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Karte ↗St. Marien Kirche Ribnitz
● Ribnitz-Damgarten
Die Stadtkirche St. Marien mit ihrem wuchtigen Turm ist weithin sichtbar und beherrscht das Stadtbild. Sie ist ein Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. . Sie wurde sogleich wieder aufgebaut und im barocken Stil ausgestattet (Altar und Kanzel). Zu Beginn der 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts erfuhr das Kircheninnere weitere Veränderungen: eine Winterkirche wurde eingebaut und das Fachwerk im Kirchenschiff freigelegt. Der Turm (49 Meter hoch, 214 Stufen) ist begehbar, von der Aussichtsplattform bietet sich ein schöner Blick über die Stadt Ribnitz und ihre Umgebung. Bei guter Sicht sind mit bloßem Auge die Türme von Rostock zu sehen. In den Sommermonaten finden regelmäßig Orgelkonzerte und Ausstellungen statt. Mit dem Bau der dreischiffigen Hallenkirche wurde in der Gründungszeit der Stadt begonnen. Reste des spätromanischen Bauschmuckes der ersten Kirche sind in Form eines Rundbogenfrieses an der Westseite des Langhauses und in den paarweise angeordneten Lanzettfenstern erhalten. Spätere Um- und Ausbauten verschiedener Baustile prägen das Bild der Kirche. Der große Stadtbrand 1759 zerstörte Gewölbe und mittelalterliche Inneneinrichtung sowie den damals 100m hohen Turm. Unter Leitung des Ludwigsluster Hofbaumeisters Johann Joachim Busch erfolgte die barocke Umgestaltung des Daches und des Kircheninneren. Das Mittelschiff erhielt eine hölzerne Halbkreistonne auf ausgemauerten Fachwerkstützen, die Seitenschiffe eine flache Holzeindeckung. Die Turmlaterne wurde erst 1841/43 nach Entwürfen von Georg Adolph Demmler aufgesetzt. Nach 1980 erfolgte mit dem Einbau einer Winterkirche und von Gemeinderäumen eine erneute Umgestaltung im Inneren. 1994 wurde die Orgel aus der Werkstatt des Dresdner Orgelbauers Jehmlich eingeweiht. Heute finden außer Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Führungen statt. Der Turm (49 Meter hoch, 214 Stufen) ist begehbar, von der Aussichtsplattform bietet sich ein schöner Blick über die Stadt Ribnitz und ihre Umgebung. Bei guter Sicht sind mit bloßem Auge die Türme von Rostock zu sehen.
St. Marienkirche Bergen
● Bergen auf Rügen
Die St. Marienkirche ist das älteste erhaltene Gebäude der Insel Rügen und wurde zusammen mit dem neben ihr angesiedelten Kloster 1193 als romanische Pfalz- und Klosterkirche geweiht. Besonderheiten sind das Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert, der Altar aus der Zeit um 1730, die Barockkanzel von 1776 unddie Kirchenglocke von 1445. Der Bau der Marienkirche wurde um 1180 unter Jaromar I. als romanische Basilika mit Querschiff begonnen. 1193 als Klosterkirche des Nonnenklosters Bergen geweiht, zählt die Kirche zu einem der frühesten Ziegelgebäude unseres Raumes, darüber hinaus ist es das älteste erhaltene Gebäude Rügens.Der wertvolle Wandmalerei-Zyklus mit biblischen Motiven, im Chor und östlichen Querbau, entstammt der Romanik. In der Zeit von 1896 bis 1903 erfolgte die letzte große Restaurierung der Kirche. Dabei wurden auch die Wandmalereien restauriert und ergänzt, welche nach der Reformation übermalt worden. Einmalig ist das Ziffernblatt der Kirchturmuhr an der Nordseite des Turmes, es hat eine 61-Minuten-Teilung. Im Jahr 2004 wurde die Marienkirche in die "Europäische Route der Backsteingotik" und 2005 in das Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" aufgenommen.In der Zeit von Juni bis September bietet der "Konzertsommer St. Marien" ein vielfältiges Programm (jeweils mittwochs). Auf dem Klosterhof hinter der Kirche laden die "Schauwerkstatt" und das kleine "Stadtmuseum" mit Einblicken in die Stadt- und Inselgeschichte zu einem Besuch ein!Foto: Dieter Lindemann
St. Marienkirche Waase / Ummanz
● Waase
Die 1291 durch Zisterzienser Mönche geschaffene Kapelle erhielt 1440 ihre heutige Gestalt einer Backsteinkirche. Im Jahre 1322 wurde auf der Rügeninsel Ummanz eine Kirche errichtet, von der aber nur kleine Reste an Bausubstanz erhalten blieben. Schriftliche Zeugnisse über den Bau der heutigen St. Marienkirche sind nicht vorhanden. Der Chor und die Schiffsostwand entstanden aber wahrscheinlich bald nach der Mitte des 15. Jahrhunderts. Ein besonders kostbares Stück ist der Antwerpener Schnitzaltar, der um 1520/25 entstanden ist. Der Flügelaltar besteht aus drei Teilen: dem Schrein, den bemalten Flügeln und der mit Spruchbändern bemalten Predella. Die Darstellungen aus dem Leben des Heiligen dürften ein Auftragswerk sein. Die Kanzel aus dem Jahre 1572, ein Kruzifix an der Chornordwand (um 1500), ein Bronzeleuchter aus dem 15. Jahrhundert, zwei Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert, ein Taufstein, der auf das 8. Jahrhundert n. Chr. datiert wird, und die Orgel aus dem Jahre 1924 sind nur einige der weiteren Sehenswürdigkeiten in der kleinen Dorfkirche. Im Sommer finden hier zahlreiche Konzerte statt. Die Waaser Kirche ist in den warmen Monaten zur Besichtigung und stillen Andacht geöffnet: Mitte Mai – Ende September: Di – Fr 11 – 16.00 Uhr, Oktober: Di – Fr 11 – 14.30 Uhr Im Winter geschlossen
St. Marienkirche Wesenberg
● Wesenberg
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Wesenberg Mit dem Bau der heutigen Marienkirche wurde vermutlich noch am Ende des 13. Jahrhunderts begonnen. Der Chor und die unteren Turmgeschosse sind die ältesten Bauteile der Kirche und in Feldsteinmauerwerk mit teilweiser Verwendung von Backsteinen ausgeführt.Eine Stadtbuchnotiz aus dem Jahre 1337 besagt, dass die Kirche "kompletteiret" sei. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde das Kirchenschiff errichtet. Die Einwölbung des Chores erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die südliche Vorhalle wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts wurden die Fensteröffnungen verändert und am zweiten nördlichen Chorjoch ein gewölbter Kapellenraum zu Ehren des Heiligen Geistes errichtet. Die Röder Orgel ist die älteste Berliner Orgel.
