brauerei, eine Brennerei, Mälzerei und Vorratsräume. Die Klostermühle befand sich im westlichen Seitenflügel. Im nördlichen Bereich ist das Gebäude nach einem Brand eine offene Ruine, die als Kulisse für Veranstaltungen dient. Das nördlich des Münsters gelegene Beinhaus befindet sich am Rande des ehemaligen Mönchsfriedhofs. Der achteckige Kapellenbau diente zur Aufbewahrung von Skelettresten aus wiederzubelegenden Mönchsgräbern. Wand- und Gewölbemalereien zieren den Bau. Auf der Klosteranlage befinden sich außerdem das Kornhaus, die Wolfsscheune sowie das Torhaus mit Klosterläden und die Klosterküche im alten Pfarrhaus. Alle Gemäuer und Gebäude der Klosteranlage Bad Doberans sind dem Stil der Backsteingotik zuzuordnen.
Klostercafé Malchow
Im Refektorium des ehemaligen Damenstiftes, dem ältesten Gebäude des Klosters Malchow, trafen sich vor über 700 Jahren die Nonnen zum gemeinsamen Speisen. Jetzt empfängt der Kreuzgang die Besucher mit dem verführerischen Duft frischen Kaffees. In den historischen Räumen des Klostercafés oder im beschaulichen Klosterhof warten kulinarische Verlockungen auf Sie. Die Umgebung lädt zum längeren Verweilen nach einem Spaziergang oder dem Museumsbesuch ein.
Klostergarten Franzburg
● Franzburg
Im Klostergarten in Franzburg werden interssante Führungen zu Kräutern und Gewürzen angeboten. Unter dem Motto „Moderne trifft Erbe“ wurde im November 2006 der Klostergarten in unserer Stadt, direkt neben der Kirche, eingeweiht. Die von Hainbuchenhecken umsäumten Beete bergen all das, was einen mittelalterlichen Klostergarten ausmachte: Beeren aller Art, Kräuter, Gemüse, Gewürz- und Arzneipflanzen und natürlich viele Obstbäume. Auch ein von Weiden eingezäuntes Spielareal für Kinder findet bei den Besuchern besonderen Anklang. Erklärungen und Geschichten von Kräuter- und Heilpflanzen werden gewürzt mit Anekdoten fachmännisch von Frau Thielke an die Frau oder den Mann gebrachtEs werden auch Projektunterrichtsstunden und Feriengestaltung für die Schulen und Kitas angeboten (auf Wunsch mit anschließendem Picknick mit Früchten aus dem Klostergarten) Führungen im Klostergarten sind in den Monaten Mai bis September nach vorheriger Absprache möglich Anmeldungen hierfür bitte unter Tel.: 038322- 578 762 Galerie oder 038322- 59284 Frau Thielke
Klosterhof Bergen
● Bergen auf Rügen
Der historische Klosterhof mit Museum und Schauwerkstatt befindet sich in Bergen auf der Insel Rügen. Als Oase im Herzen der Stadt, zentral und doch verborgen, gibt der Klosterhof Einblick in vergangene Zeiten. In einem ehemaligen Klostergebäude befindet sich das kleine Stadtmuseum. Es ist das einzige Museum Rügens, das die historische Entwicklung Rügens von der Frühgeschichte bis zum 19. Jahrhundert beinhaltet. Die Klosteranlage, zu der der Klosterhof zählt, ist 1193 zusammen mit der St. Marienkirche geweiht worden. Nach der Reformationszeit wurde das Kloster aufgelöst und in einen evangelischen Jungfräuleinstift umgewandelt. Nach einem Stadtbrand wurden die zwei heute noch vorhandenen ehemaligen Stiftsgebäude 1732 erbaut. Die Schauwerkstatt neben dem Stadtmuseum bildet ein weiteres wunderschönes Detail im historisch wertvollen Ensemble des Klosterhofes. Hier lassen sich die einheimischen Handwerker gern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Von Mai bis September finden monatlich die beliebten Floh- und Handwerkermärkte im Klosterhof statt. Rügentypische Produkte, wie Keramik, Kerzen, Konfitüren und Liköre sowie Souvenirartikel, können vor Ort erworben werden.
