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Karte ↗St. Georgen-Kirche Wismar
● Wismar
Die St.-Georgen-Kirche ist eine der drei großen Hauptkirchen Wismars und ein hervorragendes Baudenkmal norddeutscher Backsteingotik. Einst war sie das Gotteshaus der Handwerker und Gewerbetreibenden. Die Ursprünge St.-Georgens liegen im 13. Jhd. Ihre Errichtung fällt somit in die bewegte Zeit des späten Mittelalters und der Reformation. Informationen zur Barrierefreiheit 1 Parkplatz für Menschen mit Behinderung zur Verfügung (Stellplatzgröße: 350 cm x 500 cm). Zwischen Parkplatz und Eingang ist der Weg 25 m lang, leicht begeh- und befahrbar und weist eine Neigung von 4 % auf. Der Zugang zur Kirche erfolgt stufenlos (Türschwelle 2 cm). Alle für den Gast nutzbaren und erhobenen Räume sind ebenerdig, über eine Rampe oder per Aufzug erreichbar. Alle Durchgänge/Türen sind mind. 90 cm breit. Ein Aufzug führt zur Aussichtsplattform. Die Aufzugskabine ist 180 cm x 145 cm groß. Die lichte Durchgangsbreite der Aufzugstür beträgt 110 cm. Der Aufzug wird vom Personal bedient. Den Aufzug erreicht man über drei Stufen oder über eine Rampe (250 cm breit mit einer Neigung von 7 % auf einer Länge von 6 m). Der Kassen- und Informationstresen ist 100 cm hoch. Die Exponate sind überwiegend im Stehen und Sitzen sichtbar. Die Aussichtsplattform ist leicht begeh- und befahrbar. Die Sicherheitsbegrenzung ist ca. 140 cm hoch. In der umgrenzenden Mauer sind Bereiche mit Gittern, somit kann der Ausblick im Sitzen genossen werden. Angebotene Hilfsmittel: Rollstuhl, Rollator Es werden Führungen für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer angeboten. Um Voranmeldung wird gebeten. Gästeführer sind so ausgebildet, dass Gäste mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer an jeder Führung teilnehmen können und auf ihre Belange eingegangen wird. Öffentliches WC für Menschen mit Behinderung vorhanden. Die Bewegungsflächen betragen: links neben dem WC 170 cm x 70 cm, rechts ist keine Bewegungsfläche vorhanden; vor dem WC, dem Waschbecken und der Tür mind. 140 cm x 120 cm. Beidseitig am WC sind Haltegriffe vorhanden, der linke ist hochklappbar. Das Waschbecken ist unterfahrbar und der Spiegel im Stehen und Sitzen einsehbar. Es ist ein Alarmauslöser (Schnur) vorhanden.
St. Godehard Kessin Pfarrhof
● Kessin
Der Pfarrhof ist das Zentrum der Gemeinde St. Godehard, auf der vielfältige Aktivitäten rund um das ganze Jahr stattfinden. Der Pfarrhof der evangelischen Kirche St. Godehard in Kessin ist ein malerisches Ensemble aus historischen, teils reetgedeckten Häusern wenige Minuten südlich der Rostocker Stadtgrenze. Vor der Kirche befindet sich der Pfarrhof.
St. Jacobs-Kirche Kasnevitz
● Kasnevitz
Weithin grüßt der schlanke mit einer massiven Spitze aufgeführte Turm der Kasnevitzer St. Jacobs-Kirche. Dieser Turm soll zwei Vorgänger gehabt haben. Nachdem in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts Chor und Sakristei der Kirche gebaut und wenig später das Langhaus angefügt worden war, muss es noch zur mittelalterlichen Zeit zum Bau eines Kirchturms gekommen sein. Der Chronist erwähnt einen Turm, der angeblich in Ziegeln errichtet und mit Kupfer eingedeckt war. Er soll am 1. Adventssonntag des Jahres 1641 eingestürzt sein. "Die unbeschädigt gebliebenen Glocken wurden darauf in einer unweit der Kirche stehenden Eiche aufgehängt ... " Ein neuer Glockenturm wurde im Jahre 1768 erbaut. Sehr auffällig am Langhaus der Kirche sind die hohen Spitzbogenfenster. Im Inneren ist die Kirche verputzt und wurde in den Jahren 1990/91 neu ausgemalt. Die Kanzel befand sich ursprünglich direkt auf dem Altar. 1958 wurde sie herabgenommen und an ihrem jetzigen Platz am Triumphbogen angebracht. Neben ihr befindet sich eine Sanduhr, mit der dem Prediger die Länge seiner Predigt angezeigt werden soll. Die Namen der Prediger seit der Reformation sind auf einer Tafel neben der Kanzel notiert.