St. Marienkirche in Klütz
Ein Wahrzeichen des Klützer Winkels: die Backsteingotische Stadtkirche mit markantem Turm, reicher Innenausstattung und langer Geschichte Backsteingotik mit romanischen Wurzeln Die St. Marienkirche in Klütz zählt zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburgs und ist ein eindrucksvolles Zeugnis norddeutscher Backsteingotik. Der älteste Teil der dreischiffigen Hallenkirche, der Chorraum, stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und zeigt noch deutlich romanische Elemente. Das spätere Langhaus entstand im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik und verleiht der Kirche ihren harmonischen Gesamteindruck. Der Turm – Wahrzeichen und Seezeichen Besonders prägend ist der 56 Meter hohe, quadratische Kirchturm mit seinem achtflächigen Dach, das an eine Bischofsmütze erinnert. Er gilt als Mittelpunkt des Klützer Winkels – der Volksmund sagte einst, dieser reiche so weit, wie der Turm zu sehen sei. Im 14. Jahrhundert erbaut, diente der Turm früher sogar als Seezeichen für die Schifffahrt. In seinem Inneren hängen vier schwere, wohlklingende Bronzeglocken. Kunstschätze & lebendiger Kulturort Im Inneren der St. Marienkirche entdecken Besucher zahlreiche kunsthistorische Besonderheiten. Dazu zählen die eindrucksvolle Kanzel, der prachtvolle Barockaltar, eine aus Eichenholz geschnitzte Taufe sowie der massive Taufstein aus Granit. Die Orgel aus dem Jahr 1871 und die farbenreichen neugotischen Glasfenster prägen den feierlichen Raumeindruck zusätzlich. Neben regelmäßigen Gottesdiensten ist die St. Marienkirche auch ein beliebter Ort für Konzerte, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen – ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
St. Nikolai Kirche Altefähr
● Altefähr
Die Dorfkirche St. Nikolai in Altefähr auf Rügen ist wegen ihrer Lage am ehemaligen Fähranleger auch als St. Nikolaus zur Fähre bekannt. Sie liegt am Strelasund direkt gegenüber der Stadt Stralsund und gilt als alte Seefahrerkirche. Das Kirchdorf Altefähr war nachweisbar seit dem 13. Jahrhundert der traditionelle Ankunftsort der Fähren zwischen dem Festland und der Insel Rügen. Erst mit dem Bau des Rügendammes 1936 verlor das Dorf mit der weitgehenden Aufgabe des Fährhafens seine namensgebende, ursprüngliche Bedeutung. Als "Kapelle gegenüber der Stadt Stralsund" (capella opposite civitati Stralsund) findet 1325 erstmals eine Kirche in Altefähr urkundliche Erwähnung. Von diesem Bau sind allerdings keine Reste mehr erhalten. Die heutige Kirche stammt in ihren ältesten Teilen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. An den Chor wurde bald das Schiff angebaut und unmittelbar danach kam der Turm hinzu. Dieser wurde 1692 verändert. 1803 stürzte das obere Drittel ein und 1913 erhielt der Turm seine heutige Gestalt.
St. Nikolai Kirche Dassow
● Dassow
Die St. Nikolai Kirche im Flecken Dassow ist eine der alten Dorfkirchen im Westen des Klützer Winkels. Die St. Nikolai Kirche ist ein stattlicher Bau aus dem 13. Jahrhundert mit einem aus Feldsteinen erbauten Schiff. Der Chor und die Nordsakristei wurden aus Backstein errichtet. Erste schriftliche Erwähnung fand die Kirche im Jahre 1230 im Ratzeburger Zehntregister des Bistums Ratzeburg. Das Kirchenschiff der Nikolaikirche besteht aus behauenen Granitquadern.