Klosterkirche Verchen
● Verchen
Schon im 13. Jahrhundert siedelte sich in der 1269 erbauten Klosterkirche St. Marien ein Benediktinerinnenkloster an. Etwa 300 Jahre lang beteten und arbeiteten die Benediktinerinnen hier in Verchen.Dann ist viel passiert... Um 1270 fand der Baubeginn der Klosterkirche statt. Die Fenster des langgestreckten Backsteinbaus sind mit Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert geschmückt. Barnim Grüneberg aus Stettin fertigte die Orgel 1881 an. Im 16. Jahrhundert zerstörte ein Großbrand fast alle Klostergebäude. Von 2004 bis 2014 lebten 4 Schwestern der Christusbruderschaft Selbitz in Verchen und pflegen die Klostertraditionen. Nach einer "Pause" von 400 Jahren, haben Schwestern der evangelischen Communität Christusbruderschaft Selbnitz diese Tradition wieder aufgenommen. Da riefen die Glocken erneut zu den Tagzeitengebeten und Bewohner des Dorfes oder Feriengäste nutzen die Möglichkeit, an den Mittags-oder Abendgebeten teilzunehmen.Vier Schwestern teilten ihr Leben mit den Bewohnern des Dorfes und der Kirchengemeinde.
Klosterkirche Wanzka
● Wanzka
Die Klosterkirche in Wanzka war ursprünglich eine evangelische Backsteinkirche. Sie gehörte zum Zisterzienserinnen-Kloster, das im Jahr 1283 gegründet wurde. Die Kirche brannte im Jahr 1833 aus und wurde 1843 als neugotischer Bau wieder aufgebaut. Die Kirche wurde nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wiedereröffnet.
Klosterladen Dargun
● Dargun
Der urige Klosterladen befindet sich im ehemaligen Speichergebäude der Kloster- und Schlossanlage Dargun. Wir führen regionale Erzeugnisse, Kunsthandwerk und Spezialitäten aus eigener Produktion sowie aus der Region. Souvenirs und kleine Mitbringsel für die Lieben oder sich selbst findet man hier garantiert. Wildschweinsalami, Chutneys, Gewürze handgemachte Schokoladentrüffel - der Darguner Klostervogt hat ein reichhaltiges Sortiment an regional gefertigten Produkten. Wer mag kann, nach Anmeldung, im hell und gemütlich eingerichteten Gewölberaum über dem Laden Platz nehmen und eine Auswahl der zahlreichen Spezialitäten verkosten. Der Klostervogt richtet sich dabei ganz nach den Wünschen seiner Gäste. Ideal ist eine Kombination der Verkostung mit einer Führung durch die Kloster- und Schlossanlage oder einem Besuch des liebevoll gepflegten Museums auf dem Gelände. Bei diesen Kulinarischen Führungen schlüpfen die Gäste selbst in die Rolle der ehemaligen Zisterziensermönche und begeben sich auf eine kurzweilige und bekömmliche Zeitreise. Diese Gruppenevents bis max. 24 Personen werden sehr individuell auf die Besucher abgestimmt und müssen unbedingt im Vorfeld angemeldet werden. Das Stöbern und einkaufen im Klosterladen ist dagegen täglich von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr möglich.