St. Johannes Kirche zu Rerik
● Rerik
Zu den Juwelen der Backsteingotik des Landes zählt die Pfarrkirche im Ostseebad Rerik, die zwischen 1250 und 1270 entstand. Die St. Johannes Kirche zu Rerik ist ein frühgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der über einem Feldsteinsockel errichtete Backsteinbau ist eine 2-jochige Hallenkirche mit quadratischem Chor. Der viergiebelige Turm trägt einen achtseitigen Helm. Zu den ältesten Ausstattungsstücken gehören der Altarschrein, das Triumphkreuz sowie ein frühgotischer Granittaufstein. Ins Auge fallen die bunten Ausmalungen, die sich über den gesamten Innenraum, angefangen vom Altarraum übers Hauptschiff, erstrecken. Der Kirchenmaler Hinrich Grewe fertigte diese 1668 an. Zwischen 1970 und 1976 wurde sein Werk freigelegt und restauriert. Bei der Restaurierung wurden Reste einer gotischen Ausmalung aus dem 13. Jahrhundert freigelegt. Der bekannte deutsche Maler und Objektkünstler mit internationalem Rang, Prof. Günther Uecker, ließ 2012 zugunsten der Kirche von Rerik sein extra geschaffenes Werk "Spirale" versteigern. Der Erlös sollte ursprünglich für den Nachguss einer kriegszerstörten Glocke verwendet werden. Tatsächlich wurden zu Ostern 2013 zwei neue Glocken geweiht. Beide Glocken wurden von Uecker künstlerisch gestaltet. Nun läuten wieder drei Glocken in der St. Johannes Kirche zu Rerik. Sehenswert sind daneben die große Orgel mit 1.056 Pfeifen, der bis heute verwendete Taufengel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sowie eine vierteilige Sanduhr, anhand derer man die Predigtlänge messen konnte. Über 89 Stufen geht es den Kirchturm hinauf, von dem Sie einen weiten Blick über Rerik, das Salzhaff und die Ostsee haben.
St. Johannis Neubrandenburg
● Neubrandenburg
Während im 13. Jh. die Stadtkirche St. Marien gebaut wurde, entstand gleichzeitig ein zweites kirchliches Zentrum: Das Franziskanerkloster. Dazu gehörte eine schlichte Klosterkirche aus Feldsteinen, die Anfang des 14. Jahrhunderts erweitert wurde - die heutige St. Johannis Kirche. Nach der Zerstörung der Marienkirche 1945 ist die Johanniskirche zur Hauptkirche geworden. Ihren jetzigen Zustand erhielt sie durch zwei größere Bauphasen im 19. und 20. Jahrhundert. Die St. Johanniskirche in Neubrandenburg ist heute bei Freunden von Orgel- und Chorkonzerten sehr beliebt. Errichtet wurde sie als Feldsteinkirche eines Franziskanerklosters um 1250/60.Nach zwei Bränden vor 1355 wurde die Kirche in Backstein zweischiffig mit Kreuzgewölben erweitert. Im 14. Jahrhundert wurde im Osten ein polygonaler Langchor angebaut. Nach der Reformation diente der Chorraum, abgetrennt durch eine Wand, als Speicher. In der Mitte des 19. Jahrhunderts stürzte er ein. In den Jahren 1891 bis 1894 wurde die Kirche neu gestaltet. So wurde etwa das Gewölbe erneuert und im neugotischen Stil bemalt. Nach der Zerstörung der Marienkirche 1945 war die Johanniskirche zur Hauptkirche geworden. Von 1976 bis 1980 wurde sie nochmals restauriert und neu gestaltet. Seit 2008 werden erneut umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Jeden Mittwoch von Juni bis September können Besucher um 12.00 Uhr für 20 Minuten der Orgelmusik lauschen.