St. Nikolai Kirche Grevesmühlen
● Grevesmühlen
Die Stadtkirche St. Nikolai in Grevesmühlen ist ursprünglich eine Backsteinkirche des Übergangsstils von der Romanik zur Gotik, die im Laufe der Jahrhunderte stark überformt wurde. Die Kirche wurde etwa Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Turm der frühgotischen Hallenkirche war ursprünglich 92 Meter hoch. Nach einem Brand wurde die Spitze durch ein Satteldach ersetzt. Statt Altar und Kanzel füllt eine Tauffünte aus dem Jahr 1230 den Raum, der durch Weite und kraftvolle Formen besticht und dessen Ausgestaltung westfälischen Einfluss erkennen lässt. Zur Besichtigung bitte im Pfarramt melden.
St. Nikolai Stralsund
Die älteste der drei Stralsunder Pfarrkirchen ist die monumentale St. Nikolaikirche am Alten Markt. Sie gehört mit ihren zwei imposanten Orgeln, Buchholz und Schuke, zu den schönsten Sakralgebäuden Nordeuropas. "Erstmals im Stadtbuch erwähnt wird der Bau im Jahre 1276 und ist dem Schutzpatron der Seefahrer, dem heiligen Nikolaus, geweiht. Die Kirche war zunächst eine vermutlich schlichte Halle mit einem Turm. Durch den raschen Aufstieg Stralsunds zur bedeutenden Seehandelsstadt wurde sie im 14. Jahrhundert zur Basilika mit der imposanten Doppelturmanlage umgebaut. Als dreischiffige Basilika mit Chorumgang erbaut, besitzt sie eine Gesamtlänge von 87 m. Allein die Wahl des aufwendigen kathedralen Bautyps in einer Region, in der Hallenkirchen üblich waren, zeugt vom Machtanspruch, den der städtische Rat als Auftraggeber zum Ausdruck bringen wollte. Die Helme, die einst die Türme zierten, fielen 1662 einem verheerenden Brand zum Opfer. Daraufhin erhielt der Südturm 1667 die Barockhaube, mit dem die Kirche eine Höhe von 103 Metern erreicht, und der Nordturm das so genannte Notdach. In den folgenden Jahrhunderten wurden das Kupferdach und Teile des Mauerwerks ersetzt. Im Innern sind zahlreiche Kunstschätze verschiedener Jahrhunderte erhalten geblieben. Zu den ältesten Kunstschätzen der Nikolaikirche gehört die fast zweieinhalb Meter hohe, in Stuck gefertigte Monumentalskulptur „Anna Selbdritt“, eine der bedeutendsten Großplastiken des Ostseegebietes jener Zeit. Von einst 56 Altären sind einige noch immer erhalten, u.a. der gotische Hochaltar, der barocke Trennaltar nach einem Entwurf von Andreas Schlüter und die Kanzel aus dem Jahre 1611. Die Altäre der Bergenfahrer und der Nowgorodfahrer leben Zeugnis vom schwunghaften Seeschiffhandel zu Zeiten der Hanse ab. Die astronomische Uhr aus dem Jahre 1394 zählt zu einem der wenigen erhaltenen Exemplaren dieser Uhrenart. Erhaltungsbeitrag bei Besichtigung: 4 € Von montags bis samstags für Erwachsene (bis 18 Jahre frei); sonntags kein Erhaltungsbeitrag Für das persönliche Gebet oder das Anzünden einer Kerze ist die Kirche frei zugänglich. Führungen: Öffentliche Führungen (kostenfrei, um eine Spende wird gebeten): Mo, Di, Do, Fr jeweils 12:30 Uhr und 15:00 Uhr (Mai bis Oktober); Änderungen vorbehalten Audioguide (dt. Führung für Erwachsene und Kinder; tour in english for adults) Individuelle Führungen sind jederzeit vereinbar, Preise auf Nachfrage. (Tel. 03831-292286 / E-Mail: hst-nikolai-kirche@pek.de) Sonderführungen: Weihnachtsdarstellungen auf den Altarbildern 3. und 4. Dezember jeweils 12 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Barrierefreiheit Zugang eingeschränkt barrierefrei keine automatische Türöffnung unebener Boden im Kirchenraum
St. Nikolai-Kirche Wismar
● Wismar
St. Nikolai war die Kirche der Schiffer und Fahrensleute. Ihr 37 Meter hohes Mittelschiff ist das vierthöchste Kirchenschiff Deutschlands. Mit dem Bau der heutigen Kirche wurde im 14. Jahrhundert begonnen. Ursprünglich hatte der Turm der Kirche St. Nikolai einen schlanken Dachreiter, der 1703 einem Orkan zum Opfer fiel. Durch den Einsturz des Turmes wurden auch große Teile der Inneneinrichtung zerstört, die man danach im Barockstil ersetzte. Die reiche Ausstattung wurde nach dem Krieg durch Kunstwerke der zerstörten Kirchen St. Georgen und St. Marien ergänzt.