Klosterruine Eldena
Die Klosterruine mit der Parkanlage ist ein beliebtes Ausflugsziel der Greifswalder und ihrer Gäste. Die Klosterruine ist gleichzeitig der Start- und Zielpunkt zum Themenradweg "Route der Norddeutschen Romantik", die Stationen und Leben der Norddeutschen Romantiker Vorpommerns. Mit seinen Gemälden und Zeichnungen machte Caspar David Friedrich (1774–1840) die Ruine des mittelalterlichen Zisterzienserklosters Eldena weithin bekannt. Die Überreste des einst bedeutenden Klosters sind eingebettet in eine Parkanlage mit altem Baumbestand, darunter 180-jährige Eichen, welche die Ideen Friedrichs verbildlichen und die romantische Atmosphäre der Anlage prägen. Den Hauptakzent der Ruine bildet die imposante Westfassade der ehemaligen Klosterkirche mit der hohen spitzbogigen Fensteröffnung. 1199 erfolgte die Gründung des Klosters Hilda (Eldena), nachdem Zisterziensermönche in Folge kriegerischer Auseinandersetzungen ihr Kloster in Dargun aufgeben mussten. Das neue Kloster wurde östlich der späteren Stadt Greifswald, an der Mündung des Flusses Ryck in die Dänische Wiek errichtet. 1248 wird unter den Besitzungen des Klosters das „oppidum Gripheswald“ erstmals urkundlich erwähnt und 1250 dem heutigen Greifswald das Stadtrecht verliehen. Die Klosterruine liegt im Ortsteil Eldena, in unmittelbarer Nähe zum Fischerdorf Wieck und dem Greifswalder Bodden. Im Mittelalter war Eldena das bedeutendste Kloster der Region, wirtschaftliches und geistliches Zentrum des Gebiets und erreichte um 1400 seine Blütezeit. Es wurde vom frühen 13. Jahrhundert bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts seiner Bedeutung entsprechend baulich ausgestaltet. Das Kloster bestand bis zur Reformationsbewegung in der Region im Jahr 1533 und verfiel in der Folgezeit. 1634 erhielt die Universität Greifswald vom letzten Pommernherzog Bogislaw XIV das Amt Eldena und damit das Klostergelände sowie zugehörige Ländereien. Nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg durch kaiserliche und schwedische Truppen verfielen die Überreste der mittelalterlichen Klosteranlage mehr und mehr. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden sie sogar als Steinbruch für Festungs- und Greifswalder Universitätsbauten genutzt. Die Rettung der Anlage ist wesentlich dem Eingreifen des von romantischen Ideen begeisterten preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (1795–1861, späterer König Friedrich Wilhelm IV.) zu verdanken. 1827 fand er die Ruine in einem verwahrlosten Zustand vor. Daraufhin erfolgten von 1828-1832 erste Aufräum- und Sanierungsarbeiten sowie die Anlegung eines Parks zur Erschließung des Geländes. Anstelle der fehlenden Langhauspfeiler des Kirchenschiffs wurden Eichen gesetzt. Das Verschmelzen der ewig wiederkehrenden Natur mit den ehrwürdigen baulichen Zeugnissen einer unwiederbringlich vergangenen Zeit trägt eine tiefgründige Symbolik in sich, die auch den heutigen Besucher zu allen Jahres- und Tageszeiten in ihren Bann zieht. Der 1774 in Greifswald geborene Caspar David Friedrich machte die Klosterruine Eldena weltberühmt. Er gilt inzwischen als bedeutendster Maler und Zeichner der deutschen Früh-Romantik und nutzte Skizzen der Klosterruine unter anderem in seinen Gemälden „Winter“, „Klosterruine im Riesengebirge“ und „Abtei im Eichwald“ als Vorlagen. Einige seiner Arbeiten sind im Pommerschen Landesmuseum ausgestellt. Im Caspar-David-Friedrich-Zentrum in der Greifswalder Innenstadt können