St. Johanniskirche Malchin
● Malchin
Bei einem großen Stadtbrand 1397 ist der einstige Kirchenbau im romanischen Stil fast völlig zerstört worden. Um rasch einen Neubau der Kirche zu befördern, verlieh am 6. Juni 1397 der in Malchin anwesende Johann, Bischof von Garda und Weihbischof des abwesenden Johann von Camin, der abgebrannten St. Johanniskirche zu Malchin einen Ablass „zur Wiederauferbauung und Ausrüstung“. Schon 1440 konnte der neue Kirchenbau geweiht werden. Er wurde als eine dreischiffige gotische Basilika aufgeführt. Die ursprünglich gotische Turmspitze ist im Jahre 1648 heruntergefallen und wurde dann durch die barocke Haube, die 1897 noch einmal etwas verändert wurde, ersetzt. Die gotische Kirche ist ein Sinnbild, dessen Merkmale die schön gegliederte und sichtbar gemachte Struktur der tragenden und verbindenden Bauelemente einerseits, und die Behandlung des Lichts, die „Durchsichtigkeit der Wände“ andererseits sind. Unsere Kirche – ein Raum der Ruhe mit großen Fenstern zur Außenwelt. Der Altaraufbau ist ein Werk aus dem Jahr 1824. Das Gemälde, das die Kreuzigung Christi zeigt, wurde von Wilhelm Krüger geschaffen. Die umgrenzenden Säulen sind aus Stucco-Lustro, einem Marmorersatz, hergestellt. Obenauf stehen die Apostel Petrus und Johannes. Die Kreuzigung Christi wird eingerahmt durch die Kirchenfenster zur Linken und zur Rechten, die 1902/03 eingesetzt wurden. Unter den beiden Fenstern finden sich zwei alte Grabsteine, von denen der linke einen Güstrower Domherren, Nikolaus Breyde, zeigt. Der rechte Grabstein erinnert an Dr. Johannes Sadenwather, einen verdienstvollen Malchiner Bürgermeister und Chronisten, nebst seiner Frau. Der barocke Prospekt der Orgel stammt von einer alten Orgel aus dem Jahr 1780 und wurde belassen, als der Mecklenburger Orgelbauer Friedrich Friese 1877 eine neue Orgel für die Kirche baute. Die Orgel hat zwei Manuale, Pedal und 28 Register. Das Mecklenburgische Wappen an der Empore erinnert an die Landtage in Malchin. In der Marienkapelle wird über der Lütkemüllerorgel aus dem 19. Jahrhundert die Triumpfkreuzgruppe aus dem 15. Jahrhundert aufbewahrt, die einst über den Stufen zum Altarraum der großen Kirche ihren Platz hatte. Der größte Schatz unserer Kirche ist der Marienaltar aus dem 15. Jahrhundert. Dieses Werk diente ursprünglich als Hauptaltar nach der Neueinweihung unserer Kirche 1440. Im Zentrum der geschnitzten Festseite steht die Krönung Mariens, der Mutter Jesu. Ihr zur Seite finden sich 36 Heilige, darunter auch die zwölf Apostel. Die äußeren Bildtafeln der Altarflügel erzählen aus dem Leben Jesu, seine Geburts- und Leidensgeschichte, sowie von Johannes dem Täufer und Legenden aus dem Leben Johannes des Evangelisten. Technische Maße der Kirche: Höhe des Kirchenraumes: 22 Meter Länge: 42 Meter Höhe des Kirchturmes: 65 Meter
St. Johanniskirche Sassnitz (ev.)
● Sassnitz
Sassnitz erhielt seine Kirche in der Zeit der Blütezeit der Entwicklung des Ortes zum bedeutendsten Seebad Rügens in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch in Sassnitz setzte zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Fremdenverkehr ein. Von 1824 an entwickelte sich die Stadt zu einem der bekanntesten Modebäder der Ostseeküste. Nun war es auch hier an der Zeit, endlich eine Kirche zu errichten. So entstand in der Zeit von 1880 bis 1883 ein Gotteshaus in neugotischem Stil. Sein schlanker, asymetrischer, 33 m hoher Turm ist weit bis auf das Meer hinaus zu sehen. Das Altarfenster stiftete Kaiserin Auguste-Victoria. Das Kruzifix ist von Prinz Friedrich Carl von Preussen und 1899 wurde eine Orgel von den Gebrüdern Dinse aus Berlin gestiftet. In dem freundlichen Gotteshaus finden bis zu 400 Besucher Platz, denn dies fordert der hohe Anteil an den Touristen. Die gesamte Ausstattung stammt aus der Erbauungszeit der Kirche.
St. Katharinenkirche
● Middelhagen
Eine Back- und Feldsteinkirche in Middelhagen, welche im Jahr 1455 erbaut wurde. Der Backsteinbau, dessen Fundament aus Findlingsblöcken besteht, wurde um 1455 errichtet. Erst später entstand der hölzerne Turm, denn nach den strengen Regeln der Zisterziensermönche wurden viele Kirchen turmlos erbaut. Aus der mittelalterlichen Zeit blieb der um 1480 geschaffene Katharinenaltar erhalten, der vermutlich erst nach dem Dreißigjährigen Krieg von Stralsund nach Middelhagen kam. Ein weiteres, sehr wertvolles Stück, stellt ein aus Silber getriebener und vergoldeter Kelch aus dem Jahre 1597 dar.
St. Katharinenkloster
● Stralsund
St. Katharinen gehört zu den wenigen Klöstern Norddeutschlands, deren gotische Substanz fast vollständig erhalten geblieben ist. Es wurde im Jahre 1251 von Dominikanern gegründet. Stifter des Klosters war Fürst Jaromar II. von Rügen. Im Ursprung war dieser Backsteinbau eine 73 Meter lange, dreischiffige Hallenkirche. Eine architektonische Besonderheit ist der Kapitelsaal mit seinem wunderschönen Kreuzrippengewölbe, getragen von acht schlanken Pfeilern mit Gewölbemalereien aus dem 15. Jahrhundert. Er zählt zu den schönsten Innenräumen der niederdeutschen Backsteingotik. Mit der Reformation gelangte das Katharinenkloster in den Besitz der Stadt. 1560 zogen Schüler und Lehrer des damals gegründeten Gymnasiums in den westlichen Teil. Die humanistische Bildungsstätte hatte hier bis 1945 ihr Domizil. Der östliche Klosterteil war bis 1919 städtisches Waisenhaus. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Umbauten vorgenommen, geblieben ist jedoch der architektonische Reiz der verschiedenen Räumlichkeiten. Nach umfangreichen Restaurationsarbeiten in den Jahren 1921 bis 1924 wurde es Heimstatt des Provinzialmuseums für Neuvorpommern und Rügen. Mit seinen mehr als 50 Räumen beherbergt das Katharinenkloster seit 1924 das Kulturhistorische Museum (Umbenennung in Stralsund Museum) und seit 1951 das Deutsche Meeresmuseum und Aquarium.1973 wurde eine freitragende Konstruktion in die Hallenkirche eingebaut, die dem Deutschen Meeresmuseum eine intensive Nutzung des Klosters als Ausstellungsfläche gestattet. Von 2020 bis 2025/26 erfolgte eine Sanierung beider Museumsbereiche, mit einer umfangreichen Bauforschung und restauratorischen Freilegungen.