St. Paulskirche Schwerin
● Schwerin
Die St. Paulskirche gilt als Musterbeispiel neogotischer Architektur. Herausragend ist nicht nur ihre Position auf einem Hügel in der Altstadt von Schwerin, sondern auch ihr Inneres. Seit ihrer Weihe 1869 ist sie nahezu unverändert durch stürmische Zeiten gekommen. Glasfenster, Maßwerk und eine mächtige Friese-Orgel sind nicht die einzigen Zeugnisse der Kirchenbaukunst des 19. Jahrhunderts. Die Kirche ist evangelisch. Besichtigung nach Voranmeldung. Auf der höchsten Erhebung in der Stadt gelegen, ragen Turm und drei Türmchen der Paulskirche in den Himmel. Prägnant bildet sie entlang der Schlossstraße die fundamentale Sichtachse zur Niklot-Halle im Hauptturm des Schlosses und zu St. Nikolai oberhalb des Pfaffenteiches. Damit verband sie das Machtzentrum Schloss mit den stetig wachsenden Teilen der Stadt. Beinahe zierlich präsentiert sich die neogotische Kirche aus dem Jahre 1869. Umso erstaunlicher ist es, dass ihr seit ihrer Weihe nichts etwas anhaben konnte. Die Kirche trotzte beiden Weltkriegen und anderen stürmischen Zeiten – alle Teile sind original. Ihre Glasfenster, das Gestühl, die Kanzel sowie eine mächtige Orgel von Friedrich Friese III. sind daher noch so erhalten wie zum Zeitpunkt ihrer Erbauung. Die Orgel besticht durch einen kraftvollen warmen Klang – so, wie Kenner es allen Instrumenten Frieses nachsagen. Immer wieder erklingt die Orgel zu Konzerten, denn die Kirchenmusiktradition wird in der Paulskirche seit ihrer Weihe ebenso gepflegt wie das Instrument selbst. Doch nicht nur die Orgel strotzt vor Kraft. Auch das Fundament der Kirche ist außergewöhnlich massiv. Das hat einen simplen Grund: Die Paulskirche liegt direkt an Bahngleisen – beinahe führen diese unter ihr entlang. Das Fundament, auf dem sie steht, umfasst daher das Zweifache ihrer eigenen Baumasse. Überhaupt kamen beim Bau der Kirche modernste Methoden zum Tragen. Ihr Dachstuhl ist aus Stahl, ihr Maßwerk aus witterungsbeständigem Klinker. Ein neues Glocken-Geläut wartet auf seinen Einsatz In naher Zukunft soll umgebaut werden: Die Stahlglocken im Turm der Paulskirche sollen weichen, denn die größte ist bereits defekt und wird nicht mehr regelmäßig geläutet. Schön ist, dass die Gemeinde Neheim bei Arnsberg fünf Glocken geschenkt hat. Ihre Paulskirche ist entwidmet worden und so sollen deren Bronzeglocken jetzt in Schwerin erklingen. Dann ergeben ihre Töne den Beginn des Liedes „Herrgott, Dich loben wir. Herrgott, wir danken Dir.“ Die neuen Glocken wiegen insgesamt mehr als 35 Zentner. Die Größte bringt dabei etwa zwölf Zentner auf die Waage und hat einen Durchmesser von mehr als einem Meter. Bis die neuen Bronzeglocken läuten können, müssen noch einige Vorarbeiten gestemmt werden. Um den Glockenstuhl anzupassen, braucht es Geld. Aus diesem Grund müssen sich die Schweriner und Touristen noch gedulden. Bis dahin lassen sich die geschenkten Glocken in der Paulskirche bestaunen. Dort sind sie aufgestellt – ein Besuch lohnt sich. Zum Stil Dem schönen Bau liegt das Eisenacher Regulativ zugrunde. Dabei handelt es sich um einen Vorschriftenkatalog. Er sorgte ab 1861 für den genormten Bau protestantischer Kirchen. Der Schweriner Oberkirchenratspräsident Theodor Kliefoth hatte dabei maßgeblich mitgewirkt. In der technischen Ausführung der Paulskirche setzte man moderne Materialien wie Eisen, Beton und Asphalt ein. Das Geld für den Kirchenbau stammte überwiegend aus der Schatulle des Großherzogs. Ein Viertel der Bausumme kam aus einer privaten Stiftung und war für den Turm der Kirche gedacht. Damals war der Eingang auf der Südseite der Kirche dem Großherzog und seinen Angehörigen vorbehalten. Von hier aus konnte er den prunkvoll ausgeführten Herrschaftsstand einfach erreichen. Hier steht der prunkvolle Baldachin auf der Südseite des Chores. Wer sich heute im Inneren der Paulskirche umsieht, wird die Kanzel und ihre aufwändigen Schnitzereien im gotischen Stil bewundern können. Dabei erkennt der Betrachter die vier Evangelisten sowie Moses und Paulus. Das Altarbild ist dreiteilig und stellt die Heilsgeschichte dar: Die Menschwerdung Gottes in der Geburt Jesu, sein Tod am Kreuz und die Auferstehung. Damit ist der Bezug zu den drei Eckdaten des Kirchenjahres hergestellt: Weihnachten, Karfreitag und Ostern. Die Fenster der Kirche, nach Entwurf des Düsseldorfer Historienmalers Gustav Stever und von Ernst Gillmeister gestaltet, sind ebenso beeindruckend. Sie zeigen das Programm des Oberkirchenrats Kliefoth – unter anderem mit der damals selbstverständlichen Darstellung Luthers vor dem Reichstag in Worms. Auch Pribislaw, Sohn Niklots, der sich taufen ließ und seit 1170 der erste christliche Vertreter des Obotritenhauses war, ist abgebildet.