Sie Leben und Wirken des Malers eindrucksvoll erleben. Aus der nachreformatorischen Geschichte der Anlage sind der Ausbau des Amtsgutes und die Gründung einer Landwirtschaftsakademie 1835 hervorzuheben, die bis 1876 bestand. Die noch vorhandenen Klostergebäude wurden ebenfalls landwirtschaftlich genutzt. Seit 1937 ist die Klosterruine im Besitz der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Heutzutage ist die Klosterruine und der sie umgebende Park ein beliebtes Naherholungsgebiet, Wahrzeichen der Stadt und Kulisse für Filmaufnahmen und verschiedenste Veranstaltungen. Im Sommer finden regelmäßig Theateraufführungen, der Eldenaer Klostermarkt (seit 2014), das Jazzfestival Eldenaer Jazz Evenings (seit 1981) sowie weitere Konzerte und Events statt. Die Klosterruine ist Station auf dem Caspar-David-Friedrich-Bildweg und der Europäischen Route der Backsteingotik. Parken & Anfahrt: https://www.greifswald.de/de/freizeit-kultur/veranstaltungen/maerkte/klostermarkt/anfahrt-klosterruine-eldena/ Route der Norddeutschen Romantik: Klosterruine Eldena – Friedrichs Lieblingsmotiv Caspar David Friedrich wurde am 5. September 1774 in Greifswald geboren und gilt als bedeutendster Maler und Zeichner der deutschen Früh-Romantik. In seinen Gemälden "Winter" und "Abtei im Eichwald" nutzte er Skizzen der Klosterruine Eldena als Vorlagen und machte sie damit weltbekannt. Während seiner Heimatbesuche entdeckte Caspar David Friedrich die Architektur der Klosterruine stets neu. Er zeichnete sie aus allen Perspektiven. Die hohe Westfassade war für ihn von besonderem Interesse, bildet sie auf vielen seiner Werke den Mittelpunkt. Durch seine Bilder rückte die Ruine in den Fokus der Öffentlichkeit. Hier ist der Start- bzw. Zielpunkt der Themenradroute "Route der Norddeutschen Romantik".
Klosterwiesen
● Ribnitz-Damgarten
Die Klosterwiesen in Ribnitz-Damgarten ist eine charmante Grünanlage direkt angrenzend an das ehemalige Klarissenkloster Ribnitz Die Klosterwiesen in Ribnitz-Damgarten liegen direkt am ehemaligen Klarissenkloster mit der eindrucksvollen Klosterkirche. Die weitläufige Grünanlage verbindet Geschichte, Erholung und Freizeit auf besondere Weise. Zwischen alten Bäumen und gepflegten Rasenflächen laden Wege zum Spazieren und Verweilen ein. Ein zentraler Anziehungspunkt ist der Spielplatz, der Familien und Kinder zum Toben und Entdecken einlädt. Ergänzt wird das Angebot durch eine Calisthenics-Anlage, die Sportbegeisterten vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und Training im Freien bietet. Mit ihrer offenen Gestaltung, der Nähe zum Deutschen Bernsteinmuseum und der Klosterkirche ist die Klosterwiese ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen – ein Ort, an dem sich Kultur, Bewegung und Entspannung harmonisch verbinden.
Klumpfußeiche bei Teterow
"Naturwunder" im Appelhäger Forst bei Teterow Die Klumpfußeiche ist im NSG Teterower Heidberge zu finden. Durch ihre starke Verwachsung am Stammfuß mit einem Durchmesser von 2,5 m hat sie ihren Namen erhalten. NSG Teterower Heidberge umfasst eine Fläche von rund 200 Hektar mit Laubwald, Kesselmooren und Grünland, 237 nachgewiesene Pilzarten, über 70 brütende Vogelarten, auf den wärmeexponierten Standorten gedeihen gleich mehrere vom Aussterben bedrohte Arten wie z.B. Färber-Ginster, Tauben-Scabiose oder Knack-Erdbeere. Wanderfreunden und Familien sei an dieser Stelle auch ein Besuch des Walderlebnispfads in den Teterower Heidbergen empfohlen.