St. Laurentius Kirche (ev.)
● Zudar
Die St.-Laurentius-Kirche ist eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Vor 1370 war sie Wallfahrtskirche, da sie ein „wundertätiges“ Marienbild besaß. Die, auf der Halbinsel Zudar gelegene, südlichste Kirche Rügens ist eine in Langhaus und Chor einheitlich durchgebaute, schlichte gotische Kirche mit einem runden Triumphbogen und niedriger Einwölbung. Diese erfolgte baulich etwas später als die Errichtung der Außenmauern Mitte des 14. Jahrhunderts, denn sie entspricht nicht ganz dem Fenstersitz. Bereits 1318 wurde die Kirche urkundlich erwähnt. Vor dem Jahre 1370 war die Kirche das Ziel vieler Wallfahrten. Ein wundertätiges Marienbild machte die Kirche zu einem weithin bekannten Pilgerort. Eine Reise nach Zudar hatte in Norddeutschland so viel Wert, wie eine Pilgerfahrt nach Rom. Nachdem ein Pilgerschiff 1372 auf der Reise nach Zudar im Sund kenterte, es kam "ein wedder und groth storm", und alle Pilger ertranken, hörten die Wallfahrten auf. Seither glaubten die Leute nicht mehr daran, dass von Zudar Wunderkraft ausginge. Jeden 2. Sonntag wird um 14.00 Uhr ein Gottesdienst gehalten. Regelmäßig finden hier Sommermusiken statt.
St. Laurentius-Kirche Schönberg
● Schönberg
Die St. Laurentius-Kirche wurde im 14. Jahrhundert unter Einbeziehung der Reste eines älteren Vorgängerbaus erbaut. Die Wandmalerei und Glasmalereien stammen aus dem 17. Jahrhundert. Der im 16. Jahrhundert hinzugefügte Kirchturm wurde 1829 durch Blitzeinschlag beschädigt und erhielt daraufhin seine bis heute erhaltene markante Kirchturmspitze. Zu besonderer Bekanntheit unter Musikliebhabern hat es die St. Laurentius-Kirche in Schönberg vor der Toren der Hansestadt Lübeck gebracht. Die Backsteinkirche, einst Sitz des Bischofs von Ratzburg, ist Spielstätte des Schönberger Musiksommers, der seit 1987 viele Gäste in das Gotteshaus lockt. Dabei bewegt sich das Musikprogramm von der traditionellen Kirchenmusik bis hin zum Jazz. Mal ist eine Solo-Gitarre zu hören, mal erfreuen Chöre die Besucher.
St. Maria Magdalena Kirche
Die Kirche St. Maria Magdalena zu Neuenkirchen ist die evangelische Pfarrkirche der Kirchgemeinde Neuenkirchen auf der Halbinsel Lebbin im Westteil Rügens. Die gotische Backsteinkirche entstand in der heutigen Form zwischen 1380 und 1450. Vermutlich gab es einen älteren Vorgängerbau. Von diesem stammt wahrscheinlich der zirka zwei Meter hohe Sockel aus ungewöhnlich großen Findlingen und Feldsteinen. Der darüber befindliche Bau ist aus Backsteinen. Der ehemalige Glockenturm stürzte um 1650 bei einem Sturm ein, wurde nicht wiederaufgebaut und durch das Glockenhaus an der Westseite der Kirche ersetzt. Die darin befindliche Glocke stammte ursprünglich aus dem Jahr 1367 und war damit die älteste auf der Insel Rügen. Im Jahr 1901 wurde sie umgegossen und die Originalinschriften übernommen. Weiterhin sehenswert sind das in einen Feldstein getriebene mittelalterliche Weihwasserbecken am Südportal, dem jetzigen Haupteingang der Kirche, und die Renaissancekanzel aus dem Jahr 1567. Diese stammt ursprünglich aus der Bergener Marienkirche und wurde durch den Bergener Bürgermeister Cracaeus im Jahre 1775 für die Neuenkirchener Kirche gestiftet. Der Altar stammt aus dem Jahr 1787.