St. Paulus Kapelle Dranske
● Dranske
Das nordwestlichste Kirchengebäude der Kirchengemeinde Nord Rügen ist wahrscheinlich die kleinste Kapelle der Insel Rügen. Am Ortseingang von Dranske befindet sich die unscheinbare Paulus Kapelle, welche unter schwierigen Bedingungen zu DDR-Zeiten gebaut und im Advent 1960 geweiht wurde. In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das alte Fischerdorf dem Erdboden gleichgemacht, um eine Militärsiedlung für die Angehörigen der Militärseeflieger zu schaffen. Bevor Dranske ab 1960 zu einem der bedeutendsten NVA-Marinestützpunkte ausgebaut wurde, ist die Paulus Kapelle Dranske errichtet worden. Diese Kapelle war für die immer kleiner werdende Kirchengemeinde Dranske zu DDR-Zeiten ein wichtiges Symbol von Kirchlichkeit und ideologisch unabhängigem Gemeinsinn.
St. Petri Kirche
● Wolgast
Die St. Petri Kirche ist die ehemalige Hofkirche der Herzöge zu Pommern-Wolgast. Die dreischiffige Basilika aus dem 14. Jahrhundert war Hofkirche der Herzöge zu Pommern-Wolgast. Sie wurde um 1350 zu Ehren des Apostels Petrus erbaut. An gleicher Stelle soll ursprünglich ein heidnischer Tempel gestanden haben, den Otto von Bamberg zu Zeiten der Christianisierung Pommerns zerstören ließ. Heutzutage befindet sich die Grablege der letzten Pommernherzöge in der Gruft von St. Petri und im Kirchenschiff hängt ein Bilderzyklus aus dem Mittelalter zum Totentanz. Auf den Turm der St. Petri Kirche, der zur Öffnungszeit der Kirche bestiegen werden kann, führen 184 Stufen. Von oben erstreckt sich ein wunderbarer Panoramablick über die Stadt Wolgast bis zur Insel Usedom.
St. Petri Kirche Benz
● Benz
Die St. Petri Kirche in Benz fand ihre erste Erwähnung 1229. Die mittelalterliche Grundbausubstanz aus Feldstein ist seit der Sanierung 1991/92 sichtbar. Interessant sind auch der obere Turm und die Innenausstattung aus dem 18./19. Jahrhundert mit gemalter Kassettendecke. Seit über 30 Jahren findet in der St. Petri Kirche Benz der Kirchensommer mit Konzerten, Lesungen und Vorträgen statt.
St. Petri Kirche Garz
● Garz/ Rügen
Die über 600 Jahre alte Kirche St. Petri gilt als ältestes bauliches Zeugnis der Stadt Garz. Im Jahre 1168 erfolgte die Unterwerfung der wendischen Slawen durch Bischof Absalon von Roeskilde (Dänemark). Damit begann die Christianisierung Rügens. 1319 wurde die Stadt Garz erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1396 wurde die Kirche im Garzer Stadtbuch als "deme godeshuze tu sunte Petare tu Gartze" erstmals erwähnt, wobei der Baubeginn aber schon um 1350 datiert ist. Um 1450 wurde die Kirche um drei Langhausjoche vergrößert, ein hoher Spitzturmwurde gebaut und es erfolgte eine Erweiterung um zwei östliche Chorjoche. Um 1648 wurde der ursprüngliche Turm bei einem Sturm heruntergerissen und noch vor 1650 durch den heutigen stumpfen Helm ersetzt. 1741 dann erfolgten größere bauliche Veränderungen und Instandsetzungsarbeiten. Bei einem der letzten großen Stadtbrände 1765 blieb die Kirche zwar verschont, jedoch fiel die Kirchen-Chronik den Bränden zum Opfer. 1914 fanden die 1906 begonnenen Instandsetzungsarbeiten ihr Ende. Der Dachstuhl wurde erneuert und die Orgel wurde vom Turmraum in den Innenraum umgebaut. 1992-1993 erfolgten weitere umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Außenmauerwerk sowie die Erneuerung des Daches, der Turmspitze und der Fenster.
St. Petrikirche Rostock
Die St. Petrikirche wurde 1252 erstmals erwähnt und ist die älteste in Rostock. Sie ist der älteste Kirchbau zu Rostock und wurde als dreischiffige gotische Basilika erbaut. 1942 wurde die Kirche durch Bomben stark zerstört und alle Wertgegenstände vernichtet. Das gotische Bauwerk schmückt ein 117 m hoher Kupferturm, der 1994 mit Spenden der Rostocker wieder hergestellt wurde. Die Aussichtsplattform in 55 Metern Höhe kann zu Fuß oder per Fahrstuhl erklommen werden.