Klützer Mühle
Die Klützer Mühle steht seit Jahrzehnten unter Denkmalschutz. Das markante Wahrzeichen gehört zu wichtigen kulturhistorischen Bausteinen im Zentrum des Klützer Winkels. An dem Ort, wo heute die „Klützer Mühle“ steht, existierte bis zum Jahre 1901 eine alte Erdholländermühle. Sie wurde gänzlich das Opfer von Flammen. In gut zweijähriger Bauzeit (1902-1904) konnte die große Mühle als heutige Galerieholländerwindmühle von Müller Richard Lindemann neu erbaut werden. 1930, in Zeiten der Weltwirtschaftskrise, wechselte die Mühle ihren Besitzer. 1958 drehten sich die Flügel ein letztes Mal, jedoch war die Mühle selbst noch bis 1972 in Betrieb. Nachdem der letzte Müller in den 1970er Jahren seine Arbeit niederlegte, war das Gebäude dem Verfall preisgegeben. Um sich damit nicht abzufinden, gründeten einige Klützer 1981 die „Volksinitiative zur Rettung der Klützer Mühle“, im Rahmen derer die Mühle innerhalb von fünf Jahren in einer gemeinschaftlichen Aktion von Handwerkern und freiwilligen Helfern renoviert wurde. 1985-2014 beherbergte die Mühle damit das erste Restaurant, das zu einer der bekanntesten Gaststätten im Klützer Winkel wurde. Neben den guten Speisen, lockte auch das interessante Innenleben der Mühle zahlreiche Gäste an und ließ das Herz von Mühlenfans höher schlagen. Die Mühle beherbergt eine Gaststätte mit Außenterrasse, einen kleinen Hofladen, einen Streichelzoo und einen Spielplatz. Serviert wird traditionelle deutsche Küche mit regionalen Zutaten aus dem hauseigenen Garten. Öffnungszeiten: täglich geöffnet von 11.30 bis 21.30 Uhr.
Klützer Stadtgarten
Kneippgarten Ostseebad Göhren
● Göhren
Göhren ist nicht nur Ostseebad, sondern auch einziger Kneipp-Kurort an der Küste. Zum Kurpark gehört daher selbstverständlich ein Kneippgarten, ruhig gelegen direkt oberhalb des Strands mit Meerblick. Das Ostseebad Göhren bietet eine Reihe von Gründen, um das wichtigste Gut in den Vordergrund zu stellen: die Gesundheit! Die in Deutschland einzigartige Kombination aus Ostseebad und staatlich anerkanntem Kneippkurort bedeutet für die Gäste die besten Voraussetzungen für einen gesunden Aufenthalt. Seit dem 03. Mai des Jahres 2007 trägt das Ostseebad Göhren das offizielle Prädikat "Kneippkurort". An vielen Stellen von Göhren findet man Hinweise darauf. Und dies mit Recht, denn die 5 Säulen der Kneippschen Lehre sind: - Die Heilwirkung des Wassers - Die therapeutische Wirkung von Bewegung an frischer Luft - Die milde Wirkung von Heilpflanzen - Eine gesunde und ausgewogene Ernährung - Lebensordnung Die außergewöhnlich guten klimatischen Bedingungen, mit dem milden Reizklima, den positiven Eigenschaften einer intakten Natur mit Laub- und Nadelhölzern sowie zwei traumhaften Stränden sorgen für einen erholsamen und entspannenden Aufenthalt inmitten des Biosphärenreservats Südost-Rügen. Dazu kommt eine Infrastruktur, die viel zu bieten hat für die Gesundheit: Hervorragend ausgestattete Kur- und Wellnesseinrichtungen, die den höchsten Standards entsprechen. Der Kurpark und der Kurplatz mit vielen Möglichkeiten zum Verweilen laden ein zum Entspannen und auch zum Erleben von kulturellen Höhepunkten. Im Kneippgarten bieten beipielsweise ein Wassertretbecken, ein Armbadbecken und vieles mehr die Möglichkeit, die Elemente der Kneippschen Lehre in unmittelbarer Nähe zum feinsandigen Ostseestrand zu erleben. Seit 2013 gehört Göhren zu den Kneipp-Premium-Class-Orten. Besonders stolz ist das Ostseebad auf seinen Kindergarten, der seit 2004 offiziell vom Kneipp-Bund als Kneipp-Kindergarten anerkannt ist.