St. Marien Kirche Poseritz
● Poseritz
Die St. Marien Kirche in Poseritz ist die Pfarrkirche der evangelischen Kirchengemeinde Poseritz Der Baubeginn der St. Marienkirche lag nach 1300. Zunächst wurde das Langhaus errichtet, später, etwa um 1450, wurden der Chor im Osten und der Turm im Westen angefügt. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche eine jener Zeit entsprechende Ausstattung. Der Altar stammt aus dem Jahr 1703 aus der Werkstatt von Jacob Freese, die Kanzel wurde 1753 erbaut. Wie in vielen Rügener Kirchen gibt es auch hier einen Beichtstuhl. Bei einer Innenrestaurierung in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Emporen weitgehend entfernt. Von 1986 bis 1993 konnte die Kirche nicht genutzt werden. 1988 begann eine Grundsanierung, die bis zum Jahr 1993 etwa 1,2 Mio DM gekostet hat. Die Dachstühle und Dächer über dem Hauptschiff und Chor mussten erneuert werden, die Statik der Kirche wurde gesichert, das Mauerwerk saniert. Der Turm wurde durch stählerne Anker in seiner Standfestigkeit gesichert und die Haube mit Eiche neu beschindelt. Die Kirche wartet nun auf eine Innenraumsanierung, die angesichts der Finanzlage der Kirchengemeinde schwer zu bewerkstelligen ist. Im Wechsel von Poseritz und Swantow finden Gottesdienste sonntags 14-tägig um 10.00 Uhr statt.
St. Marien Kirche Ribnitz
● Ribnitz-Damgarten
Die Stadtkirche St. Marien mit ihrem wuchtigen Turm ist weithin sichtbar und beherrscht das Stadtbild. Sie ist ein Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. . Sie wurde sogleich wieder aufgebaut und im barocken Stil ausgestattet (Altar und Kanzel). Zu Beginn der 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts erfuhr das Kircheninnere weitere Veränderungen: eine Winterkirche wurde eingebaut und das Fachwerk im Kirchenschiff freigelegt. Der Turm (49 Meter hoch, 214 Stufen) ist begehbar, von der Aussichtsplattform bietet sich ein schöner Blick über die Stadt Ribnitz und ihre Umgebung. Bei guter Sicht sind mit bloßem Auge die Türme von Rostock zu sehen. In den Sommermonaten finden regelmäßig Orgelkonzerte und Ausstellungen statt. Mit dem Bau der dreischiffigen Hallenkirche wurde in der Gründungszeit der Stadt begonnen. Reste des spätromanischen Bauschmuckes der ersten Kirche sind in Form eines Rundbogenfrieses an der Westseite des Langhauses und in den paarweise angeordneten Lanzettfenstern erhalten. Spätere Um- und Ausbauten verschiedener Baustile prägen das Bild der Kirche. Der große Stadtbrand 1759 zerstörte Gewölbe und mittelalterliche Inneneinrichtung sowie den damals 100m hohen Turm. Unter Leitung des Ludwigsluster Hofbaumeisters Johann Joachim Busch erfolgte die barocke Umgestaltung des Daches und des Kircheninneren. Das Mittelschiff erhielt eine hölzerne Halbkreistonne auf ausgemauerten Fachwerkstützen, die Seitenschiffe eine flache Holzeindeckung. Die Turmlaterne wurde erst 1841/43 nach Entwürfen von Georg Adolph Demmler aufgesetzt. Nach 1980 erfolgte mit dem Einbau einer Winterkirche und von Gemeinderäumen eine erneute Umgestaltung im Inneren. 1994 wurde die Orgel aus der Werkstatt des Dresdner Orgelbauers Jehmlich eingeweiht. Heute finden außer Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Führungen statt. Der Turm (49 Meter hoch, 214 Stufen) ist begehbar, von der Aussichtsplattform bietet sich ein schöner Blick über die Stadt Ribnitz und ihre Umgebung. Bei guter Sicht sind mit bloßem Auge die Türme von Rostock zu sehen.