St.-Bartholomäus-Kirche Damgarten
● Ribnitz-Damgarten
Die St.-Bartholomäus-Kirche ist eine aus dem 13. Jahrhundert stammende evangelische Kirche im vorpommerschen Ortsteil Damgarten der Stadt Ribnitz-Damgarten. Der Altarraum entstand vor 1260 als quadratischer Backsteinbau und hatte ursprünglich ein Gewölbe, das im 30-jährigen Krieg zerstört wurde. Seit dem 17. Jahrhundert besitzt er eine flache Holzdecke.Das Langhaus ist als spätgotischer Backsteinbau mit einer hölzernen Decke in Tonnenform im 15. Jahrhundert angebaut worden. Der heutige Turm wurde am 6. November 1887 eingeweiht und ersetzte den 1723 errichteten Fachwerkturm, der 1884 abgetragen wurde. Die Sakristei entstand wahrscheinlich im 14. Jahrhundert. Heute besitzt sie neue künstlerisch gestaltete Fenster von Thomas Kuzio. Das Südportal wurde in seiner heutigen Form im Zusammenhang mit dem Turmneubau um 1890 errichtet. Es gab allerdings einen alten Vorgängerbau. Heute befinden sich darin Heizraum, WC und eine kleine Küche. Die Kirche steht auf einem natürlichen Hügel. Vermutlich gab es hier bereits eine Kultstätte der Slawen. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde der Hügel als Friedhof genutzt. Die Kirche besteht aus fünf Teilen: Altarraum, Langhaus, Turm, Sakristei und Südportal. Altar Auf dem mittelalterlichen Altar befindet sich ein barocker Altaraufsatz. Er stammt von dem Stralsunder Meister B. W. Sellin und entstand 1721 (Inschrift auf der Rückseite). Die zentrale Mitte bildet die Abendmahlsszene mit halbplastischen Figuren. Links: Jesus als Weltenrichter mit der Weltkugel. Rechts: Johannes der Täufer mit Bibel und Lamm als Symbol für Jesu unschuldigen Tod (Jesaja 53,7). Neben dem Kreuz wahrscheinlich Maria, die Mutter Jesu und Maria Magdalena, eine Jüngerin Jesu. Der Altar bildet den religiösen Mittelpunkt der Kirche, indem er die Gegenwart Gottes symbolisiert. Hier wird das Sakrament des Heiligen Abendmahls gespendet. Taufe Die Taufe stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist eine Gussarbeit der Berliner Werkstatt M. Geiss. Die ursprüngliche Taufe war sicherlich aus Holz und ist wohl zerstört worden. Die alte Taufschale aus dem 16. Jahrhundert wird noch heute genutzt. Jesus selbst ist getauft worden und hat seinen Jüngern den Auftrag gegeben zu taufen. Kanzel Die Kanzel ist ebenfalls eine Arbeit des Meisters B. W. Sellin aus Stralsund. Abgebildet sind wichtige Personen der Bibel: Moses, Paulus und die vier Evangelisten. Ihnen zugeordnet sind die vier Symbolwesen, die der Seher Johannes in seiner Offenbarung (Kap. 4) als Thronwächter Gottes beschreibt: - Engel (Matthäus): Menschwerdung Gottes - Löwe (Markus): Auferstehung Christi - Stier (Lukas): Christi Opfertod - Adler (Johannes): Himmelfahrt Christi Im Schalldeckel ist die Taube als Symbol für den Heiligen Geist zu sehen. Auf der Bekrönung ist Christus als Auferstandener dargestellt. Die Kanzel ist der Ort der Verkündigung der Botschaft Gottes an die Menschen. Orgel Die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1971. Sie wurde von der Firma Sauer aus Frankfurt (Oder) gebaut und am 29. August 1971 eingeweiht. Zuvor besaß die Kirche eine Buchholzorgel aus dem Jahre 1848. Beim Abriss der alten Orgel wurde ein Brief gefunden. Er stammt von einem der Mitarbeiter der Orgelbaufirma aus Berlin. Das Original kann an der heutigen Orgel besichtigt werden. Weitere Daten zur Baugeschichte: 1997: Neue Kirchturmuhr mit Funksteuerung 1999/2000: Neue Fenster im Kirchenschiff 2000: Schwammbeseitigung und Erneuerung des Kirchdaches (Langhaus) 2001: Neugestaltung des Kirchplatzes 2002: Vollständige Sanierung des Kirchturms und Neugestaltung des Südportals 2002: Neugestaltung des Altarraums und Einweihung der drei Fenster (Glaube, Liebe, Hoffnung), geschaffen vom Glaskünstler Thomas Kuzio.
St.-Johannes-Kirche Rambin
● Rambin
Die St.-Johannes-Kirche zu Rambin ist die evangelische Pfarrkirche der Kirchgemeinde Rambin im Süden der Insel Rügen. Die St.-Johannes-Kirche zu Rambin wurde erstmals im Jahr 1300 urkundlich erwähnt. Sie gehört damit zu den ältesten Kirchen der Insel Rügen. Die gotische Backsteinkirche wurde um 1700 barock umgestaltet und eine weit und tief geschwungene Holzdecke eingezogen. Nach 1990 wurden der Kirchturm und der Dachstuhl saniert, zudem erfolgten Teilrestaurierungen. Decke und Gestühl wurden unter restauratorischer Begleitung von Einheimischen ausgemalt und instand gesetzt. Ältestes Ausstattungsstück der Kirche ist der Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Das Triumphkreuz und die Schnitzfigur Maria mit dem Kind stammen aus dem Spätmittelalter. Die reich verzierte Empore aus der Renaissance. Auch die lebensgroßen Figurenmalereien an der Nord- und Südwand der Kirche (Christus als Pantokrator und die vier Evangelisten) stammen aus dieser Zeit. Bei den Malereien handelt es sich um umgestaltete Figuren einer früheren Fassung der 12 Apostel. Der Altar stammt aus dem Jahr 1738. Die Orgel wurde 1972 von dem Orgelbauer VEB Frankfurter Orgelbau Sauer erbaut.