Kniepertor
● Stralsund
Das Tor zum Stralsunder Alten Markt. Das nördliche Stadttor der Stadt ist eines von ehemals 10 Stadttoren. Das Kniepertor wurde bereits 1293 urkundlich erwähnt und erhielt seinen Namen nach einer einflussreichen Bürgerfamilie, welche im dreizehnten Jahrhundert in der Hansestadt wirkte. Es ist das nördlichste, der ursprünglich zehn Stadttore von Stralsund. In seiner heutigen Erscheinung entstand der rechteckige Bau mit seinem niedrigen Turm und einer Spitzbogendurchfahrt im 15. Jahrhundert. Heute ist nur noch das Innentor erhalten, da 1874 zum Wohle des Verkehrsflusses das Knieper-Außentor und das Torschreiberhaus abgerissen wurden. Die Knieperstraße verbindet den Alten Markt mit dem Kniepertor. Ein Gedenkstein und eine Gedenktafel, an der der Stadt zugewandten Seite des Tores, erinnern an Friedrich Gustav von Petersson einen Kampfgefährten Ferdinand von Schills. Das Kniepertor steht unter Denkmalschutz und ist Teil der Backsteinroute in Stralsund.
Koeppenhaus
● Greifswald
Im Koeppenhaus Greifswald befindet sich ein Literaturzentrum, in dem vielfältige Veranstaltungen angeboten werden. In der Galerie gibt es Wechselausstellungen im literarischen Spannungsfeld und eine Kabinettausstellung zu Wolfgang Koeppen. Das Geburtshaus des Schriftstellers Wolfgang Koeppen (1906-1996) wurde 2002 als Literaturzentrum eröffnet. Es wird als Wolfgang-Koeppen-Gedenkstätte und als Veranstaltungsort u. a. für Lesungen genutzt. Das Münchner Arbeitszimmer Koeppens und sein der Universität Greifswald gehörender Nachlass mit 11.000 Bänden (Archiv nach Vereinbarung) sowie Wechselausstellungen im Spannungsfeld von Kunst und Literatur sind zu besichtigen. Neben Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, Vorträgen und Filmen gibt es ein Literaturcafé.
Kollegiengebäude I und II
● Schwerin
Das Kollegiengebäude I in Schwerin, nahe dem Schloss und zur Schloßstraße orientiert, wurde auf Anweisung von Friedrich Franz I. erbaut. Die klassizistische Dreiflügelanlage beeindruckt mit einem terrassierten Ehrenhof, einem eindrucksvollen Portal und einem prachtvollen Treppenhaus. Materialien des früheren Franziskanerklosters wurden möglicherweise beim Bau verwendet. Das angrenzende Kollegiengebäude II, errichtet zwischen 1890 und 1892 von Georg Daniel, ist durch einen dreiteiligen Triumphbogen verbunden. Es bietet einen zentralen Innenhof, Stuckdecken und erhaltene Türanlagen. Beide Gebäude sind bedeutende Beispiele klassizistischer Architektur in Schwerin. Vier Jahre geplant, neun Jahre gebaut: Die Konstruktion des Kollegiengebäudes ging von Anfang an durch mehrere Hände. 1819 hatte Johann Georg Barca erstmals Pläne für ein Regierungsgebäude entwickelt. Diese wurden verworfen und Carl Theodor Severin übernahm die Weiterentwicklung. Doch auch seine Ideen setzten sich nicht durch. Ab 1823 setzte Carl Heinrich Wünsch mit seinen Ideen den Stift an und beauftragte schließlich Georg Adolph Demmler mit der Bauleitung. Es konnte losgehen. Am 29. September 1825 wurde der Grundstein gelegt, im Dezember 1834 – also rund 9 Jahre später – wurde das Gebäude bezogen. Doch es blieb nicht, wie es war. Im Jahr 1865 wurde das Kollegiengebäude durch einen Brand zerstört, Hermann Willebrand machte neue Pläne und baute es wieder auf. Nach dem Vorbild des ersten Gebäudes wurde 1890 bis 92 das Kollegiengebäude II als Erweiterungsbau errichtet. Doch auch die