St. Marienkirche Bergen
● Bergen auf Rügen
Die St. Marienkirche ist das älteste erhaltene Gebäude der Insel Rügen und wurde zusammen mit dem neben ihr angesiedelten Kloster 1193 als romanische Pfalz- und Klosterkirche geweiht. Besonderheiten sind das Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert, der Altar aus der Zeit um 1730, die Barockkanzel von 1776 unddie Kirchenglocke von 1445. Der Bau der Marienkirche wurde um 1180 unter Jaromar I. als romanische Basilika mit Querschiff begonnen. 1193 als Klosterkirche des Nonnenklosters Bergen geweiht, zählt die Kirche zu einem der frühesten Ziegelgebäude unseres Raumes, darüber hinaus ist es das älteste erhaltene Gebäude Rügens.Der wertvolle Wandmalerei-Zyklus mit biblischen Motiven, im Chor und östlichen Querbau, entstammt der Romanik. In der Zeit von 1896 bis 1903 erfolgte die letzte große Restaurierung der Kirche. Dabei wurden auch die Wandmalereien restauriert und ergänzt, welche nach der Reformation übermalt worden. Einmalig ist das Ziffernblatt der Kirchturmuhr an der Nordseite des Turmes, es hat eine 61-Minuten-Teilung. Im Jahr 2004 wurde die Marienkirche in die "Europäische Route der Backsteingotik" und 2005 in das Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" aufgenommen.In der Zeit von Juni bis September bietet der "Konzertsommer St. Marien" ein vielfältiges Programm (jeweils mittwochs). Auf dem Klosterhof hinter der Kirche laden die "Schauwerkstatt" und das kleine "Stadtmuseum" mit Einblicken in die Stadt- und Inselgeschichte zu einem Besuch ein!Foto: Dieter Lindemann
St. Marienkirche Stralsund
Die Marienkirche, auch St. Marien genannt, ist die größte Kirche der Stadt. Vom 104 Meter hohen Turm (366 Stufen) der Marienkirche hat man einen einmaligen Blick über Stralsund bis nach Rügen. Und auch unsere Führungen sind sehr gefragt. aktuelle Öffnungszeiten Als größte Pfarrkirche von Stralsund wurde die Marienkirche 1298 erstmals erwähnt. Der ursprüngliche Bau wurde 1382 beim Einsturz des Turmes zerstört. In der heutigen Form wurde sie im Zeitraum 1384 - 1478 erbaut. Das imposante Westwerk, es wurde ab 1416 errichtet, ist ohne Parallele in der zeitgenössischen Architektur. Es ist zusammengefügt aus zwei Seitenhallen und den überragenden Mittelturm, den vier kleine Treppentürme flankieren. Der Hauptturm trug bis 1647 einen spitzen Helm, mit dem die Kirche eine beachtliche Höhe von insgesamt 151 m hatte. Mit diesen 151 Metern war die Marienkirche bis 1647 das höchste Gebäude der Welt. Ein durch Blitzschlag verursachter Brand vernichtete den gotischen Spitzturm und er wurde im Stil der Zeit durch eine deutlich niedrigere Barockhaube ersetzt. Der jetzige 104 m hohe barocke Turmhelm stammt aus dem Jahre 1708. Die Marienkirche ist die jüngste gotische Backsteinbasilika im nordischen Raum. Sie besitzt einen polygonalen Chorumgang mit Kapellenkranz. Ungewöhnlich ist das dreischiffige Querhaus. Der Innenraum beeindruckt durch seine Größe. Er ist 96 m lang, 41 m breit und im Mittelschiff 32,95 m hoch. Die Marienkirche ist damit - nach der Marienkirche zu Danzig - als die zweitgrößte Backsteinkirche im Hanseraum zu betrachten. 1807-1810 diente das Gotteshaus den französischen Besatzungstruppen als Kaserne und Heumagazin. Von der ursprünglichen Ausstattung konnte nur wenig erhalten werden. Kostbarster Besitz der Kirche ist die Barockorgel, geschaffen 1659 vom Lübecker Orgelbaumeister Friedrich Stellwagen. Des Weiteren die Grabsteine und die Epitaphien im Chorumgang und Querschiff, das barocke Taufgehäuse aus dem Jahre 1738, das Grabmal des Grafen von Lilljenstedt, der Marmortaufstein und die drei Renaissance-Kronleuchter. Und wer schließlich die 366 Stufen des 104 m hohen Turmes ersteigt, dem bietet sich ein fantastischer Blick. Das ganze Jahr über finden verschiedene Orgelkonzerte statt. Barrierefreiheit barrierefreier Eingang über das "Nord-Westportal barrierefreie Sanitäranlagen
St. Marienkirche Waase / Ummanz
● Waase
Die 1291 durch Zisterzienser Mönche geschaffene Kapelle erhielt 1440 ihre heutige Gestalt einer Backsteinkirche. Im Jahre 1322 wurde auf der Rügeninsel Ummanz eine Kirche errichtet, von der aber nur kleine Reste an Bausubstanz erhalten blieben. Schriftliche Zeugnisse über den Bau der heutigen St. Marienkirche sind nicht vorhanden. Der Chor und die Schiffsostwand entstanden aber wahrscheinlich bald nach der Mitte des 15. Jahrhunderts. Ein besonders kostbares Stück ist der Antwerpener Schnitzaltar, der um 1520/25 entstanden ist. Der Flügelaltar besteht aus drei Teilen: dem Schrein, den bemalten Flügeln und der mit Spruchbändern bemalten Predella. Die Darstellungen aus dem Leben des Heiligen dürften ein Auftragswerk sein. Die Kanzel aus dem Jahre 1572, ein Kruzifix an der Chornordwand (um 1500), ein Bronzeleuchter aus dem 15. Jahrhundert, zwei Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert, ein Taufstein, der auf das 8. Jahrhundert n. Chr. datiert wird, und die Orgel aus dem Jahre 1924 sind nur einige der weiteren Sehenswürdigkeiten in der kleinen Dorfkirche. Im Sommer finden hier zahlreiche Konzerte statt. Die Waaser Kirche ist in den warmen Monaten zur Besichtigung und stillen Andacht geöffnet: Mitte Mai – Ende September: Di – Fr 11 – 16.00 Uhr, Oktober: Di – Fr 11 – 14.30 Uhr Im Winter geschlossen
St. Marienkirche Wesenberg
● Wesenberg
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Wesenberg Mit dem Bau der heutigen Marienkirche wurde vermutlich noch am Ende des 13. Jahrhunderts begonnen. Der Chor und die unteren Turmgeschosse sind die ältesten Bauteile der Kirche und in Feldsteinmauerwerk mit teilweiser Verwendung von Backsteinen ausgeführt.Eine Stadtbuchnotiz aus dem Jahre 1337 besagt, dass die Kirche "kompletteiret" sei. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde das Kirchenschiff errichtet. Die Einwölbung des Chores erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die südliche Vorhalle wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts wurden die Fensteröffnungen verändert und am zweiten nördlichen Chorjoch ein gewölbter Kapellenraum zu Ehren des Heiligen Geistes errichtet. Die Röder Orgel ist die älteste Berliner Orgel.