St.-Johannis-Kirche zu Kühlungsborn
● Kühlungsborn
St.-Johannis-Kirche zu Kühlungsborn - erste Radwegekirche in Mecklenburg Die Feldsteinkirche wurde 1220 von den Nonnen von Parchow errichtet. Die Besonderheit ist der hölzerne Glockenturm (in der jetzigen Gestalt von 1680), der schon vor 1500 so stand. Um 1400 ist die Kirche um den gotischen Chorraum und das Gewölbe erweitert worden. Die Triumphkreuzgruppe und die Madonnenfigur stammen aus der Zeit um 1400. Einheimische Familien haben sich um 1660 in den 42 barocken Glasmalerein in den Chorfenstern verewigt. 1963 baute die Firma EULE (Bautzen) für diese Kirche eine neue Orgel (11 klingende Register auf zwei Manualen). Nach einer umfangreichen Renovierung (2011/2012) erhielt die Kirche einen neuen Altartisch, ein Lesepult und ein Altarkreuz aus hochwertigem Acrylglas. Durch seine schlichte Form und seine zurückhaltende Farbigkeit läßt der Altar die restaurierten Barockfiguren im Chorraum stärker hervortreten. In einer erneuerten Fassung erscheinen auch die Triumphkreuzgruppe und die gekrönte Madonna. Die Orgel wechselte ihren Standort von der Westempore zur Südempore. Damit ist eine große Klangentfaltung gegeben. Seit März 2012 ist sie die erste "Radwegekirche" in Mecklenburg-Vorpommern (Toilette / Rastplatz / Fahrradreparaturservice durch Wilfried Pietsch: 0173 - 2364549)
St.-Jürgen-Kapelle
Einstige Hospitalkapelle mit verborgenen Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die erst 2002 wiederentdeckt wurden. Gotischer Backsteinchor aus dem 14. Jahrhundert, der erstmals 1322 urkundlich erwähnt. Einst Siechenhaus vor den Stadttoren, heute Bibelzentrum mit restaurierten Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert. Die St.-Jürgen-Kapelle steht vor den ehemaligen Stadttoren von Barth. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie 1322. Das zugehörige Hospital St. Jürgen diente über Jahrhunderte als Siechenhaus für Lepra- und Pestkranke, weit genug von der Stadt entfernt, um Ansteckung vorzubeugen, nah genug für Versorgung und Seelsorge. Von der ursprünglichen Kapelle ist heute nur noch der Chor erhalten. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert, ist zweijochig angelegt und schließt mit einem 5/10-Schluss, einer typischen Form der Backsteingotik im südlichen Ostseeraum. Das einstige Kirchenschiff, vermutlich dreijochig, existiert nur noch in seinen Außenmauern bis zur Sohlbankzone der heutigen Fenster. Es wurde im Lauf der Zeit mehrfach umgenutzt und baulich verändert. 1818 entstand unter Verwendung der erhaltenen Schiffmauern ein zweigeschossiger, verputzter Mittelgangbau mit fünf Achsen und Satteldach. Die mittelalterliche Substanz blieb darin verborgen. Im Inneren des Chors kam bei Restaurierungsarbeiten im Sommer 2002 eine Überraschung zutage. Unter späteren Putzschichten fanden sich Wandmalereien aus der Erbauungszeit im 15. Jahrhundert, darunter eine Christopherus-Darstellung. Die Figuren wurden freigelegt und restauriert. Heute wird St. Jürgen als Bibelzentrum genutzt. Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen, vor allem für Schulklassen, vermitteln biblische Themen. Der Chor selbst dient weiterhin als Andachtsraum, fast siebenhundert Jahre nach seiner Erbauung. Die Sankt Jürgen Kapelle ist seit 2024 Teil der europäischen Backsteingotik.
St.-Marien-Kirche Barth
● Barth
Die Marienkirche ist ein beachtlich großer Backsteinbau aus dem 13. Jh. (Chor), 14 Jh. (Hallenlanghaus) und dem 15. Jh. (Westturm). Im südlichen Seitenschiff befinden sich noch Reste der mittelalterlichen Ausmalung. Die St.-Marien-Kirche gehört wohl zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Barth. Der Bau der Backsteinkirche begann um 1300, erstmals erwähnt wurde sie im Jahre 1325. Die Kirche entstand in drei Bauphasen. Ihr ältester Teil, der Chor im Osten, ist frühgotisch. Mit Fertigstellung des Turms um 1450 wurde die dritte Bauphase abgeschlossen . Der Turm ist 80 Meter hoch und hat in Ziffernhöhe der Uhr eine Aussichtsplattform. Die größte Bronzeglocke des fünfstimmigen Geläutes stammt von 1585. Das Innere der Kirche wurde mehrfach verändert und durch Stüler in neugotischen Formen restauriert. Einen einmaligen Klang verspricht die vom Berliner Orgelbauer Buchholz und seinem Sohn geschaffene Orgel. Sie gehört zu den besonders wertvollen Orgeldenkmalen Deutschlands. Die Besonderheit liegt in der ihr eigenen Klangschönheit und in ihrer historischen Bedeutung. Das Instrument ist mit 42 originalen Registern das größte in Deutschland erhaltene Werk der Orgelbauer Buchholz und zugleich das große Jugendwerk des Sohnes. Ein besonderes Erlebnis sind die Orgelkonzerte. Der nördliche Teil der Kirche beherbergt ein kleines Museum, in welchem die kirchengeschichtliche Sammlung untergebracht ist. Sehenswert ist ein bronzenes Tauffass (Fünte) aus dem 14. Jhd., das einzige im vorpommerschen Raum. Bei einem Besuch der Kirche sollten Sie auch den Turm besteigen. Beim Aufstieg können Sie die Gewölbe von oben betrachten, einen Blick auf den beeindruckenden Dachstuhl werfen und die Glocken bestaunen. Nach 180 Stufen erreichen Sie in 55 m Höhe eine Plattform, von der aus Ihnen Fensteröffnungen zu allen Seiten eine fantastische Aussicht über Barth, auf den Bodden und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und das Umland bieten.