Vorgeschichte des Kollegiengebäudes hat einiges zu bieten: Auf dem Gelände des heutigen Regierungsgebäudes stand etwa ab 1236 ein Franziskanerkloster. Das wurde im Zuge der Reformation 1548 aufgelöst und wie die Kirche im Jahr 1557 weitgehend abgetragen. Erhaltene Gebäudeteile wurden fortan durch die Fürstenschule und im 17. sowie 18. Jahrhundert als Wirtschaftsgebäude des herzoglichen Marstalls genutzt. Beim Bau wurden wahrscheinlich Baumaterialien des ehemaligen Klosters verwendet. Bis 1918 war hier der Sitz des Großherzoglichen Staatsministeriums. Zum Stil Das Kollegiengebäude I ist eine klassizistische Dreiflügelanlage. Ein Sockel umläuft das Gebäude und trägt eine Terrasse. Der dreigeschossige Putzbau erinnert an den Stil des Berliner Schauspielhauses von Karl Friedrich Schinkel. Zentral auf der Nordseite steht das Portal, darüber befindet sich die Säulenhalle. Die beiden äußeren Flügel weisen Dreiecksgiebel auf. Säulenhalle und Außenflügel sind mit Sandsteinfiguren Emil Cauers bekrönt. Prunkstück allerdings ist das Treppenhaus mit gusseisernen tragenden Elementen und Geländer. Kabinettsaal und Kollegiensaal im ersten und zweiten Obergeschoss zeigen ein üppiges Parkett – wie alle Schweriner Repräsentationsbauten.
Kollicker Bach
● Sassnitz
Einst aufgestaut für eine Forellenzuchtanlage ist der Kollicker Bach längst wieder naturbelassen mit Auslauf in der Ostsee. Auch unter den Namen Cholliker Bach, Chollikow und Collichowerbeck in Quellen genannt, fließt er am Kollicker Damm entlang zum Kollicker Ort, wo er in die Ostsee mündet. Ungefähr bei der Hälfte des Kollicker Damms zwischen Stubbenkammerstraße und Kollicker Ort wurde der Kollicker Bach aufgestaut und dort in den Jahren 1951/52 eine Forellenzuchtanlage erbaut. Die Gebäude wurden 1992 abgerissen und das Gelände renaturiert. Die ehemaligen Teiche sind noch gut zu erkennen.
Kommandantenhaus
● Schwerin
Das Kommandantenhaus am Südufer des Pfaffenteichs in Schwerin ist ein elegantes Beispiel klassizistischer Architektur und diente als Dienst- und Wohnsitz des Kommandanten des Grenadiergarde-Bataillons. Erbaut zwischen 1836 und 1837, steht es im Zeichen der Reform und Modernisierung des Mecklenburger Militärs unter Großherzog Paul Friedrich. Am Südufer des Pfaffenteichs liegt das höchst repräsentative Kommandantenhaus. Der ehemalige Dienst- und Wohnsitz des Kommandanten des Grenadier-Garde-Bataillons besticht mit seiner eleganten ausgewiesenen Schlichtheit. Noch im Vorfeld des Umzugs der Residenz von Ludwigslust nach Schwerin, hatte für Großherzog Paul Friedrich die Verlegung und Modernisierung des Mecklenburger Militärs oberste Priorität. Als Zehnjähriger ist er bereits dem Ludwigsluster Grenadier-Garde-Bataillon beigetreten und wurde mit gerade einmal 22 Jahren zum Mecklenburg-Schweriner Generalmajor berufen: Erbherzog Paul Friedrich. Seit 1830 war er der Kommandant. Als er 1837 die Regentschaft als Großherzog übernahm, widmete er sich weiter vordringlich einer umfassenden Reform des Mecklenburger Militärs. Durch Investitionen in die Ausbildung, Ausstattung und Ausrüstung modernisierten sich die Mecklenburgischen Einheiten. Zur Erweiterung der Stadt, boten ihre Außenbezirke mit dem Ostorfer Berg, der Werderstraße und der Reifferbahn die besten Voraussetzungen: Als erstes Bauprojekt dieser Reform und Modernisierung entstand das von 1836 bis 1837 durch Georg Adolph Demmler erbaute