St. Marienkirche in Klütz
Ein Wahrzeichen des Klützer Winkels: die Backsteingotische Stadtkirche mit markantem Turm, reicher Innenausstattung und langer Geschichte Backsteingotik mit romanischen Wurzeln Die St. Marienkirche in Klütz zählt zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburgs und ist ein eindrucksvolles Zeugnis norddeutscher Backsteingotik. Der älteste Teil der dreischiffigen Hallenkirche, der Chorraum, stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und zeigt noch deutlich romanische Elemente. Das spätere Langhaus entstand im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik und verleiht der Kirche ihren harmonischen Gesamteindruck. Der Turm – Wahrzeichen und Seezeichen Besonders prägend ist der 56 Meter hohe, quadratische Kirchturm mit seinem achtflächigen Dach, das an eine Bischofsmütze erinnert. Er gilt als Mittelpunkt des Klützer Winkels – der Volksmund sagte einst, dieser reiche so weit, wie der Turm zu sehen sei. Im 14. Jahrhundert erbaut, diente der Turm früher sogar als Seezeichen für die Schifffahrt. In seinem Inneren hängen vier schwere, wohlklingende Bronzeglocken. Kunstschätze & lebendiger Kulturort Im Inneren der St. Marienkirche entdecken Besucher zahlreiche kunsthistorische Besonderheiten. Dazu zählen die eindrucksvolle Kanzel, der prachtvolle Barockaltar, eine aus Eichenholz geschnitzte Taufe sowie der massive Taufstein aus Granit. Die Orgel aus dem Jahr 1871 und die farbenreichen neugotischen Glasfenster prägen den feierlichen Raumeindruck zusätzlich. Neben regelmäßigen Gottesdiensten ist die St. Marienkirche auch ein beliebter Ort für Konzerte, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen – ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
St. Michael Kirche Krummin
Ehemalige Klosterkirche der Zisterzienser. Die Kirche St. Michael ist das letzte Zeugnis des im Zuge der Reformation aufgelösten Zisterzienserklosters. Die nördlich der Kirche gelegenen Klausurgebäude sind wahrscheinlich bereits im 30-jährigen Krieg zerstört worden. Der älteste Teil von St. Michael ist das Kirchenschiff, deren unterer Bereich mit den Feldsteinen noch vom Ursprungsbau aus dem 13. Jahrhundert stammen dürfte. Seitlich wurden im 19. Jahrhundert Gebäudeteile angebaut und der Turm errichtet. Das Innere der Kirche ziert eine Holzbalkendecke, zwei Logen und eine achteckige Kanzel sowie der Altar mit Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert.
St. Nikolai Kirche Altefähr
● Altefähr
Die Dorfkirche St. Nikolai in Altefähr auf Rügen ist wegen ihrer Lage am ehemaligen Fähranleger auch als St. Nikolaus zur Fähre bekannt. Sie liegt am Strelasund direkt gegenüber der Stadt Stralsund und gilt als alte Seefahrerkirche. Das Kirchdorf Altefähr war nachweisbar seit dem 13. Jahrhundert der traditionelle Ankunftsort der Fähren zwischen dem Festland und der Insel Rügen. Erst mit dem Bau des Rügendammes 1936 verlor das Dorf mit der weitgehenden Aufgabe des Fährhafens seine namensgebende, ursprüngliche Bedeutung. Als "Kapelle gegenüber der Stadt Stralsund" (capella opposite civitati Stralsund) findet 1325 erstmals eine Kirche in Altefähr urkundliche Erwähnung. Von diesem Bau sind allerdings keine Reste mehr erhalten. Die heutige Kirche stammt in ihren ältesten Teilen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. An den Chor wurde bald das Schiff angebaut und unmittelbar danach kam der Turm hinzu. Dieser wurde 1692 verändert. 1803 stürzte das obere Drittel ein und 1913 erhielt der Turm seine heutige Gestalt.