St.-Marien-Kirche Röbel/Müritz
● Röbel/Müritz
Als Stiftung Nicolaus` I. von Werle wurde der Bau des Chores um 1235 begonnen. Sie diente der fürstlichen Familie auf der Burg Röbel, deren Bewohnern und der kleinen Altröbeler Gemeinde als Gotteshaus. Vieles deutet heute darauf hin, dass St. Marien auf dem ehemaligen Tempelberg der wendischen Müritzer erbaut wurde. Sie repräsentiert einen romanisch-gotischen Übergangsstil, erste Erweiterungen um das zuerst zweijochige Kirchenschiff erfolgten dann im 14. Jahrhundert. Damit ist dieses Röbeler Wahrzeichen eines der ältesten Backsteinbauten in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ausschmückung des Chorgestühls, sowie die spätere hohe Dotierung der Marienkirche mit Ländereien, sind Hinweise auf einen fürstlichen Einfluss – die nicht sonderlich wohlhabenden Haushalte der Altröbeler Dienstleister hätten sich einen so teuren Backsteinbau alleine auch nicht leisten können. Durch die hohen Pachteinnahmen für ihr Land und die erhebliche finanzielle Unterstützung des Großherzogs von Mecklenburg als Erbnachfolger der Fürsten von Werle-Wenden konnte das Gotteshaus 1849-1851 umfangreich renoviert werden. Durch die anhaltenden Bemühungen von Kirche, Stadt und Land ist die Marienkirche zu einem echten „Schmuckstück“ der Region geworden – ein Aufstieg des Turms offenbart die Weite des Landes… Genießen Sie den freien Ausblick! Die St.-Marien-Kirche ist vom 05. Mai - 05. Oktober täglich 11-17 Uhr geöffnet, Besichtigung und Turmbesteigung möglich. (kurzfristige Änderungen vorbehalten)
St.-Nikolai-Kirche Röbel/Müritz
● Röbel/Müritz
Die frühgotische Nikolaikirche in Röbel, deren Bau vermutlich um 1250 begonnen wurde, ist in ihrer geschlossenen Art heute einmalig im norddeutschen Raum. Ihr repräsentatives Gotteshaus errichteten die Bürger der „Neuen Stadt in Röbel“ (1261) in baulicher Kopie der Marienkirche im jetzt neu geschaffenen Zentrum, sicherlich als Baueinheit mit dem großen Versammlungs-/Marktplatz und dem Rathaus. Weihe des Hauptaltars durch den Havelberger Bischof Heinrich um 1275, zu dessen Diözese die Stadt in Röbel seit 1252 gehörte. Insgesamt sind Ausbau und Renovierung von St. Nicolai stets 20-40 Jahre nach der Marienkirche erfolgt, in allem jedoch etwas repräsentativer, wie es dem Selbstverständnis der Neustädter Bürger entsprach. So auch der massige Turm, der zur Zeit der Raubritterkriege im 15 Jahrhundert nicht zuletzt auch als Wehr- und Wachturm erbaut wurde. Die bis dahin genutzte „Heilig-Geist-Kirche“ der deutschen Siedlung verlor zunehmend an Bedeutung und wurde schließlich nach 1389 an die Predigerstraße verlegt. Die St.-Nikolai-Kirche ist von 5. Mai - 30. September täglich von 10-16 Uhr geöffnet, Besichtigung möglich. (kurfristige Änderungen vorbehalten)
St.-Pauli-Kirche Bobbin
● Bobbin
Die Bobbiner Kirche ist die einzige erhaltene Feldsteinkirche Rügens, die schon von weitem sichtbar auf einem Hügel liegt. Die Kirche gehört seit 2006 zur Evangelischen Kirchengemeinde Altenkirchen & Wiek. Das Schiff mit Chor und Sakristei wurde um 1400 fertiggestellt. 100 Jahre später wurde der Turm hinzugefügt. In der Folgezeit hat der Bau unterschiedliche Veränderungen erfahren. Die letzte Renovierung im Inneren der Kirche erfolgte 1954/55, die Sanierung des ursprünglich mit Schiefer gedeckten Daches fand 1971 statt. Im 15. und 16. Jahrhundert war St. Pauli eine von mehreren Wallfahrtskirchen auf Rügen. Papst Bonifatius IX - so die historischen Quellen - verlieh den Besuchern und Wohltätern der "ecclesia parochialis S. Pauli in Bobbin" (zur Diözese Roskildegehörig), Ablass. 1472 wird ein Vorsteher der "Bruderschaft der hl. Maria" genannt, nach der Reformation lag das Patronat vermutlich beim jeweiligen Landesherrn, seit der 2. Hälfte des17. Jahrhunderts bei der Herrschaft Spyker. Das älteste Stück in der Kirche ist die Fünte (Taufstein), vermutlich aus dem Jahr 1300. Gottesdienste finden von Ostern bis Erntedank an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat um 10 Uhr statt.