Kommandantenhaus. Heute findet sich im Erdgeschoss ein Ladenlokal und die oberen Geschosse werden als Wohn- und Geschäftsräume genutzt. Zum Stil Das Kommandantenhaus wurde als Dienst- und Wohnhaus für den Kommandanten der mecklenburgischen Brigade, Generalmajor Hartwig von Elderhorst, als verputzte Fachwerkkonstruktion errichtet. Beauftragt wurde Georg Adolph Demmler mit dem Bau durch den Großherzog Paul Friedrich. Die in Richtung Norden orientierte Hauptfassade zeigt sich mit neun Achsen. Das Erdgeschoss war bereits zur Bauzeit als Ladengeschäft geplant, auch heute noch wird dort ein solches betrieben. Die Rundbogenöffnungen wurden bei der Instandsetzung des Hauses wieder angelegt. Die Eingänge und Fenster der Sockelzone weisen in den Fassaden des Fachwerkbaus Rundbögen auf. Demmler gestaltete die Bauweise entsprechend dem Kanon der klassizistischen Gliederung. Die Fensterhöhen von Beletage und Dachzone sind je Stockwerk nach oben hin relational verkürzt. Die bis heute erhaltenen Ziergiebel mit stuckierten Helmen in der Beletage verweisen auf die historische Funktion des Amtssitzes als Kommandantenhaus. 1883 gelang der Komplex durch Tausch in private Hände. Die Fenster des Obergeschosses sind als Rechteckfenster mit einer geraden Fensterverdachung angelegt. Sie stehen mit ihren profilierten Sohlbankgesimsen auf einem umlaufenden Gurtsims. Darüber verweisen zwei Helme auf den Hausherrn Generalmajor Elderhorst. Die Fenster im 2. Obergeschoss sind niedriger und ohne Fensterverdachung ausgeführt. Ein Konsolgesims schließt die Fassade ab. Der Dachüberstand des Flachdaches war bereits Ende des 19. Jahrhunderts entfernt und durch eine Balustrade ersetzt worden.
Kommodenhäuschen Schwerin
● Schwerin
Mehrere Brände im 16. und 17. Jahrhundert haben den mittelalterlichen Stadtkern Schwerins beinahe vollständig zerstört. Ein kleines Fachwerkhäuschen aus jener Zeit ist dennoch erhalten geblieben. In der Buschstraße/ Ecke Enge Straße steht das Kommodenhäuschen, das vor allem wegen seiner Bauweise ein beliebtes Fotomotiv ist. Wenn Häuser erzählen könnten, dann hätte das kleine Fachwerkhaus in der Schweriner Buschstraße 15/ Ecke 3. Enge Straße wohl viele Geschichten zu erzählen. Die gut sichtbare Jahreszahl 1698 auf der Giebelseite verrät zumindest wann das Haus gebaut worden ist. Wie es allerdings zu seinem Namen "Kommodenhäuschen" kam bleibt ein Geheimnis. Darüber gibt es bislang nur Vermutungen. Die einen glauben, weil es so klein ist, dass nur eine Kommode hinein passen würde, andere finden, das Haus erinnere von der Form her an eine Kommode. Tatsächlich ist dessen Bauweise sehr außergewöhnlich. In Schwerin findet man jedenfalls kein weiteres Fachwerkhaus dessen oberes Stockwerk in der Breite gut einen Meter über das Untergeschoss hinausragt, so dass die Passanten der kleinen Gasse nebenan ihren Kopf einziehen müssen. Eine solche Auskragung schaffte einerseits mehr Platz für die gute Stube im Obergeschoss. Andererseits ließen sich so wohl auch Steuern sparen, wird vermutet, denn diese wurden damals nach der Grundfläche des Hauses berechnet. Im Erdgeschoss befand sich bis in das Jahr 1857 eine Weinhandlung, danach wurde darin eine Kunstdrechslerei eingerichtet. Diese Tradition führt die Familie Zettler bis heute fort, der Urgroßvater der heutigen Eigentümerin und Inhaberin war sogar Hofdrechslermeister des Mecklenburgischen Herzogs Friedrich Franz II.