St. Nikolai Kirche Dassow
● Dassow
Die St. Nikolai Kirche im Flecken Dassow ist eine der alten Dorfkirchen im Westen des Klützer Winkels. Die St. Nikolai Kirche ist ein stattlicher Bau aus dem 13. Jahrhundert mit einem aus Feldsteinen erbauten Schiff. Der Chor und die Nordsakristei wurden aus Backstein errichtet. Erste schriftliche Erwähnung fand die Kirche im Jahre 1230 im Ratzeburger Zehntregister des Bistums Ratzeburg. Das Kirchenschiff der Nikolaikirche besteht aus behauenen Granitquadern.
St. Nikolai Kirche Grevesmühlen
● Grevesmühlen
Die Stadtkirche St. Nikolai in Grevesmühlen ist ursprünglich eine Backsteinkirche des Übergangsstils von der Romanik zur Gotik, die im Laufe der Jahrhunderte stark überformt wurde. Die Kirche wurde etwa Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Turm der frühgotischen Hallenkirche war ursprünglich 92 Meter hoch. Nach einem Brand wurde die Spitze durch ein Satteldach ersetzt. Statt Altar und Kanzel füllt eine Tauffünte aus dem Jahr 1230 den Raum, der durch Weite und kraftvolle Formen besticht und dessen Ausgestaltung westfälischen Einfluss erkennen lässt. Zur Besichtigung bitte im Pfarramt melden.
St. Nikolai Stralsund
Die älteste der drei Stralsunder Pfarrkirchen ist die monumentale St. Nikolaikirche am Alten Markt. Sie gehört mit ihren zwei imposanten Orgeln, Buchholz und Schuke, zu den schönsten Sakralgebäuden Nordeuropas. "Erstmals im Stadtbuch erwähnt wird der Bau im Jahre 1276 und ist dem Schutzpatron der Seefahrer, dem heiligen Nikolaus, geweiht. Die Kirche war zunächst eine vermutlich schlichte Halle mit einem Turm. Durch den raschen Aufstieg Stralsunds zur bedeutenden Seehandelsstadt wurde sie im 14. Jahrhundert zur Basilika mit der imposanten Doppelturmanlage umgebaut. Als dreischiffige Basilika mit Chorumgang erbaut, besitzt sie eine Gesamtlänge von 87 m. Allein die Wahl des aufwendigen kathedralen Bautyps in einer Region, in der Hallenkirchen üblich waren, zeugt vom Machtanspruch, den der städtische Rat als Auftraggeber zum Ausdruck bringen wollte. Die Helme, die einst die Türme zierten, fielen 1662 einem verheerenden Brand zum Opfer. Daraufhin erhielt der Südturm 1667 die Barockhaube, mit dem die Kirche eine Höhe von 103 Metern erreicht, und der Nordturm das so genannte Notdach. In den folgenden Jahrhunderten wurden das Kupferdach und Teile des Mauerwerks ersetzt. Im Innern sind zahlreiche Kunstschätze verschiedener Jahrhunderte erhalten geblieben. Zu den ältesten Kunstschätzen der Nikolaikirche gehört die fast zweieinhalb Meter hohe, in Stuck gefertigte Monumentalskulptur „Anna Selbdritt“, eine der bedeutendsten Großplastiken des Ostseegebietes jener Zeit. Von einst 56 Altären sind einige noch immer erhalten, u.a. der gotische Hochaltar, der barocke Trennaltar nach einem Entwurf von Andreas Schlüter und die Kanzel aus dem Jahre 1611. Die Altäre der Bergenfahrer und der Nowgorodfahrer leben Zeugnis vom schwunghaften Seeschiffhandel zu Zeiten der Hanse ab. Die astronomische Uhr aus dem Jahre 1394 zählt zu einem der wenigen erhaltenen Exemplaren dieser Uhrenart. Erhaltungsbeitrag bei Besichtigung: 4 € Von montags bis samstags für Erwachsene (bis 18 Jahre frei); sonntags kein Erhaltungsbeitrag Für das persönliche Gebet oder das Anzünden einer Kerze ist die Kirche frei zugänglich. Führungen: Öffentliche Führungen (kostenfrei, um eine Spende wird gebeten): Mo, Di, Do, Fr jeweils 12:30 Uhr und 15:00 Uhr (Mai bis Oktober); Änderungen vorbehalten Audioguide (dt. Führung für Erwachsene und Kinder; tour in english for adults) Individuelle Führungen sind jederzeit vereinbar, Preise auf Nachfrage. (Tel. 03831-292286 / E-Mail: hst-nikolai-kirche@pek.de) Sonderführungen: Weihnachtsdarstellungen auf den Altarbildern 3. und 4. Dezember jeweils 12 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Barrierefreiheit Zugang eingeschränkt barrierefrei keine automatische Türöffnung unebener Boden im Kirchenraum